apolut Podcast Archive - apolut.net

apolut Podcast Archive - apolut.net

Download on the App Store

apolut Podcast Archive - apolut.net episodes

  • Eine Gesundheitssenatorin – reif für § 130 StGB Volksverhetzung | Von Bernd Lukoschnik
    Ein Standpunkt von Bernd Lukoschnik.
    Der überbordende Aktionismus unserer immunologisch und epidemiologisch hochgebildeten Politikerkaste hat einen neuen Höhepunkt erklommen. Die Berliner Gesundheitssenatorin Kalayci (SPD) rät von Treffen mit Ungeimpften ab. Und nun der besagte Höhepunkt an guten Ratschlägen: Sie spricht sich dafür aus, dass Geimpfte privat keinen Kontakt mehr zu Ungeimpften haben sollten.
    Das Transhumane in Kalayci
    Da schluckt der gesunde einfache Menschenverstand mit seinem bisschen moralischen Background, der ihm noch nicht im Laufe der letzten Monate abtrainiert worden ist: Verlangt da tatsächlich die „Gesundheits“-Senatorin – was stellt sie sich unter Gesundheit vor? –, dass sich der Vater (geimpft) nicht mehr mit seinem Sohn (ungeimpft) an einen Tisch setzt? Dass sich der ungeimpfte Ehemann nicht mehr an seine geimpfte Ehefrau ranschmust? Dass ungeimpfte und geimpfte Familienmitglieder nun jeweils eigene Wohnungen beziehen?
    Wer oder was hat da aus Frau Kalayci gesprochen? Der Homunculus, Maschinenmensch, in Kalayci-Hülle? Fast möchte man vermuten, dass das, was sich so mancher Transhumane als Chance aus Coronazeiten erhofft: maximale Distanz zwischen den Lebewesen, Kontakt nur übers Internet, Körper- und Gedankenbewegungen, verursacht durch implantierte Chips hinterm Ohr, Gesundheit als Ware, die uns zugeführt wird, wenn es dem Pharmahersteller opportun erscheint –, dass sich das also bei Frau Kalayci bereits realisiert hat.
    Eine Transhumane im Berliner Senat also!? Nur eine Vermutung. Aber anders kann man sich ihre Vorschläge und Ideen kaum begründet denken!

    Galliger Humor beiseite
    Frau Kalaycis Entwurf erfüllt meines Erachtens den Straftatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB. Dort liest man:
    „(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,


    … zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt oder Willkürmaßnahmen auffordert oder
    die Menschenwürde anderer dadurch angreift, … wegen seiner Zugehörigkeit … zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren
    bestraft.“
    Der Tatbestand der Volksverhetzung ist gegeben

    Was stört stärker den öffentlichen Frieden als der zersetzende, staatliche Eingriff in die zwischenmenschlich engsten Beziehungen?
    Im geimpften wie auch im ungeimpften Familienmitglied werden Ressentiments geschürt, eine Vorstufe zum Hass, und Hass entsteht, wenn der Ungeimpfte partout sich nicht impfen lassen möchte, weil er gute Gründe hat oder zu haben meint, also sich nicht impfen lassen kann, weil er dann nämlich nicht mehr in den Spiegel sehen könnte.
    Der Ungeimpfte wird böswillig verächtlich gemacht. Böswillig seitens der Politik, denn eine Ungleichbehandlung der Ungeimpften ist medizinisch nicht begründet, sondern nur lobbypolitisch gewollt. Medizinisch nicht begründet, denn – s. Impfdurchbrüche – der Geimpfte ist ebenso wie der Ungeimpfte trotz Impfung von Infektionen bedroht und: Er ist ebenfalls in einem noch unbekannten Ausmaß ansteckend, wenn es ihn erwischt hat.

    Der Ungeimpfte wird somit durch den Staat und seine Medien oder durch die Medien und ihren Staat gezielt verleumdet.
    Wir brauchen also unseren Restbestand an Moral gar nicht in Anspruch zu nehmen, um Frau Kalaycis Vorschläge empört zurückzuweisen. Sollten ihre Vorschläge in Absprache mit ihren Parteioberen erfolgt sein – was wahrscheinlich der Fall ist, denn es bedarf immer erst des Testballons, um des Volkes Stimmung zu ermitteln –, dann sollte man vielleicht jetzt schon Frau Kalayci die rote Karte des § 130 entgegensetzen, gemäß dem Motto: Wehret den Anfängen!
    Utopie
    Und das ist natürlich reine Utopie: Vielleicht wäre der Senatorensessel dann für drei Monate oder hoffnungsvoll gar für...
    6 min
  • Auf den Spuren der Geschichte der Schulmedizin | Von Michaela Eberhard
    Ein Standpunkt von Michaela Eberhard.
    Irrtum und Wahrheit
    Man will uns glauben machen, gefährliche Partikelchen an Viren würden überall herumschwirren und nur darauf warten, Massen an unschuldigen Menschen zu überfallen. Ebenso will man uns glauben machen, dass Impfungen die Rettung für das Überleben der Menschheit seien.
    Aber schauen wir uns mal die Geschichte der Schulmedizin etwas genauer an: In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts kaufte Amerikas erster Milliardär der Weltgeschichte und damit reichster Mensch der Neuzeit, John Davison Rockefeller, ein deutsches Pharmaunternehmen, das später Hitler helfen sollte, seine auf Eugenik, also Verbesserung des biologischen Erbgutes des Menschen basierende Vision umzusetzen, indem es Chemikalien und Gifte für den Krieg herstellte. Rockefeller wollte die Konkurrenten der westlichen Medizin ausschalten, deshalb legte er dem Kongress einen Bericht vor, in dem er erklärte, dass es in Amerika zu viele Ärzte und medizinische Fakultäten gebe und dass alle Naturheilverfahren unwissenschaftliche Quacksalberei seien. Rockefeller forderte die Standardisierung der medizinischen Ausbildung, wobei nur seine Organisation in den USA Lizenzen für medizinische Fakultäten vergeben dürfe. Und so begann die Praxis immunsuppressiver, synthetischer und toxischer “Drogen”. Nachdem die Menschen von diesem neuen System pharmazeutischer Produkte und den darin enthaltenen Suchtmitteln abhängig geworden waren (u.a. durch erzeugte Nebenwirkungen), wechselte das System (u.a. Pharmaindustrie) zu einem bezahlten Programm (u.a. Krankenversicherungen) und schuf den Rockefellers lebenslange Kunden. Gegenwärtig ist medizinischer Irrtum die dritthäufigste Todesursache in den USA. Rockefellers Geheimwaffe zum Erfolg war die als “Problem-Reaktions- Lösung” bekannte Strategie. Ein Problem schaffen, die Angst eskalieren lassen und dann eine vorgeplante Lösung anbieten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Die Geschichte der Viren
    Ist es Euch schon aufgefallen, dass alle so tun, als würde es einen Virennachweis geben? Doch in der Tat gibt es keinen Erregernachweis. Bis heute hat die Medizin keine wissenschaftlichen Beweise vorgelegt, dass sogenannte Erreger krankheitsauslösend seien. Damit ist die Isolierung des Virus im 1. Koch'schen Postulat gemeint, die Züchtung einer Reinkultur im 2. Koch’schen Postulat, die „Erregung“ im 3. Koch’schen Postulat und die Reisolierung am Erkrankten im 4. Koch’schen Postulat. Das lässt sich jedoch alles mit einem Virus nicht machen, da ein Virus nicht lebendig ist, keinen Stoffwechsel besitzt und auch über keinen Zellkern verfügt. Aus dem lateinischen übersetzt heißt Virus übrigens Gift, Saft, Schleim. Ein Virus ist nichts anderes als ein Stück DNA oder RNA, das in einer Proteinhülle verpackt ist und Gensequenzen von Lebewesen verändern kann.
    Ist die Infektionstheorie gar ein riesen Schwindel? Handelt es sich bei einem Virus gar um ein „Nebenprodukt“ in Form einer Eiweiß-Verbindung während einer Heilungsphase?
    Ende des 19. Jahrhunderts erklärten der Chemiker Louis Pasteur und der Arzt Robert Koch die neu entdeckten Mikroorganismen namens „Bakterien“ zu Krankheitserregern. Keiner von beiden beschäftigte sich danach noch mit Heilkunde oder wenigsten Hygiene. Da Pasteur in Folge bei seinen Untersuchungen nicht bei allen Kranken Bakterien entdeckte, musste es noch eine andere Ursache geben. Für diese Unbekannte wählte er den Namen „Virus“.
    Was sind denn nun Viren?
    Dr. Andrew Kaufman, einer der meist zensierten Ärzte in den USA, meint „Viren sind Exosomen, das sind Ausscheidungen vergifteter Zellen. Exosomen sind nicht übertragbar. Die Menschen sehen sich Exosomen an und nennen sie Viren. Exosomen sind eine Reaktion auf eine Krankheit, nicht die Ursache einer Krankheit. Exosomen erleichtern die Heilung, indem sie Giftstoffe aufnehmen.“
    Die Geschichte der Impfungen
    Bei vielen Menschen – aber nicht bei allen (!
    12 min
  • Klima-Hysterie: Was steckt hinter dem Methanpakt? | Von Ernst Wolff
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    Auf der Klimakonferenz im schottischen Glasgow haben sich mehr als 100 Staaten zum Methan-Pakt zusammengeschlossen und angekündigt, die Emissionen des Gases bis zum Ende des Jahrzehnts um mindestens 30 Prozent zu senken.
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden gaben der Öffentlichkeit das Vorhaben bekannt. Die Reduktion von Methan sei „eines der wichtigsten Dinge, die wir bis 2030 tun können, um das 1,5-Grad-Ziel in Reichweite zu halten“, sagte Biden.
    Es lohnt sich, den Hintergründen dieser überraschend aufgemachten neuen Front im Kampf gegen den Klimakollaps auf den Grund zu gehen. Sie zeigen nämlich auf eindrucksvolle Weise, wie geschickt die Politik, unterstützt von den Medien, der internationalen Öffentlichkeit die Interessen des digital-finanziellen Komplexes als ihre eigenen und zudem als Rettung vor einer drohenden Klimakatastrophe präsentiert.
    Erstaunlicherweise werden nämlich genau die 30 Prozent menschgemachter Methan-Emissionen, die bis 2030 eingespart werden sollen, zurzeit durch die globale Viehhaltung erzeugt. Ein Hausrind stößt täglich etwa 150 bis 250 Liter Methan aus. Derzeit werden weltweit etwa 1,5 Milliarden Rinder gehalten, so dass ohne diese Tierhaltung global 225 bis 375 Billionen Liter Methan entfallen würden.
    Wie aber hängt beides zusammen?
    Hier die Erklärung: Die Fleischindustrie, mit einem Marktwert von fast 850 Milliarden Dollar ein bedeutender Teil der globalen Nahrungsmittelwirtschaft, steht vor einem historischen Problem: Die Tierzucht stößt seit einiger Zeit an ihre Grenzen. Man kann Rinder, Schweine oder Hühner nicht noch schneller zur Schlachtreife bringen und nicht noch enger in riesigen Stallungen zusammenpferchen als es zurzeit geschieht. Und man kann den Tieren nicht noch mehr ultragünstiges Kadavermehl zu fressen geben, ohne ihr Überleben zu gefährden. Dazu kommt, dass die Haltungs-, Transport- und Medikamentenkosten kontinuierlich ansteigen.
    Wie aber soll man unter diesen Bedingungen den Gewinn erhöhen? Ganz offensichtlich mit Hilfe der Biotechnologie - und zwar mit Laborfleisch, auch in-vitro-Fleisch genannt, das im Gegensatz zu den weithin beliebten pflanzlichen Fleischersatzprodukten aus den Zellen lebender Tiere gezüchtet wird.
    Seit einigen Jahren arbeiten weltweit etwa achtzig Startup-Unternehmen an Alternativen zu Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Allein 2020 wurden 3,1 Milliarden Dollar in deren Forschung investiert. Zu den Spitzenreitern zählt Eat Just, das sich auf laborgezüchtete Hähnchenfilets spezialisiert hat, inzwischen auf einen Wert von 2 Milliarden Dollar geschätzt wird und eigenen Aussagen zufolge den Börsengang plant.
    Ebenfalls ganz vorn im Wettbewerb ist das kalifornische Start-Up Memphis Meats, in das unter anderen Microsoft-Milliardär Bill Gates und Virgin-Milliardär Richard Branson insgesamt 161 Millionen Dollar gesteckt haben. Noch interessanter sind allerdings zwei andere Großinvestoren, nämlich Tyson Foods und Cargill. Bei den beiden handelt es sich um zwei der weltweit größten Fleischkonzerne.
    Wieso aber investieren diese Unternehmen in ein Produkt, das ihr eigenes Geschäftsmodell – nämlich die konventionelle Viehzucht – ins Wanken bringen könnte? Ganz einfach: Weil sie ihr herkömmliches Geschäftsmodell aufgeben und in Zukunft selber mit Laborfleisch gigantische Gewinne einfahren wollen! Schließlich brauchen sie für die Herstellung von Laborfleisch keine Weiden, kein Futter, keine Viehtransporter und keine Schlachthöfe mehr – und können darüber hinaus weltweit Millionen von Arbeitskräften einsparen! Ein Investorentraum, der auch den großen Vermögensverwaltungen, die uns alle zusammen mit der Digitalindustrie beherrschen, nicht entgangen ist.
    Dazu nur ein Beispiel: Die beiden größten Aktionäre bei Tyson Foods, dem weltweit größten Vermarkter von Hähnchen-, Rind- und Schweinefleisch,
    6 min
  • Massen kontrollieren | Von Jochen Mitschka
    Wenn die Krise des Kapitalismus droht außer Kontrolle zu geraten
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    In Niederländisch, Englisch und in Deutsch ist jetzt ein Buch von Kees van der Pijl erschienen, welches eine Erklärung für das weltweite Corona-Regime gibt, die über die üblichen Erklärungsversuche hinausgehen. Seit dem Finanzkollaps von 2008 sind die Menschen in vielen Ländern angesichts extremer Ungleichheit und schwindender Lebenschancen immer aufsässiger geworden, stellt er fest. Bestes Beispiel dafür sind in Frankreich die Gelbhemden, welche nun seit vielen Monaten, nur durch die Corona-Krise unterbrochen, auf die Straße gehen. In einer digitalisierten Wirtschaft werden bald ein bis zwei Milliarden Menschen überflüssig sein, aber sie wollen nicht überflüssig werden, lautet die nüchterne Analyse. Und es stellt sich logischerweise die Frage, wie man die drohenden Unruhen unter Kontrolle halten kann. Die Lösung für dieses Problems laut Kees van der Pijl sind permanente Ausnahmezustände.
    “Die belagerte Welt” von Kees van der Pijl stellt fest, dass die westlichen kapitalistischen Eliten nicht mehr in der Lage sind, ihre jeweiligen Völker in einen gerechten Gesellschaftsvertrag einzubinden, und dass sie auf das Schüren von Ängsten zurückgreifen – von der Terrorismusangst über die russische Bedrohung bis hin zur COVID-Pandemie, von der es noch weitere Varianten geben wird -, um Proteste einzudämmen und ihre Macht zu erhalten.
    Aber ist das nicht ein typischer Fall von "Verschwörungstheorie"?
    Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. In der Vergangenheit hat es unzählige Male "Verschwörungstheorien" gegeben, die sich später als Tatsachen herausstellten, und niemand mehr wollte dann etwas davon hören, dass es einmal Verschwörungstheorien waren. Wenn man aber aus der Geschichte lernen will, sollte man das wissen und zur Kenntnis nehmen, um die Gegenwart beurteilen zu können.
    Natürlich gibt es viele verrückte Thesen, die aber zu einem nicht unerheblichen Teil von solchen Kreisen bewusst in den Verkehr gebracht werden, welche damit alle kritischen Thesen in einem Aufwasch vom Tisch wischen wollen, um nicht darüber diskutieren zu müssen.
    Im Fall von Corona gab es jede Menge von Verschwörungstheorien, die sich kurz darauf als Tatsachen bewiesen. Da war z.B. das Gerücht, dass das deutsche Gesundheitsministerium Beschränkungen im öffentlichen Leben erlassen würde, die vehement bestritten wurden. Der bayrische Rundfunk hatte sogar eine Videoaufklärung veröffentlicht, welche sich über die "Verschwörungstheoretiker" lustig machte. Nur wenige Wochen später war es jedoch Tatsache.
    Deshalb ist es berechtigt und angemessen, die Thesen, Meinungen eines angesehenen und erfahrenen Wissenschaftlers auch dann zu veröffentlichen, wenn sie zum Zeitpunkt der Erscheinung des Buches noch Spekulation sind, aber auf erstrangigen Quellen basieren. Denn nur so können spätere Generationen lernen, wie sie wissenschaftliche und politische Aussagen der eigenen Zeit zu werten haben. Aus der Vergangenheit und dem Erkennen von Verhaltensmustern und Faktenmutationen ist es möglich, zeitgenössische "Wahrheiten", angebliche "FakeNews" oder "Verschwörungstheorien" und wissenschaftliche Aussagen zu gewichten. Dabei ist natürlich wichtig, einige Dinge zu beachten, z.B. der Interessenhintergrund von Protagonisten, der wissenschaftliche Ruf und die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit.
    Schauen wir einmal mitten rein in das Buch, auch wenn das vielleicht unglücklich ist, weil der didaktische Aufbau des Buches nicht wirken kann.
    "Informationsmacht: das Dreieck Geheimdienst-IT-Medien
    Die Umgruppierung der herrschenden Klasse in der IT-Revolution hat ihren Dreh- und Angelpunkt im IT-Sektor; aber um zu verstehen, wie dies in der Praxis funktioniert, müssen wir auf die Herausforderung zurückkommen, der die bestehende Ordnung als System gegenübersteht. Das ist die Bedrohung durch ein neues „1848“,
    22 min
  • Die bagatellisierte Diskriminierung | Von Roberto J. De Lapuente
    Es gibt keinen Grund, weswegen man sich für seine Nicht-Impfung rechtfertigen müsste — es doch zu verlangen, ist übergriffig.

    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Kommentar von Roberto J. De Lapuente.
    Diskriminierung ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Semantisch wurde dieser Begriff ausgehöhlt und durcheinandergewirbelt. Bedurfte es früher noch handfester, klar messbarer Merkmale, anhand derer man eine reale Diskriminierung ausmachen konnte, reicht heute zuweilen schlicht das Gefühl aus. Häufig ist das vage Gefühl der Benachteiligung bei der schillernden Gruppierung der „Woken“ anzutreffen. Niemand ist noch davor gefeit, über halsbrecherische Argumentationsketten als Täter ausgewiesen zu werden oder als Relikt aus einer rassistisch-kolonialistischen Zeit. Ob der „Täter“ diese Diskriminierung überhaupt beabsichtigte, gilt als irrelevant. Ganz im Gegensatz zu dieser verbreiteten Praxis müssen sich dieser Tage nun Menschen, die wirklich diskriminiert werden, anhören, sie sollten sich nicht so anstellen. Dass man aufgrund von Entscheidungen, die man eigenverantwortlich für seinen eigenen Körper getroffen hat, von weiten Teilen der Gesellschaft ausgeschlossen wird, gilt vielen nicht als Diskriminierung. Häufig kommt diese Bagatellisierung der himmelschreienden 3G/2G-Segregation ausgerechnet von denen, die sich schon wegen eines falschen Blickes oder Wortes als geschundene Opfer inszenieren und die Twitter-Tweets heiß laufen lassen. Eine beängstigende Entwicklung nimmt ihren Lauf, die selbst Hartgesottenen ein mulmiges Bauchgefühl bereitet.
    Neulich bei einem meiner Quartalstermine beim Facharzt. „Sind Sie geimpft, Herr De Lapuente?“, wollte der Mediziner von mir wissen. Ich verneinte. „Warum nicht?“, bohrte er nach. „Ich möchte das Thema nicht vertiefen, vielen Dank.“ Neuer Versuch: „Warum nicht?“ Ich wiederholte stur: „Ich möchte das Thema nicht vertiefen, vielen Dank.“ Er klimperte auf der Tastatur, stierte in den Bildschirm. „Beim letzten Mal sagten Sie, Sie würden zunächst die Priorisierung abwarten, damit Sie mit Ihrer Lebensgefährtin zusammen geimpft werden können.“ Das schien er abzulesen, er hat sich offenbar sehr genaue Notizen gemacht. Eine solche Genauigkeit gemachter Aussagen kommt eher bei der Polizei als im Gesundheitswesen vor.
    Ich blieb bei meiner Aussage: „Ich möchte das Thema nicht vertiefen, vielen Dank.“ Dieses sture Wiederholen habe ich von manchem Sportfunktionär gelernt, der auf jede Frage gleich mit „Kein Kommentar!“ retourniert. Er gab es auf. Aber zurück blieb ein komisches Gefühl, eine Anklage im Raum, Bedrängung irgendwie. Das war übergriffig. Ein Mediziner kann mir eine Impfung anraten, argumentativ und sachlich — wenn ich das will. Aber mich löchern, meine Motive hinterfragen: Das geht zu weit.
    Eingebildete Diskriminierung
    Das habe ich als zu persönlich empfunden, fühlte sich geradewegs zudringlich an. Und damit auf eine peinliche Art und Weise auch entwürdigend. Ich bin doch keinem Rechenschaft schuldig. Schon gar nicht einem Arzt, der mich aus anderen Gründen behandelt. Und dass er so genau Protokoll über meine Aussagen verfasst zu haben schien: Ich glaubte mich auf einer Anklagebank, ohne einen konkreten Anklagepunkt beschuldigt.
    Einige Tage später wartete ich an der Haltestelle auf die nächste Tram. Ich stand abseits, ohne Maske, las ein Buch. Maskenpflicht herrschte eh nicht. Nach einer Weile merkte ich, dass mich jemand anstarrte, jemand mit FFP2-Maske. Nach einigen Sekunden erkannte ich ihn: Es war e...
    12 min
  • Wie vor 83 Jahren – schreckliche Bilder von der polnischen Grenze | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Standpunkt von Wolfgang Effenberger.
    Am Morgen des 9. November 2021 stellte Polen nach Angaben des Grenzschutzes den Grenzverkehr  zu Weißrussland für Waren und Personen am Übergang Kuznica ein, nachdem angeblich „große Gruppen von Migranten (bis zu viertausend aus Afghanistan und dem Irak) versucht hätten, die EU-Außengrenze zwischen Polen und Belarus zu durchbrechen“. (1)
    Die EU hat die Wahl Alexander Lukaschenkos zum Präsidenten Weißrusslands nicht anerkannt und wirft nun dem belarussischen "Machthaber" vor, die Menschen in die EU zu schleusen und damit die Migration als Waffe zu benutzen. Folgerichtig fordert nun EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusätzliche Sanktionen gegen Belarus, damit die "zynische Instrumentalisierung von Migranten" aufhört.
    Für von der Leyen steht unverrückbar fest, dass die belarussischen Behörden für diesen hybriden Angriff verantwortlich sind. Welche Beweise hat sie? Und wie gelangen die vor allem aus Afghanistan kommenden Flüchtlinge nach Weißrussland? Anfang August wurden ja nach Meinung vieler grüner und linker Politiker nicht genügend "Ortskräfte" ausgeflogen. Und die Taliban wurden mit Geldzuwendungen in Millionenhöhe dazu gebracht, Ausreisewillige ungehindert gehen zu lassen. Wie also kommen sie nach Belarus? Ein Blick auf die Karte zeigt, dass das nicht so einfach ist. Eine solche Schleusung geht nur über den Lufttransport. Und dazu braucht es Komplizen. Von der Leyens Parteifreund Manfred Weber sieht in der Türkei eines der Länder, von denen aus die Migranten nach Belarus gelangen:


    „Wenn der türkische Präsident (Recep Tayyip) Erdogan nun mittels zahlreicher Migranten-Flüge aus der Türkei nach Belarus neue Erpressungsversuche gegen die EU unternimmt, braucht es eine unmissverständliche Antwort“ und weiter: „Damit wird er genauso scheitern wie mit seinem Versuch, Migranten über die griechisch-türkische Grenze zu schleusen. Die Kommission muss umgehend Gespräche mit der türkischen Regierung aufnehmen.“ (2)

    Während die EU-Granden ansonsten mit der Aufnahme von Flüchtlingen alles andere als zurückhaltend sind, veranstalten sie hier einen unglaublichen Eiertanz gegen den angeblichen Urheber Lukaschenko. Und das auf Kosten der hin- und hergestoßenen Migranten.


    Migranten aus Weißrussland stoßen auf polnische Grenze. (3)

    Ähnliche Bilder gab es Anfang November 1938 an der deutsch-polnischen Grenze.



    Oktober/ November 1938 Im Niemandsland zwischen Deutschland und Polen. (4)
    Am 1. Oktober 1938 marschierte Deutschland in das 1919 an die Tschechoslowakei gefallene deutschsprachige Sudetengebiet ein; tags darauf annektierte Polen die tschechische Region Teschen-Olsa – beide Nationen hatten dafür im "Münchener Abkommen" vom 29. September 1938  grünes Licht bekommen. Die Waffenfreundschaft währte nicht lange. Schon am 9. Oktober veröffentlichte die polnische Regierung ein Dekret, nach dem die Pässe aller länger als fünf Jahre im Ausland lebenden Polen ohne Sondervisum eines zuständigen Konsulats am 30. Oktober ablaufen sollten. Vom 31. Oktober an berechtigte nur noch ein besonderer Prüfvermerk polnischer Konsulate zur Einreise nach Polen. Das Gesetz galt zwar für alle Polen, die hintergründige Absicht scheint jedoch gewesen zu sein, die annähernd  50.000 zumeist verarmten polnischen Juden, die in der Masse nach dem ersten Weltkrieg in  Deutschland lebten, auszubürgern.
    Die Mehrzahl von ihnen wäre am 30. Oktober staatenlos geworden. Daraufhin forderte die deutsche Regierung von Polen am 26. Oktober ultimativ, eine Aufnahme der staatenlosen Rückkehrer zu garantieren, da man sie ansonsten ausweisen müsse. In Deutschland sollte nämlich bei Verlust der Staatsangehörigkeit Ausländern automatisch die Aufenthaltsgenehmigung entzogen werden. Auch Deutschland wollte also die polnischen Juden loswerden.
    Am 28. und 29.
    10 min
  • Pandemie der Impfschäden | Von Hermann Ploppa
    Die genetisch manipulierenden Substanzen der neuen mRNA-Technologie hinterlassen eine Jagdstrecke des Schreckens. Kein Grund für Merkel und ihre willigen Vollstrecker, nicht auch noch den letzten Bundesbürger an die Nadel zu nötigen.
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.
    In den letzten Wochen hatte der Bericht einer Whistleblowerin Aufsehen erregt. Die Firma Ventavia aus Texas hatte im Auftrag des Pharma-Giganten Pfizer den neuen Impfstoff Comirnaty getestet. Ventavia-Mitarbeiterin Brook Jackson hatte die zuständige Aufsichtsbehörde U.S. Food and Drug Administration (FDA) im Herbst letzten Jahres darüber informiert, dass im Versuchslabor schlampig gearbeitet wurde. Doppelblind-Studien konnten nicht vorschriftsmäßig durchgeführt werden, weil die Proben nicht ausreichend anonymisiert waren. Das betraf jetzt nur etwa tausend Versuche von insgesamt 44.000 Versuchen, so weiß der Faktenfinder der Tagesschau zu berichten <1>. Herbeigerufene Experten aus Deutschland bescheinigen, diese Schlampereien seien „unschön“. Sie würden aber der allseits erwiesenen Wirksamkeit der von Biontech und Pfizer entwickelten und vermarkteten Substanz keinen Abbruch tun.
    Da könnten die Experten wohl Recht haben. Die Biontech-Pfizer Substanz Comirnaty wirkt. Und zwar durchschlagend. Massenhaft erkranken neuerdings mit Comirnaty Geimpfte, die bislang fit wie ein Turnschuh waren, an Corona. Eine 84-jährige Bekannte hatte sich immer gesund ernährt und sich selber mit natürlichen Medikamenten therapiert. Nur, um jetzt wieder an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen zu können, hatte sie sich widerstrebend zweimal mit Comirnaty impfen lassen. Vor ein paar Tagen war sie auf Exkursion mit anderen Senioren mit dem Bus unterwegs. Lauter Geimpfte. Folge: die geimpften Senioren sind jetzt an Corona erkrankt. Hatte nicht Frau Merkel vor einem Jahr verkündet, nach der Impfung würde das normale Leben wiederkehren? Naja, davon ist jetzt keine Rede mehr. Angeblich soll Comirnaty jetzt nur noch gegen allzu harte Verläufe schützen. Neu erfundene „Fachbegriffe“ wie: „Impfdurchbrüche“ sollen das eklatante Produktversagen der neuartigen mRNA-Substanzen uns irgendwie plausibel machen. Jetzt müssen alle ge-„boostert“ werden. Eine bestechende Logik, die im real existierenden Kapitalismus einmalig ist. Man stelle sich vor, wir müssten jetzt alle einen bestimmten Autotyp kaufen. Der hat aber keine Räder.
    Das ist natürlich ein guter Grund, denselben Autotyp noch einmal zu kaufen, wieder ohne Räder. Das ist aktuell die Situation: weil die mRNA-Substanzen nicht halten, was versprochen wurde, müssen wir jetzt diese Substanz wegen erwiesener Unwirksamkeit in einem „Impf-Abo“ ein Leben lang immer wieder erneut kaufen.
    Naja, wenn diese mRNA-Substanzen wenigstens nur wirkungslos wären! Nun ist etwas extrem Peinliches passiert. Geimpfte Sportler brechen nämlich gerade reihenweise vor den Augen eines großen Publikums in Stadien zusammen. Die meisten von ihnen leiden an Myokarditis oder Perikarditis. Das Erste ist eine Herzmuskelentzündung, das Zweite eine Herzbeutelentzündung. Bitteschön: junge Männer und Frauen, die seit Jahren Sport treiben und sich entsprechend gesund ernähren. Diese rätselhaften Zusammenbrüche von Sportlern treten derart gehäuft auf, dass selbst die Berliner Zeitung dieses Phänomen in einem Artikel durcharbeiten muss <2>. Natürlich übt sich die Zeitung im Blinde-Kuh-Spiel. Dass womöglich ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den Impfungen bei den jungen Sportlern und deren schlagartigem Zusammenbruch bestehen könnte, muss um jeden Preis ausgeblendet werden. Opernsängerinnen können nach der Impfung plötzlich nicht mehr singen. Zudem gibt es in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Portal der Gesundheitsbehörde, in das Betroffene ihre Impf-Komplikationen eintragen können. Das geschieht freiwillig. Die dort erfassten Zahlen sind also weder repräsentativ noch in irgendeiner Weise vollständig.
    14 min
  • Die Tyrannei der Panikverbreiter im rechtsfreien Raum | Von Wolfgang Bittner
    Ein Standpunkt von Wolfgang Bittner.
    Alle möglichen Leute, die alles wissen aber von nichts eine Ahnung haben, führen Begriffe wie Vakzin, Covid oder 2G im Munde und stehlen uns Jahre unseres Lebens, unwiederbringliche Lebenszeit. Es geht hauptsächlich noch um „Corona“, auch um Umwelt, abgesehen von der Hetze gegen andere Staaten, die nicht auf der von den USA verordneten Linie sind, insbesondere gegen Russland und China. Soziale Fragen, Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen, Probleme mit der Immigration, Preissteigerungen, überhöhte Mieten, mangelnde Gasversorgung usw. scheint es nicht zu geben. Demonstrationen, die nicht genehm sind, werden verboten, Andersdenkende zensiert und diskriminiert.
    Wie aus dem Nichts tauchen opportunistische Besserwisser, Bevormunder und Drangsalierer auf, die unfähigen oder korrumpierten Politikern zu Hilfe eilen und sich als einzig Wissende präsentieren, protegiert durch die Systemmedien. Von seiner plötzlichen Popularität offensichtlich geblendet, spricht der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, in der Talkshow „Anne Will“ von einer „Tyrannei der Ungeimpften“, und auf Nachfrage erklärt er, das Reizwort Tyrannei ganz bewusst gewählt zu haben.(1)
    Das erlaubt sich ein Arzt – Montgomery ist Radiologe –, der ebenso wenig Ahnung von Virologie hat wie der Tierarzt und Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler, ganz zu schweigen von dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder oder dem umtriebigen, die Bevölkerung in eine Angstpsychose treibenden Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Wenn ich diesen Panikverbreitern zuhöre, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie in einem anderen Universum leben.
    Selbst ursprünglich vernünftig erscheinende Politiker sind nicht wiederzuerkennen. Wie sehr gesellschaftliche Macht den Charakter verändern kann, wird beispielsweise deutlich am Verhalten des „linken“ Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow. Er sieht eine „Pandemie der Ungeimpften“, sodass man niemandem mehr garantieren könne, in einem Thüringer Krankenhaus behandelt zu werden.(2) Dabei gibt es nach statistischen Erfassungen keine Überlastung der Krankenhauskapazitäten.(3)
    Die reale Lage
    Anstatt die Bevölkerung über die reale Lage aufzuklären, werden von Politik, Medien und „Populärwissenschaftlern“ stündlich Horrormeldungen verbreitet. Man weiß, dass mit den umstrittenen Tests lediglich die Zahl der positiv auf Corona Getesteten ermittelt werden können, die nicht unbedingt infiziert sind und erst recht nicht krank sein müssen. Zudem steigen die Inzidenzen, je mehr Testungen durchgeführt werden. Dennoch werden nach wie vor Inzidenzzahlen und Todesfälle gesammelt, wobei verschwiegen wird, dass in Deutschland sowieso täglich etwa 2.600 Menschen sterben und dass es 2020 keine nennenswerte Übersterblichkeit im Verhältnis zu anderen Jahren gab und auch bisher nicht gibt. Und obwohl in jüngster Zeit etwa 4.500 Krankenhausbetten abgebaut worden sind und weiterhin Krankenhäuser geschlossen werden, wird die Bevölkerung mit der Schreckensbotschaft geängstigt, dass die Intensivstationen vor einer akuten Überbelastung stünden. Aus eigener Erfahrung und aufgrund von Berichten kann ich sagen, dass einzelne Intensivstationen schon vor der Corona-Krise überlastet waren.
    Politiker, die für das erodierende Gesundheitswesen verantwortlich sind, spielen sich auf und der Bevölkerung vor, sie seien um deren Gesundheit besorgt. Sie haben – rechtswidrig – Lockdowns beschlossen, erklären scheinheilig, sie wollten keine Impfpflicht einführen und drangsalieren die Menschen solange, bis sie keinen Ausweg mehr sehen und sich, der Not gehorchend, mit einem nicht ausreichend erprobten genbasierten Serum impfen lassen. Die dringende Frage, warum sich die Regierung und der Gesundheitsminister nicht um eine zügige Entwicklung eines sogenannten Totimpfstoffes (also um eine Impfung mit abgetöteten Krankheitserregern) bemüht haben,
    11 min
  • Bundespräsident Steinmeier und sein Geschichts-Quirl | Von Willy Wimmer
    Ein Kommentar von Willy Wimmer.
    Seit geraumer Zeit macht der Herr Bundespräsident in Geschichte. Und so sieht auch das Ergebnis aus. Das war gestern exemplarisch bei einer Geschichtsstunde zu bewundern, die sich mit Geschehensabläufen zum 9. November beschäftigte. Es fing dabei schon mit dem 9. November 1918 und der Ausrufung der Republik durch den Reichstagsabgeordneten Scheidemann an. Wenn das auf ein Resultat einer innenpolitischen Entwicklung hätte zurückgeführt werden können, wäre das ein Grund ausgesprochener Freude gewesen. So war es das Ergebnis eines gegen die Existenz Deutschlands gerichteten Vorgehens anderer Mächte, die einem Land ihren Willen aufzwingen wollten, das zu den fortschrittlichsten Ländern seiner Zeit gezählt hatte. Die Abstrusität dieses Vorgehens wurde in dem Augenblick deutlich, als man dem kaiserlichen Deutschland und seinen Verbündeten einen in der europäischen Tradition stehenden Friedensschluss verweigerte, erstmals in der europäischen Geschichte der Moderne und auf Druck einer gebietsfremden Macht. Sich mit dem 9. November 1918 zu beschäftigen bedeutet, sich der Geschichte umfassend zu stellen und keinesfalls die in Versailles 1919 liegende strategische Absicht der damaligen deutschen Kriegsgegner fortzuschreiben.
    Warum ist das so wichtig? Einmal müsste es für jede deutsche Staatsspitze gelten, eine nicht angreifbare und von der Mehrheit des deutschen Volkes mit Überzeugung angenommene Sicht der eigenen Geschichte und der darauf beruhenden staatlichen Ordnung zu vertreten. Die Geschichte nach eigenem Gusto und fremdbestimmten Interessen zu interpretieren, ist die Grundlage für aktuelles und künftiges Unheil.
    Es gibt einen weiteren Grund, der uns zu allerhöchster Wachsamkeit verpflichtet. 1918 hat gezeigt, wie künftig die deutschen Belange einem auf die Unterwerfung eines ganzen Kontinentes gerichteten Politik untergeordnet worden sind und werden konnten. Heute sehen wir, dass der gegen Deutschland und seine Verbündeten eingeschlagene Weg mit dem Ersten Weltkrieg noch nicht vollendet worden ist. Die endgültige Unterwerfung Russlands ist das strategische Ziel und wir Deutschen müssten uns fragen, ob und in welchem Maße die geschichtlichen Abläufe seit 1918 nicht diesem Ziel dienten und weiter dienen. Nur die daraus resultierende Erkenntnis im geschichtlichen Kontext vermag es, anderen Völkern ein Schicksal zu ersparen, einem fremden Willen unterworfen zu werden. Die Dimension dessen bemisst sich nur im Ansatz nach den Verheerungen nach 1918. In Schloss Bellevue wird an einem Geschichtsbild gewerkelt, das friedens-und existenzgefährdend genannt werden muss.
    In Fragen der gemeinsamen europäischen Geschichte des Kriegsjahrhunderts haben zwei europäische Staatspräsidenten Standards gesetzt. Präsident Putin hielt seine berühmte Rede in St. Petersburg über das europäische Verhängnis. Ein halbes Jahr später folgte ihm der französische Präsident Macron über die französische Verantwortung in diesem Kontext. Beide Präsidenten mussten feststellen, dass die deutsche Staatsspitze beides mit Totschweigen überging, eine beliebte Vorgehensweise im politischen Berlin. Den gesetzten Standards aus St. Petersburg und Paris hat der deutsche Bundespräsident bei seinem Auftritt zum 9. November wieder nicht entsprochen.
    +++




    Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

    +++


    Bildquelle: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock
    5 min
  • Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 61 oder 25.2 | Von Jochen Mitschka
    Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Die Corona-Ausschuss-Sitzung Nr. 25 vom 30. Oktober 2020 trägt den Titel: "Die Gefahr der Gleichschaltung unseres Rechtssystems, Polizeigewalt und Übergriffe von Privaten." (1) Es werden Betroffene von Polizeigewalt wegen Corona angehört sowie Juristen, die zu der Situation befragt werden. Zunächst wurde mit einem Betroffenen, Herrn Bohla und dem Rechtsanwalt Dirk Sattelmaier gesprochen. Hier geht die Befragung nun weiter.
    Herr Bohla berichtete, wie diese Behandlung als Nicht-Maskenträger mit ärztlicher Befreiung einen Menschen psychisch zerstören kann, besonders wenn er, wie Herr Bohla blind und behindert ist, also darauf angewiesen, zum Beispiel von einem Taxi befördert zu werden. Wenn dann der Taxifahrer einfach wieder fährt, weil er niemanden ohne Maske befördern will, ist es das Gefühl von Ohnmacht und Verzweiflung, das überhandnimmt, speziell wenn man weiß, dass dieses Verhalten rechtswidrig ist.
    Herr Bohla erklärte dann auf Nachfrage einen Fall aus dem Jahr 2014, der am 30. Januar 2020 entschieden worden war. Eine blinde Frau wollte die Räume einer orthopädischen Gemeinschaftspraxis durchqueren, um zur angrenzenden Physiotherapie zu gehen. Das wurde ihr verwehrt, weil sie mit einem Blindenhund unterwegs war. Hunde dürften nicht rein, sagte man. Sie verstand das nicht, da sie schon früher unbeanstandet durchgegangen war, worauf man sie körperlich angegriffen hatte. Zivilrechtlich war sie mit Klagen gescheitert, worauf eine verfassungsrechtliche Klage erfolgte.
    Diese Klage war erfolgreich und die Klage machte deutlich, dass Hausrecht hinter Menschenrechten zurücktritt. D.h. der Versuch ein Hausrecht gegen Vorschriften des Grundgesetzes durchzusetzen ist unmöglich.
    Herr Bohla erklärte, dass in der augenblicklichen gesellschaftlichen Situation Menschenrechte vollkommen ausgehebelt seien, und niemand mehr überhaupt zuhören wolle. "Man dringt mit Substanz und Fakten nicht mehr durch, weil die Indoktrination bereits so durchgedrungen ist (…) und die Lösungskompetenz der Leute ausgeschaltet." RA Sattelmaier bestätigte, dass dies sogar bei Volljuristen der Fall sei und erwähnte ein Beispiel.
    Die Juristen würden sogar sagen, ja stimmt, "Aber". Dabei gebe es für Juristen kein "Aber". Dann berufe man sich auf übergesetzlichen Notstand und ähnliche Dinge. Das sei die Folge der Traumatisierung der Gesellschaft. So dass sich Regierungen ganz offen und in eklatantester Art und Weise, wie Sattelmeier es noch nie erlebt habe, gegen Gerichtsentscheidungen stellen. Und damit der Kontrollfunktion der dritten Gewalt den Mittelfinger zeige und sage: "Ihr könnt uns mal".
    Viviane Fischer erklärte, dass dies eben auch in Berlin gewesen sei, als zwei Gerichte eine Demo zugelassen hatten, aber die Polizei die Menschen so einkesselte, dass die Einhaltung der Vorgaben unmöglich war, um dann die Demo auflösen zu können.
    Herr Bohla berichtete, welche dramatischen Folgen die Corona-Situation für behinderte Menschen generell verursachen. Ebenso sollte man von Menschen sprechen, die von Traumafolgestörungen betroffen sind. Und es gebe unglaublich viele Menschen, die von frühkindlichen Übergriffen traumatisiert wurden.
    Vielen dieser Menschen wurden Mund und Nase bis kurz vor dem Ersticken als Kind zugehalten. Wenn eine solche Person nun eine Maske tragen muss, ist sie sofort wieder zurück in ihren traumatischen Erlebnissen. Die meisten Menschen können sich aufgrund ihres Traumas auch nicht konfrontativ mit der Situation auseinanderzusetzen. Schon wenn die an die Maske denken, können sie nicht mehr einkaufen gehen.
    Wenn diese Menschen sich dann, weil sie müssen, doch Einkaufen gehen, und dann wegen des falschen Tragens der Maske angeblafft werden, gehe die Reaktion bis hin zu psychogenen Krampfanfällen.
    Herr Bohla berichtete, dass Atteste, welche vom Tragen des Mund-Nasenschutzes befreien,
    20 min

About apolut Podcast Archive - apolut.net

From the publisher's feed

das denk' ich auch