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  • Morgen lasse ich mich impfen! | Von Friedemann Willemer
    Abbitte eines Corona-Ketzers

    Ein Kommentar von Friedemann Willemer.

    Liebe Bundesregierung,

    liebe Landesregierungen,

    liebe staatstragenden Parteien,

    liebe Qualitätsmedien,
    ihr hattet wie immer Recht. Ich muss Abbitte leisten. Ich habe mich in der Corona-Krise, dieser epidemischen Lage von nationaler Tragweite, von diesen Rattenfängern in den alternativen Medien verführen lassen. Ich hätte schon zu Beginn, als ihr in der Stunde der Not zum Heiligen Krieg gegen das Corona-Virus aufgerufen habt, erkennen müssen, dass nur eure Maßnahmen in dieser Krise die einzig richtigen sind, um unser Leben und unsere Gesundheit zu bewahren; ihr, die ihr vor Jahrzehnten die Verantwortung für das deutsche Volk übernommen und versprochen habt, dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen. Wie konnte ich nur an euch zweifeln.
    Die Brunnenvergifter
    Die Corona-Leugner, die Covidioten, die Schwurbler und Verschwörungstheoretiker haben mich mit ihren Erzählungen vom rechten Weg abgebracht. Sie behaupten wahrheitswidrig, es habe 2020 keine Übersterblichkeit gegeben, die Krankenhaus- bzw. Intensivbetten seien 2020 nicht überlastet gewesen und nur 50 Prozent eurer hospitalisierten Covid-19-Fälle seien mit akuten Atemwegserkrankungen im Krankenhaus gewesen. Ihr sollt 2020 sogar Tausende Krankenhausbetten abgebaut haben.
    Die Gesichtsmaske schütze vor Infektionen nicht, sei sogar schädlich und ein Symbol für eure Willkür und Bevormundung. All eure Maßnahmen seien kontraproduktiv, schädlich für das Immunsystem der Menschen, indem sie die Lebensfreude vernichten, und somit verantwortlich dafür, dass die Inzidenzen erneut in schwindelerregende Höhen schießen.
    In vielen Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz wieder bei über 400, die Mehrzahl der an Covid-19-Erkrankten, sogar der hospitalisierten, soll doppelt geimpft sein. Mit eurem totalitären Impfregime hättet ihr somit unserem Immunsystem den Rest gegeben, heißt es. Im Gegensatz dazu stehe Schweden, das weitgehend ohne Einschränkungen des öffentlichen sowie privaten Lebens ausgekommen sei und inzwischen – bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von zurzeit 54 – alle Corona-Maßnahmen aufgehoben habe. So behaupten es jedenfalls diese Brunnenvergifter.
    Seinem Volke dienen
    Wie konnte ich nur diesen falschen Propheten Glauben schenken, wo ihr doch mit überragendem Sachverstand ausgestattet seid, euch permanent der Expertise herausragender Wissenschaftler bedient und eure Maßnahmen nahezu täglich einer gewissenhaften Überprüfung auf ihre Wirksamkeit hin unterzieht. Eure Verordnungen sind ein bürokratisches Wunderwerk, das keinen Lebensbereich übersieht, und eine wahre Erleichterung für uns Untertanen, den richtigen Weg zum eigenen Schutz und den unserer Mitmenschen einzuschlagen.
    Es ist faszinierend, wie ihr Tag und Nacht unter Hinzuziehung namhafter Experten jeden Winkel unseres Lebens durchdringt, um Lösungen zum Schutz unserer Gesundheit vor dem Corona-Virus zu finden, zweifelsfrei epidemiologisch und virologisch indiziert unter strikter Wahrung unserer Verfassung, besonders der Grundrechte. Die Sinnhaftigkeit eurer alternativlosen Verordnungen habt ihr uns mit Engelsgeduld überzeugend begründet und unter äußerst restriktiver Inanspruchnahme des staatlichen Gewaltmonopols unsere neue Normalität erschaffen.
    Ich muss euer rastloses Bemühen ohne Wenn und Aber endlich anerkennen und mich aus dem Sumpf der Verschwörungstheorie befreien.
    Das ist Aufklärung
    Dabei haben mir die engagierten und aufklärerischen Berichte der Qualitätsmedien, besonders ARD und ZDF, geholfen, die unermüdlich die Unwahrheiten der Querdenker entlarvten und mit ihren handwerklichen und ethischen Grundsätzen Maßstäbe setzten – für den Umgang mit Quellen, der Verifikation von Informationen und ihren zahlreichen Maßnahmen gegen Desinformation. Ein Fels in der Brandung von Lüge und Verschwörung.
    8 min
  • Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 60 oder 24.4 | Von Jochen Mitschka
    Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    In der Corona-Ausschuss-Sitzung Nr. 24 die den Titel trägt: "Die Stärke unseres Immunsystems und die Stimmen der Kinder". (1) Die Befragung von Dr. Köhnlein wird abgeschlossen, und junge Leute werden befragt, welche Auswirkungen Corona auf ihr Leben hat. Dann beginnt die Zusammenfassung der Sitzung 25.
    Dr. Claus Köhnlein
    Dr. Füllmich warf ein, dass der Ausschuss aus Italien gehört hatte, dass eine große Impfkampagne das Immunsystem von Menschen beeinflusst hätte, weshalb diese daraufhin extrem auf Corona reagiert haben. Dr. Köhnlein meinte, dass es sein könne, dass er aber nach wie vor glaube, dass die Behandlung mit Immunsuppressiva der entscheidende Faktor für die hohe Sterblichkeit zu Beginn der Corona-Krise in Italien war.
    Er erzählte, dass er vom italienischen Gesundheitsamt die Information über die Behandlungen erhalten habe, nach dem 30% Corticoide, 50% antivirale Substanzen die auch immunsuppressiv wirken, und teilweise 80% Antibiotika, was man noch am ehesten akzeptieren könnte, eingesetzt wurden. Natürlich sollten Antibiotika gegeben werden, wenn ein Patient eine bakterielle Infektion der Lunge habe. Aber die anderen Präparate waren schlicht kontraindiziert.
    Außerdem habe es einen Pflegenotstand gegeben, weil Pflegekräfte in die Heimatländer zurückkehrten, flohen, bzw. positiv getestet und dann in Quarantäne gesteckt wurden. Wenn aber alte Menschen nicht ständig angehalten werden zu trinken, trocknen sie aus und versterben.
    Füllmich und Köhnlein stimmten überein darin, dass es sich in den allermeisten Fällen um indirekte Schäden durch Covid-19 gehandelt hat, nicht Schäden, die das Virus direkt verursachte. Es gab durch Falschbehandlung und durch Überreaktionen Opfer, sowie Kollateralschäden durch übertriebene Maßnahmen.
    Dr. Köhnlein wies darauf hin, dass die Tatsache, dass die WHO 2,4 g Hydroxychloroquin (HCQ) für klinische Tests empfahl, nicht mehr aufzufinden sei. Die "Guidelines" für WHO Studien werden immer aktualisiert, und mit einer "Aktualisierung" ging diese wahnsinnige Hochdosis "verloren". Aber glücklicherweise wurde das dokumentiert und ist beweisbar.
    Die Teilnehmer der Runde waren sich einig, dass bei Menschen, welche nur die offiziellen Medien konsumieren ein vollkommen einseitiges Bild erhalten, das nicht mit der Wirklichkeit in Einklang stehe, und vollkommen irritiert sind, wenn sie dann plötzlich von Menschen, denen sie vertrauen, eine Gegeninformation hören.
    Wer nur die offiziellen Medien liest und hört, bei dem entstehe eine komplett andere Wirklichkeit, erklärte Dr. Köhnlein. Es entstehe ein Bedrohungsszenario, wie gut Frau Merkel dieses handhabe, und dass es ihr zu verdanken sei, dass wir in Deutschland so gut weggekommen sind. Wenn man den Deutschlandfunk höre, werde einem "eingehämmert" die Toten hätten wieder einen neuen Höchststand erreicht. "Kein argloser Zuhörer ahnt, dass das ja gar nicht anders sein kann, wenn man von den einen auf den anderen Tag aufaddiert." Auch wenn wieder erzählt wird, wie viele Menschen beatmet werden, bleibe unerwähnt, dass dies jedes Jahr der Fall ist.
    Dr. Füllmich warf dann ein, dass Merkel von einer marktkonformen Demokratie sprach, während Dr. Köhnlein sagte, dass er etwas überrascht war, als Merkel das Gesundheitssystem als Wachstumsmotor für Deutschland ansah.
    Die Stimme der Jugendlichen
    Als Nächstes wurden 3 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahre befragt. Als erste Befragte erklärte eine Jugendliche, die kurz vor dem Abitur steht, wie in ihrer Schule die Angst alles beherrsche. Die Angst die Großeltern anzustecken, die Angst dass die Schule geschlossen werden könnte, die Angst, dass das Abitur verschoben werden könne usw. Deshalb sei nicht nur die Maskenpflicht ein Problem, sondern das ganze soziale Miteinander sei gestört.
    In der Schule gelte,
    21 min
  • Die Sehnsucht nach dem harten Aufprall | Von Milosz Matuschek
    Ein Kommentar von Milosz Matuschek.
    Nach dem Panik-Modus kommt der Katastrophenmodus. Ist die Welt scheiternsverliebt und lebensmüde?
    "Scheitern, wieder scheitern, besser scheitern". Mit dieser Formel aus Becketts "Warten auf Godot" lässt sich gerade gut das geistige Klima unserer Zeit einfangen. Geht es nur mir so oder herrscht gerade eine besonders große Lust daran, der alten Welt beim Einsturz zuzusehen? In China wackelt ein großer Immobilienkonzern unter der Last von 300 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten, weltweit brechen Lieferketten und drohen Versorgungsengpässe, Energiepreise steigen, Black-Outs und Cyberattacken drohen, die Inflation steigt, Insolvenzen und wirtschaftlicher Niedergang könnten folgen.

    Vertrauensschwund im Eiltempo
    Und an der Corona-Front? Dort geht es im Eiltempo vom Impfangebot, zum Impfzwang und jetzt zu "Impfdurchbrüchen", also der Sichtbarkeit der mangelhaften Wirkung der Impfstoffe. Der Verfall der verlautbarten Effektivität der Vakzine, wie er in folgendem Video sehr treffend zusammengefasst wird, scheint den allgemeinen Verfall vieler Lösungsvorschläge und des Vertrauens allgemein widerzuspiegeln.
    https://youtu.be/g-66GYpf_4o
    Zwischen dem Hochjubeln von Patentlösungen für alles und dem Realitätstest liegen oft nur noch wenige Wochen. Wir betreten gerade "Fuckup-Territory". Und am schlimmsten daran: Allen scheint es egal zu sein.
    In normalen Zeiten könnte man eine psychologische Erklärung dafür anführen. Der kanadische Essayist John Ralston Saul hat die Wettbewerbsgesellschaft, in der wir leben, einmal so erklärt:

    "Wettbewerb setzt voraus, dass es einen Gewinner gibt, aber viele Verlierer. Sonst ist es kein Wettbewerb. Eine Wettbewerbsgesellschaft ist also vor allem eine Gesellschaft von Verlierern."
    Daraus kann man ableiten: Da sich die meisten ohnehin als Loser fühlen, empfinden sie es als Entlastung, wenn sie sich in bester Gesellschaft fühlen dürfen.
    In Berlin beispielsweise ist der Loser-Status sozusagen Staatsräson und Lebensgefühl in einem. Dort bekam man zuletzt nicht mal eine Wahl hin. Potenzielle Wahlbeobachter gäbe es zwar genug, die verkaufen aber lieber Gras im Görlitzer Park. Nein, in Berlin fehlte es vielerorts am Nötigsten: an Wahlzetteln. Dafür gab es lange Schlangen an den Wahllokalen. So konnte man also den real existierenden Sozialismus schon sehen, bevor ihn sich die Berliner per Wahlzettel herbeigewünscht haben. Wobei man gerade bei Wahlen in Berlin immer Stalins Diktum im Hinterkopf behalten sollte:

    "Die Leute, die die Stimmen abgeben, entscheiden nichts. Die Leute, die die Stimmen zählen, entscheiden alles."
    Wir leben jedoch nicht in normalen Zeiten, sondern in Zeiten, in denen uns eine "neue Normalität" übergestülpt werden soll. Der "Great Reset", eine Agenda des Weltwirtschaftsforums, steht auch bei vielen Staatenlenkern und Globalisten ganz hoch im Kurs. Gemeint ist ein großer Umbruch oder Neustart. Einfach mal alles auf Null und dann neu und besser aufbauen.
    Systemwechsel und Umbau der Welt nach dem Vorbild der Wassermelone: Außen klima-grün, innen sozialistenrot und ein paar totalitär-braune Kerne dürfen auch nicht fehlen. Den Agendatreibern kommen Chaos und Dysfunktionalität dabei gerade recht. Je mehr man vom Scheitern der Politik, der Wissenschaft, der Medien, der Wirtschaft sieht, desto besser für sie.


    Denn erst im Klima von Angst und Unordnung wächst "die Masse" heran, wie Gustave Le Bon den Mob nannte, der sich zur Lösung der Probleme dann die Führerfigur herbeiwünscht.

    Was dann folgen dürfte, sieht man schon jetzt im Ansatz: Der Alltag wird noch mehr zum QR-Hindernisparcours, es gibt noch mehr Überwachung, vielleicht aber erst mal Zuckerli für gutes Verhalten und erst danach ein beinhartes Social Credit System, wie in China. Je größer der Kontrollverlust, desto größer die Sehnsucht nach dem Retter,
    7 min
  • Triest ruft, Leipzig antwortet! | Von Anselm Lenz
    Am kommenden Samstag versammelt sich die deutsche Demokratiebewegung in Leipzig. In Italien, Frankreich und der Schweiz sehen sich die neuen Demokratiebewegungen vor dem Durchbruch. Wie stehen die Chancen?
    Ein Standpunkt von Anselm Lenz,
    Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand
    Beginnen soll es diesen Samstag um 15 Uhr auf dem Leipziger Augustusplatz. In den Novembermonaten von 1989 und des Jahres 2020 haben deutsche Demokratiebewegungen hier bereits Geschichte geschrieben. Kurz vor der Wende wurde hier eine Staatspartei zur friedlichen Aufgabe bewegt, die sich bereits selbst aufgegeben hatte. Dafür gab es Gründe. Auch im zurückliegenden Jahr 2020 erzielte die neue Demokratiebewegung einen ersten Durchbruch – gegen einen ungleich fanatischeren Gegner.
    Angeführt von "Captain Future" von der Berliner "Freedom Parade" zog die Regierungsopposition vor einem Jahr über den Leipziger Ring. Die Polizei konnte und wollte nicht mehr auf über 70.000 der eigenen Mitmenschen einschlagen – und musste weichen. Der Durchbruch von Leipzig 2020 löste große Euphorie unter allen Demokraten aus, die bis heute anhält.
    Denn noch kurz zuvor hatte das erstarrte Merkel-Regime in der Nacht von 29. auf 30. August 2020 wütend auf die Demokraten einprügeln lassen, die sich zur Verfassungsgebenden Versammlung in Berlin zusammengefunden hatten. Millionen Menschen waren in ihre Hauptstadt gekommen, die Regimeproganda gab die Sprachregelung aus, es seien "38.000" gewesen. Eine lachhafte Lüge.
    Seither weiß jeder geschichtsbewusste Mensch, dass die Initiative in einem historischen Maßstab gewechselt hat. Die neue Kraft in Deutschland ist die neue Demokratiebewegung. Querdenkerinnen und Querdenker werden die Zukunft unseres Landes gestalten. Die alten Kräfte können nur noch versuchen, ihr Programm gegen uns Menschen abzuspulen.
    Um das zu tun, sprang bei der Nato-Konferenz in Glasgow ein ewiger Thronfolger bei. Der ein Leben lang im Schatten seiner Frau Mama stehende 72-jährige Prinz Charles erklärte am Montag der gesamten Menschheit den Krieg: "Um die dringenden Umweltprobleme anzugehen, brauchen wir eine umfassende militärische Kampagne. Wir müssen uns sozusagen auf eine kriegsähnliche Situation einstellen."
    Charles erklärt Krieg
    Dieses Originalzitat vom englischen Aristokraten, Pferdefreund und Abenteurer ist einfacher verständlich, wenn wir es in seine drei Aussagen zerlegen, geordnet nach ihrer Relevanz – so spricht die verspätete Krone zu uns.
    Erstens: "Wir brauchen eine umfassende militärische Kampagne", also einen dritten Weltkrieg.
    Zweitens: "Wir müssen uns auf kriegsähnliche Situationen einstellen", also asymetrische Kriege in unseren Heimatländern.
    Drittens: Als unseren Kriegsgrund nennen wir "Umweltprobleme". Wegen "Umweltproblemen" schlagen wir dann gegen das eigene Volk los.
    In den Demokratiebewegungen Deutschlands und der Welt ist bekannt, dass das Corona-Regime keine Seuche bekämpft, sondern den neuesten Zusammenbruch des US-Finanzmarktsystems kaschiert. Im September 2019 ist der Repo-Wert kollabiert. Der Elitenklüngel wusste, dass er seine Macht nicht würde erhalten können und drückte diesmal sinnbildlich den roten Knopf, bevor die Auswirkungen zum Tragen kamen. Während und nach dem vergangenen Finanzkollaps in den Jahren von 2007 bis 2009 waren die Oligarchen des Westens nämlich in arge Bedrängnis geraten.
    Bewegungen wie "Occupy Wall Street", "Nuit Debout" und die Gelbwesten führten zu einem Erstarken klassischer linker, nationaler und basisdemokratischer Bewegungen, also den Todfeinden des alten Elitenklüngels. Umso bedrohlicher für diesen, dass Mittelschicht und Arbeiterklasse zunehmend zusammenarbeiteten. Berühmte Journalisten wie Frank Schirrmacher titelten: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke Recht hat." Eine Ablösung der alten Kräfte jenseits des Parteienzirkus stand bevor. Rettungspakete für den Oligarchenklub wie TTIP wa...
    22 min
  • Der Alpenfaschismus | Von Hannes Hofbauer
    An österreichischen Arbeitsplätzen gilt nun pauschal die 3G-Regel, deren Einhaltung vom Gesundheitsamt geprüft wird — es droht Massen-Denunziation.

    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Kommentar von Hannes Hofbauer.




    Wenn es nicht die bittere Wahrheit wäre, würde man es für die verkorkste Fantasie eines Verschwörungsschwurblers aus dem Jahr 2020 halten: Wer nicht gegen COVID-19 geimpft, davon in letzter Zeit genesen oder getestet ist, hat an seinem Arbeitsplatz nichts mehr verloren, wird ohne Bezüge „frei“ gestellt und in der Folge entlassen. Zur Durchsetzung dieser nie dagewesenen Verschärfung des Corona-Regimes zwingt der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein Hunderttausende Unternehmer, Abteilungsleiterinnen und Vorarbeiter in die Rolle von Blockwarten. Das Gesetz tritt am 1. November 2021 in Kraft.






    Das kleine Alpen- und Donauland Österreich erlebt im Herbst 2021 eine strukturelle Faschisierung. Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung ist davon betroffen. Per Gesetz werden die in der jeweiligen Betriebshierarchie höher Gestellten dazu verpflichtet, ihre untergeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz einem vorgeblich gesundheitlich argumentierten Unterwerfungsritual auszusetzen; bei den gegen Covid-19 Geimpften handelt es sich dabei um einen vorläufig einmaligen Vorgang, bei den Genesenen um eine regelmäßige Nachschau und bei den Getesteten um eine Kontrolle drei Mal die Woche.


    Die Würde des Menschen — sowohl der Kontrolleure als auch der Kontrollierten — ist nicht bloß angetastet, ihr wird ins Gesicht geschlagen.

    Der Staat treibt absichtlich einen Keil in die Arbeitswelt hinein, mit dem offensichtlichen Ziel, diejenigen, die passiven Widerstand gegen die Maßnahmen leisten, indem sie sich der Impfung verweigern, zu Ausgestoßenen zu machen.
    Der seit eineinhalb Jahren immer wieder vorgebrachte Einwand, es handle sich bei allen bislang erlassenen Corona-Gesetzen um alternativlose Maßnahmen im Namen der Volksgesundheit, kann einmal mehr zerstreut werden. Wenn der österreichische Gesundheitsminister Mückstein freimütig zugibt, dass die 3G-Regel am Arbeitsplatz letztlich dazu dienen soll, die Durchimpfungsrate zu erhöhen, dann sagt er damit einerseits, dass ihm jedes Mittel Recht ist, um die mRNA-Spritzen von Big Pharma in Wert zu setzen, also dem menschlichen Körper zuzuführen, und wiederholt andererseits das Mantra genau dieser Industrie, die Impfung wäre der Weg aus der Pandemie.
    Dass dem nicht so ist, dass also der bisher vorhandene Impfstoff kein Game Changer ist, dafür bräuchte der Mann nur auf die Zahlen des Robert Koch-Instituts zu schauen. Dort steht es im „Wöchentlichen Lagebericht“ (1) zu Covid-19 schwarz auf weiß. Die nimmermüde Journalistin Susan Bonath hat es wieder einmal perfekt recherchiert und für Rt.de das am 14. Oktober veröffentlichte Material ausgegraben. Auf den Seiten 23/24 des RKI-Dokuments weist eine Statistik die Anzahl der sogenannten Impfdurchbrüche — ein neudeutscher Begriff dafür, dass die Impfung nicht vor der Krankheit schützt — aus.
    Demzufolge liegt in den bislang letzten erhobenen Kalenderwochen 37 bis 40, also vom 13. September bis 10. Oktober, der „Anteil wahrscheinlicher Impfdurchbrüche unter symptomatischen COVID-19-Fällen“ bei der Altersgruppe 18 bis 39 Jahre bei 31,6 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 55,4 Prozent. Von denen, die auf Intensivstationen liegen,
    11 min
  • Die Herrschaft der Willkür | Von Flo Osrainik
    Die einzige Freiheit, die heute noch unbegrenzt gilt, ist jene der Mächtigen, unsere Freiheit nach Belieben einzuschränken.
    Ein Standpunkt von Flo Osrainik.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Wenn Jürgen Klopp, die CSU und die Lufthansa einer Meinung sind — wäre es da nicht vermessen, eine andere zu äußern? Schließlich handelt es sich bei diesen dreien um Leuchten unseres zeitgenössischen geistigen Lebens. Da stellt der Fußballtrainer Impfverweigerer ins Abseits, die Christsozialen kanzeln ein gegen sie gerichtetes Volksbegehren als querdenkerische Ketzerei ab, und die Fluglinie hält es für guten Service, ihren Passagieren bei Zuwiderhandlung gegen diverse Hygienevorschriften Strafen anzudrohen. Ob total verrückt, verlogen oder abgehoben — jeder Blödsinn scheint erlaubt und erwünscht, solange er dem hehren Ziel der totalen Durchimpfung, bedingungslosen Unterwerfung und gesellschaftlichen Zersetzung dient. Flo Osrainik, Autor des Spiegel-Bestsellers „Das Corona-Dossier“, gibt Beispiele aus dem Alltag und stiftet zu Nadelstichen gegen die Corona-Blase an.
    Sie machen alle fleißig mit: der dauergrinsende Fußballtrainer, die dauerbelehrende CSU oder die dauerabgehobene Fluglinie. Und alle so, wie es ihnen gerade passt. Reinrassige Corona-Willkür herrscht — weltweit.
    Perhorresziert, also mit Abscheu zurückgewiesen
    Da wäre etwa Jürgen Klopp. Klopp, ein in England Kohle scheffelnder Ballsportlehrer, um den man in der für einige besten aller Gesellschaften, der ellenbogengespitzten Dauerkonsumgesellschaft, aufgrund unausweichlicher Werbebeschallung ohnehin schon keinen ordentlichen Mindestabstand hinbekommt, drängt sich mit seiner vorgeschobenen Oberkauleiste nun auch in Sachen Corona als Oberlehrer auf. Zur Impfung, pro Impfung. Und das total daneben. Aber vielleicht war Klopp einfach nur unbemerkt besoffen vom Weißbier seiner Erdinger Sponsoren und hat deswegen nichts von den vielen, auch prominenten Impfdurchbrüchen gehört. Oder warum konnte gerade erst Ex-US-Verschwörungsfrontman Colin Powell trotz Doppelimpfung offiziell nur wegen Corona über den Jordan wandern (1)?
    Für Klopp, der bei einer sogenannten „Medienrunde“ auf die grandiose Idee kam, dass die Verweigerung einer Corona-Impfung — machen Sie sich jetzt ein kühles Bier auf — wie Alkohol am Steuer ist. Ob gesetzlich tolerierte 0,2 oder lattenstramme 2,0 Promille, der amtierende Nicht-bayerische-Weißbier-Markenbotschafter von der Seitenlinie des FC Liverpool, einem Anlageobjekt des US-Unternehmens Fenway Sports Group, schwingt arrogant die Fahne des Corona-Faschismus und beleidigt Ungeimpfte, wie so viele aus dem Abseits jeglicher Verfassung. Also mich.
    Dieser willkürlich moralisierende Fackelfeldzug findet in menschen-, freiheits- und intelligenzverachtender Form so seit Anfang 2020 statt. Dafür haben die im Stechschritt hetzenden Klopps schlagartig aus den Medien erfahren, dass das Leben eben doch für alle mit dem Tod und nicht nur in der Dritten Welt ein Ende nimmt. Das heißt im Corona-Durchschnitt meist im höheren Alter — so über 80 Jahren — und mit Vorerkrankung. Ja, auch Lügenbaron Powell hatte Krebs. Aber: Zwischen dem Corona-Tod und allen anderen Toden liegen mittlerweile Galaxien, denn der Tod an und in Zusammenhang mit einem positiven Corona-Test ist sämtlichen Rest-Todesursachen weit überlegen — selbstverständlich auch tödlichen Folgen von Alkoholkonsum.
    Die gesetzlichen Bestimmungen wären, so der Alkoholbotschafter, nicht dazu da, „mich zu schützen,
    24 min
  • Ganz linke Leute von rechts | Von Roberto de Lapuente
    Die größte Gefahr für unsere Zukunft, darüber sind wir uns hoffentlich mittlerweile im Klaren, sind nicht irgendwelche Rechte – es sind die Jünger der Wokeness, die jeden Diskurs zerstören und als Sprach- und Boykott-SS auflaufen.
    Ein Kommentar von Roberto de Lapuente.
    Jasmina Kuhnke war keine besonders prominente Autorin oder Bloggerin in Deutschland. Bis die Buchmesse sie zu einer machte. Aber nicht, indem sie dort recht wortgewandt auffiel, nein, ganz im Gegenteil: Weil sie nicht dort war, die Buchmesse boykottierte. Grund dafür war, dass auch rechte Verlage auf der Messe Stände haben durften. Für sie, die sie sonst aus rechten Kreisen Drohungen bekomme, sei das nicht zumutbar. Die dunkelhäutige Frau, die so Sachen twittert wie "privilegierte weiße Deutsche sollten sterilisiert werden, um die Umwelt zu schonen", stand auf diese Weise für fünfzehn Minuten im Mittelpunkt jenes fadenscheinigen Ruhmes, den unser Medienbetrieb zuweilen abwirft. Sie wurde dabei fast hymnisch von etlichen Mitstreitern verteidigt – und die Buchmesse, die sachlich und nüchtern darlegte, dass es zur Kultur des Dialogs und der Meinungsfreiheit gehöre, auch die zu ertragen, deren Ansichten man nicht teilt, stand freilich am Pranger.
    Man könnte nun natürlich empathisch auf Frau Kuhnke zugehen, Verständnis für ihre Situation haben. Mal großzügig an dem Umstand vorbeisehen, dass jene rechten Verlage sicher nicht die waren, die ihr irgendwann vorher mal Drohungen zukommen ließen. Man könnte rücksichtsvoll mit ihr umgehen, ihr einen Safe Space zugestehen. Die Frage wäre dann aber: Warum eigentlich? Woken Leuten wie ihr geht es doch so oder so nicht um Dialog. Sie hat ihren Boykott doch auch nicht gestartet, um ihre verletzte Seele darzulegen. Solche Aktionen sollen ja was bewirken, sollen Druck ausüben, die Buchmesse im nächsten Jahr zur Duckmäuserei anhalten. Da ist nichts Verletzliches in solchen Kampagnen – es geht um Druck, Manipulation und um ein Ringen um Deutungshoheit mit den dreckigsten Mitteln, die man sich denken kann: Mit der Selbstinszenierung als Opfer.
    Rechte haben doch keine Deutungshoheit …
    Wie, ich spreche einer dunkelhäutigen Frau in Deutschland die Opferrolle ab? Ja, das tue ich. Wie kann ich das wagen? Ganz einfach: Ich habe genug von diesem Opfer-Abo, das man allerorten vorgesetzt bekommt. Jeder ist nur noch Opfer irgendwelcher Umstände. Manche sind es doppelt oder dreifach. Weil sie Frau, homosexuell und anders aussehend sind etwa. Sie erzählen aber auch dauernd, ja ohne Unterlass, dass sie total anders als die andern sind. Und sie sprechen anderen ab, dass sie für sie sprechen können, weil sie ja nicht im gleichen Boot sitzen; weil sie weiß sind, heterosexuell sind und nicht wissen wie es ist als Schwuler oder Schwarzer. In endlosen Exegesen erläutern sie die Dinge, die sie von der Allgemeinheit trennen. Diversität wird gefeiert, Gleichheiten abgelehnt. Aber bitte, wir haben alle gleich zu sein, erklären sie paradoxerweise. Wie geht das eigentlich zusammen, wenn man dauernd darum bemüht ist, Unterschiede hervorzuheben?
    Menschen als Opfer zu sehen, lehne ich mittlerweile völlig ab. Denn das ist eine "Opferfalle" – so nannte der italienische Literaturwissenschaftler Daniele Giglioli dieses Phänomen in seiner Kampfschrift von 2015. Darin thematisiert er die in heutiger Zeit verbreitete Lust, sich als Opfer zu sehen, was aber gleichzeitig eine politische Suche nach der Zukunft erschwert oder sogar ersetzt. Das Gefühl der Viktimisierung suggeriert eine Ohnmacht, die es eigentlich abzustellen gilt, sofern man als Subjekt der Geschichte gestalterisch werden möchte. Die Opferfalle macht wehrlos, wo politisch um Mitbestimmung und Veränderung gekämpft werden sollte.
    Giglioli hat die Zeichen der Zeit erkannt, aber falsch eingeschätzt. Die Opferfalle macht nicht etwa stumm: Sie erpresst den Diskurs, engt die Meinungsfreiheit ein und skandalisiert in einem fort,
    12 min
  • Das Kartell der Corona-Lügner | Von Peter Frey
    Ein Standpunkt von Peter Frey.
    Es ist hohe Zeit, die Treiber der sogenannten Corona-Pandemie ungeschminkt in ihrer Rolle zu benennen.
    Im Jahre 2020 wurde durch das die öffentliche Meinung beherrschende Geflecht aus Politik und Medien ein Kampfbegriff kreiert: „Corona-Leugner“. Sinn und Zweck war offensichtlich: Jeder, der mutig genug war, die unter der Corona-Flagge verhängten Notstandsmaßnahmen seitens der Politik ob ihrer Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen, wurde mit dem Kainsmal des „Corona-Leugners“ versehen. So begann auch die systematische Spaltung der Gesellschaft an Fahrt aufzunehmen. Aber jene, die den „Corona-Leugner“ erfanden, sind eines ganz ohne Zweifel: Corona-Lügner.
    Am 23. April 2020 — das liegt nun anderthalb Jahre zurück — wurde auf dieser Plattform ein Artikel veröffentlicht, der mit dem Satz titelte: „Sie werden nicht aufhören!“. Einleitend hieß es:

    „Nichts ist vorbei und jede „Erleichterung” in unserem zukünftigen persönlichen Leben werden wir mit einer weiteren Einschränkung unserer natürlichen menschlichen Freiheiten erkaufen. Schminken Sie sich ab, dass die Politik plötzlich ein Einsehen haben wird. Die nächste Nummer läuft bereits.“ (1)
    Damals begannen Politiker und Funktionäre, Masken „zu empfehlen“. Es waren ja nur „Alltagsmasken“. Bald wurde aus der Empfehlung (was sie in Wirklichkeit eh nie war) ein Zwang — bald auch strafbewehrt. Dann wurden aus den „Alltagsmasken“ Operationsmasken (FFP1-Masken). Leute trugen auf der Straße Operationsmasken, weil man ihnen erzählte, sie würden damit ihre Mitmenschen vor Corona schützen. Das war und ist eine Lüge.
    Irgendwann wurden aus den Operationsmasken Staubschutzmasken (FFP2-Masken). Masken, deren Gebrauch arbeitsschutztechnisch akribisch normiert ist, wurden plötzlich von alten gebrechlichen Menschen und natürlich auch anderen auf der Straße getragen, um „sich und andere“ vor Corona zu schützen. Das dies so funktioniert, ist niemals wissenschaftlich bewiesen worden, es ist medizinischer Unsinn. Also ist es eine Lüge, eine Corona-Lüge.
    Es ist an der Zeit, die Verantwortlichen auch nach ihrer Rolle zu benennen: Corona-Lügner.
    Ein komplexes System von „Hygieneregeln“ wurde eingerichtet, alles völlig überzogen und medizinisch in seiner Sinnhaftigkeit durch nichts belegt, außer mit Modellen, dem Lieblingsspielzeug der Corona-Lügner (a1). Aber die Menschen glaubten, so sie ihre Angst vor dem angeblich so gefährlichen Virus inzwischen abgelegt hatten, dass man irgendwann sicher wieder zur vorher gewohnten Normalität zurückkehren würde.
    Das war so aber seitens der politischen Eliten überhaupt nicht vorgesehen. Und es war offensichtlich. Schließlich hatten die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und der „Weltenretter“ Bill Gates schon in jenen Tagen beschlossen, „dass die Pandemie erst zu Ende ist, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“ (2 bis 4).
    Nun, liebe Leser, der „Impfstoff“ ist gefunden und in drei Viertel aller Deutschen gelangt, und? Ist die Pandemie zu Ende? Sie ist es nicht, sie sollte es auch nicht. Frau Merkel hat Sie schlicht angelogen, sie ist eine Corona-Lügnerin. Die Pandemie ist ja auch Keine. Es ist ein Notstand, ein Ausnahmezustand, etikettiert als Pandemie. Das wurde vorsätzlich getan und es baut auf Lügen. Es ist eine Lügen-Pandemie, eine PLandemie. Auch die „Impfpässe“ die später mal einer Lösung mit unter die Haut integrierten oder gar in das Gewebe/Blut injizierten Chips weichen sollen, nehmen Gestalt an, werden aber noch immer ins Reich der Fantasie beordert oder ausgeblendet (5).
    Ein gewisser Ken Jebsen hat damals vor einer Zwangsimpfung „über die Hintertür“ gewarnt und wurde dafür von Politik und Mainstream zerrissen. Bedacht zerrissen, denn genau das stand bereits damals auf der Agenda. Aber die Leute durften nicht aus ihrer Angst und Sedierung geweckt werden, sonst wäre sie rasch dahin gewesen, die Agenda der schönen neuen Welt aus umfassende...
    10 min
  • Causa Kimmich: “Bestrafe einen, erziehe Hunderte” | Von Milosz Matuschek
    Ein Kommentar von Milosz Matuschek.
    Deutschlands Medienbetrieb eifert Mao Tse-Tung nach und führt ein widerliches Laienstandgericht auf, um einen ungeimpften Fußballspieler zur Impfung zu zwingen.
    Wir alle kennen es aus der Schule und wissen, wie es abläuft. Jemand wird in eine Ecke gestellt, verspottet, gemobbt. Und in der Regel schauen alle zu und trauen sich nicht, etwas zu sagen. Immerhin erwischt es einen nicht selbst. Das kollektive Spiel der Ausgrenzung ist eines der unwürdigsten Spektakel, das Menschen aufführen können. Und gerade wirft sich eine Medienmeute auf den Fußballspieler des FC Bayern, Joshua Kimmich, weil dieser mit Hinblick auf mögliche Langzeitfolgen eine Impfung gegen Corona verweigert, was eine legitime und überlegte Entscheidung ist.
    Allerdings nicht für die medialen Scharfrichter: Er sei desinformiert und unsolidarisch (N-TV), schwäche die Waffe gegen das Virus (Zeit), bekäme Applaus von der AfD (Tagesschau), sollte eigentlich gar nicht mehr aufgestellt werden (Ulrich Deppendorf) und selbst die Bundesregierung bangt nun um seinen Impfstatus und hofft, dass er sich noch impfen lässt, wegen der Vorbildfunktion. Fehlte bisher nur noch der Zusatz: Es wäre schade, wenn seiner Karriere etwas zustoßen würde. Doch halt, selbst mit Karriereschritten wird ja bereits gedroht.
    Siehe Ulrich Deppendorfs Twitter-Post vom 25. Oktober.
    "Warum spielt der ungeimpfte Joshua Kimmich eigentlich noch in der Mannschaft von Bayern München? Bis zur Impfung sollte er nicht mehr aufgestellt werden.Was ist den Bayern-Verantwortlichen wichtiger, Vorbild oder Profit? Eher wohl letzteres.“
    Was hier passiert ist kein klassisches Mobbing, alle gegen einen, der sich nicht wehren kann. Es ist eine Form des Unterwerfungsmobbings. Und das prominenteste Beispiel dafür, dass es längst eine Covid-Cancel-Culture gibt. Abweichler von der offiziellen Doktrin müssen bestraft werden, möglichst öffentlichkeitswirksam. "Bestrafe einen, erziehe Hunderte", nannte Mao Tse-Tung diese Methode. Wir bekommen also gerade auch noch eine pädagogische Lektion vorgeführt. Die Covid-Cancel-Culture ist die moderne Version des mittelalterlichen Prangers und der revolutionären Hinrichtungsbarbarei, nur mit anderen Mitteln. Alexis de Tocqueville hat diesen Despotismus in der Demokratie schon vor über 200 Jahren beschrieben. Es geht darum, einen zum Aussätzigen zu erklären und ihn dadurch in der Gemeinschaft unmöglich zu machen.


    "Gehe hin in Frieden, ich lasse dir dein Leben aber es ist schlimmer als der Tod".

    Kimmich ist ein Vorbild für gesunden Menschenverstand
    Kimmich ist schon jetzt ein Vorbild und zwar für Standhaftigkeit, Mut und gesunden Menschenverstand. Er braucht kein Stempelchen im Impfbuch oder ein Gespräch mit Panikmacher Lauterbach. Argumentativ hat Kimmich genung Trümpfe in der Hand. "Solidarität?" Ein Wieselwort, hier sogar noch ein irreführendes, denn auch Geimpfte können ansteckend sein. Wie war das gleich mit dem Corona-Ausbruch im Berliner Club Berghain, wo 2G galt?
    Mit der Logik von Ulrich Deppendorf dürfte ein geimpfter aber unerkannt infektiöser Spieler auflaufen, ein getesteter, gesunder aber ungeimpfter nicht. Und die Langzeitfolgen? Es gibt naturgemäß keine Studie, welche das Auftreten von Langzeitfolgen bewerten kann, außer einer Langzeitstudie und die gibt es eben nicht. Die Impfhersteller haben in ihren Verträgen mit den Staaten jede Haftung für Spätfolgen ausgeschlossen. Die Medien tun derweil so als wären diese Spätfolgen quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist eine Aussage ins Blaue, sonst nichts. Die Narkolepsie-Opfer nach der Schweinegrippe-Impfung können von der Haltbarkeitsdauer solcher Aussagen ein Liedchen singen.
    Die Causa Kimmich wird für alle Mobber zum Bumerang werden und sie ist schon jetzt ein kolossales Eigentor. Denn plötzlich wird der großen Öffentlichkeit auf dem Präsentierteller serviert,
    7 min
  • Die Widerstandshemmung | Von Walter Weber
    Angst und Selbstverleugnung hindern Menschen daran, gegen Unrecht aufzubegehren. Exklusivabdruck aus „Schöne neue Welt 2030“.
    Ein Standpunkt von Walter Weber.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!



    Angst vor den angeblich tödlichen Gefahren eines Virus. Angst vor den drohenden Strafen bei Nichtbefolgung von strengen Hygiene-Regeln. Angst, ausgegrenzt zu werden. Angst vor Existenzverlust ... Was wären wir alle ohne unsere Ängste? Die Antwort ist: viel freier. Der furchtlose Mensch wäre nicht so leicht in Unterdrückungs- und Wahnsysteme integrierbar. Er würde auf seinem Recht bestehen, Entscheidungen aufgrund seines Gewissens und eigener Überlegungen zu treffen, anstatt dem Druck von Autoritäten nachzugeben und sich deren Narrative nach vollzogener Unterwerfung schönzureden. Konformistische Menschen tun immer so, als hätten sie Vernunft und Realitätssinn für sich gepachtet. In Wahrheit ist ihr Verhalten das Ergebnis eines gescheiterten Reifungsprozesses. Anstatt ― wie Sigmund Freud es geraten hat ― durch Ausgleich von Über-Ich und Es zu einer gesunden Ich-Stärke zu gelangen, lässt der Konforme es zu, dass das Über-Ich seine ganze Persönlichkeit ausfüllt. Dieser kollektive Prozess ist gefährlich, da die Unfähigkeit, Widerstand zu leisten, über Generationen zur Gewohnheit und somit vermeintliche Normalität werden kann.







    Diese Angst wird permanent aufrechterhalten mit immer neuen, verwirrenden Maßnahmen, immer neuen Botschaften und einer grotesken Willkür. Die Ärzte, die ihrem Gewissen folgen und Menschen Maskenatteste ausstellen, die durch die Gesichtsmasken Symptome bekommen, werden eingeschüchtert, mit Strafen und Berufsverboten bedroht. Und viele, viel zu viele lassen sich einschüchtern. Wer möchte schon gern eine Hausdurchsuchung erleben, in der Presse negativ erwähnt, („die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen …“), mit Schimpfworten belegt werden ― wie „der berüchtigte Arzt aus Hamburg“ ― oder Morddrohungen erhalten ? Und alles nur, weil angeblich ein unrichtiges Gesundheitszeugnis ausgestellt wurde. Diese Behandlung erinnert an die Verfolgung von Terroristen, Massenmördern und Kinderschändern !

    Unterschiedliche Rechtsauffassungen

    Das Landgericht Hannover stellte zum Ansinnen der Staatsanwaltschaft auf eine solche Hausdurchsuchung mit seinem Urteil zum 2. Februar 2021 fest :

    „Darüber hinaus könnte eine Durchsuchung in der konkreten Fall-Konstellation zu weitreichenden Folgen für den Betroffenen und zahlreiche völlig unbeteiligte Personen führen. So hat das Amtsgericht Hannover zu Recht darauf hingewiesen, dass bei einer entsprechenden Durchsuchung eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten und deren Daten aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich betroffen sein können.

    Etwaige irreparable Folgen für den Betroffenen durch eine möglicherweise besonders negative Presseberichterstattung und eine damit einhergehende Stigmatisierung nebst möglichen beruflichen Folgen dürfen mit Blick auf die hier konkret vorgeworfene Straftat nicht außer Betracht bleiben.“

    Und außerdem : „Die Durchsuchung muss in einem angemessenen Verhältnis (…) zur Stärke des Tatverdachts stehen.“ Aus diesen Gründen wurde die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Hannover gegen den Beschluss des Amtsgerichts Hannover „als unbegründet verworfen“. Zum Abschluss schreibt das Landgericht Hannover : „Gegen diesen Beschluss findet keine weitere Beschwerde statt“ (1)....
    17 min

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das denk' ich auch