Arbeitsrecht Inside

Arbeitsrecht Inside

By Roger Rudolph / Milena RagazSociety & CultureScienceEducation
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Arbeitsrecht Inside episodes

  • Fristlose Entlassung

    Wenn die Arbeitgeberin einen Mitarbeiter sofort loswerden will, scheint das Mittel der sog. fristlosen Entlassung attraktiv, ja geradezu verlockend zu sein. Ab sofort muss kein Lohn mehr bezahlt werden und der Mitarbeiter muss das Unternehmen auf der Stelle verlassen. Perfekt.

    Aber Achtung: der Schein trügt. Bei der fristlosen Entlassung lauern viele Fallstricke und wenn nicht korrekt vorgegangen wird, dann sind Rechtsstreitigkeiten vorprogrammiert und dem Unternehmen drohen hohe Folgekosten.

    Zu beachten ist auch, dass die Voraussetzungen für eine fristlose Entlassung streng sind. So muss nach dem Gesetz primär ein «wichtiger Grund» vorliegen. Aber was ist das genau? Und wo liegt die Schwelle zu «wichtig»? Darf die Arbeitgeberin ihre Mitarbeiterin beispielsweise fristlos entlassen, weil sie mit deren Arbeitsleistung nicht zufrieden ist?

    Weiter ist das Unternehmen an strikte Reaktionsfristen gebunden. Zwischen dem Vorfall und der fristlosen Entlassung dürfen in der Regel nicht mehr als 2-3 Arbeitstage vergehen. Es ist also ein rasches Vorgehen geboten. Was hat dies für Auswirkungen auf die Kündigung und was passiert, wenn diese Frist verpasst wird?

    Schliesslich diskutieren Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz auch über die möglichen Folgen von fristlosen Entlassungen. Mit welchen rechtlichen Schritten muss die Arbeitgeberin seitens der Mitarbeiterin rechnen? Was geschieht mit dem Bonus und dem 13. Monatslohn der fristlos entlassenen Mitarbeiterin? Darf die fristlose Entlassung im Arbeitszeugnis erwähnt werden? All diese Fragen werden im Podcast «Arbeitsrecht Inside» von Prof. Dr. Roger Rudolph beantwortet.

    41 min
  • Burnout

    Sowohl für die betroffenen Arbeitnehmenden wie auch für die Unternehmen ist die Diagnose «Burnout» eine sehr belastende Situation. Sofort stellen sich viele relevante Fragen auf allen Seiten. Aber was ist rechtlich relevant?

    Aus Sicht der Arbeitnehmenden ist zunächst unklar, ob und vor allem wann und wie die Diagnose «Burnout» der Arbeitgeberin mitzuteilen ist. Gibt es aus rechtlicher Sicht eine Mitteilungspflicht? Falls ja: muss die konkrete Diagnose «Burnout» mitgeteilt werden oder reicht es, dass die Arbeitgeberin über eine «Krankheit» informiert wird? Im Fall einer Krankschreibung stellt sich weiter die Frage, was dies konkret aus arbeitsrechtlicher Sicht bedeutet und ob der Arbeitnehmer zum Beispiel trotzdem in die Ferien reisen darf, um sich im Ausland zu erholen. Ebenfalls thematisiert werden die Zulässigkeit einer Rückstufung von der Führungs- auf die reguläre Mitarbeiterebene und die potentielle Erwähnung eines «Burnouts» im Arbeitszeugnis.

    Aus Sicht der Arbeitgeberin ist vor allem relevant, ob sie im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht auch eine spezifische Handlungspflicht im Umgang mit von Burnout erkrankten Mitarbeitenden trifft. Interessant ist aus rechtlicher Sicht ebenfalls, ob die Arbeitgeberin eine Pflicht zur Prävention von Burnouts trifft und ob sie nach einer erfolgten Krankheit haftbar gemacht werden kann. Auch stellt sich die Frage, ob einem erkrankten Mitarbeitenden gekündigt werden kann und wie es um den zeitlichen Kündigungsschutz bzw. die Sperrfristen steht.

    Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich mit RA MLaw Milena Ragaz über die Diagnose Burnout und die rechtlichen Folgen für Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinnen.

    31 min
  • Streikrecht

    Wenn Mitarbeitende streiken wollen, führt dies meist zu herausfordernden Situationen sowohl für die Arbeitgeberinnen wie auch die Arbeitnehmenden selbst.

    Aus rechtlicher Sicht ist klar: ein Streik ist zwar als Recht explizit in der Bundesverfassung verankert. Trotzdem darf nicht einfach so gestreikt werden, da der Arbeitskampf an verschiedene Voraussetzungen gebunden ist.

    Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutiert Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich mit MLaw Milena Ragaz über die Voraussetzungen des Streikrechts. In welchen Situationen und wie dürfen Mitarbeitende die Arbeit niederlegen, ohne gleich eine Kündigung zu riskieren? Zudem sprechen sie über die Reaktionsmöglichkeiten der Arbeitgeberin, wenn sie mit einem Streik bedroht ist, und ordnen diese ein.

    Ebenfalls wird die Rolle der Gewerkschaften thematisiert: Braucht es diese zwingend für einen Streik? Welche Bedeutung haben Gesamtarbeitsverträge im Zusammenhang mit Streiks? Müssen Arbeitgeberinnen den Gewerkschaftsfunktionären den Zutritt aufs Firmengelände erlauben?

    In dieser Folge von «Arbeitsrecht Inside» geht es um alles rund um den Arbeitskampf – aus Arbeitgeberinnen- und Arbeitnehmersicht.

    29 min
  • Kurzarbeit und Massenentlassung

    Die konkreten wirtschaftlichen Folgen des US-Zollhammers sind derzeit noch nicht abschätzbar. Die kommende Zeit dürfte aber für viele Schweizer Unternehmen eine Herausforderung werden. Unternehmen, die stark im US-Geschäft involviert sind, könnten in einen finanziellen Engpass geraten. Im schlimmsten Fall ist sogar die Existenz bedroht. Wenn das «Worst-Case-Szenario» eintritt: Was dann?

    Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» sprechen wir über die wichtigsten Fragen, die sich einem Unternehmen dann stellen. Wir diskutieren über die Bedeutung von Kurzarbeit, die Voraussetzung für deren Beantragung und die Folgen für die betroffenen Arbeitnehmenden. Können sie die Kurzarbeit verweigern? Was passiert, wenn Mitarbeitende während der Kurzarbeit krank werden oder Ferien beziehen möchten? Darf eigentlich jedes Unternehmen Kurzarbeit beantragen?

    Wenn gar nichts mehr geht, dann müssen Kündigungen ausgesprochen werden. Ist im Fall der US-Zölle auch eine fristlose Kündigung wegen finanzieller Schwierigkeiten möglich? Was muss ein Unternehmen beachten, wenn es vielen Mitarbeitenden gleichzeitig kündigt? Wir diskutieren im Podcast «Arbeitsrecht Inside» ebenfalls, ab wann eine sog. «Massenentlassung» vorliegt und welche Voraussetzungen hierfür gegeben sein müssen.

    25 min
  • Freistellung

    Wenn ein Mitarbeiter freigestellt wird, dann verzichtet die Arbeitgeberin auf die Arbeitsleistung, in der Regel für die Restdauer der Kündigungsfrist. Der Lohn wird jedoch für die verbleibende Zeit weiterhin vergütet. Was einfach klingt, ist in der Praxis herausfordernd, stellen sich doch zahlreiche rechtliche Fragen.

    So ist beispielsweise zu klären, was mit den noch vorhandenen Ferientagen geschehen soll und ob sie noch bezogen werden können bzw. müssen. Auch der Umgang mit Überstunden und Überzeit muss geregelt werden. Aber wie?

    Da die Arbeitnehmerin während der Freistellungszeit nicht bei der Arbeit erscheinen muss, stellt sich auch die Frage, was sie denn in dieser verbliebenden Zeit tun darf oder gar muss. Welche Bedingungen kann die Arbeitgeberin stellen? Darf die Arbeitnehmerin in dieser Zeit beispielsweise an einem anderen Ort arbeiten und falls ja – was hat dies für Konsequenzen? Was passiert, wenn die Arbeitnehmerin ausgerechnet während der Freistellungszeit erkrankt und welche Folgen hat dies für die Arbeitgeberin?

    Prof. Dr. Roger Rudolph und MLaw Milena Ragaz diskutieren im Podcast «Arbeitsrecht Inside» über die spezifischen Herausforderungen bei Freistellungen und legen den Fokus auf praktische Fragestellungen.

    49 min
  • Preview: Freistellung
    Darum geht's!

    Badge abgeben, die Sachen packen – und raus aus dem Unternehmen!

    Die Freistellung eines Mitarbeiters kann für beide Seiten schnell sehr unangenehm werden. Es lohnt sich daher, von Anfang an die richtigen Weichen zu stellen und die nötigen Fragen zu klären.

    Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» diskutieren wir über die wichtigsten Dos and Don’ts bei Freistellungen:

    • Korrekter Ablauf?
    • Was passiert mit Lohn und Bonus?
    • Wie weiter mit Ferien und Überstunden?
    • Dies gibts alles im Podcast "Arbeitsrecht Inside" mit vielen praktischen Tipps und Tricks von Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich und MLaw Milena Ragaz.

      2 min
    • Öffentliches Dienstrecht
      Was gilt?

      Professoren, Lehrer und Polizisten: Sie alle sind meistens öffentlich-rechtlich angestellt und unterstehen grundsätzlich nicht dem Privatrecht. Damit gehören sie zu rund 10 Prozent der in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer.

      Die öffentlich-rechtliche Anstellung nähert sich zwar immer mehr dem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis des Obligationenrechts an. Aber noch immer gibt es zahlreiche Besonderheiten, die im Rahmen einer solchen Anstellung zu beachten sind. So ist es manchmal bereits eine Herausforderung, selbst herauszufinden, welchem «Personalrecht» man denn untersteht. Derzeit gibt es geschätzt über 2000 Personalrechte in der Schweiz.

      Kennzeichnend für das öffentliche Dienstrecht ist vor allem, dass die Anstellung nicht mittels eines Vertrages, sondern einer hoheitlichen Verfügung begründet wird. Bei Streitigkeiten sind ausserdem meist Verwaltungsbehörden und nicht die Zivilgerichte zuständig. Inwiefern spielt das eine Rolle?

      Auch bei einer Entlassung eines Mitarbeiters gelten im öffentlichen Dienstrecht spezielle Regeln. So muss das rechtliche Gehör des Mitarbeiters stets gewährt werden und die Arbeitgeberin – also letztlich der Staat – ist an die Grundrechte gebunden. Aber was bedeutet das konkret und wie läuft eine solche Kündigung ab? Gibt es sonst noch Regelungen, die beachtet werden müssen?

      Prof. Dr. Roger Rudolph und RA MLaw Milena Ragaz diskutieren im Podcast «Arbeitsrecht Inside» über die Besonderheiten der öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisse und fokussieren sich auf praktisch relevante Fragestellungen.

      Mehr Infos über Professor Roger Rudolph gibt es hier:

      https://www.ius.uzh.ch/de/staff/professorships/alphabetical/rudolph.html

      25 min
    • Preview: Öffentliches Dienstrecht
      Darum geht's!

      Professoren, Lehrer und Polizisten: Sie alle sind meistens öffentlich-rechtlich angestellt und unterstehen grundsätzlich nicht dem Privatrecht. Damit gehören sie zu rund 10 Prozent der in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer.

      Die öffentlich-rechtliche Anstellung nähert sich zwar immer mehr dem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis des Obligationenrechts an. Aber noch immer gibt es zahlreiche Besonderheiten, die im Rahmen einer solchen Anstellung zu beachten sind. So ist es manchmal bereits eine Herausforderung, selbst herauszufinden, welchem «Personalrecht» man denn untersteht. Derzeit gibt es geschätzt über 2000 Personalrechte in der Schweiz.

      Kennzeichnend für das öffentliche Dienstrecht ist vor allem, dass die Anstellung nicht mittels eines Vertrages, sondern einer hoheitlichen Verfügung begründet wird. Bei Streitigkeiten sind ausserdem meist Verwaltungsbehörden und nicht die Zivilgerichte zuständig. Inwiefern spielt das eine Rolle?

      Auch bei einer Entlassung eines Mitarbeiters gelten im öffentlichen Dienstrecht spezielle Regeln. So muss das rechtliche Gehör des Mitarbeiters stets gewährt werden und die Arbeitgeberin – also letztlich der Staat – ist an die Grundrechte gebunden. Aber was bedeutet das konkret und wie läuft eine solche Kündigung ab? Gibt es sonst noch Regelungen, die beachtet werden müssen?

      Prof. Dr. Roger Rudolph und MLaw Milena Ragaz diskutieren im Podcast «Arbeitsrecht Inside» über die Besonderheiten der öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisse und fokussieren sich auf praktisch relevante Fragestellungen.

      Mehr Infos über Professor Roger Rudolph gibt es hier:

      https://www.ius.uzh.ch/de/staff/professorships/alphabetical/rudolph.html

      2 min
    • Arbeitspausen
      Was ist erlaubt? Was nicht?

      Darf man während der Arbeitszeit eine Zigarette rauchen, auf die Toilette gehen oder ein privates Telefongespräch führen? Sind das dann Arbeitspausen im rechtlichen Sinne und falls ja, muss der Arbeitnehmer für diese Zeit «ausstempeln»?

      Im Podcast «Arbeitsrecht Inside» sprechen Prof. Dr. Roger Rudolph von der Universität Zürich und MLaw Milena Ragaz über die rechtlichen Aspekte von Pausen.

      Wir diskutieren dabei unter anderem über die Mindestdauer von Pausen und ganz grundsätzlich über den Sinn und Zweck von Pausen. Haben verschiedene Arbeitszeitmodelle und ganz generell Teilzeitarbeit einen Einfluss auf Pausen? Inwiefern haben Kadermitarbeiter einen Anspruch auf Pausen?

      Interessant ist auch die Frage, ob immer die Arbeitgeberin den Zeitpunkt von Pausen bestimmen kann oder ob der Arbeitnehmer auch über ein gewisses Mitspracherecht verfügt. Auch ist zu klären, ob die Arbeitgeberin auch den Ort bestimmen darf, wo die Arbeitnehmerin ihre Pause verbringen sollte und ob diesfalls z.B. ein Pausenraum zur Verfügung gestellt werden muss.

      Mehr Infos über Professor Roger Rudolph gibt es hier:

      https://www.ius.uzh.ch/de/staff/professorships/alphabetical/rudolph.html

      37 min
    • Preview: Arbeitspausen
      Darum geht's!

      «Mach mal Pause!»

      Ein Satz, der es aus arbeitsrechtlicher Sicht in sich hat. Pausen sind zwar wichtig und es sei jedem eine kleine Auszeit gegönnt. Alles hat jedoch seine Grenzen und es lohnt sich, die Pausenregeln genau zu kennen.

      Wir beantworten im Podcast «Arbeitsrecht Inside» unter anderem folgende Fragen:

      • Wer bestimmt den Zeitpunkt und die Dauer der Pause?
      • In welchen Fällen sind Pausen zu entlöhnen?
      • Pausen und Teilzeitarbeit: Was gilt?
      • In der neusten Episode von «Arbeitsrecht Inside» besprechen wir alles rund um das Thema Pausen – selbstverständlich unter Berücksichtigung von Rauch- und WC-Pausen.

        Mehr Infos über Professor Roger Rudolph gibt es hier:

        https://www.ius.uzh.ch/de/staff/professorships/alphabetical/rudolph.html

        2 min

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