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Das Maß ist voll! Lovecraft verlässt die Pest Zone, wie er New York getauft hat. Wie angekündigt, beenden wir mit diesem Podcast das (leidige) Kapitel seines Aufenthalts in der großen Stadt.
Immerhin ist nicht alle schlecht: Vor allem die Arbeit an dem Essay Supernatural Horror in Literature empfindet Lovecraft geradezu als Entspannung. Dass er sich im multikulturellen New York nicht mehr wohlfühlt, und dass er auch die Treffen der Kalems teilweise meidet, auf diese Umstände kommen wir hier auch noch einmal zu sprechen.
Irgendwann in der 2. Märzhälfte 1926 dann der Wendepunkt. Vorausgegangen ist offensichtlich ein Brief von Tante Lillian (über den wir nicht verfügen), in dem sie ihn auffordert, nach Providence zurückzukehren. Im Anschluss daran kreisen seine Gedanken natürlich beständig um diese Heimkehr.
Der Titel des Podcasts ist an den gleichnamigen Song der Band The Mountain Goats angelehnt. Die Lyrics dieses Songs schildern die Einsamkeit, Verwirrung und Verzweiflung eines Menschen in New York – Lovecraft in Brooklyn.
Download: Arkham Insiders Folge 82 – Lovecraft in Brooklyn
Shownote:
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Treue Hörer des Arkham Insiders-Podcasts wissen, dass Lovecraft jeden Cent zweimal (oder dreimal) umdrehen musste, bevor er ihn ausgab. Seine chronische Geldknappheit verschärfte sich in New York – fern der Tanten – zusätzlich. So haben wir ihn bereits bei der Suche nach einem neuen Anzug begleitet; ein Kauf, den er in dem dazugehörigen Brief ausführlich schildert.
Auch in der vorliegenden Episode widmen wir uns des Themas. Mirko berichtet von diversen Shopping-Touren Lovecrafts im Herbst und Winter 1925. Noch immer aktuell: seine Unzufriedenheit mit der Wohnung 169 Clinton Street. Stein des Anstoßes ist vor allem die Vermieterin Mrs. Burns, auch als „die Gorgone“ beschimpft. Sauberkeit und Heizung lassen unter ihrem Regime sehr zu wünschen übrig. Dazu ein Nachbar, der Lovecraft nicht ganz geheuer ist.
Bei all dem soll nicht verschwiegen sein, dass es im Schriftsteller Lovecraft bereits kräftig gärt. Immer wieder werden Ideen zu „The Call of Cthulhu“ erwähnt, daneben erblicken andere, heute allseits bekannte Erzählungen in jenen Tagen das Licht der Welt: „The Tomb“ (Weird Tales, Januar 1926) oder „In The Vault“ (Tryout, November 1925).
Wir verbleiben mit dem Ausblick, dass sich die New Yorker Periode dem Ende zuneigt. Dass heißt auch für unseren Podcast, dass wir uns vorerst von der intensiven Arbeit mit den Briefen Lovecrafts verabschieden werden.
Download: Arkham Insiders Folge 81 – Es wird kalt in New York
Shownote: Nate D. Sanders Auctions: H.P. Lovecraft Printing of “The Shunned House“ From 1928 — One of Only 100 Printed Copies Subsequently Printed by Arkham House, With “Canterbury“ Watermark
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In diesem rund einstündigen Podcast begleiten wir Lovecraft durch Spätsommer und Herbst 1925. Seine finanziell angespannte Lage erfährt nun eine weitere Verschärfung: sinkende Temperaturen. Noch immer fehlt es ihm an einem wintertauglichen Anzug; außerdem pflegt Mrs. Burns, seine Vermieterin, die britische Angewohnheit des „Unterheizens“. So sehen wir denn den armen Poeten in der Clinton Street in Decken eingemummelt hocken, vor Kälte kaum in der Lage, die Feder zu führen.
Abwechslung bringen vermeintlich banale Dinge wie Spazierengehen, Treffen mit den Kalem-Mitgliedern oder der Imbiss beim Lieblingsitaliener. Doch sind es gerade diese Ereignisse und Routinen, die Lovecraft nicht völlig verzweifeln lassen. Als er dann endlich einen Winteranzug für einen unerhört niedrigen Preis ersteht, kennt seine Freude kein Halten mehr.
Außerdem:
Viel Spaß bei Podcast Nr. 80 wünschen Euch
die Arkham Insiders Mirko und Axel
Download: Arkham Insiders Folge 80 – Lovecraft im Herbst 1925
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Im 2. Teil unseres Specials zu Frank Belknap Long greifen wir auf 3 autobiografische Texte zurück:
Howard Phillips Lovecraft: Dreamer on the Nightside ist im Herbst 2016 in deutscher Übersetzung beim Festa Verlag erschienen: Ein Buch, dass wir Euch vorstellen und empfehlen – ohne indes zu viel daraus zu verraten. Die beiden anderen Texte liegen uns im englischen Original vor und sind nicht so leicht zu ergattern bzw. nur noch antiquarisch.
Frank Belknap Longs Lovecraft-Erinnerungen sind deshalb so wichtig, weil beide eine jahrelange Freundschaft verband. Eine Freundschaft, die in vielen Treffen und gemeinsamen Unternehmen ihren Ausdruck fand. Von daher dürfen wir Longs Schilderungen zum größten Teil glauben. Nicht ganz unproblematisch ist freilich, dass sie in den vorliegenden Formen erst Jahrzehnte nach Lovecrafts Tod entstanden. So lässt den Chronisten hin und wieder die Erinnerung im Stich. Dass er von einem subjektiven, sehr wohlwollenden Standpunkt aus berichtet – das ist nachvollziehbar und wirft ein freundliches Licht auf Lovecraft. Allerdings entstehen dabei Widersprüche zu anderen Beschreibungen Lovecrafts, die sich nicht immer eindeutig klären lassen. Wie auch immer: Innerhalb des Lovecraft-Kreises nimmt Frank Belknap Long eine unersetzliche Stelle ein, weshalb wir es auch für gerechtfertigt hielten, ihn in 2 Podcasts zu präsentieren.
Download: Arkham Insiders Folge 79 – Frank Belknap Long Teil 2
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Frank Belknap Long mag nicht ganz das literarische Format eines Clark Ashton Smith oder Robert E. Howard erreicht haben. Vielmehr produzierte er als professioneller Autor fleißig und routiniert Stories für die unterschiedlichen Genres und Zielgruppen. Als einer der langjährigsten und engsten Freunde H. P. Lovecrafts nimmt er jedoch innerhalb des Lovecraft-Kreises eine besondere Stellung ein. Während Lovecrafts Zeit in New York sahen sich die beiden regelmäßig; und auch in den Briefen an seinen jungen Freund Long zeigt Lovecrafts sich von großer Offenheit.
Mit Frank Belknap Long präsentieren wir daher eines der wichtigsten Mitglieder des Kalem Clubs. Zu ihm hielt Lovecraft auch nach seiner Rückkehr nach Providence stetigen Kontakt. Immer wenn er mal wieder in New York weilte, durfte auch ein Treffen mit „Sonny“ nicht fehlen. In diesem Podcast werfen wir einen Blick auf Longs Leben und stellen exemplarisch einige seiner Erzählungen vor, vor allem die, die dem Cthulhu-Mythos zuzurechnen sind. Im kommenden Podcast dann hören wir, was Long „in his own words“ zu seinem Mentor zu sagen hatte. Dafür werden wir auf einige autobiografische Schriften zurückgreifen, die aufgrund der erwähnten intensiven Freundschaft von großem Wert für die Lovecraft-Forschung sind.
Download: Arkham Insiders Folge 78 – Frank Belknap Long
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Zu Recht erwarten die Arkham Insiders (Hörer wie Podcaster) im Dezember den traditionellen Weihnachts-Podcast. Nun, hier ist er. Dass es zu diesem Thema nach wie vor viel zu sagen gibt, möge die Episode denn auch verdeutlichen.
Nach unserem (ebenfalls obligaten) Jahresrückblick nehmen wir uns diesmal Weihnachtsgedichte von H. P. Lovecraft vor. Davon gibt es über 100 Stück. Von diesen haben wir uns eine Handvoll herausgegriffen und … nein, keine Bange: nicht selbst vorgetragen! Dafür konnten wir unsere Freunde und Podcaster Scott D. Danielson (A Good Story is Hard to Find, SFFaudio) and Jesse Willis (SFFaudio) gewinnen. Und die beiden haben einen tollen Job gemacht, vielen Dank dafür! Im Anschluss an ihre Vorträge besprechen wir dann die jeweiligen Gedichte. Diese findet Ihr übrigens in den Shownotes verlinkt.
Happy Solstice, Merry X-Mas, frohe Weihnachten – wie es Euch beliebt. Kommt gut ins neue Jahr, wir hören uns 2017! Mirko u. Axel
Download: Arkham Insiders Folge 77 – Weihnachtsfolge 2016
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Obwohl sich Lovecraft vornimmt, sozial etwas kürzer zu treten, kommt es im Sommer 1925 zu vielen Aktivitäten in New York. Nicht nur Sonia und die Kalems nehmen ihn in Beschlag, auch ein Besuch von Alfred Galpins Ehefrau hält ihn auf Trab. Dabei möchte er tatsächlich mehr Zeit für sich haben: zum Lesen und Schreiben. Letzteres verfolgt er jedenfalls in geeigneten Momenten. In dieser Episode beispielsweise werden wir Zeuge, wie die Story „He“ („Er“) entsteht und die ersten Pläne zum „Call of Cthulhu“ („Der Ruf des Cthulhu“) geschmiedet werden …
Download: Arkham Insiders Folge 76 – Lovecraft im Sommer 1925
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Anfang des Jahres 1925 treffen wir Lovecraft in der 169 Clinton Street in Brooklyn an. Der gemeinsame Haushalt mit Sonia wurde bereits Ende 1924 schon wieder aufgelöst, nachdem sie einer Anstellung nach Cincinnati gefolgt war.
In den ersten Monaten scheint Lovecraft sein altes Leben weiter zu führen: er trifft sich mit den Kalem Club-Mitgliedern zu Diskussionen und ausgedehnten Spaziergängen. Doch zum Frühling hin stellen wir eine Wandlung fest. Er sehnt sich nach intellektuellen Auszeiten und Stunden, die er alleine verbringen möchte. Im Mai erleidet er eine schweren Schlag: während er in seinem Appartement schläft, wird in den angrenzenden Raum eingebrochen. Der oder die Diebe verschonen Bücher und Andenken aus Providence – allerdings nehmen sie fast seine gesamte Kleidung in Form von Anzügen mit, außerdem einen Koffer von Sonia sowie ein Radio von Samuel Loveman, das dieser Lovecraft zur Aufbewahrung überlassen hatte. Lovecraft, notorisch klamm, kann sich nicht ohne weiteres neue Anzüge kaufen und muss nun streng mit einem dünnen, blauen Sommeranzug und einer Flanell-Hose haushalten. Die meiste Zeit über sitzt er zu Hause im Nachthemd und spart sich die Benutzung der Ausgeh-Garderobe für wichtige Anlässe auf.
Wir erleben nun den Beginn der Phase, in dem New York für ihn zur „Pest-Zone“ werden wird. Seine Niedergeschlagenheit und Frustration nehmen zu, er wird jeglichen Spaß an der Stadt verlieren. Erst die Rückkehr nach Providence im darauf folgenden Jahr wird dieses düstere Kapitel beenden. Bis dahin haben wir aber noch einige Folgen vor uns – viel Vergnügen beim Hören!
Download: Arkham Insiders Folge 75 – Lovecraft 1925 in New York
The Bowery Boys: H. P. Lovecraft’s very bizarre hatred of Red Hook and Brooklyn Heights
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Den New Yorker KALEM Club hatten wir bereits kennengelernt (s. Arkham Insiders Folge 73 – Der Kalem Club). Jener Zirkel literarischer Bohemiens, dessen Zentrum – jedenfalls aus heutiger Sicht – H. P. Lovecraft bildete. Dank seines Nachruhms blieb auch die Erinnerung an die übrigen Mitglieder gewahrt: Autoren und Büchermenschen, über die wir andernfalls heute nur noch wenig wüssten. Um so interessanter ist es, ihre persönlichen Erinnerungen an den Club und vor allem an Lovecraft zu lesen.
In diesem Podcast präsentieren wir Memoiren von James F. Morton, Rheinhart Kleiner, Samuel Loveman und Wilfred B. Talman. Gewissenhafte Hörerinnen und Hörer werden eine wichtige Person vermissen: Frank Belknap Long. Keine Bange, ihm werden wir uns in einer eigenen Folge ausgiebig widmen. Long zählt in literarischer Hinsicht zu den interessantesten KALEMs. Da auch der Festa Verlag ihn bereits wiederholt auf deutsch veröffentlicht hat, halten wir eine solche Konzentration für angebracht. Dieser folgende Podcast wird dann auch das Kapitel um den Club beschließen, auch wenn wir sicherlich immer mal wieder auf ihn und seine Vertreter zu sprechen kommen werden. Einstweilen – viel Vergnügen mit dieser Episode.
Download: Arkham Insiders Folge 74 – Der Kalem Club erinnert sich an Lovecraft
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