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  • Warum Joshua Kimmich Recht hat | Von Hermann Ploppa
    So genannte Totimpfungen gegen Corona wären auf jeden Fall das kleinere Übel gegenüber den experimentellen mRNA-Vakzinen. Doch Bundesregierung und EMA bremsen die lästige Biontech-Konkurrenz einfach aus.
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.
    Wenn ein Fußball-Nationalspieler und Star beim deutschen Dauermeister Bayern München sich zum Thema Impfung äußert, dann können die gleichgeschalteten Medien nicht einfach darüber hinweg gehen. Der sechsundzwanzigjährige Mittelfeldspieler Joshua Kimmich will sich einstweilen nicht impfen lassen.
    Ist ja wohl eigentlich Kimmichs Privatangelegenheit. Kann er doch machen wie er will. Wir leben doch in einer Demokratie, oder? Der junge Ballvirtuose hatte ja auch nur am Rande eines Fußballspiels ganz höflich und zurückhaltend auf die Frage eines Reporters gesagt, er wolle sich das noch mal überlegen. Er wolle erst noch mehr über mögliche Langzeitwirkungen wissen. Es wurde ja immer wieder betont, es solle definitiv kein Impfzwang ausgeübt werden. Und nun entpuppt sich die dezente Zurückhaltung des jungen Sportlers als Affront gegen die Staatsraison.
    Denn mittlerweile hat sich sogar der noch amtierende Innenminister Horst Seehofer eingeschaltet. Also: ein Politikum von höchster Priorität. Seehofer appelliert an Kimmich über das Fernsehprogramm einer einschlägig bekannten Boulevardzeitung: „Überlegen Sie es sich noch einmal und lassen Sie sich impfen! Sie sind eine Persönlichkeit mit Vorbildcharakter. Und wenn Sie sich impfen lassen, werden andere Menschen sagen, dann mache ich es auch.“ (1)
    Herr Seehofer, was erlauben Sie sich da eigentlich für eine Übergriffigkeit? Was geht Sie eigentlich Kimmichs Privatleben an? Warum treten Sie neuerdings ungeniert als Pharmavertreter auf? Bringen Sie doch erst mal Ihren eigenen Laden in Ordnung, bevor Sie unbescholtene Bundesbürger moralisch erpressen. Es ist doch selbstverständlich, dass man eine angebotene Ware oder Dienstleistung zunächst einmal auf ihre Qualität gründlich überprüft.
    Kimmich will zunächst Klarheit über die langfristigen Nebenwirkungen gewinnen, bevor er seinen Athletenkörper damit konfrontiert. In der Presse treten jedoch jetzt die einschlägig vorbekannten „Experten“ wie der Chef der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens auf. Sie schlüpfen in die Rolle von Wahrsagern und behaupten ganz unerschüttert von Fakten, es würden sich keine langfristigen Nebenwirkungen einstellen (2). Basta.
    Zu Recht hält Oskar Lafontaine diesen Medizin-Astrologen entgegen: wenn es keine Nebenwirkungen durch die Biontech-Impfungen gibt, warum hat sich dann Biontech-Vermarkter Pfizer vertraglich gegen alle Regressansprüche wegen möglicher Impfschäden abgesichert? (3) In dem aus guten Gründen vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Vertrag zwischen Pfizer und der Europäischen Union über die Lieferung von Pfizer/Biontech-Impfdosen heißt es nämlich wortwörtlich: „Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.“
    Und da Pfizer weiß, dass Schadensersatzklagen aufgrund von Impfschäden sehr, sehr wahrscheinlich sind, darf die Solidargemeinschaft der europäischen Steuerzahler auch noch die Prozesskosten des Schadensverursachers Pfizer mit bezahlen. Glauben Sie nicht?
    Hier der Originalton aus dem Geheimvertrag:
    „Der Käufer [also die Europäische Union] erklärt sich hiermit bereit, Pfizer, Biontech und die mit ihnen verbundene Unternehmen von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten.“ (4) Und warum sagte eigentlich RKI-Chef Wieler Ende des Jahres 2020 in einem Interview auf Phönix, man wisse nicht, wie die Impfungen wirken? (5)
    Doch Kimmichs Bedenken gehen noch in eine ganz andere Richtu...
    11 min
  • Die Überzähligen | Von Colin Todhunter
    Zur Krise des Kapitalismus fällt den Herrschenden nicht mehr ein, als Millionen Menschen zu unterwerfen und in die Verelendung zu treiben.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Gummiknüppel, Hausarrest und Kontaktverbot für den Gesundheitsschutz? Das glauben diejenigen, die dergleichen propagieren, doch selber nicht. Dass hinter der plötzlichen Besorgnis der Politik um das Wohl ihrer Bürger eine ganz andere Agenda steckt, ist vielen inzwischen klar. Doch worauf genau soll das alles hinauslaufen? Zwei Entwicklungslinien deuten sich an: Der Kapitalismus tut sich schwer, an seinem Wachstumsdogma festzuhalten, ohne dass eine ohnehin überdehnte Spekulationsblase platzt.
    Und immer mehr Menschen werden im Zuge der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung schlicht überflüssig. Sie sind — nimmt man die Bedürfnisse von „Investoren“ zum alleinigen Maßstab — schlicht zu nichts nütze. Sofern nicht noch brutalere Pläne in den Schubladen der „Eliten“ schlummern, sind deren Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart offensichtlich: noch mehr Kontrolle, noch mehr Ausbeutung, die Gewöhnung der Bevölkerung an eine totalitäre Hölle aus Armut, Existenzdruck und staatlicher Drangsalierung.
    Ein Standpunkt von Colin Todhunter.
    Im Oktober 2019 warnte Mervyn King, der ehemalige Chef der Bank of England, in einer Rede auf einer Konferenz des Internationalen Währungsfonds davor, dass die Welt in Richtung einer neuen Wirtschafts- und Finanzkrise taumeln würde, welche furchtbare Folgen für das von ihm so bezeichnete „demokratische Marktwirtschaftssystem“ haben würde.
    Die Weltwirtschaft würde in einer Falle von geringem Wachstum stecken und die Erholung von der Krise im Jahr 2008 wäre schwächer als nach der Großen Depression, so King weiter. Er folgerte daraus, dass es an der Zeit für die Federal Reserve und andere Nationalbanken wäre, hinter geschlossenen Türen mit der Politik ins Gespräch zu kommen.
    Im sogenannten Repo-Markt schossen die Zinssätze am 16. September in die Höhe. Die Federal Reserve intervenierte vier Tage lang mit einem Volumen von 75 Milliarden Dollar pro Tag, dem höchsten Betrag seit der Krise 2008.
    Ebenfalls zu dieser Zeit begann die Fed laut Fabio Vighi, Professor für Kritische Theorie an der Universität Cardiff, im Rahmen eines geldpolitischen Notfallprogramms hunderte Milliarden Dollar pro Woche in die Wall Street zu pumpen.
    Während der letzten ungefähr 18 Monate konnten wir sehen, wie unter dem Vorwand einer „Pandemie“ die Wirtschaft heruntergefahren, kleine Geschäfte vernichtet, Arbeitskräfte entlassen und die Rechte von Menschen zerstört wurden. Lockdowns und Einschränkungen haben diesen Prozess ermöglicht.
    Der Zweck dieser sogenannten „öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen“ hat wenig mit der Gesundheit der Bevölkerung, dafür aber viel mit dem Management einer Kapitalismuskrise, und letzten Endes mit der Umstrukturierung der Wirtschaft, zu tun.
    Im Neoliberalismus wurden die Einkommen und Leistungen der Arbeitnehmer gekürzt, Schlüsselsektoren der Wirtschaft ausgelagert und alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um die Nachfrage aufrechtzuerhalten und finanzielle Schneeballsysteme zu schaffen, in die die Reichen weiterhin investieren und von denen sie weiterhin profitieren können.
    Die Bankenrettungen, die auf die Krise von 2008 folgten, verschafften nur vorübergehende Erleichterung. Der Crash kehrte vor Covid mit einem viel größeren Knalleffekt zurück,
    18 min
  • Wehret den Anfängen | Von Rainer Rupp
    Wenn es nicht schon zu spät ist.
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Im Jahre 1492 haben die mordgierigen katholischen Barbaren aus dem primitiven Norden Spaniens die islamische Hochkultur in Andalusien überrannt und brutal geschändet. Über viel Jahrhunderte hatten dort unter der toleranten und weltoffenen Herrschaft des Emirs von Granada Muslime, Juden und Christen nicht nur friedlich zusammengelebt, sondern auch gemeinsam von dem Wohlstand profitiert, den sie den bahnbrechenden Erfolgen der islamischen Wissenschaft und deren Anwendungen z.B. in Landwirtschaft und Technik verdankten. Aber für die primitiven katholischen Fanatiker war wissenschaftlicher Fortschritt, die hochentwickelte islamische Medizin, ebenso wie die breit entwickelte Hygienekultur der Bevölkerung Andalusiens Teufelszeug, was z.B. zu einem sofortigen Verbot der überall in Städten und Dörfern Andalusiens existierenden öffentlichen Badehäuser führte.
    Die in Spanien noch heute gefeierte katholische „Reconquista“ galt mit der Eroberung Granadas als abgeschlossen. Die überlebenden muslimischen und jüdischen Einwohner Andalusiens wurden von der allmächtigen katholischen Kirche vor die Entscheidung gestellt, sich entweder christlich taufen zu lassen oder unter Zurücklassung ihres Hab und Guts aus dem Land getrieben zu werden. Tatsächlich hat sich ein Teil der unterworfenen Bevölkerung taufen lassen, während der andere nach Nordafrika oder – wie es viele Juden taten – nach Istanbul flüchtete.
    Aber die Kirche traute den neuen, zum einzig wahren katholischen Glauben Übergetretenen nicht und spitzelte diese bis in ihre intimste Privatsphäre aus. Die Spione der Kirche sollten herausfinden, ob die zum Christentum übergetretenen insgeheim immer noch ihrem alten Glauben und ihren Bräuchen anhingen. Wenn dann eine unglückliche Familie erst einmal denunziert war, begann die gnadenlose Inquisition mit mittelalterlicher Brutalität und Folter, die dann in der Regel mit einem „auto de fé“, also einem Glaubensurteil und mit der öffentlichen Verbrennung der Häretiker endete.
    An all diese schrecklichen historischen Bilder wurde ich erinnert, als zu besten TV-Sendezeiten ein angeblicher Sportjournalist als Großinquisitor auftrat und vor einem Millionenpublikum den beliebten Sportler Kimmich des Abfalls vom einzig wahren Glauben der Covidianer verdächtigte. Ultimativ forderte der Inquisitor von dem Häretiker Kimmich Auskunft (1) über Dinge, die ein Patient sonst nur mit seinem Arzt bespricht und die zudem der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen. Auskunft forderte der Inquisitor auch, warum Kimmich den ungeheuerlichen Frevel begeht und an der Heilslehre vom Covid-19 mRNA-Impfstoff Zweifel hegt. Als doppelten Frevel hielt er Kimmich vor, dass er als Sportidol seine Zweifel auch noch öffentlich bekundet und verteidigt und so die Jugend auf die schiefe Bahn bringt.
    Kimmichs Frevel hat die religiös fanatisierte Covid-Gemeinde derart entsetzt, dass ganze Heerscharen von „Experten“ gegen den jungen Mann ins Feld geführt wurden, von professoralen Weißkitteln, über die modebewussten Chef-Ethiker bis hin zu Vertretern der Bundesregierung (2), und nicht zuletzt zahllose Presstituierte. Alle versuchten sich in der „Causa Kimmich“ gegenseitig zu übertreffen, um den Häretiker doch noch mit guten Ratschlägen einzufangen und zur Umkehr in den Schoß der Covid-Spritzer zu bewegen. Denn die Herrschaften hatten ein Problem mit dem großen Bekanntheits- und hohen Beliebtheitsgrad des Sport- und Jugendidols Kimmich. Den konnte man nicht so einfach auf dem medialen Scheiterhaufen „verbrennen“ und aus dem öffentlichen Bewusstsein verbannen, wie man das bisher bei der Entsorgung von international bekannten und anerkannten Wissenschaftlern getan hat, die als Kritiker der „Epidemischen Manipulation von Nationaler Tragweite“ aufgetreten waren.
    Man kann Kimmich nur bewundern, denn trotz der giftigen Hetzkampagne auf allen Kanälen ist er ruhig und konzentriert geb...
    1 min
  • Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 59 oder 24.3 | Von Jochen Mitschka
    Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    In der Corona-Ausschuss-Sitzung Nr. 24 die den Titel trägt: "Die Stärke unseres Immunsystems und die Stimmen der Kinder". (1) wurde zunächst Dr. Matthias Burchardt interviewt, der Informationen verlauten ließ, die in dieser Dichte selten zu hören oder lesen waren. Das Gespräch mit ihm wird jetzt abgeschlossen, danach ein Praktiker gehört, der täglich mit Fragen des Immunsystems am Menschen konfrontiert wird, und viele Jahre Erfahrung in der Behandlung von Infektionen und Problemen des Immunsystems hat.
    Dr. Matthias Burchardt
    Viviane Fischer fragte, wie man sich denn gegen den Propagandabeschuss mit Virenangst, bzw. die Schockstrategie immunisieren kann. Worauf Dr. Burchardt antwortete, dass man in keinem Fall mit Überheblichkeit an die Menschen herantreten sollte, welche durch die Propaganda überwältigt wurden. Und natürlich muss man alles was man tut unter dem Zweifel eines Irrtumsvorbehaltes tun, das gelte auch in Hinsicht auf die Kritik an der Corona-Politik. Auch wenn man den Zweifel inzwischen zum größten Teil in dieser Frage ausräumen könne. Dann müsse man aus der Perspektive der inneren Bilder herauskommen in Hinblick auf eine elementare Erfahrung. Er verglich das "Erfahren" von Politik mit einem Vexierbild. Je nachdem wie man auf das Bild schaut zeigt es das Eine oder das Andere.
    Er beschrieb dann, wie jemand einen Fragebogen entwickelt hat, der einerseits den Menschen aufzeigt, dass sie noch viel zu wenig über Corona wissen, andererseits sie darauf hindrängt, Fragen zu stellen. Das sei zwar etwas manipulativ, aber wohl in dieser Situation gerechtfertigt. Dann forderte er, dass man Freundschaft nicht von der Sicht auf Corona abhängig machen dürfe. Wichtig sei einfach, Erfahrungen zu vermitteln, wie z.B. einfach jemanden in den Arm zu nehmen.
    Aber es gebe keine Patentlösung auf die Frage von Viviane Fischer. Denn wenn man beginnt mit Angst oder anderen Tricks zu manipulieren, wie die Gegenseite es tue, mache man sich unglaubwürdig. Das Schaffen von Vertrauen sei wichtiger, weil man dadurch ins Gespräch kommen könne. Wenn Impfgegner die gleichen manipulativen Techniken anwenden wie die Regierung, seien sie nicht weniger totalitär.
    Dr. Burchardt erzählte dann von einem "Till Eulenspiegel Experiment", das ein Kollege im Bildungsbereich durchgeführt hatte. Till Eulenspiegel ist bekannt als Narr, der die Mächtigen vorführt und lächerlich macht. Er hatte einmal gesagt, er sei der beste Pädagoge der Welt. Er könne einem Esel das Lesen beibringen. Die Antwort war, dass man ihm einen Preis versprach, wenn er das schaffen würde. Er lud dann die Professoren in den Stall ein, und hatte die Buchstaben I und A auf Tafeln geschrieben. Und prompt sprach der Esel die beiden Buchstaben nach. Umgesetzt in moderne Verhältnisse wegen Bologna, hatte ein Kollege eine Zentralabiturklausur Leistungskurs Biologie einem unvorbereiteten 9. Schuljahr gegeben. Bis auf 2 haben alle Neuntklässler die Abiturprüfung bestanden.
    Dieses Experiment zeige, dass das Abitur in bestimmten Teilen eine Farce geworden sei, welche auf billige Weise Zertifikate herausgebe, ohne dass diese gedeckt wären durch tatsächliche Bildung.
    Ähnliche Experimente, welche die Lächerlichkeit des Corona-Regimes öffentlich inszenieren, gäbe es auch auf Seite des Humors, man solle das Erkenntnismittel des Humors, nicht unterschätzen.
    In der Diskussion wurde besprochen, dass manche Äußerungen von Drosten, Wiehler, Lauterbach so widersinnig seien, dass man sich frage, wie es sein kann, dass sie solche Ämter und Funktionen haben einnehmen können. Insbesondere wenn man sich die fragwürdigen akademischen Meriten anschaue. Sowohl bei Lauterbach, da ein Essay als Doktorarbeit akzeptiert wurde, als auch bei Drosten, dessen Doktorarbeit nicht auffindbar, dann wegen Wasserschaden vernichtet war, und schließlich,
    20 min
  • Ist Bill Gates an der Pandemie gescheitert? | Von Bernhard Loyen
    Ein Kommentar von Bernhard Loyen.
    Bill Gates war, ist und bleibt eine kontroverse Persönlichkeit. Wie wird man ihn rückblickend in zwanzig oder dreißig Jahren in der Erinnerung betrachten? Visionär und großzügig oder skrupellos und manisch. Eine Mischung von beidem wird wohl die wahrscheinlichste Variante.
    Die ZEIT titelte am Mittwoch dieser Woche: "Das ist das Dümmste, was ich je gehört habe. Impfstoffpatente auszusetzen hätte gegen Corona nichts gebracht, sagt Bill Gates im Gespräch. Er fördert Impfkampagnen weltweit. Ist er an der Pandemie gescheitert?“ (1, hinter Bezahlschranke).
    Das Ehepaar Gates hätte Milliarden in den letzten zwei Jahrzehnten in den Kampf gegen Infektionskrankheiten investiert und zudem vor Pandemien gewarnt, schreibt das Blatt weiter. Die zurückliegenden Monate haben gezeigt, die Investitionen waren sehr bewusst gewählt, also nicht nur aus purer Mitmenschlichkeit und Liebe zu den Erdenbürgern. Die ausgesprochenen Warnungen eines Bill Gates sind in der Aufarbeitung und Recherche mit mehr als berechtigter Skepsis zu betrachten. Die Kombination aus modellierten Planspielen und daraus resultierenden Warnungen sind nachgewiesene Realität.
    Dass sich Frau Gates in diesem Jahr von ihrem Ehemann getrennt hat, gehört in den Bereich der Boulevard-Medien, ist aber durch die Tatsache der schmierigen Nähe von Bill Gates zu Jeffrey Epstein dann doch eher ein Politikum. Die FAZ schrieb dazu im August 2021: Den Kontakt zu Finanzmanager Jeffrey Epstein bereut er. (2) . Finanzmanager ist die bewusste entschlackte Darstellung eines verurteilten pädophilen Kriminellen, der über Jahrzehnte ein perfides und skrupelloses Netzwerk aufbaute, über das junge Mädchen und Frauen missbraucht und seelisch zerstört wurden. Nach seiner Verhaftung, am Ende durch einen nennen wir es fragwürdigen Selbstmord, schlussendlich entsorgt wurde. Er war einfach zu Vielen zu gefährlich geworden.
    Handelt es sich nun bei Bill Gates um den Wohltäter des Jahrhunderts? Schwierig, denn natürlich hat er sehr geschickt die Abermillionen Dollar seiner Investitionen so freigegeben, dass in der Quersumme seine eigentlichen Vorstellungen einer gesunden und gerechteren Welt brillant und erfolgreich kaschiert wurden. Der Wunsch, die Vision eines Bill Gates ist das Eine, die Absichten, die wahren Pläne dahinter etwas ganz anderes.
    Gedanken eines Bill Gates in dem aktuellen ZEIT-Interview: Stellen Sie sich vor, Gott hätte diesen Impfstoff verteilt. Was hätte er getan, um möglichst viele Todesfälle zu verhindern? Er hätte den Impfstoff an alte Menschen in Ländern mit heftigen Ausbrüchen gegeben.
    Hätte er das so getan? Wir nähern uns dem bedenklichen Größenwahn des Bill Gates, der im April 2020 recht resolut seine Vorstellungen mitteilte: „Wir wollen den Impfstoff letztlich sieben Milliarden Menschen verabreichen.“. (3). Wer ist Wir? Bill Gates und - Gott?
    Kurze Anekdote - gibt man im englischsprachigen Google die Frage ein: Wer ist der mächtigste Arzt der Welt? steht an erster Stelle ein Artikel mit dem Titel: Lernen Sie den mächtigsten Arzt der Welt kennen: Bill Gates (4). Bekannterweise ist Herr Gates kein Arzt. Der journalistischen Sorgfaltspflicht halber sei erwähnt, er erhielt im Jahre 2008 den Ehrendoktorhut vom Stockholmer Karolinska Institut (5). Das ist jenes Institut, welches auch jährlich den oder die Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin bestimmt. Gates wurde wegen seines «Einsatzes für globale Gesundheit auf wissenschaftlicher Basis» ausgezeichnet.
    Mit etwas Verzögerung erfolgte das Danke Schön. Im Jahre 2015 spendete die Gates Foundation fünf Millionen Dollar für die Erforschung von Medikamenten gegen Malaria und Tuberkulose an das Structural Genomics Consortium (SGC), bestehend aus 22 Partnern weltweit, die gemeinsam an: der Entwicklung hochwertiger chemischer Werkzeuge arbeiten (6). Ein Partner, das Stockholmer Karolinska Institut.
    16 min
  • Wochenzeitung Demokratischer Widerstand | Von Thomas Berthold, Hermann Ploppa, Anselm Lenz und der DW-Redaktion
    Warum Joshua Kimmich Recht hat.
    Ganz Italien, ganz Frankreich und die Schweiz sind auf den Beinen gegen das Corona-Regime. In Dänemark, den Niederlanden und Polen ist der Drops gelutscht – niemand macht mehr mit. Die Behörden können und wollen nichts mehr gegen die Bürger durchsetzen. In Deutschland soll derzeit der Anschein erzeugt werden, es würde sich als Einziger noch Joshua Kimmich wehren. Dabei stehen Dutzende Millionen Demokraten und Freiheitsfreunde an der Seite des Athleten. Ein Plädoyer für eine gute Zeitung.
    Ein Standpunkt von Thomas Berthold, Hermann Ploppa, Anselm Lenz und der DW-Redaktion.
    Die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand erscheint regulär seit 17. April 2020. Sie ist aus dem Flugblatt zur ersten Bewegung weltweit gegen das Corona-Regime im März 2020 hervorgegangen: Demokratischer Widerstand? NichtOhneUns.de!
    Die Redaktion des Demokratischen Widerstandes (DW) hat sich, das darf man sagen, zu einer Instanz der Aufklärung im Dienst der neuen Demokratiebewegung entwickelt. Die wichtigsten Experten veröffentlichten hier zuerst oder gaben Interviews. Der Demokalender informierte. Ehrenamtliche Verteiler lieferten Millionen von Exemplaren frei Haus.
    Von Anfang an arbeitet der DW zu 90 Prozent »aus der vermeintlichen Blase hinaus« und trägt dabei das Beste aus dem Herzen der Demokratie- und Freiheitsbewegung mit sich. Bereichert und aufgeweckt werden Menschen, die ansonsten im immer tristeren »Tal der Ahnungslosen« von Fernsehen, Konzernmedien und Staatspropaganda gefangen gehalten wurden, bis sie sich nicht einmal mehr dagegen wehrten, belogen, eingesperrt, gegängelt, überwacht und schließlich mit experimentellem Mummenschanz, kurz MRNA und Vektor, abgespritzt zu werden. Die Pandemie ist eine Medienpandemie. Sie überlagert den Zusammenbruch des US-Finanzmarktsystems und einer selbsternannten Elite, die abgewirtschaftet hat.
    Wahre Worte
    Was Zuvielen fehle, sei der Mut »zu einem wahren Wort«, wie der Philosph Giorgio Agamben frühzeitig formulierte. Oder: »Ich vermisse den Mangel an Respekt«, wie es der Alleskönner Oscar Wilde auf den Punkt brachte als Grundlage jeden Freiheitsdrangs – und damit der Demokratie. Nein, viertausend Jahre bekannter europäischer Geschichte, zweitausend Jahre davon Demokratiebemühungen, werden nicht zu zerstören sein.
    Nicht von jenem Häuflein maroder Finanz-, Computer-, Big-Tech- und Kriegstreiber-Rentner, die sich überlegt haben, die von ihnen mitverursachten Krisen in einem Regime aufgehen zu lassen, das mit der »Hölle auf Erden« wohl noch zu warm umschrieben wäre. Der abgestürzte Fernsehphilosoph Peter Sloterdijk bejubelte sogar die trist-totalitäre Aussicht: »Wir können ein Hybridplanet werden!«, feixte er. Auf diesem Todesplaneten aus der Weltraumsaga »Krieg der Sterne« trägt man Masken, quält von Staats wegen Kinder und jagt noch jede zivilisatorische Errungenschaft zum Teufel. – Nein, danke, sowas in der Art kennen wir in Deutschland und Europa leider schon zu gut, wenns einigen Herrschaften mal wieder am Finanzmarkt und im Waffenrock ganz arg knistert. Und brauchen es nicht noch einmal.
    Zurück, der Blick ins Blatt. 66 Ausgaben sind bislang erschienen. DW inspirierte Millionen von Demokraten weltweit, hatte oftmals bei der Aufklärung die Nase vorn, bis schließlich Bild, Welt und taz abschreiben mussten, etwa bei der Intensivbetten-Lüge. DW hat Reitschuster mit den Weg bereitet, wie dem Corona-Ausschuss. Im Fahrwasser von DW haben wahrheitssuchende Online-Medien ihr Spektrum vervielfacht. Heute steht fest: Wir hatten zumeist auf ganzer Linie Recht. Und nun will diese noch immer klein aufgestellte Zeitung den nächsten Schritt unternehmen: An die Kioske im ganzen Land! Feuer frei!
    Menschen wie wir unterwerfen sich niemals
    Um demnächst an jedem Bahnhofskiosk und Flughafen, in vielen Bäckereien und an Tankstellen in jedem Winkel der Republik zwischen den in entscheidenden Fragen gleichgeschalteten Gazet...
    13 min
  • Das schöpferische Subjektiversum Teil 2 | Von Rüdiger Lenz
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

    Transformation
    Der Leitsatz der Freiheit heißt, niemals darf ein Mensch über einen anderen Menschen herrschen. Zeigt mir auch nur ein einziges politisches System, das nicht über den Menschen herrschen will und ich werde es akzeptieren und unterstützen. Doch das kannst du nicht, denn sie alle haben einen Plan für dich.
    Zivilisation
    In der Welt der nichtindigenen Menschen leben so gut wie alle nach einem Plan, den sie Zivilisation nennen. Eine Zivilisation ist eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die nach einem Plan, einer sogenannten Ideologie leben, die den Menschen vor Ort vorschreiben, wie sie sich zu entwickeln haben, was sie lernen sollen, wie ihre Kleidung auszusehen hat, was sie zu essen haben und welchen Werten sie bedingungslos zu folgen haben. Kurzum, eine Zivilisation ist ein Herrschaftsprinzip, nach denen sich die Menschen dort zu verhalten haben. Verhalten sich Menschen nicht nach den Bedingungen der Herrschaftskasten, so brechen sie das Gesetz oder Verhalten sich nicht konform zu den Werten, die ihnen vorgeschrieben wurden. Eine Zivilisation ist nicht das, was allgemeinhin als solche akzeptiert und kommuniziert wird. Nämlich eine erhöhte Gesellschaft, die sich von ihren indigenen Wurzeln befreite und allein damit erhöht hat, weil sie Technologien erzeugt, Wirtschaft kennt und einem kriegstreiberischen Fiatgeld folgt.
    Eine Zivilgesellschaft wird von einer Herrschaftskaste gelenkt und geleitet. Je nachdem, welcher Ideologie sie unterworfen wird, zumeist durch Parteien oder politische Gruppen, die dann dem herrschenden Geldadel hinterherläuft und wie Peitschen gegenüber den Gesellschaftsmitgliedern eingesetzt werden, damit die Herrschaftskaste möglichst stabil und die Geldwirtschaft immer erhalten bleiben. Grob gesagt ist es das, was Zivilgesellschaften ausmachen. Als Verpackungen dienen solchen Gesellschaften Begriffe wie Demokratie, Sozialstaat, Umweltpolitik, liberale Wirtschaftsformen, christliche Werte, etc.
    Eine Welt, aber nicht die Welt
    In solchen Gesellschaften, wie sie auch die unsrige darstellt, entwickeln sich die Menschen entlang ihrer Eliten. Ihnen wird zwar in Schulen, den Indoktrinationsanstalten, gesagt, sie seien frei, lebten in Demokratien und ein Ausbilden von Selbstwirksamkeit sei ganz wichtig. Doch ist die Praxis in fast allem und allen Werten das genaue Gegenteil. Es herrscht Fremdbestimmung par excellence. So haben die Menschen fast weltweit eine Welt nach eben diesen herrschenden Interessen aufgebaut und die Menschen schauen voller Ehrfurcht auf ihre Werke, die hunderte von Generationen erarbeitet wurden. Böse Zungen sprechen hier auch von der Blutspur und dem Blutzoll der Geschichte.
    Doch wenn sie ihre Werke anschauen, schauen sie auf eine konstruierte Welt, nicht auf die Welt. Sie alle aber werden angehalten und es wird ihnen in ihren Indoktrinationsanstalten durch Bewertungsbenotungen eingeimpft, dass sie gerade deswegen das höchste und intelligenteste Geschöpf auf diesem Planeten seien, gerade weil sie auf die einzige Welt schauen, dem ganzen unumstößlichen Originalwerk Gottes und diesen Planeten, den sie durch Gottes Befehl nach ihren Wünschen umformen dürfen und sollen. Die Welt der Menschen, die das Wirken der jeweiligen Zivilisationsbemühungen sind, ist eine komplett konstruierte Welt, die Platz genommen hat in einer Welt, die die größten menschlichen Gehirne nicht erfassen konnten. Allesamt definieren ihre Gehirne entlang der langen mathematischen und spieltheoretischen Kniffeleien, gerade einmal unterschiedliche Typen von Staubkörnern, die die Menschen Wissenstheorien nennen und möglichst nach ihnen benannten Naturgesetzen Ausschau halten. Ihre Wissenschaften sind Konstruktionen ihrer Sinneswelten, nicht aber der Welt an sich. Sie aber denken, es sei die Welt an sich, aus der sie die Staubkörner extrahierten und beschrieben.
    Noch einmal.
    28 min
  • Fall Skambraks: SWR beurlaubt Kritiker | Von Paul Schreyer
    Faktenchecker kämpfen um Deutungshoheit.


    Der SWR-Mitarbeiter Ole Skambraks hatte mit seinem am 5. Oktober auf Multipolar veröffentlichten offenen Brief „Ich kann nicht mehr“ (1) für große Aufmerksamkeit gesorgt. Mehr als eine Million Menschen lasen den Text, es folgten Übersetzungen in vier Sprachen, ein TV-Auftritt in Österreich und schließlich am vergangenen Donnerstag ein ausführlicher Bericht in der Stuttgarter Zeitung. Am Freitag stellte der Sender seinen kritischen Mitarbeiter nun vom Dienst frei – ohne Begründung. Am selben Tag veröffentlichte die Nachrichtenagentur dpa einen Faktencheck zum offenen Brief, auf den Multipolar mit einer Beschwerde beim Presserat reagiert.
    Ein Standpunkt von Paul Schreyer.
    Das Schreiben, das Skambraks vom SWR am Freitag zugestellt wurde, setzt sich nicht inhaltlich mit seinem Anliegen auseinander, sondern kommt von der Personalabteilung und umfasst einen einzigen Satz:

    „Aus aktuellem Anlass sind Sie ab sofort und bis auf Weiteres von jeglicher Tätigkeit im Rahmen Ihres befristeten Beschäftigungsverhältnisses im SWR bezahlt freigestellt.“
    Eine Begründung für den Beschluss erhielt der Autor des offenen Briefes, der kritisch mit der Corona-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien ins Gericht geht, nicht. Noch am Donnerstag hatte die Stuttgarter Zeitung nach Rücksprache mit dem SWR berichtet (2):

    „Von Strafe oder Sanktionen ist beim Südwestrundfunk keine Rede – das wäre ziemlich unklug. Allen Beschäftigten stehe es frei, im Rahmen der Rechtsordnung ihre Meinung zu äußern, sagt eine Sendersprecherin; dazu gehöre auch Kritik am SWR.“
    Auf die Frage von Multipolar nach dem Grund für die Freistellung ging der Sender am Montag nicht direkt ein, sondern erklärte lediglich:


    „Wie unter anderem die Stuttgarter Zeitung richtig zitiert, steht es allen Kolleginnen und Kollegen im SWR frei, ihre Meinung zu äußern – auch in Form von Kritik am SWR –, solange dies von der Rechtsordnung gedeckt ist. Wir bedauern jedoch, dass in diesem Fall der Weg über Dritte anstelle des vertieften direkten Austauschs gesucht wurde, zumal Herr Skambraks genau diesen ja selbst fordert. In der Sache teilen wir seine persönliche Auffassung nicht, vor allem weil die Aussagen zur Corona-Pandemie zumindest durch fehlende Einordnung einen falschen Eindruck erwecken. Über nach in seiner Wahrnehmung nicht aufgegriffene Themen wurde in Wahrheit sehr wohl berichtet. Zu diesen Punkten haben wir uns um einen internen Austausch mit ihm bemüht.“

    Auf Rückfrage weiß Ole Skambraks nichts von solchen Bemühungen. Auf ein Gespräch am 8. Oktober – drei Tage nach Erscheinen des Textes – mit seinen direkten Vorgesetzten Jan-Philippe Schlüter, Leiter des Programm-Managements, und Wolfgang Gushurst, Wellenleiter beim SWR2, folgten laut Skambraks keine weiteren Dialogangebote des Senders:

    „Das Gespräch am 8.10. verlief freundlich, es gab den Versuch meine Beweggründe zu verstehen, am Ende gegenseitige Ratlosigkeit, wie weiter zu verfahren ist.“
    Skambraks war anschließend bis vergangenen Freitag krankgeschrieben und hätte nun am Montag wieder seinen Dienst angetreten. Doch das wird ihm verwehrt. Auch sein SWR-Login mit Zugang zu E-Mails, Intranet und den Sendesystemen ist nun gesperrt.
    Auf die Frage von Multipolar, ob der SWR noch beabsichtige, eine öffentliche Stellungnahme zum offenen Brief abzugeben, antwortete der Sender am Montag, man sehe „keinerlei Anlass für eine proaktive öffentliche Stellungnahme“.
    Skambraks, der am 13. Oktober, eine Woche nach Veröffentlichung des offenen Briefes, im österreichischen Sender Servus TV vor der Kamera noch einmal ausführlich auf seine Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk einging (3), hat inzwischen über einen Anwalt seiner Freistellung widersprechen lassen.
    Faktenchecker kämpfen um Deutungshoheit
    9 min
  • Noch ist Polen nicht verloren! | Von Willy Wimmer
    Es geht los! Noch ist Polen nicht verloren! |
    Ein Kommentar von Willy Wimmer.
    Die im Amt befindliche Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, macht mobil. Ihre Worte im Streit mit Polen und mit Ungarn klingen nach Endkampf. Für sie gilt nach zahlreichen Berichten in der deutschen und internationalen Presse, dass die große Auseinandersetzung bevorsteht. Nationalstaaten oder eine EU als Überstaat, das ist für sie nach dem letzten EU-Gipfel die entscheidende Frage. Die Völker Europas müssen sich entscheiden, so sieht es jedenfalls die Frau Bundeskanzlerin, ob sie als Völker in ihren Staaten eine Zukunft haben wollen oder ob ihnen eine Zukunft lieber ist, in der von ihnen nichts mehr übrig ist als die Erinnerung.
    Über viele Jahre ging und geht diese Auseinandersetzung schon. Die einen betrieben sie durch zunehmende Demokratieferne, die anderen, die sich auf die Gründungsakte des modernen Europa beriefen, fanden sich in den Ecken wieder, in die sie durch regierungsamtliche Diffamierung gestellt wurden. Die Methoden, die von denen angewendet wurden, die darauf aus sind, die Völker und die Nationen auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, bedienten sich faschistischer Vorgehensweisen, um Andersdenkende in genau diese Ecke zu stellen. Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, die Markenzeichen des freien Europa, wurden ad acta gelegt. Öffentlich-rechtliche Medien in Deutschland mutieren zu Sendeanstalten der „neuen, grünen Zeit“ wie am Beispiel des Deutschlandfunk tagtäglich unter Beweis gestellt wird. Offenkundig wird diese Entwicklung, wenn die von den Menschen zu entrichtenden Gebühren demnächst an die Parteizentralen der Grünen entrichtet werden müssen.
    Budapest und Warschau, aber nicht nur die, machen dieses Spiel nicht mit. Sie legen sich quer und geben damit den ehemaligen Staatsbürgern demokratischer Staaten im Westen Europas eine letzte Chance. Sie verstehen sich unverändert als Bestandteile einer Europäischen Union, die dem Wohl der Nationalstaaten und der Völker dieser Staaten zu dienen hat. Nirgendwo steht geschrieben in den europäischen Verträgen, dass die Rolle der Nationen und Völker als konstitutive Bestandteile der Vertäge zu irgendeinem Zeitpunkt erlöschen könnten. Das gilt in gleicher Weise vor allem für den Grundwerteteil des deutschen Grundgesetzes. Aber auch hier sehen wir die tagtäglichen Versuche, Fakten jenseits der deutschen Gesetzgebung zum Schutz der Grundrechte dadurch zu schaffen, dass unmittelbare Rechtswirkungen jenseits deutscher Gesetze durch die Kriegspolitik der NATO oder die in weiten Teilen privatisierte WHO auf dem Rücken der Menschen exekutiert wird.
    Es sind nicht mehr die Gesetze, die Wirkung entfalten sondern die Fakten, auf die nicht-legitimierte Kräfte verbindlichen Einfluss ausüben. Die einen zahlen Steuern, die anderen zahlen keine Steuern und bilden sich dadurch Imperien, die die Staaten aussaugen. Budapest und Warschau sehen die Dinge klarer als andere. Sie wissen, wovon sie reden und der Rest der EU wäre gut beraten, sich doch einmal die Frage vorzulegen, ob Herr Asselborn aus Luxemburg heute so wüten könnte, wenn es 1956 in Budapest, 1980 in Danzig und generell den Papst aus Polen nicht gegeben haben würde. Wir haben davon profitiert, dass Ungarn und Polen im Warschauer Pakt „quer-lagen“. Heute profitieren wir wieder, weil Polen und Ungarn wieder „quer-liegen“ und diesmal in der EU.
    Dabei war es doch die deutsche Bundesregierung, die Ende 2020 die Milliarden-Pakete wegen des Corona-Einschlags in ihrer Präsidentschaft im Europäischen Rat nur durchbekam, weil sie in der Präambel des relevanten Textes auf die Bestimmungen der Europäischen Gründungsakte zurückgriff. Darin ist nur von Staaten und Völkern die Rede und nicht von einer Ebene der von Nicht-Regierungsorganisationen gesteuerten Zivilgesellschaft. Demokratie wurde in Europa geboren und nicht in Silicon Valley. In Warschau und Budapest weiß man das. Es mußte Polen vor Wien auftauchen,
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  • Die Krankheitsmaschine | Von Sven Böttcher
    "Rette sich, wer kann. Das Krankensystem meiden und gesund bleiben“ – so der Titel eines 2018 veröffentlichten Buches, dessen Analysen und Prognosen aktuell geblieben sind. Der Autor Sven Böttcher erklärt darin das Gesundheitssystem als globalen Wirtschaftsfaktor und menschenfeindliche Maschine. Multipolar veröffentlicht Auszüge.
    Ein Standpunkt von Sven Böttcher.
    Ohne florierendes Krankheitssystem würde die deutsche Wirtschaft wohl umgehend zusammenbrechen, denn die Gesundheit unseres alles entscheidenden Wachstumsindikators, des Bruttoinlandsprodukts (BIP), hängt maßgeblich davon ab, dass es immer weniger Gesunde gibt und immer mehr Kranke.
    Wer das merkwürdig findet, vergegenwärtige sich, dass das irreführend so genannte „Gesundheitswesen“ seit 1950 von einem 2-Millionen-Geschäft zu einer 350-Milliarden-Maschine eskaliert ist, deren Umsätze inzwischen 12 Prozent des BIP ausmachen (1) und die mit etwa 5,5 Millionen Beschäftigten (2) fast jeden sechsten Arbeitsplatz in Deutschland stellt. (3) Nicht einberechnet sind hierbei Zulieferer, Handwerker, Beschäftigte der „Wellnessbranche“ sowie Heilpraktiker, Homöopathen und alle nicht behördlich als Gesundheitsdienstleistende anerkannten Behandler. (4) Zählte man all diese und ihre Leistungen hinzu, betrüge der BIP-Anteil des Krankheitswesens wohl zwischen 15 und 20 Prozent.
    Weshalb das BIP zerstörerisch wirkt, als Teufelszahl im Schafspelz, (5) habe ich an anderer Stelle ausführlich dargelegt. Hier wollen wir uns nur erinnern, dass wir die Zahl nicht loswerden, allem Bemühen von Nobelpreisträgern zum Trotz: (6) eine Zahl, die Wirtschaftstätigkeit emotionslos misst und folgerichtig ganz ungerührt bleibt, wenn Sie morgens unfallfrei zur Arbeit fahren (BIP-Zuwachs = 7,50 Euro), hingegen gewaltiges, positives, wünschenswertes Wachstum mittels Freudensprung nach oben signalisiert, wenn Sie einen schweren Unfall mit zwanzig Totalschäden und vielen Schwerverletzten verursachen (BIP-Zuwachs = 1.250.007,50 Euro).
    „Wachstumsbranche auf Erfolgskurs“
    Die explodierenden Kosten des Krankheitssystems bereiten daher auch dem zuständigen Gesundheitsministerium nicht etwa Sorgen, sondern lösen regelrechte Begeisterungsstürme aus. Die alljährlichen Berichte preisen in den höchsten Tönen den „Beschäftigungsmotor“, (7) die „Wachstumsbranche auf Erfolgskurs“, (8) deren „durchschnittliche Bruttowertschöpfung“ mit „3,5 Prozent deutlich schneller wächst als die Gesamtwirtschaft“, und man spart auch nicht mit Exportweltmeister-Lob für den erklecklichen Außenhandelsüberschuss der Branche (21 Milliarden Euro im Jahr 2014). (9)
    Verständlicherweise findet sich in öffentlichen Verlautbarungen nicht der leiseste Hinweis darauf, dass all dieses Wachstum vor allem bedeutet, dass die Leute nicht direkt gesünder werden, aber das wäre ja auch gar nicht gut. Im Gegenteil: Zunehmende Gesundheit wäre alarmierend für das Gesundheitsministerium, bedeutete sie doch abnehmendes Wachstum oder gar eine Schrumpfung des so überaus erfolgreichen Sektors. Anlass zur Sorge besteht aber diesbezüglich offenkundig nicht.
    Über die (vordergründig) dramatischen Fehlentwicklungen in unserem Krankheitssystem haben nun in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Whistleblowern und Aufklärern, meist Experten mit medizinischem Hintergrund, kluge und schockierende Bücher vorgelegt. Eine kommentierte Literaturliste finden Sie im Anhang [des Buches], sofern Sie Interesse an Mafia- und Horrorgeschichten haben, werden Sie dort garantiert fündig. Allerdings hält sich das Publikumsinteresse an diesen Büchern in Grenzen, denn selbst wenn einige Titel kurzzeitig auf der Bestsellerliste stehen, bedeutet das nicht, dass plötzlich Unmengen Leute ihre Nase in ihre eigenen Angelegenheiten stecken. Ein temporärer Platz 15 in der Spiegel-Liste bedeutet nur, dass von 82.000.000 Deutschen den für sie so lebenswichtigen Stoff nicht gelesen haben: circa...
    18 min

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das denk' ich auch