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  • Das schöpferische Subjektiversum Teil 3 | Von Rüdiger Lenz
    Was ist Aufklärung?
    Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
    Vorbemerkung: Dies ist der erste Teil eines Beitrags über "Aufklärung" aus der Reihe "Das schöpferische Subjektiversum", dessen dritter Teil zwei Teile über "Aufklärung" darstellen. Da der Gesamtbeitrag über "Aufklärung" etwas zu umfangreich geworden ist, haben wir ihn hier in zwei Teile aufgeteilt. Der zweite Teil über "Aufklärung" erscheint in Kürze hier auf apolut.net.
    In beiden Teilen werde ich darlegen, dass aus heutiger Sicht Aufklärung im Sinne von Kant nicht genügt, ja sogar unzureichend ist, Aufklärung überhaupt zu realisieren. Das liegt nicht an Kants Unvermögen oder daran, dass Kant falsch lag. Aus heutiger Sicht haben wir viel mehr Möglichkeiten, als Kant sie je für möglich halten konnte, Aufklärung in seinem Wesen, also aus seiner tatsächlichen Wirkkraft heraus, umfänglicher anzugehen und zu verstehen. Diesen Versuch unternimmt der Autor mit diesen beiden Teilen.
    "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem dass er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab." Immanuel Kant
    Aufklärung, so beschreibt es Immanuel Kant in seiner Schrift dazu, sei der Schritt heraus aus der eigenen Unmündigkeit: Kant schrieb dazu Folgendes: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
    Aufklärung neu bestimmen
    Die Überbetonung des Verstandes in allen Schriften Kants, führte dazu, dass Aufklärung allein aus und mittels des Verstandes vollzogen werden kann, soll und muss. Es ist bekannt, dass Kants Schriften zu den Leitbildern westlicher Wissenschaften wurden. Die Wissenschaften, mit dem Kern seiner Theorie vom Ding an sich, das durch die Wahrnehmungsfähigkeit der Sinnesorgane im Menschen eingeschränkt sei, führte zu Ergebnissen und Heuristiken innerhalb der Wissenschaften, die dem Gott des Materialismus, das Ding an sich, huldigten. Das Konrad Lorenz dies mit seiner Begründung zur Evolutionären-Erkenntnistheorie in der Mitte des letzten Jahrhunderts längst widerlegte, ist bis heute in vielen Denksystemen noch immer nicht angekommen. Alle Beschreibungen sind daher, nach Kant, Beschreibungen von objektivierbaren Gegenständen und alle Verfahren dazu Objektbeschreibungen. Es ist überaus wichtig,
    21 min
  • Demokratiebewegungen kommen vor die Welle | Von Anselm Lenz
    Wie 1933 wird das personell kleine Corona-Regime von Kleinbürgertum und Beamten getragen. Die Justiz ist kollabiert. Die Opposition hat nur eine Chance, wenn sie schneller, entschlossener und untereinander kompromissbereiter ist als die Höllenmaschine. Das gelingt bereits.
    Ein Standpunkt von Anselm Lenz,
    Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand
    Der soziale Kitt des Corona-Putsches ist nur noch die pure Gewalt. Eine globale Riege alter Kräfte das zwanzigsten Jahrhunderts will sich in die neue Zeit retten. Auf dem Weg vom offenen Korporatismus-Kapitalismus in den geschlossenen Globalfaschismus braucht das Regime willige Vollstrecker. Diese findet es im Behördenapparat und in den kleinbürgerlichen Vorstädten – und in der Fernsehwelt, die seit zwei Jahrzehnten gegen die Aufklärer des Internets und der unabhängigen Presse verliert.
    Zuletzt wandten sich in Deutschland Richard David Precht und Markus Lanz vom Corona-Putsch ab – in einem Podcast im Internet. Nach über anderthalb Jahren ist dies keine Meisterleistung, aber eine durch Aufklärungsarbeit erzwungene Einsicht. Es markiert einen weiteren Wendepunkt.
    Der beliebte TV-Philosoph Precht und der klavierspielende Moderator Lanz entzündeten ihre Kritik daran, dass die experimentelle Substanz nun auch Kindern verabreicht werden soll. Precht schloss aus, den Stoff jemals den eigenen Kindern injizieren zu lassen. Lanz wandte sich auch gegen den perversen Maskenzwang. (1) Precht wurde sogleich als »Dr. Wirrkopf« verleumdet, und zwar von der Anfang 2020 mit weit über 2 Millionen Euro von der Gates-Foundation bestochene Nachrichtenillustrierten Der Spiegel. Der PC-Rentner Bill Gates gilt als Eugeniker und Protagonist des Corona-Putsches.
    Der Corona-Komplex
    In Italien steht das Land Kopf gegen den kriminellen Ministerpräsidenten Mario Draghi und die Einführung des Segregationspasses, genannt »Green Pass«. Draghi hatte vor der Machtübernahme über den politischen Apparat Italiens für Finanzkonzerne und die umstrittene Weltbank-Organisation Geld bekommen und ist offenkundig auch im politischen Amt weiter für diese tätig.
    Die neue Demokratiebewegung Italiens hat die Lüge von Bergamo entlarvt und den Betrug für die Allgemeinheit aufgedeckt. Auch die Legende, das Lügenregime hätte irgendwas mit Umweltschutz vor und das Ganze sei nur zum Besten der Unterdrückten, glaubt in Italien niemand mehr. Wie in Deutschland seit 28. März 2020 gibt es nun tägliche Demonstrationen überall in Italien. Die italienischen Demokraten wenden sich mittlerweile den zentralen Behörden und Wohnsitzen von Politiker- und Konzernmagnaten zu.
    Der Erkenntnisprozess hat lange gedauert, denn zunächst war noch die »nationale Tragödie« gefeiert worden. Die Italiener gingen beim Fake-Seuchenregime mit wie kaum eine andere Nation. Mit einer konzertierten Aktion der Globalkonzerne und der Regierungen waren 2020 das Menschenrecht, die Verfassungen, Pressekodex und schließlich ab 2021 auch der Nürnberger Kodex gebrochen worden, um eine Neue Weltordnung einzuführen. Diese kommt im Gewand des Fortschritts daher und braucht viel Unterdrückung, Lüge und Gewalt – und dafür die Unterstützung des Kleinbürgertums und der Beamten, weswegen auch vermeintlich »linke« Staatsparteien für den Putsch mobilisiert wurden, deren aus dem Staatsapparat hochbezahltes Personal sich bei allem zudem auch noch auf ihre vermeintliche historische Benachteiligung beruft.
    Tragödie und Massenpanik
    Corona ist eine gemachte Massenpanik. Der Infekt ist die übliche Grippeinfektwelle unter neuem Namen. Besondere Maßnahmen dagegen wären nicht notwendig gewesen. Angesichts der Zustände in den privatisierten Klinikkonzernen kam die Aufforderung zum Notstandsregime zunächts gut an. Anstatt aber das Gesundheitssystem zu verbessern, wurden Kliniken geschlossen und die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert. Alte, Kinder und Familien wurden in grauenhafte Situationen gestoßen.
    11 min
  • Ungerechte Rechtsexperten | Von Felix Feistel
    Ein älteres Buch über die Schuld, die Juristen im Dritten Reich auf sich geladen haben, ist erstaunlich aktuell.

    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!



    Ein Kommentar von Felix Feistel.







    Im Jahr 1987 veröffentlichte der Rechtswissenschaftler Ingo Müller ein Buch mit dem Titel „Furchtbare Juristen“. In diesem thematisiert er die Verantwortung der Staatsanwaltschaft und anderer Organe der Rechtsprechung bei der Etablierung und Rechtfertigung des sogenannten Dritten Reichs. Dabei weist er den Juristen eine klare Mitschuld nach, die sich aus ihrem Stand und Selbstverständnis ergeben konnte. Wer dieses Buch heute liest, der erkennt erstaunliche Parallelen.




    Nur die wenigsten Schuldigen des sogenannten Dritten Reichs wurden für ihre Taten belangt. Die Nürnberger Prozesse beschränkten sich auf einige wenige, denen eine Hauptverantwortung angelastet wurde, während viele Mitschuldige ungestraft entkommen konnten. Ganze Berufsgruppen, die sich seinerzeit nach Hitlers Machtergreifung begeistert daran gemacht hatten, dem nationalsozialistischen Staat seine Form zu geben, konnten geräuschlos in die neue Bundesrepublik integriert werden und ihre Arbeit ungehindert fortsetzen. Gemeint ist insbesondere die Gruppe der juristischen Berufe, also Richter und Staatsanwälte sowie Rechtswissenschaftler an den Universitäten, deren Lehren das Recht zum Teil bis heute prägen.
    In dem 1987 erschienen Buch „Furchtbare Juristen“ des Rechtswissenschaftlers Ingo Müller wird jedoch deutlich, dass es sich bei diesen Menschen nicht lediglich um reine Opportunisten gehandelt hat, nicht um Mitläufer, die aus Angst vor dem Verlust ihrer Arbeit das Recht des Dritten Reichs umgesetzt haben. Nein, viele von ihnen haben den Nationalsozialismus mit Begeisterung begrüßt und emsig dabei geholfen, die Gräuel der Diktatur zu rechtfertigen und mit dem Anschein der Rechtmäßigkeit zu versehen.
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    In dem 1987 erschienen Buch „Furchtbare Juristen“ des Rechtswissenschaftlers Ingo Müller wird jedoch deutlich, dass es sich bei diesen Menschen nicht lediglich um reine Opportunisten gehandelt hat, nicht um Mitläufer, die aus Angst vor dem Verlust ihrer Arbeit das Recht des Dritten Reichs umgesetzt haben. Nein, viele von ihnen haben den Nationalsozialismus mit Begeisterung begrüßt und emsig dabei geholfen, die Gräuel der Diktatur zu rechtfertigen und mit dem Anschein der Rechtmäßigkeit zu versehen.


    Denn die Nationalsozialisten wurden schon vor der offiziellen Machtergreifung bereitwillig von Richtern und Staatsanwälten geschützt und gedeckt.

    Die gewalttätigen Ausschreitungen nationalsozialistisch gesinnter, paramilitärischer Truppen und Einzelkämpfer, die sich insbesondere in Zeiten der Wahl gegen andere politische Gruppen richteten, wurden zwar häufig zur Anklage gebracht. Dort beschied man sie jedoch zumeist mit geringen Strafen oder gar einem Freispruch. Nicht selten betonten Richter und Staatsanwaltschaften dabei die „edle, nationale Gesinnung“ der Täter, die Gewalttaten aller Art rechtfertigen sollte. So geschah es auch dem jungen Adolf Hitler nach sein...
    17 min
  • Geschichten von PLandemikern – Klaus Reinhardt | Von Peter Frey
    Die ARD bedient sich eines nicht allzu üppigen Pools von „Experten“, um Corona-Propaganda für die hohe Politik zu betreiben.
    Ein Standpunkt von Peter Frey.
    Der Sender wird übrigens von denen, die man mit den „Rufen nach Verschärfungen“ hinters Licht zu führen gedenkt, auch noch finanziert. Sie, die ARD kommt aus ihrem Betrugsmodus, ihrem schmierigen Kontakt mit der herrschenden Politik nicht mehr heraus. In diesem gefangen, führt sie immer aufs Neue die selben „Experten“ ins Feld, welche die politisch genehmen Warnungen und handfesten Forderungen der Politik als Stellvertreter postulieren. Doch sind das — zumindest im Kontext Corona — mitnichten Experten.
    In diesem Kontext sind es nichts weiter als inkompetente Lautsprecher, die längst den Bezug zur Wissenschaft verloren haben. Ihre Stellungnahmen verkünden von deren hochgradigen Unwissen zu grundlegenden Aspekten unseres Immunsystems, zur Übertragung von Erregern, einfacher Mathematik und damit verbunden seriöser Datenermittlung.
    Diese Leute haben Namen: Melanie Brinkmann, Christian Drosten, Lothar Wieler, Karl Lauterbach, Gernot Marx, Klaus Reinhardt und noch ein paar weitere. Insgesamt sind es gar nicht so viele. Umso öfter werden sie aufs Parkett der Massenmedien getrieben, wo sie ihren medizinischen Unsinn verbreiten dürfen, besser gesagt sollen.
    Diese Menschen haben einen Status. Es sind hochrangige Bürokraten, Funktionsträger von Verbänden. Das schindet Eindruck bei den Menschen, fördert ein im Grunde nicht begründetes Vorvertrauen. Ärzte, der Heilung ihrer anvertrauten Patienten bei gleichzeitiger Achtung derer Persönlichkeitsrechte verpflichtet, können doch keine bösen Menschen sein und die Bevölkerung betrügen. Können sie sehr wohl. Wie es dazu kommen konnte, lässt sich durchaus herleiten, soll aber hier nicht untersucht werden.
    Aber den grenzenlosen Opportunismus und die Dummheit, in welche sie in ihrer Funktion abgeglitten sind, das möchte hier an einem weiteren Beispiel belegt werden.
    Nehmen wir uns den Präsidenten der Bundesärztekammer und zudem Bundesvorsitzenden des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt vor (1):


    „Angesichts der aktuell sehr hohen Todeszahlen und einer unverändert hohen Belastung in den Kliniken müssen wir die Kontakte schnell und deutlich reduzieren.“ (2)

    Reinhardt, ein Arzt wohlgemerkt, forderte also im Dezember 2020, dass Menschen sich voneinander isolieren sollen. Das hat überhaupt nichts mit Heilung, mit Medizin zu tun. Es ist eine rein politische Forderung, die tief in die Grundrechte der Menschen eingreift.
    Aber einen medizinischen Beleg für die krankmachende Übertragung eines SARS-CoV-2 – Erregers, den hat(te) auch er nicht. Doch selbst das spielt in obiger Aussage keine Rolle, weil der Mann nämlich auch keine außergewöhnlich hohen Todeszahlen und außergewöhnlich hohen Belastungen im Klinikwesen nachweisen konnte. Aber diese Grütze, ein Geflecht von Lügen und willkürlich hergestellten Logiken in den Massenmedien abgeben, das durfte er.
    Klaus Reinhardt hysterisierte wider besseren Wissens, ganz wie gewünscht, in den Massenmedien, um politische Notstandsmaßnahmen durch seine Position als vermeintlicher Experte, als hochrangiger Funktionär zu legitimieren. Der Mann war und ist also hochgradig politisch korrumpiert.
    Weder gab es im Jahre 2020 eine Übersterblichkeit in Deutschland (3), noch war eine über dem langjährigen Durchschnitt erkennbare Überlastung im Klinikbereich feststellbar (4, 5). Klaus Reinhardt hat damals also gelogen — und dazu kommt noch, dass auch er, der Arzt, zu keiner Zeit Nachweise für die krankmachende Ansteckung des „neuartigen Virus“ erbracht hat.
    Klaus Reinhardt mag Ärztepräsident sein, aber er ist trotzdem absolut inkompetent. Vielleicht ist das auch das Los hoher Funktionäre, der Preis ihres Aufstiegs. Die Feststellungen und Warnungen Reinhardts trafen nicht zu und nicht ein.
    15 min
  • Warum brauchen Corona-Installationen keinen TÜV? | Von Peter Haisenko
    Ein Kommentar von Peter Haisenko.
    In Deutschland darf man nicht einmal ein DIXI-Klo aufstellen, das keine TÜV-Zulassung hat. Dagegen ist keine der übereilt aufgebauten Installationen zum “Schutz gegen Corona” auf technische Sicherheit überprüft, ebenso wenig wie die “Schani-Gärten” am Straßenrand.
    Das “Corona-Jahr” 2020 war das Traumjahr für die Hersteller von Plexiglas. Noch nie war die Nachfrage für das durchsichtige Material größer. Jetzt hängt es überall herum und es lässt einen schaudern, wie es angebracht worden ist. An der Supermarktkasse wurde es zumeist einfach an der Deckenverkleidung angehängt, ohne zu prüfen, ob diese das tragen kann. In kleinen Geschäften an der Kasse sieht man Konstruktionen aus Holzklötzchen, die in abenteuerlicher Weise mit ein paar Schrauben und Klebeband das Plexiglas halten sollen. Sinnlos sind diese Konstruktionen auch noch, denn nach meiner Erfahrung laufen die Verkaufsaktionen neben diesen Wunderscheiben.
    Manche Restaurants haben Plastikscheiben zwischen Tischen oder Sitzplätzen installiert. Die werden schon oft nur mit Klebeband irgendwo fixiert oder stehen ebenfalls auf wackeligen Konstruktionen aus Holzklötzchen. Scharfe Schnittkanten und ungeschützte Ecken in Augenhöhe warten nur darauf, dass sich jemand daran verletzt. Jeder macht gerade das, von dem er in vorauseilendem Gehorsam annimmt, es würde sein Etablissement vor der Zwangsschließung schützen. Eine technische Ausführungsverordnung ist weit und breit nicht in Sicht. Noch weniger eine verpflichtende Überprüfung vor Inbetriebnahme, die zumindest die Standfestigkeit sicherstellen sollte. Das alles in einem Land, in dem sogar Klobrillen eine EU-Zertifizierung haben müssen.
    Auch eine Plexiglasscheibe kann erheblichen Schaden anrichten
    Dann die “Schani-Gärten”, die zumindest in München wie Pilze vor den Restaurants aus dem Boden geschossen sind. Schani-Gärten sind Bereiche auf der Straße vor den Restaurants, die mit windigen Holzkonstruktionen dort aufgestellt wurden, wo sonst Autos parken konnten. Dort stehen jetzt Tische und Stühle, auf denen Gäste unter freiem Himmel Platz nehmen können. Von vorbeifahrenden Autos nur wenige Zentimeter entfernt. Die Geländer zum Autoverkehr sehen zumindest so aus, als ob sie einem strauchelnden Gast keinen zuverlässigen Schutz davor bieten können, mitsamt dem Geländer vor vorbeifahrende Autos zu fallen.
    Vor Corona gab es weiße Punkte auf Gehwegbereichen, die anzeigten, wie weit ein Restaurant den Gehsteig für Sitzplätze in Anspruch nehmen darf. Das wurde dereinst kontrolliert und selbst Übertretungen von wenigen Zentimetern streng geahndet. Das ist vorbei. Frech werden Tische auch außerhalb der erkämpften und bezahlten Bereiche aufgestellt und niemand nimmt Anstoß daran. An manchen Stellen muss der Fussgänger einen Slalomlauf absolvieren oder auf die Fahrbahn ausweichen, um überhaupt noch zügig daran vorbeikommen zu können.
    In den Landtagen, zumindest im Bayerischen, wurden zwischen den Sitzen für die Abgeordneten demonstrativ Plexiglasscheiben installiert. Die sehen zwar etwas professioneller aus als die an den Supermarktkassen, aber ob wenigstens die eine TÜV-Prüfung durchlaufen haben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
    Nun könnte man anführen, dass Plexiglas kein Glas ist und damit ungefährlich. Das trifft nicht zu. Man stelle sich vor, was geschieht, wenn sich eine solche Scheibe mit mehreren Quadratmetern Größe von einer Aufhängung löst und in freiem Schwung mit Wucht direkt mit der Ecke oder Kante ein Schienbein trifft oder andere empfindliche Körperteile. Da kann schon Blut fließen oder ein Auge erblinden. Wer haftet dann? Und wer haftet, wenn es einen Unfall gibt mit einem Schani-Garten und einem Auto?
    Rund um Corona herrscht ein gesetzliches Vakuum
    Damit bin ich bei den Problemen, die jeden treffen können, weil alle Corona-Verordnungen mit der heißen Nadel gestrickt sind.
    11 min
  • Der Pressekodex und die Corona-Berichterstattung | Von Bastian Barucker
    Die vergessenen Grundsätze ethischer Pressearbeit
    Ein Standpunkt von Bastian Barucker.
    Angesichts der seit März 2020 anhaltenden, tendenziösen und einseitigen Berichterstattung in Bezug auf Corona stellt sich die Frage, ob die deutsche Presse ihre eigenen ethischen Grundsätze vergessen hat. Ist inmitten der Panik verbreitenden Verlautbarungen der Regierung dem journalistischen Berufsstand die Moral abhanden gekommen? Wurden im Eifer des Krieges gegen einen Virus und im gemeinsamen Kampf für das Gute zeitraubende Grundsätze journalistischer Arbeit vergessen? Eine Spurensuche nach einer ethischen Pressearbeit.
    Als ich im Jahr 2020 zusammen mit 110.000 Unterstützenden mehrere Petitionen für eine Corona-Sondersendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk einreichte, bekam ich die Antwort, dass es die Menschen überfordern würde, Wissenschaftlern mit verschiedenen Einschätzungen zuzuhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Außerdem, so WDR Programmdirektor Jörg Schönenborn, wäre eine Talkshow mit Befürwortern und Kritikern der Corona-Maßnahmen nicht das richtige Format. Ich erachtete die bis dato veröffentlichte Berichterstattung über Corona als unausgewogen und deshalb nicht der vertraglichen Pflicht des Medienstaatsvertrag nachkommend.


    §26 (2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

    Mehr als ein Jahr später sollte genau dieser Herr Schönenborn folgende Aussage treffen:


    “Journalistinnen und Journalisten decken für sich genommen nicht die Meinungsbreite der Gesellschaft ab, also in ihrer eigenen Meinung. Das hat ganz einfach damit zu tun, dass wir alle ein ähnliches Milieu bilden’, sagte Schönenborn. Deshalb bestehe immer die Gefahr, ‘dass wir die Werte unseres? eigenen Milieus allgemein setzen und auf andere Haltungen weniger deutlich schauen.’ Sein Job als Programmdirektor sei es, da immer wieder den Spiegel vorzuhalten.“

    Fast zeitgleich äußert sich WDR-Intendant Tom Buhrow in einem Zeit-Artikel wie folgt:


    „Die Gesellschaft braucht mehr kontroverse, unbequeme Meinungen und robuste und freie Kommunikationsräume. Gerade die ARD und der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt können diese Räume anbieten.“

    Diese wohl klingenden Aussagen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ARD ,gut ersichtlich am Beispiel meiner Petition, nicht bereit ist, diese Debattenräume zu eröffnen. Das zeigte bereits eine Studie der Uni Passau aus dem Jahr 2020 , die sich ausschließlich mit der Berichterstattung von ARD und ZDF beschäftigte. Es ist nett über Meinungspluralismus zu reden, faktisch tut die ARD genau das, was Noam Chomsky als Werkzeug der Passiverhaltung der Bevölkerung beschreibt:


    „Der schlauste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben.“

    Die Bedeutsamkeit der Presse
    Das gedruckte und online publizierte Wort bildet für viele Menschen ihre alltägliche Informationsgrundlage. Basierend auf Presseerzeugnissen formen sich Weltbild, Einstellung und Verhalten. Da wir in einer komplexen Welt leben, sind wir immer mehr darauf angewiesen, anderen Menschen zu vertrauen, dass sie uns von Geschehnissen wahrheitsgetreu berichten, die wir nicht persönlich erfahren können. Dafür brauchen wir die journalistische Arbeit der Presse. Nur ein informierter Bürger ist überhaupt in der Lage, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. Im Wissen um die große Verantwortung der Pressearbeit ist in der Präambel des deutschen Pressekodex Folgendes fest geschrieben:


    „Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbei...
    24 min
  • Die Aufwärtsspirale | Von Simone Bach
    Wir können den umweltschädlichen Teufelskreis verlassen und in eine Kreislaufwirtschaft eintreten.

    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Kommentar von Simone Bach.
    Wiederverwertung statt Verschleiß: Dieses Prinzip des Wirtschaftens ist an und für sich nicht neu. Noch immer aber scheinen viele Hersteller und Endverbraucher es nicht verstanden zu haben, obwohl wir so viel Zeit für eine Kehrtwende nicht mehr haben. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) warnt: „Rund 16.000 Kilogramm Rohstoffe verbraucht jeder Mensch in Deutschland — pro Jahr!“ Und nur maximal 12 Prozent davon stammten aus dem Recycling. Das müsste nicht sein, denn eine konsequente Kreislaufwirtschaft wäre schon lange machbar.
    Berücksichtige man dabei nicht nur das Eigengewicht der Importe, sondern auch den Rohstoffverbrauch, der im Ausland bei der Produktion der importierten Güter anfällt, also die Vorketten, betrage der Verbrauch sogar 17 Tonnen jährlich. Im Jahr 1970 haben die Menschen der Natur weltweit etwa 27 Milliarden Tonnen Rohstoffe entnommen, 2017 waren es bereits 91 Milliarden. Für 2060 werden, wie der NABU berichtet, jährlich 167 Milliarden Tonnen prognostiziert (1).
    Dieser Raubbau bedeutet: Emissionen und Schadstoffe werden freigesetzt, Flächen verbraucht und riesige Abfallmengen entstehen. Alles zusammen führe laut NABU dazu, dass die Grenzen unseres Planeten damit überschritten würden. Mögliche Lösungen: Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und geschlossene Materialkreisläufe. Eine 2021 vom NABU in Auftrag gegebene Studie untersuchte mit einem besonderen Blick auf Baustoffe, wie viele und welche Rohstoffe in Deutschland verbraucht werden, wie viel recycelt wird und wo die größten Potenziale für eine bessere Kreislaufwirtschaft liegen (2).
    Dass Kreislaufwirtschaft ohne großzügige Subventionen seitens der Regierung sowie ohne die Bereitschaft der Industrie und Verbraucherinnen und Verbraucher eine Utopie bleiben dürfte, liegt auf der Hand. Der NABU erstellte eine Liste von Forderungen mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft speziell zur vergangenen Bundestagswahl. Einige der Elemente daraus beziehen sich auf die Stärkung von Reparaturen, von umwelt- und recyclingfreundlichem Design sowie auf ein Ende von Plastikmüllexporten in Länder außerhalb der EU. Doch Ideen wie diese blieben selbst dann, wenn sie eine adäquate politische Unterstützung bekämen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Problematische Müllverbrennungsanlagen
    Hierzu lässt der NABU wissen, dass in Deutschland derzeit 66 Müllverbrennungsanlagen (MVA) mit einer jährlichen Gesamtkapazität von etwa 20,6 Millionen Tonnen im Einsatz sind. Dazu kämen Ersatzbrennstoffkraftwerke (EBS), in denen „aufbereitete“ Abfälle mit höheren Heizwerten als die gemischten Abfallfraktionen in Müllverbrennungsanlagen verbrannt würden, wie geschredderte Altreifen oder Abfälle aus der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA). In den Verbrennungsanlagen landeten jedoch große Mengen Abfälle, die eigentlich vermieden, wiederverwendet oder recycelt werden könnten. Diese Wertstoffe gingen beim jetzigen Vorgehen allerdings unwiederbringlich in Rauch auf. Das sei unnötig und behindere eine umfassende Kreislaufwirtschaft (3).
    Abgesehen davon, dass in den MVA Produkte verbrannt werden, die sich im Rahmen einer konsequenten Kreislaufwirtschaft wiederum als Ressourcen nutzen ließen, stehen deren Emissionen immer wieder unter Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz e.V.
    14 min
  • Nur jeder zweite „Corona-Patient“ wegen Corona-Verdacht im Krankenhaus | Von Karsten Montag
    Abrechnungsdaten der Krankenkassen zeigen: Nur rund die Hälfte aller hospitalisierten COVID-19-Fälle des vergangenen Winters wurde mit akuten Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus aufgenommen – alle anderen „Corona-Patienten“ hingegen wegen ganz anderer Krankheitsbilder. Mit viel Geduld und Aufwand ist es Multipolar gelungen, die Abrechnungsdaten der Krankenhäuser für die Jahre 2019, 2020 und die ersten fünf Monate des Jahres 2021 sicherzustellen. Diese fördern erstaunliche Erkenntnisse zutage.
    Ein Standpunkt von Karsten Montag.
    Aus den Abrechnungsdaten der Krankenhäuser mit den Krankenkassen, welche das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) bereitstellt, geht hervor, dass der Anteil der COVID-19-Fälle mit akuten Atemwegserkrankungen an allen stationär aufgenommen COVID-19-Fällen im Winter 2020/21 zum Teil nur bei etwas mehr als der Hälfte lag und die übrigen sogenannten COVID-19-Fälle aufgrund vollkommen anderer Krankheitsbilder, wie etwa Herzinfarkt, Harnwegsinfektionen oder Beinbruch in die Klinik kamen. Die InEK-Abrechnungsdaten zeigen eindeutig, welche COVID-19-Fälle primär aufgrund der Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion behandelt wurden und bei welchen Fällen eine COVID-19-Erkrankung nur eine Nebendiagnose darstellt.
    Die Abrechnungsdaten fördern noch weitere brisante Erkenntnisse zutage: So stieg im Vergleich zu 2019 die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Fälle abseits von akuten Atemwegserkrankungen – insbesondere Schlaganfälle, Krebserkrankungen und Herzinfarkte – nach dem ersten Lockdown ungewöhnlich stark an. Dies deutet auf die Folgen verschobener Behandlungen und verzögerter Vorsorgeuntersuchungen wegen des ersten Lockdowns hin.
    Zudem zeigen die Zahlen, dass sämtliche Lockdowns jeweils zu Zeitpunkten in Kraft traten, als die Krankenhausbelegung in Deutschland deutlich unter derjenigen des Jahres 2019 lag. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wusste bereits im August 2020 durch Abrechnungsdaten der Krankenkassen, dass der erste Lockdown zu einer extremen Unterauslastung der Krankenhäuser geführt hatte. Trotzdem nutzte die Bundesregierung im Winter 2020/21 das Mittel erneut. Auch dieser zweite Lockdown führte zu einer deutlichen Unterauslastung der Krankenhäuser. Aber der Reihe nach.
    September 2020: Spahn und Lauterbach schließen neuen Lockdown aus
    Am 2. September 2020, schloss Spahn einen zweiten Lockdown in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung aus. Er äußerte auch, dass der Lockdown im Frühjahr 2020 nicht so drastisch hätte ausfallen müssen. Auch Karl Lauterbach hielt in einem Interview vom 24. September 2020 „die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, (...) für gleich null“.
    Über welche Informationen verfügten Spahn und Lauterbach im September 2020, die sie zu derartigen Aussagen führten? Aussagen, die sich bald darauf als falsch herausstellten, als Bundeskanzlerin Merkel gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder zunächst einen Teil-Lockdown ab dem 2. November sowie einen „harten“ Lockdown ab dem 16. Dezember 2020, diesmal sogar mit regionalen nächtlichen Ausgangssperren, beschlossen.
    Expertenbeirat überprüft seit April 2020 Corona-Sonderbelastungen
    Gemäß Paragraf 24 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG), welches unter anderem die Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser aufgrund von Corona-Sonderbelastungen regelt, hatte das Gesundheitsministerium einen Beirat von Vertretern aus Fachkreisen einberufen, der seit April 2020 die Auswirkungen der Sonderregelungen für die Krankenhäuser aufgrund von COVID-19 überprüft.
    Grundlage der Arbeit des Beirates sind Abrechnungsdaten der Krankenhäuser mit den Krankenkassen, welche das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) bereitstellt. Um kurzfristige Auswertungen des Beirats zu ermöglichen, wurden die Krankenhäuser mit Artikel 3 des Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationale...
    20 min
  • Reif für die Scheidung | Von Luca Freyn
    Die Lockdown-Maßnahmen werden zu einem Dauerzustand zementiert werden — Maßnahmenkritiker suchen nach Alternativen zu diesem tyrannischen System.
    Ein Kommentar von Luca Freyn.

    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    „Wir haben uns auseinandergelebt, es gibt nichts mehr zu sagen“ — so könnte man nicht nur eine in die Brüche gegangene Ehe beschreiben, sondern auch das gesellschaftliche Klima in Deutschland. Kritiker und Befürworter der Coronamaßnahmen leben zunehmend in verschiedenen Realitäten. Eine Versöhnung scheint mit dem Fortschreiten des Ausnahmezustandes mehr und mehr unrealistisch. Ist Deutschland reif für eine Scheidung? Ein Ausweg könnten darin bestehen, dass sich Andersdenkende vom Mainstream der Gesellschaft abkoppeln und sich in Form von Zellen der Freiheit organisieren.
    Selbstverständlich ist eine Spaltung der Gesellschaft nicht wünschenswert. Doch ein Zusammenhalt kann nur so lange funktionieren, wie die Grundregeln des Zusammenlebens eingehalten werden. Wenn nun, wie beispielsweise mit der 2G-Regel in einigen Regionen Deutschlands, Ungeimpfte in ihrer Freiheit so eingeschränkt werden, dass sie von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, dann ist für diesen Teil der Bevölkerung das Fundament des Zusammenlebens zerstört.
    Dass dieser Zustand mit großer Wahrscheinlichkeit dauerhaft ist, zeigt auch der Widerstand des Mainstreams gegenüber Fakten, die das Corona-Narrativ in Frage stellen könnten: PCR-Tests eignen sich, wie mittlerweile vielfach bestätigt, nicht zum Nachweis einer Infektion mit SARS-CoV-2. Tatsachen wie das fehlende Isolat des Virus, die Intensivbettenlüge sowie 14.496 Todesfälle allein in der Europäischen Union durch die sogenannten Impfungen (EMA, Stand: 11. September 2021) finden vereinzelt Erwähnung im Mainstream, ändern jedoch nichts an der breiten Zustimmung zu den Coronamaßnahmen.
    Dabei müssten die Bürger sich unabhängig von ihren Ideologien vereinen und einfordern, dass die offensichtlich rechtswidrigen, auf betrügerischen Tests basierenden Maßnahmen sofort beendet werden. Sämtliche Grundrechte müssten umgehend wiederhergestellt und alle durch die Coronamaßnahmen entstandenen Schäden wiedergutgemacht werden. Stattdessen werden Maßnahmenkritiker diffamiert, pauschal als Antisemiten oder „Rechte“ bezeichnet, ohne dass dafür konkrete Beweise erbracht werden müssten.
    Während sich ein wachsender Riss durch die Mitte der Gesellschaft zieht, ist der nun 19 Monate andauernde Ausnahmezustand schleichend zur neuen Normalität geworden. Sich aktiv gegen die Corona-Geiselhaft zu wehren, dürfte in erster Linie dem System nutzen, gäbe es diesem doch einen Beleg für die Gefährlichkeit des Widerstands und ein Argument für härteres Vorgehen. Doch Coronakritiker könnten sich innerhalb des Systems organisieren, Freiräume mit eigenen Regeln gestalten und sich schrittweise abkoppeln. Die Hausbesetzerszene hat über Jahrzehnte bewiesen, dass ein solcher Widerstand möglich ist.
    Der politische Kommentator Joel Skousen wirbt seit Jahrzehnten für ein Leben abseits staatlicher Kontrolle. Sein Buch „Strategic Relocation“ ist ein Ratgeber-Klassiker für Prepper, also Menschen, die sich für das Überleben im Krisen- oder Katastrophenfall rüsten und die nach sicheren Orten in den USA für Extremsituationen suchen.

    Skousen sieht in den Coronamaßnahmen ein Instrument zur Gewöhnung der Bevölkerung an ein schleichend autoritärer werdendes Regime. Am Ende der aktuellen Entwicklung stehe eine militarisierte Weltreg...
    10 min
  • Die Corona-Hungersnot | Von Hermann Ploppa
    Rigide Ausgangsverbote, Lieferengpässe und rasant steigende Lebensmittelpreise lassen die Anzahl der weltweit Hungernden rasant anwachsen.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!
    Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitung Demokratischer Widerstand/Ausgabe 66, nicht wie oben beschrieben im Rubikon. Wir danken dem Autor und beiden Medienplattformen für die Möglichkeit der Übernahme.
    Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.
    Bis zum Jahre 2030 sollte eigentlich der Hunger auf dieser Welt ausgerottet sein. Dieses ambitionierte Ziel hatten jedenfalls die Vereinten Nationen und mit ihnen verbundene Nichtregierungsorganisationen um die Jahrtausendwende vorgegeben. Lange Zeit ging der akute Hunger tatsächlich zurück. Jetzt jedoch schlagen die UNO-Organisation FAO oder auch die deutsche Welthungerhilfe Alarm: Seit Verkündung des Corona-Notstands im letzten Jahr hat sich vor allem die Pandemie des Hungers weltweit ausgebreitet (1). So geht die UNO davon aus, dass allein im Jahre 2020 mehr als zwei Milliarden Menschen auf dieser Erde keinen Zugang zu gesunder Nahrung haben (2). Das sind 320 Millionen Menschen mehr als im Jahr 2019. Akut vom Verhungern bedroht waren demzufolge Ende des Jahres 2020 etwa 811 Millionen Menschen. Vor der Corona-Kampagne waren dies noch 650 Millionen Erdenbürger.
    Und so ist es gewiss nicht übertrieben, wenn die Welthungerhilfe die Corona-Kampagne als „Brandbeschleuniger“ bezeichnet. Denn es brennt schon lange in den ärmsten Ländern dieser Welt. Exakt die Länder in Afrika südlich der Sahara und die südasiatischen Länder sind von der neuen Hungerwelle besonders betroffen. Diese Regionen werden schon lange von Kriegen, Klimakatastrophen und sozialer Destabilisierung überzogen. Und nun kommen die Einschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten durch Lockdown-Maßnahmen erschwerend hinzu (3). Die offiziellen Berichte der UNO und der Nichtregierungsorganisationen sprechen lieber allgemein von „Störungen durch die Corona-Epidemie“ und behaupten, dass die Menschen in den notleidenden Regionen keinen Zugang zu den vermeintlich rettenden Impfungen hätten.
    Doch schaut man einmal hinter die Kulissen, dann muss man deutlich differenzieren. Zunächst einmal trifft es besonders jene Länder wie Irak, Syrien oder den Jemen, in denen schon seit langem verheerende Stellvertreterkriege der westlichen Wertegemeinschaften toben. Wo die Infrastruktur von Söldnern zertrümmert wurde. Hinzu kommen Naturkatastrophen in Gebieten, in denen die industrielle Landwirtschaft das natürliche Gleichgewicht durcheinandergebracht hat. Der im großen Maßstab durchgeführte Landraub (land grabbing) durch die Globalkonzerne vertreibt die Kleinbauern von ihrem Ackerland. Die Enteigneten ziehen entwurzelt in die Slums der Städte oder bekommen Land zugeteilt, das keinen wirklichen Ertrag bringt. So geschieht es gerade aktuell in Sambia (4).
    Und während die Hilfsorganisationen diese Ursachen offen benennen, ist jedoch wenig die Rede von den Verheerungen, die der Internationale Währungsfond IWF in diesen Regionen verübt hat. Nationen wurden systematisch in die Schuldknechtschaft getrieben. Staatliche Versorgung zerstört. Es fehlt jetzt an Infrastruktur in den Ländern selber, um Hungernde zu versorgen. Die westliche Wertegemeinschaft bietet den Opfern nur Almosen. Die Bürger der reichen Länder spenden bereitwillig Millionenbeträge, was hoch einzuschätzen ist. Aber das ist leider nur Symptombehandlung, keine nachhaltige Hilfe zum Wiederaufbau von lebenswichtigen Struk...
    9 min

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das denk' ich auch