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  • Die Lage wird bedrohlicher | Von Ernst Wolff
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    Die Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen sollten uns allen als Warnung dienen. Zum einen verdichten sich die Anzeichen, dass wir noch in diesem Winter eine schwere Energiekrise erleben werden, zum anderen nimmt der Kaufkraftschwund durch die Inflation immer stärker an Fahrt auf. Dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit weiterer Einschränkungen und Lockdowns, die zu einem Zerbrechen zusätzlicher Lieferketten und zu erneuten Versorgungsengpässen führen werden.
    Wie gefährlich diese Mischung ist, wird einem erst richtig bewusst, wenn man bedenkt, dass die Weltwirtschaft bereits schwer angeschlagen und das Finanzsystem mit den bisherigen Mitteln nicht mehr am Leben zu erhalten ist und dass wir es darüber hinaus mit einer Bevölkerung zu tun haben, die in den vergangenen zwanzig Monaten im Rahmen der Gesundheitskrise so sehr in Angst und Schrecken versetzt wurde, dass sie zurzeit mehrheitlich unfähig ist, rational zu denken und zu handeln.
    Gehen wir die Punkte einzeln durch: Die Energiekrise, obwohl klar und deutlich zu sehen, wird von den Regierungen zurzeit nicht etwa bekämpft, sondern absichtlich verschärft. Das mit der drohenden Klimakatastrophe begründete Beharren auf der Einschränkung fossiler Brennstoffe, das Abschalten von Kernkraftwerken, ohne für einen Ausgleich durch erneuerbare Energien gesorgt zu haben, das ständige Säbelrasseln gegen Russland und Weißrussland sind nur einige Anzeichen für eine vorsätzliche Verschlimmerung der Lage.
    Dass die Inflation zurzeit stärker anzieht als seit Jahrzehnten, ist nicht etwa, wie EZB-Chefin Lagarde behauptet, ein vorübergehendes Phänomen. Es ist die Folge einer seit über zehn Jahren betriebenen ultra-lockeren Geldpolitik, die im März letzten Jahres eine rote Linie überschritten hat: Seit der Senkung des Leitzinses auf null oder nahe null verbleibt den Zentralbanken nur noch das Mittel der bedingungslosen Geldschöpfung aus dem Nichts.
    Diese Geldschöpfung muss jedoch, um zu funktionieren, immer stärker ausgeweitet und kann wie bei einem Suchtkranken nicht mehr eingedämmt werden. Die Folge: Wir stehen am Anfang einer weltweiten Geldentwertung, die nicht mehr zu stoppen ist.
    Hinzu kommt die wie ein Damoklesschwert über uns allen schwebende Bedrohung durch einen weiteren Lockdown: Der Absturz des Ölpreises um 13 Prozent am vergangenen Freitag deutet darauf hin, dass die meist gut informierte Finanzbranche fest damit rechnet. Nur zur Erinnerung: Der wegen Reiseeinschränkungen und Produktionsausfällen gesunkene Energiebedarf hat beim ersten Lockdown im März/April 2020 dazu geführt, dass der Ölpreis bis auf minus vierzig Dollar gefallen ist.
    Vor allem der Mittelstand wird in den vor uns liegenden Wochen zunehmend in Not geraten. Die Planungsunsicherheit wegen der gesundheitlich begründeten Maßnahmen ist riesengroß, die Reserven kleiner und mittlerer Betriebe sind weitgehend aufgebraucht und die Banken wohl kaum noch länger bereit, strauchelnden Unternehmen mit Krediten unter die Arme zu greifen.
    Das Bild, das sich uns momentan bietet, ist düster und wird sich so schnell nicht verbessern. Die Welt befindet sich im Würgegriff einer Elite, die weiß, dass das aktuelle System ausgedient hat und die es deshalb nach allen Regeln der Kunst plündert. Gleichzeitig bereitet sie im Hintergrund unter Hochdruck ein neues System vor. In seinem Zentrum steht digitales Zentralbankgeld, mit dem die Elite hofft, die vollständige Kontrolle über die Bevölkerung zu gewinnen, um so die eigene Macht zu erhalten.
    Da die Einführung dieses neuen Geldes aber unter normalen Umständen von der Mehrheit der Menschen abgelehnt würde, wird zurzeit alles getan, um größtmögliches wirtschaftliches, finanzielles und soziales Chaos anzurichten. Anschließend will man augenscheinlich mit dem neuen Geld in Form des universellen Grundeinkommens aufwarten, um seine Einführung so nicht als Akt der Versklavung,
    6 min
  • Impfpflicht: Der garantierte Weg ins Chaos | Von Tom J. Wellbrock
    Ein Standpunkt von Tom J. Wellbrock.
    Noch sträuben sich die Ampelparteien, ernsthaft über eine allgemeine Impfpflicht nachzudenken, zumindest äußerlich. Doch es wäre eine an Dummheit grenzende Naivität, sich darauf zu verlassen, dass das so bleibt. Nichts kann die Politik seit dem Beginn der Corona-Krise besser, als sich nicht um das Geschwätz von gestern zu kümmern.
    Es macht also Sinn, sich mit den möglichen Folgen eines Impfzwangs zu beschäftigen.
    Gehen wir einmal davon aus, es wird zu einer allgemeinen Impfpflicht kommen. Mehr oder weniger einträchtig pochen immer mehr Politiker, Medien und Wissenschaftler auf diese Verpflichtung. Natürlich, um uns aus der Krise zu befreien, an der die uneinsichtigen ungeimpften Menschen die Schuld tragen.
    Beachten wir dabei nicht die Absurdität dieses Vorhabens. Ignorieren wir also, dass auch Menschen mit Impfung sich und andere anstecken, schwere Verläufe nicht ausschließen und sich nur einige Monate über die (bestenfalls) gewünschte Impfwirkung freuen können. Klaren Verstandes müsste man zum Schluss kommen, dass eine Allzweckwaffe, die ständig Ladehemmungen hat, das Ziel regelmäßig verfehlt und das in ihr gesetzte Vorhaben dauerhafter Virenbekämpfung nicht ansatzweise erreicht, ein stumpfes Schwert ist. Doch – wie gesagt: das und noch viel mehr ignorieren wir jetzt einfach mal.
    Das Arbeitsleben
    Eine Impfpflicht würde auf den Arbeitsmarkt vermutlich verheerende Auswirkungen haben. Schon jetzt führt die Frage, ob man geimpft ist oder nicht, zu zahlreichen Spannungen, Kündigungen, Depressionen, Druck, Stigmatisierung und vielem mehr. Zu Ende gedacht, bedeutet eine Impfpflicht, dass Arbeitnehmer faktisch ohne einen Impfnachweis nicht mehr ihrer Tätigkeit nachgehen könnten. Denn die Arbeitgeber werden nicht nur nach dem Impfstatus fragen dürfen, sie werden es vermutlich sogar müssen.
    Was sich jetzt schon abzeichnet, würde durch einen Impfzwang zu enormen Bewegungen des Arbeitsmarktes führen. Denn da die Entscheidung, die bislang zumindest offiziell noch immer eine persönliche ist, die jeder für sich treffen kann, im Falle einer allgemeinen Impfpflicht ausschließlich eine gesellschaftliche bzw. juristisch zu bewertende sein wird, sind die Konsequenzen weitreichender als jetzt.
    Vermutlich würde eine Verpflichtung zum Impfen auch bislang noch eher kulante Arbeitgeber in eine schwierige bis ausweglose Situation bringen: Sie müssten ihre Kulanz staatlich angeordnet ablegen und darauf bestehen, dass jeder Mitarbeiter seine Injektion nachweisen kann. Selbst die Option auf die Arbeit im Home Office wäre dann vom Tisch.
    Die Reaktionen der Angestellten wären – grob – in zwei Richtungen zu vermuten. Entweder sie akzeptieren (auch gegen ihre Überzeugung) die Impfpflicht. In diesem Fall wären sie wahrscheinlich als loyale Bürger der Politik dauerhaft abhandengekommen. Oder sie beugen sich nicht und kündigen, in der Hoffnung, irgendwo etwas Neues zu finden. Doch das dürfte mit ihrem Impfstatus schwierig werden und würde zu dauerhafter Arbeitslosigkeit führen. Der Impfdruck würde aber auch dann bestehen bleiben, denn eine allgemeine Impfpflicht hört beim Jobcenter schließlich nicht auf. Auch Sanktionen wären daher denkbar.
    Man muss befürchten, dass die Zahl der Arbeitslosen ohnehin in ungeahnte Höhen steigen könnte. Was sich jetzt in der Pflege schon abzeichnet, nämlich fehlende Arbeitskräfte (die schon vor der Krise ein Problem waren, da Bezahlung, Wertschätzung und Rahmenbedingungen unterirdisch sind), wird sich womöglich auch auf andere Branchen ausdehnen.
    Derlei Verwerfungen würden sich natürlich auch auf das Konsumverhalten der Menschen auswirken, Kredite könnten in vielen Fällen nicht mehr bedient werden, Immobilien könnten sich aus dem Lebenstraum von Familien in Zwangsversteigerungsobjekte verwandeln.
    Der Autor dieses Textes kann nicht ansatzweise ahnen, wie genau sich eine Impfpflicht auf die Arbeitswelt auswirke...
    14 min
  • Die modernen Quacksalber | Von Hermann Ploppa
    Kurpfuscher im Hightech-Gewand ruinieren unsere Gesundheit.



    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien am 20. November im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.


    Sollen die Impfstoffe den Menschen helfen oder sind die Menschen dazu da, die Impfstoffe voranzubringen? Diese Frage stellt sich angesichts der Rücksichtslosigkeit, mit der die Impfkampagne trotz der nicht mehr zu übersehenden massenhaften Impfschäden immer noch munter weitergeführt wird. Schon immer war es in der westlichen Wertegemeinschaft gang und gäbe, Teile der Bevölkerung für pharmakologische oder militärische Zwecke in Experimenten zu verheizen. Neu ist allerdings, dass diese massiven Übergriffe jetzt auf die gesamte Bevölkerung angewendet werden. Nachfolgende Generationen werden keinen Unterschied mehr zwischen den brachialen Methoden der Quacksalber der frühen Neuzeit und den genmanipulierten „Impfungen“ der Gegenwart erkennen.






    Der aus Basel stammende Schriftsteller und Luther-Zeitgenosse Sebastian Brant schrieb mit seinem satirischen Meisterwerk "Das Narrenschiff" einen Bestseller. Hatte er doch eine Reihe von Zeitgeistphänomenen trefflich auf die Schippe zu nehmen gewusst. So nimmt sich Brant auch die landauf landab ziehenden Quacksalber zur Brust, die im Rahmen von Jahrmärkten ihre oftmals dubiosen und brachialen Heilkünste anzupreisen wussten:

    „Des Quacksalbers Praktik sei so gut,
    daß sie allen Siechtum heilen tut …
    Solch Narr kann dich in’n Abgrund stürzen,
    eh du’s gemerkt, dein Leben kürzen!“
    Diese Zeilen kommen mir in den Sinn, wenn ich die aktuelle aggressive Vermarktung eines vollkommen unausgereiften mRNA-Impfstoffes mit ansehen muss. Der Quacksalber der frühen Neuzeit konnte seine unausgegorenen Techniken lediglich dem staunenden Publikum anbieten. Das Volk konnte selber entscheiden, ob es sich den Zangen und Brechstangen des Quacksalbers anvertraute oder nicht.
    Nun sprach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zunächst in diesem Sinne von einem „Impfangebot“. Jetzt werden allerdings die Daumenschrauben immer mehr angezogen: Wer sich nicht impfen lassen will, muss mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes rechnen und muss bei Kulturveranstaltungen wie Waldi leider draußen bleiben, gesellschaftliche Ächtung inklusive.
    Es spielt einstweilen überhaupt keine Rolle, dass in Europa bald 17.000 Menschen nach offiziellen EudraVigilance-Angaben an den Folgen der experimentellen mRNA-Spritzen verstorben sind und Hunderttausende Patienten Impfschäden zu Protokoll geben.
    Nun war man eigentlich geneigt anzunehmen, dass Medikamente und insbesondere Impfstoffe doch eigentlich dazu da sind, notleidenden Menschen zu helfen. Offenbar ist der Spieß umgedreht worden. Jetzt werden Personengruppen den Impfungen zugeführt, die erwiesenermaßen von Corona kaum betroffen sind: gesunde Kinder und Jugendliche.
    Ganz offenkundig sind jetzt die Menschen dazu da, notleidenden Impfstoffen auf die Beine zu helfen. Eine unglaubliche Umkehrung der Zielsetzungen. Kann das sein, dass gesunde Menschen ohne Bedenken verheizt werden, um eine sinnentleerte Maschine am Laufen zu halten? Wie dereinst bei den Phöniziern Kinder als Opfergabe verbrannt wurden, um den Gott Moloch bei Laune zu halten?
    So abwegig ist die Frage leider nicht. Denn in den USA wird jetzt eine extra für Kinder geeignete Variante des mRNA-Impfstoffes mit dem Additiv Tromethamin zugelassen.
    23 min
  • Der Mensch in der Maschine | Von Thomas Damberger
    Die drohende Dystopie ist nicht von außen über uns hereingebrochen — wir haben sie durch unser mechanistisches Denken selbst erschaffen.


    Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

    Ein Standpunkt von Thomas Damberger.
    Die Verschmelzung von Mensch und Maschine nimmt rapide zu. Über uns entfaltet sich in diesen Tagen der von Elon Musk neu bestirnte Himmel, und in uns arbeitet zunehmend eine Technologie, die uns einer alles umspannenden Maschine ins Netz gehen lässt. Der Körper avanciert zum Datenproduzenten, zum Rohstofflieferanten. Und der ständig produzierte und abgegriffene Datenrohstoff wird von sehr großen und sehr einflussreichen Konzernen weiterverarbeitet und zu Geld gemacht. Der folgende Beitrag zeigt auf, warum unser Denken eine sich zunehmend realisierende Dystopie erzeugt.
    Die Maschine steht still
    Vor mehr als 100 Jahren, um genau zu sein im Jahre 1909, veröffentlichte der britische Autor Edward Morgan Forster eine Erzählung mit dem Titel The Machine Stops. Forster beschreibt darin eine dystopische Zukunftsvision, in der ein Leben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich ist. Die Welt liegt in Schutt und Asche, Bäume existieren nicht mehr, und die Luft besteht aus giftigen Gasen. Die Menschen leben in Forsters Erzählung nicht mehr auf der Erde, sondern in unterirdischen Zimmern. Eine Maschine teilt jedem Menschen, sobald er das Erwachsenenalter erreicht hat, ein solches Zimmer zu. Dort verbringt er den Rest seines Lebens, fast gänzlich von allen anderen isoliert, aber dennoch nicht ganz allein.
    Die Menschen nämlich stehen durch die Maschine miteinander im ständigen Kontakt. Dabei erweist sich die Maschine nicht nur als Kommunikationsmedium, sondern sorgt darüber hinaus auch für Nahrung, ausreichend frische Luft, für Musik, Bett und Badewanne. Und mehr noch: Wer sich mit wem fortpflanzen darf, wird von der Maschine entschieden — wobei offen bleibt, ob sich der Fortpflanzungsakt als ein natürlicher oder ein technischer Vorgang darstellt. Welches Kind sich letztlich als hinreichend geeignet erweist, um Leben bleiben zu dürfen, bleibt gleichsam der Maschine überlassen. Und nur die geeigneten Kinder dürfen — fernab von Mutter und Vater — in Erziehungsanstalten aufwachsen, um anschließend einem frei gewordenen Zimmer zugeteilt zu werden.

    Am Ende des Lebens bleibt den Menschen die Möglichkeit, einen Antrag auf „den guten Tod“ zu stellen, der von der Maschine genehmigt oder abgelehnt werden kann.
    Direkte, unmittelbare Erfahrungen spielen in Forsters Dystopie kaum eine Rolle. Man versucht, Derartiges zu vermeiden, und ist es trotz allem einmal nötig, schauen sich die Menschen nicht in die Augen und bemühen sich, dass es möglichst zu keinen körperlichen Berührungen kommt. Überhaupt werden die durch Bewegungsmangel beeinträchtigen und im künstlichen Licht herangezüchteten Leiber mit fortgeschrittenem Alter als haarlose, zahnlose, in Tüchern gewickelte Fleischberge bezeichnet.
    Es herrscht sehr wohl ein Bewusstsein darüber, dass die alles steuernde und kontrollierende Maschine einst von Menschen erbaut wurde. Aber weder ihre Funktionsweise noch der Umfang ihrer Macht wird begriffen. Gottähnlich spreizt sie sich auf, durchdringt alles, bis sich nach und nach immer mehr Fehler im System auftun. Zunächst ungläubig, später dann hilflos und ohnmächtig schauen die Menschen zu, wie ihre einst durchorganisierte und dabei doch unverstandene Welt in kürzester Zeit zusammenbricht. Am Ende steht die Maschine und damit das Leben der Menschen...
    20 min
  • Die dunkelsten Stunden des deutschen Journalismus | Von Roberto de Lapuente
    Ein Kommentar von Roberto de Lapuente.
    Die Mainstreammedien haben schon seit Jahren keinen besonders guten Ruf genossen. Die einen nannten sie Lücken-, die anderen Lügenpresse. Aber dass der Journalismus dazu fähig ist, die gesellschaftliche Spaltung nicht nur durch mangelnde Berufsauffassung indirekt zu verursachen, sondern sie sogar noch lauthals als Planziel fordern, hätten nicht mal die kühnsten Medienkritiker für möglich gehalten.
    Ich muss tatsächlich zugeben, dass ich eine ganze Weile damit gerungen habe, wie ich diesen kurzen Artikel beginnen soll, denn mir fehlen etwas die Worte. Eine ganz dumme Voraussetzung für einen der glaubt, er müsse öfter mal eben solche Worte an den Teil der Öffentlichkeit richten, der sich für unsere kleine Dependance hier interessiert. Aber wie beginnt man, wenn man dabei zusieht, wie die letzte Reste des journalistischen Berufsethos‘ auf dem Scheiterhaufen des Fanatismus verbrannt werden? Ich habe schon oft – eben auch vor Corona – erlebt, wie Journalisten nicht objektiv berichteten, wie sie sich wanden und offensichtlich einer Agenda folgten – und nicht der Chronistenpflicht. Aber das was in den letzten Tagen geschieht, raubt mir jedes Bisschen an Illusion, die ich mir noch im kühnen Anflug von Optimismus bewahrt hatte.
    In meiner Idealvorstellung stelle ich mir einen Journalisten wie einen Arzt vor. Man kann mit ihm sprechen, er macht sich Notizen, bleibt dabei sachlich und nüchtern, er nimmt das, was man ihm sagt, nur wahr, verarbeitet es, recherchiert was dazu. Bewertungen unterlässt er. Ein Mediziner belehrt niemanden moralisch. Er weist lediglich medizinisch darauf hin, dass zum Beispiel das Rauchen schädlich sei, sich ein Joint mit diesen oder jenen Tabletten vielleicht nicht vertrage: Aber was der Patient macht, entscheidet der Patient und der Arzt nimmt es hin. Er ist ein bisschen wie ein Chronist, der einen Anamnese-Bogen füllt. Auch diese Beschreibung ist ein Idealfall, ich habe eine ganze Weile mit Ärzten gearbeitet. Manche sind tatsächlich so. Aber die große Mehrheit ist das glatte Gegenteil: Sie sind Haltungsmediziner. So wie wir heute Haltungsjournalisten zuhauf haben. Und die sind zu zwei Sachen ganz sicher nicht fähig: Distanz und Sachlichkeit.
    Qualitätsjournalisten bei der Arbeit
    Dass der Journalistenstand Haltung mit Enthaltung verwechselt, ist nicht neu – ich habe es zudem oft beklagt, hier und anderswo, wo man meine Dienste in Anspruch nahm. Dass er aber, wie in den letzten Tagen geschehen, die Spaltung der Gesellschaft geradezu erbettelt, liebe Leser, ich gebe es zu: Ich bin fassungslos. Vielleicht merken Sie es daran, dass ich mich an das, was man uns vorsetzte, hier mit langen Vorreden herantaste, ich wage es kaum, richtig zu thematisieren. Nehmen wir nur Christian Stöcker von Spiegel Online, der uns rät, den Zusammenhalt zu vergessen. Er nennt Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen "Verblendete" – Spaltung sei nicht unbedingt zu forcieren, schreibt der Mann, aber eben gewissermaßen als Kollateralschaden hinnehmbar. So weit wie sein Kollege Christian Vooren von der Zeit gehe er nicht, wobei man sich fragt, ob der Unterschied zwischen diesen beiden Christians so gravierend ist.
    Dieser Vooren fordert, dass "ein scharfer Keil [notwendig sei]. Einer, der die Gesellschaft spaltet." Sein Pamphlet überschreibt er mit den Worten: "Die Gesellschaft muss sich spalten!" Das Ausrufezeichen scheint dabei sehr wichtig. Es kennzeichnet den Imperativ der Stunde. Das Muss des Augenblicks. Stöcker wie Vooren wenden dabei den gleichen Kniff an: Sie erklären, dass ein etwaiger Zusammenhalt nur Reichsbürgern und gewaltbereiten Querdenkern nutzen würde – wer also nicht spaltet, der schütze diese Leute. Beide tun so, als sei Kritik an der hiesigen Impfkampagne nicht in der bürgerlichen Mitte zuhause.
    Eine gewisse Kati Degenhardt von t-online stöckelt noch ein wenig angriffslustiger durch den Ring. Sie macht klar: »Ihr seid schuld!
    11 min
  • Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 63 | Von Jochen Mitschka
    Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Nachdem die Internetseite des Corona-Ausschusses noch einmal überarbeitet wurde, habe ich doch noch die Sitzung 26 gefunden. Daher geht es chronologisch weiter mit dieser Sitzung, die den Titel trägt: "PCR-Test – die Dominosteine fallen". (1) Leider ist durch die Umformatierung das Datum der ersten Sicherung verloren gegangen und daher ist das Datum der Veranstaltung nicht mehr mit dokumentiert. Die Sitzung fand während der Vorbereitungen der letzten Bundestagswahl statt. Es geht los mit der Befragung des ersten Zeugen, welcher wegen Erkrankung nicht der Ex-Forschungsleiter von Pfizer, Dr. Mike Yeadon war, sondern Frau Professor Kämmerer.
    Zu Beginn berichtete Viviane Fischer von der rechtlichen Situation in Großbritannien, nach der durch drei ineinander greifende Rechtsgrundsätze es nun möglich sei, Kinder, die in der Schule auffällig werden, zum Beispiel durch Fieber, aus der Schule zu entfernen und an einem Ort zu versorgen, ohne dass die versorgenden Personen in irgendeiner Form für das Wohl der Kinder, selbst im Falle eines Todes, haftbar gemacht werden können.
    Außerdem gibt es Hinweise, dass auch in Spanien und Polen Zwangsimpfungen möglich gemacht werden sollen. Alle Hinweise werde man sich noch einmal genauer anschauen, und dann darüber berichten. In Australien ist die Impfverweigerung inzwischen mit 60.000 Euro Strafe oder fünf Jahre Gefängnis belegt.
    Dr. Füllmich berichtete darüber, dass im Bundestag nun versucht werde, die Verordnungslage zu "reparieren", nachdem einige Gerichte bereits gesagt hatten, dass das vorliegende Verfahren, vorbei am Gesetzgeber so nicht weitergehen kann. Was monatelang ohne Rechtsgrundlage gemacht wurde, versuche man nun durch den Bundestag nachträglich und für die Zukunft zu legitimieren.
    Die Gruppe der Rechtsanwälte, auch international, will aber weiter die Grundlage der Pandemie angreifen, nämlich den PCR-Test. Dieser könne keine Infektionen nachweisen und inzwischen habe auch die WHO bereits erklärt, dass die Erkrankung der einer Grippe ähnelt. Deshalb, so Füllmich, müsse man sich fragen, wer im Wege des Betruges die Panik schürt, um welche Ziele zu erreichen.
    Dann berichtete der Ausschuss von Ereignissen des Vortages. Dr. Füllmich führte aus, dass ja die wichtigen Entscheidungen scheinbar von der Politik gefällt werden. Allerdings gehe man davon aus, dass die Politik nicht mehr in der Lage ist, selbständig zu handeln, "sondern dass die Kommandos von anderen Stellen kommen". Nach den Gesprächen mit Paul Schreyer und anderen Menschen, die umfangreiche Recherchen durchgeführt haben, scheint es eine zu große Nähe zwischen den Politikeliten und Konzerneliten zu geben. Unter Anderem sei dies zu beobachten bei den Treffen des Weltwirtschaftsforums. Es dränge sich der Eindruck auf, dass durch diese zu große Nähe eine zu große Einflussnahme auf die Politik erfolge.
    Aufgrund der Kontakte zu Politikern und Richtern glaube Füllmich nicht, dass schon alles verloren ist. Deshalb haben sich Mitglieder des Coronaausschusses entschlossen, auch politisch aktiv zu werden. Man werde mit der Partei die Basis kooperieren. Viviane Fischer, Prof. Kämmerer und Prof. Schwab und er, sowie andere haben sich entschlossen, auch politisch aktiv zu werden. Denn diese Partei sei derzeit die einzige, welche sich "für das Volk" einsetze, wenn es um die Aufklärung und Bekämpfung des, aus Sicht des Ausschusses skandalösen Verhaltens der Politik geht.
    Man wolle verursachen, durch die Partei eine wissenschaftliche Diskussion zu eröffnen und einen Stopp der Maßnahmen. Die Gesetzgebung dürfe erst nach einer Diskussion des Für- und Wider eingreifen, statt dass mit "stümperhaften" Verordnungen Freibriefe erteilt werden. Außerdem strebe man eine juristische Aufarbeitung des Geschehenen sowohl auf strafrechtlicher als auch zivilrechtlicher Ebene an.
    20 min
  • Gelinkt | Von Peter Frey
    Wir sind wie Frösche, die im langsam aber stetig heißeren Wasser verharren, statt auf die Gefahr zu reagieren.
    Ein Kommentar von Peter Frey.
    Oder ist es doch anders? Sind wir in der Lage, die Veränderungen in unserem Umfeld, auch die kleinen und trotzdem wichtigen zu erfassen? Haben wir vor allem die Kraft und den Mut, aus der Lethargie auszusteigen und für das zu kämpfen, was uns tatsächlich lieb und wertvoll ist? Wir haben es jede Stunde unseres Lebens in der Hand, auf unser Herz zu hören und damit auch tatsächlich Gutes, nicht nur für uns Gutes, zu tun.
    Brav den „dringenden Empfehlungen“, Warnungen und Befehlen der Angstmacher zu folgen, hat stets in eine Katastrophe geführt. Nichts wurde besser und gesünder wurde man auch nicht. Das Dritte Reich schöpfte seine Kraft und Aggressivität aus den „Normalen“, den Mitmachern, denen, die meinten, sie hätten keine Verantwortung für das, was sie da innerhalb dieser faschistischen, von oben geformten Gesellschaft taten. Es holte sich seine destruktive Energie auch von jenen, die sich den eingebleuten Ängsten unterwarfen.
    Der Faschismus ist in uns, immer, im Banalen. Er bekommt seine Chance, wenn wir nicht achtsam sind, wenn wir denen hörig lauschen, die trotz ihrer offensichtlichen Inkompetenz meinen, für uns entscheiden zu dürfen. Auf solch einem Weg sind wir derzeit wieder, nicht nur, aber auch in Deutschland.
    Dabei begann es doch recht unverfänglich, die Dinge waren so klar, nicht wahr? Wir sollten doch nur ein paar Wochen durchhalten, also unsere Grund- und Menschenrechte pausieren lassen, wegen der Pandemie, ausnahmsweise, nur vorübergehend. Und: Ist das Wasser schön warm, oder ist es doch nicht schon ziemlich heiß?
    Erst hat man Ihnen gesagt, Sie müssten Abstand halten voneinander. Damit würde man wirkungsvoll die Pandemie bekämpfen. Das wäre solidarisch.
    Ich habe damals gesagt: Diese von Konzernen abhängigen Amtsträger in den Regierungen und Institutionen werden nicht aufhören.
    Dann hat man die Alten eingesperrt, zwangsgetestet und zwangsbeatmet. Das nannte man „Schutz der gefährdeten Gruppen“ und es würde die Pandemie bekämpfen. Es wäre solidarisch.
    Ich habe damals gesagt: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Dann hat man Ihnen gesagt, mit einer „Alltagsmaske“ könnten Sie sich zusätzlich schützen. Man könnte damit die Pandemie bekämpfen. Das wäre vor allem ein Zeichen von Solidarität.
    Ich habe damals gesagt: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Dann hat man Ihnen erzählt, „Alltagsmasken“ genügten nicht, es bedürfte Operationsmasken, um die Pandemie zu bekämpfen. Das wäre solidarisch. Also vermummten Sie sich, verhüllten Ihre Gesichter voreinander, befruchteten so die in Ihnen geschürten Ängste vor einem „tödlichen Virus“.
    Ich habe damals gesagt: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Als nächstes wurde Ihnen „empfohlen“, Operationsmasken in Verkehrsmitteln aufzusetzen. Das wäre ein solidarisches Zeichen im Kampf gegen die Pandemie. Dann wurde es Ihnen befohlen. Seitdem sitzen Sie in Bussen und Bahnen und starren, samt Ihrer Maske, in gleichförmige Maskengesichter.
    Ich erinnerte daran: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Dann machte man Ihnen Angst, dass Sie Ihre Mitmenschen draußen an der frischen Luft „infizieren“, krank machen könnten und Sie nahmen es hin und an, maskentragend, die Alten in den Heimen leiden lassend.
    Ich wiederholte es: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Man verlangte nun von Ihnen, dass Sie sich „testen“ lassen, um Ihre Gesundheit zu beweisen. War ja nicht so schlimm, nicht wahr? Tests wurden zur Gewohnheit. Das Wasser für den Frosch wieder ein wenig wärmer, sind Sie ein Frosch?
    Wie gesagt: Diese Leute werden nicht aufhören.
    Aber Sie glaubten es nicht. Auch nicht, als man Ihnen sagte, Sie dürften im Kampf gegen die Pandemie nicht mehr das Haus verlassen, Ihre Kinder nicht in die Schule und den Kindergarten gehen,
    8 min
  • Türkei 2021 und Lehman 2008. Eine Analogie? | Von Christian Kreiß
    Ein Standpunkt von Christian Kreiß.
    Der Absturz der türkischen Lira
    Am 23. November 2021 betrug der Wechselkurs der türkischen Lira zum US-Dollar etwa 12,70 Lira pro Dollar.1 Mitte September lag der Kurs noch bei ungefähr 8,50. Heute bekommt man also etwa 50 Prozent mehr Lira pro Dollar als vor zwei Monaten. Vor fünf Jahren, im November 2016 stand die Lira bei ca. 3,5. Heute bekommt man also etwa dreieinhalb Mal so viele Lira pro Dollar wie vor fünf Jahren. Anders ausgedrückt: Die Lira hat sich in den letzten fünf Jahren im Wert beinahe geviertelt.
    Hohe türkische Schulden in Fremdwährung
    Die Türkei hatte im 2. Quartal 2021 laut Global Debt Monitor Schulden von insgesamt ca. 153 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt.2 Bei einem BIP von rund 720 Milliarden US-Dollar 2020 3 entspricht das etwa Schulden in Höhe von 1.100 Milliarden Dollar. Die Auslandsschulden betrugen im zweiten Quartal 2021 446 Milliarden Dollar.4 Das entspricht 62 Prozent des BIP. Nach Berechnungen des Institute of International Finance beliefen sich die Schulden der Türkei in ausländischer Währung zur Jahresmitte 2021 auf 80 Prozent vom BIP.5 Das entspricht ungefähr 576 Milliarden Dollar. Die Türkei hat also erhebliche Fremdwährungsverbindlichkeiten. Das heißt, wenn die Lira sich abschwächt, wird das Bedienen der Fremdwährungsschulden schwieriger.
    Allein türkische Unternehmen haben derzeit 33,8 Prozent vom BIP bzw. über 240 Milliarden Dollar Fremdwährungsschulden. Wenn man die Verbindlichkeiten in Lira umrechnet heißt das, dass diese türkischen Unternehmen in türkischer Lira nun 50 Prozent mehr Schuldendienst leisten müssen als noch vor zwei Monaten. Das könnte manche Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten bringen und zu Problemen beim Schuldendienst führen. Das Gleiche gilt für die türkische Regierung, die mit 23 Prozent vom BIP in ausländischer Währung verschuldet ist und türkische Banken, die ebenfalls Fremdwährungsschulden in Höhe von 23 Prozent vom BIP haben.
    Türkei vor Finanzkrise?
    Kurz: Der dramatische Absturz der Lira könnte und dürfte dazu führen, dass so manche türkische Schuldner in Rückzahlungsprobleme kommen. Das ist umso wahrscheinlicher, als das Vertrauen der türkischen Konsumenten im November 2021 den tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung 2004 erreichte.6 Die Prognosen für den Inlandskonsum und damit für die wirtschaftliche Entwicklung sind also denkbar schlecht, trotz steigender Exporte. Auch die Inflationsrate von derzeit knapp 20 Prozent trägt nicht gerade zur Vertrauensbildung der Konsumenten und zu Optimismus bei der Währungsentwicklung bei.7
    Auswirkungen türkischer Finanzprobleme auf die Weltfinanzmärkte
    Angesichts des selbst im internationalen Vergleich relativ hohen Gesamtbetrages der Fremdwährungsschulden von über 570 Milliarden Dollar könnten sich Zahlungsprobleme türkischer Schuldner schnell auf die Weltanleihemärkte übertragen und dort zu Kursrückgängen führen. Es ist also gut möglich, dass türkische Finanzprobleme eine Erschütterung an den Bondmärkten nach sich ziehen und dort möglicherweise eine Kettenreaktion auslösen. Zur Erinnerung: Lehman hatte kurz vor seiner Pleite 2008 Schulden von 613 Milliarden Dollar.8 Dieser Betrag hat ausgereicht, um eine Weltfinanzkrise auszulösen. Die Schulden der Türkei haben eine ähnliche Größenordnung und daher möglicherweise ebenfalls das Zeug, eine globale Finanzkrise loszutreten.
    Dazu kommt, dass die weltweiten Schulden im Verhältnis zum Weltsozialprodukt heute deutlich höher sind als 2008. Im Juni 2021 beliefen sie sich auf 296 Billionen Dollar oder 353 Prozent der Weltwirtschaftskraft. Sie lagen um 36 Billionen Dollar höher als vor den Lockdowns ab März 2020.9 Die Zahl von so genannten Zombie-Unternehmen, die die letzten Jahre eigentlich nur wegen der extrem niedrigen Zinsen überleben konnten, ist beachtlich.10 Das Volumen an high yield bonds und BBB-gerateten Unternehmensschulden in den USA ist in den letzten 10 Ja...
    7 min
  • Das schöpferische Subjektiversum Teil 4 | Von Rüdiger Lenz
    Was ist Aufklärung? (Teil 2)
    Vorbemerkung. Dies ist der zweite Teil eines Beitrags über Aufklärung aus der Reihe "Das schöpferische Subjektiversum". Da der Gesamtbeitrag über Aufklärung etwas zu umfangreich geworden ist, haben wir ihn hier in zwei Teile aufgeteilt. Den ersten Teil über Aufklärung können sie hier anhören oder lesen.
    Alles fühlt
    Alle Zivilisationskrankheiten sind nichts weiter als Kampfkrankheiten, die einen inneren Kampf gegen ein nicht voll und ganz sein können gegen die erzwungene Halbheit im Inneren des Menschen erzwingen. Denn im Inneren jedes Menschen ist der Drang, ganz sein zu wollen, immer aktiv. Wenn der Mensch nicht ganz ist, dann kann er kein Gleichgewicht in seinem Inneren und zu seinem ganzen Körper entwickeln. Nicht anders definiert man in der Medizin Krankheiten. Daher sagte ich oft in der Friedensbewegung, dass Frieden in der Biologie Homöostase heißt. Frieden heißt mit allem im Gleichgewicht zu sein. Zuallererst mit sich selbst. Das ist die Definition der Kohärenz in der Medizin, die, übersetzt, Salutogenese heißt, was mit der Entstehung von Gesundheit übersetzt ist. Wir aber sehen die Pathogenese, das Entstehen von Krankheiten, was Kampfverhalten gegen natürliche Prozesse nach sich zieht.
    In der Salutogenese gibt es keine Impfstoffe und ganz sicher keinen Lauterbach oder Spahn. Jeder Mensch wird zu dem, wonach er seine Wahrnehmung und seine kognitiven Wahrheiten konstruiert, auch Gesellschaften. Das ist unser heutiges Dilemma, dass die heutige falsche Wahrnehmung über uns, als Menschen, zu einer missglückten Aufklärungsarbeit führt. Unsere Konflikte projizieren wir nach außen und erschaffen so auch die kämpferische und kriegerische Welt, unsere Destruktivität. Alle destruktiven Kräfte im Menschen haben hier ihren Ursprung, in den nicht verarbeiteten Konflikten, die wir als Gesamtheit in die Welt schicken, unser Halbsein als Menschen. Wer das nicht versteht, versteht auch Aufklärungsbemühen nicht und von dem, was ich hier zu beschreiben versuche, der Dreigliederung der Aufklärung. Wenn Sie diesen Text bis zum Ende verfolgen, werden sie verstehen, was ich damit meine.
    Unsere Zivilisation ist schon die Krankheit, seine Ursache. Und da wir in der Zivilisation leben, doktern wir immerfort nur an den Symptomen herum, glauben aber, dass sie die Ursachen sind, denen wir uns hinwenden müssen. Der Grund hierfür liegt im Materialismus. Er ist die Ursache von allem, was uns schadet, denn durch ihn bleiben wir halb, denn er definiert uns halb.
    Beziehungen können geistig emotional verschränkt sein
    Der Verstand ist der erste Punkt der Aufklärung. Das Fühlen der Dinge sein zweiter Punkt, ohne den Aufklärung unvollständig ist. Doch kommt noch eine dritte Eigenschaft hinzu, die in uns schlummert und unterdrückt wird, ohne die Aufklärung ebenfalls nutzlos ist. Das sind unsere geistigen Anlagen oder energetischen Kräfte. Ein Mensch, der in seinen Gefühlen leben kann, dem werden seine geistigen Kräfte zutiefst gewahr werden, ganz automatisch. Er muss sich nicht bemühen, sie erzwingen oder sich übermäßig auf sie konzentrieren, damit er sie wahrnehmen kann. Seine geistigen Kräfte werden ihn ganz einhüllen, was wir Spiritualität nennen. In ihr sind auch Wahrnehmungen möglich, die wir allgemein als paranormal benennen. Wir leben auf einem multidimensionalen Planeten, auf dem nicht nur wir, die Pflanzen und Tiere leben. Wer sich mit diesen Themen länger beschäftigt, wird merken, dass unsere Vorstellungen von der Welt, wie sie beschaffen ist, besser, zu sein hat, nicht mit den Mitteln der materiellen Wahrnehmung zu erkennen und zu beschreiben sind. Die Dreigliederung der Aufklärung ist der Verstand, alles zu fühlende und die geistig-spirituellen Kräfte. Sie machen den Menschen erst ganz und vollständig.
    Die materielle Weltauffassung ist ein Schutzwall der Herrschaftssysteme und der selbsternannten Eliten, um uns in einer Welt gefangen zu halten,
    21 min
  • Die Virologie – eine Wissenschaft, die keine ist | Von Bernd Lukoschnik
    Ein Standpunkt von Bernd Lukoschnik.
    Vorbemerkung
    Die Koch’schen Postulate
    1. Der Erreger muss in allen Krankheitsfällen gleicher Symptomatik detektiert werden können, bei Gesunden jedoch nicht.
    2. Der Erreger kann aus dem Erkrankten in eine Reinkultur überführt werden (Isolation).
    3. Ein zuvor Gesunder zeigt nach Infektion mit dem Erreger aus der Reinkultur dieselben Symptome wie der, aus dem der Erreger stammt.
    4. Der Erreger kann aus den infizierten und erkrankten Individuen wieder in eine Reinkultur überführt werden.
    Was ist los mit der Virologie?
    Die seit einem Jahr wuchernde intellektuelle Selbstverstümmelung der heutigen Starwissenschaft Virologie ist erschreckend – und rätselhaft.
    Warum werden Gegenpositionen nicht gehört, in religionskriegerischer Weise sogar verketzert? Für jede Wissenschaft, also auch für die Virologie, ist es notwendig, jede Denkrichtung zuzulassen und zu diskutieren, für einen fruchtbaren Forschungsprozess war es immer schon unabdingbar, dass die eine Theorie, vor allem die tonangebende, sich an den ihr entgegengesetzten reiben musste. Allein das brachte die Wissenschaft voran. Warum geschieht das in Coronazeiten nicht?
    Verschiedene Gründe fallen einem dazu ein: Letztlich wirken auf den Wissenschaftler das große Geld und die Politik und/oder sein Streben nach Karriere und/oder die Notwendigkeit, für das eigene Institut Drittmittel eintreiben zu müssen. Da könne man biotechnikschädliche Denkansätze einfach nicht zulassen!
    Das alles mag der Fall sein. Die Wissenschaft ist längst zum Geschäft verkommen, ein Unternehmen unter anderen.
    Doch um den tatsächlich vorliegenden katastrophalen Erkenntnisverfall in den Viruswissenschaften zu erklären, muss man wohl tiefer bohren: nämlich den schleichenden Wandel der Wissenschaftslogik der Virologie nachverfolgen.
    Der Platonismus in der Physik
    In seinem „Gespräch über die zwei hauptsächlichen Weltsysteme“, das kopernikanische und das ptolemäische, entwickelt Galilei die naturphilosophischen und methodologischen Grundlagen der modernen Physik in der Auseinandersetzung mit der aristotelischen Naturbetrachtung.
    Prägnant bringt dabei der Aristoteliker in der Gesprächsrunde die Naturphilosophie Galileis und dessen Sicht, was die neue Physik charakterisiere, auf den Punkt, wenn er sagt (2):
    „Ich habe mehrere Male auf Eure Weise, zu diskutieren, mein Augenmerk gerichtet und bin dadurch zu der Meinung veranlasst, dass Ihr der platonischen Ansicht zuneigt, unser Wissen sei eine Art von Wiedererinnerung.“
    Wissen und Erklären im Sinne Platons ist im Kern Wiedererinnerung. Man erkennt und erklärt den zu erforschenden Naturprozess, der sich der Sinneswahrnehmung bietet, indem man sich der einst geschauten „Idee“, an der das sinnlich Gegebene „teilhat“, wieder erinnert.
    Die Wahrheit über Naturvorgänge entnimmt der Platoniker nicht der Wahrnehmung, also der Empirie. Im Gegenteil, der platonische Wissenschaftler muss, um vom bloßen Meinen und vom Sinnenschein loszukommen, sich von den konkreten Naturvorgängen abwenden, sich dem „Geist“ zuwenden und in einer Art „Wesensschau“ den Ideen nachspüren. Dabei sind die für das Erkennen der Natur wichtigsten Ideen die Zahlen, Zahlenverhältnisse und Formeln. In ihnen spiegele sich das Wesen der Naturvorgänge und Wahrnehmungsgegenstände.
    Platonische Aufspaltung in wahres Sein und dessen Abschattung
    Aber nicht nur Erkenntnisgrund für die angeschaute Natur sind die Ideen, die Zahlen, der Geist. Wichtiger noch für Platon: Die Ideen sind darüber hinaus der Seinsgrund des in Raum und Zeit Existierenden. Den Ideen kommt die eigentliche Wirklichkeit zu, sie sind das eigentlich Seiende, das, was tatsächlich wirklich ist. Während die wahrnehmbare Realität nur eine Art abgeschattete Wirklichkeit ist, die ihr Existieren allein von der Ideenwelt empfängt.
    Diese Zweiteiligkeit der Natur in eine seinssta...
    16 min

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das denk' ich auch