ARTISAPIECEOFCAKE

ARTISAPIECEOFCAKE

By laStaempfli&Raimund DeiningerArts
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ARTISAPIECEOFCAKE episodes

  • Sona MacDonald & Regula Stämpfli im Gespräch: Rechnitz oder der Würgeengel von Elfriede Jelinek im Josefstadt-Theater.
    • laStaempfli
      (Moderation/Interviewerin Regula Stämpfli mit Sona MacDonald)

        Das Josefstädter Theater schreibt Theatergeschichte: Rechnitz – der Würgeengel von Elfriede Jelinek mit Sona MacDonald in der Hauptrolle, Anna Bergmann Regie und Katharina Faltner Bühnenbild. Für artisapieceofcake.art hat Sona MacDonald über ihre Rolle und das Stück der Politphilosophin Regula Stämpfli Auskunft gegeben. Im Gespräch geht es um Mord, Schuld, Hannah Arendt, Erschütterung und die umwerfende Schauspielkunst von Frauen und von Sona MacDonald im Besonderen sowie der grandiosen Regisseurin Anna Bergmann und der Bühnenbildnerin Katharina Faltner.

        Sona MacDonald Theater Josefstadt: Rechnitz – der Würgeengel. Hier besprochen von laStaempfli in ensuite – Literaturmagazin und im Gespräch mit der fabelhaften Sona MacDonald.

        Zwei Jahre wurde die grandiose Inszenierung von Elfriede Jelineks „Rechnitz – der Würgeengel“ im Josefstadt-Theater in Wien pandemiebedingt verschoben. 2008 meinte Jelinek zum Stück, das die Ermordungs-Geschichte des „Lager Wald“ für Zwangsarbeitende erzählt: „Ein Schloss in Österreich. Jagdtrophäen an den Wänden. Boten und Botinnen kommen von überall her, zum Teil in desolater Abendkleidung, zum Teil als Fahrradkuriere gekleidet, sie laufen herein, in immer kürzeren Abständen, bis irgendwann einmal der Raum gedrängt voll ist. (…) man kann das natürlich, wie immer bei mir, auch vollkommen anders machen.“

        Es wurde alles anders gemacht. Zum Glück. Das Wiener Josefstadt-Theater rief die Frauen. Anna Bergmann, die Regisseurin, Katharina Faltner, die Bühnenbildnerin, und die unhaltbar famose Best-Schauspielerin Sona Mac Donald machten aus dem Würgeengel von Jelinek Zeitgeschichte. Zwei Stunden ununterbrochen im Kugelschloss, Mörder schießen, bald zu Ermordende schaufeln riesige Gräben. Sprache, Lieder, Inszenierung, die unheimliche Präsenz der Gräfin und der die Toten besingenden Sona MacDonald bringen die Zuschauenden an den Rand einer unvergesslichen und bodenlosen Erschütterung. Ein ewiges Mitgefühl, das sich bei mir in haltloses Schreien hätte, seine Bahn brechen wollen, doch aus Gründen der gesellschaftlichen Normalität in ein, hinter der Maske stilles, aber noch über Stunden anhaltendes Schluchzen, münden musste.

        Die Geschichte ist wahrlich furchtbar. 1945 werden in Rechnitz Menschen zwecks Unterhaltung der Naziparty-Gäste wie gejagt und erschossen. Es gibt jemanden, der erzählt. Die Botin, die brutal gute Elfriede Schüsseleder, verweigert sich aber jeglicher moralischer Haltung, sie ist „unzuständig in Moralfragen“ und recht eigentlich zum Kotzen. Sie ist die neue Sorte Mensch, die alles kommentiert, selber aber durch nichts lädiert wird. Sie erledigt im Handstreich über 200 Jahre Aufklärung. Allein Sona MacDonalds zauberhafte Stimme tröstet mit dem Geisterrezitativ aus Der Freischütz.

        Die Täter sind die ewigen Mitmacher, deren böse Geister überall präsent bleiben – Untote, wie sie durch alle Jelinek-Texte spuken. Täter, die mir erst kürzlich in einer Vorstandssitzung wieder begegnet sind: Diese kläglichen Männlein und dieses Weiblein, das nicht selber denkt, sondern der Macht wie die Kultur der Suppe folgt. Doch die Toten geben eben keine Ruh, die Jelinek, die hört mit ihren Suaden nicht auf und dies ist auch richtig so.

        Die MörderInnen von Rechnitz wurden nie bestraft. Das Wissen darum macht sprachlos; deshalb braucht es diese tosend stille Sprech- und Singpräsenz von Sona MacDonald. In der Nähe des Rechnitzer „Kreuzstadls“ wurden in den Märztagen 1945, kurz vor dem Einmarsch der Russen, über 200 jüdische Zwangsarbeiter, menschliche Sklavinnen und Sklaven gezwungen, eine fürchterlich tiefe Gruppe auszuheben. Die lokalen NS-Bonzen feierten bei der Gräfin Margrit Batthyány, und sie erschossen über 180 der jüdischen Menschen in einer Art Treibjagd, das Loch wurde zugescharrt, die Gräfin entkam in die Schweiz, wo sie fürstlich weiterlebte. Eine Thyssen, die Unternehmensfamilie, die sich von allen Nazigräueltaten weißgewaschen hat – der Bruder stiftete in Madrid eine unglaubliche Kunstsammlung, man ist schließlich kultiviert, Sascha Batthyány „Und was hat das alles mit mir zu tun?“ der Großneffe, der die Geschichte recherchiert. Er macht dies, weil Maxim Biller nachfragt. Doch trotz aller Recherchen: Die Ermordeten bleiben unauffindbar. Im Theater Josefstadt gräbt Sona MacDonald die Steine aus und singt zum Schluss ein Kaddisch, das das Herz zerreißt.

        Die Kritiken zur Fraueninszenierung von Rechnitz waren durchwegs erschütternd gut. Nur die Kronenzeitung scherte aus. Sie titelte gedanken- und pietätslos: „Jagdzeit anno 1945“ – furchtbar. Es sei dieser Inszenierung eine Europatournee und sämtliche Preise der Theaterwelt zu wünschen. Denn es gelingt etwas, das enorm selten ist: Keine Theaterbesucherin verlässt den Raum so wie sie ihn betreten hat.

        Zur Person Sona MacDonald: Hier nachzuhören auf artisapieceofcake.art .

        Hier noch die Medienkritik von Guido Tartarotti im Kurier vom 16.1.2022: „Vier Anläufe brauchte es, bis Elfriede Jelinek endlich in der Josefstadt ankam: Fast schien es, als hätte das Covid-Virus etwas dagegen, dass der einstige Bürgerschreck im Plüschambiente des achten Bezirks gespielt wird. Am Samstag war es soweit: Jelineks Stück „Rechnitz“ (Der Würgeengel)“, 2009 uraufgeführt, wurde gegeben. Jelinek in der Josefstadt – am Ende laut bejubelt – wer hätte das vor ein paar Jahren für möglich gehalten?“

        30 min
      • Raimund Deininger & Regula Stämpfli on Cindy Sherman, Feminismus, Pornografie, Menschenbild: Sprechen&Denken für artisapieceofcake.
        • Raimund Deininger
          • laStaempfli
              Cindy Sherman: „Untitled #216“, 1989, Chromogener Farbabzug, 221,3 × 142,5 cm. Fotografiert von laStaempfli.

              Sie ist in so viele verschiedene Rollen geschlüpft, dass niemand sagen kann, wer Cindy Sherman WIRKLICH sein will, ausser, dass es sich immer um die FRAU als ANDERE handelt. Raimund Deininger und Regula Stämpfli über die grosse Künstlerin Cindy Sherman, die unzählige Künstlerinnen und Künstler inspiriert. „Ich mag über eine bestimmte Geschichte oder Situation nachdenken, aber ich bin nicht diese Person, auch wenn ich in der Arbeit vorkomme.“ „Untitled #216“ , entstanden zwischen 1989 und 1990, porträrtiert Geschichte in einer Serie von 35 Kompositionen, die zu Klassikerinnen der zeitgenössischen Kunst gehören. Cindy Shermans Körper rekonstruiert die Alten Meister. Sie malst, fotografiert, collagiert denkend sprechend.

              Eine Bildikone des 15. Jahrhunderts, Jean Fouquets Madonna von Melun, die die Gesichtszüge von Agnès Sorel, der Mätresse König Karls VII. tragen soll, diente ihr in „Untitled #216“: Sie ist die Madonna für alle Menschen vor allem in einem Zeitgeist, der Frauen mehr und mehr unsichtbar machen will. Die „Virgo lactans“ – die Jungfrau als nährende Mutter, bei Cindy Sherman vollbusig erotisch, grossartig. Hier fotografiert von laStaempfli.

              Raimund Deininger und Regula Stämpfli nähern sich Cindy Sherman in einem Gespräch zur Kunstgeschichte, der Unsichtbarkeit der Frauen, der patriarchalen Strukturen der Kunst, dem Kunstmarkt und den grossen aktuellen Künstlerinnen unserer Zeit. Wie immer: Sehr authentisch sprechendes Denken der zwei Menschen, die sich im Berufsleben und als Menschen daran erinnern: Kunst verändert aller Leben.

              Regula Stämpfli hat „Being in the Brain of Cindy Sherman“ von Louise Deininger erstanden und freut sich täglich über das Werk der herausragenden Künstlerin Deininger, deren Virtuosität und Vielfalt auch im Gespräch auf artisapieceofcake nachgehört werden kann.

              Louise Deininger Being in the Brain of Cindy Sherman
              51 min
            • Raimund Deiniger & Regula Stämpfli on Artcare, Kunst, Auktionen, Finanzmarkt & NFT
              • Raimund Deininger
                • laStaempfli

                    Eigentlich wollten Raimund Deiniger und Regula Stämpfli über das vergangene Jahr und die Performance von ARTCARE sprechen, doch wie es so ist: laStaempfli mäanderte und Raimund parierte: Wir üben uns im denkenden Sprechen oder sprechenden Denken.

                    Zunächst zu den Auctions, allgemeines zu ARTCARE:

                    Artcare Kunsthandels und Archivierungs Plattform für Junge und zeitgenössische Kunst
                    Artcare kommt aus der Erfassung und digitalen Archivierung von Kunstwerken. Im Jahr 2019 hat die Artcare-Gruppe einen etablierten Standort für zeitgenössische Kunst übernommen, wo seit über 20 Jahren die Förderung zeitgenössischer und junger Kunst großgeschrieben wird. Auf über 400m² Showroom, Ateliers sowie Lager und Werkstätten gibt es alles für Sammler*innen wie auch für Künstler*innen. Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit Kunst zu mieten und Büros und Geschäftsräumlichkeiten repräsentativ auszustatten.
                    Artcare übernimmt: Beratung, Auswahl, Austausch von Werken, Versicherung, Lieferung, Rahmung und Hängung.

                    Da Raimund wegen Regula Steckenpferd, den Verlust der Welt nicht mehr dazu kam, hier die Zahlen und Fakten zum Standort Artcare & Wien:
                    Künstler*innen online: 761
                    Werke online: 1.839
                    Historisch verkaufte Werke: über 2.200
                    Werke erfasst und archiviert: 6.673
                    Best performing artists: Amoako Boafo, Alex Ruthner, Christian Eisenberger, Alex Kiessling, Chris Rosa, Clemens Wolf, Markus Bacher.

                    Hier Florine Imo – die an der Most Wanted Female Art Auction auch teilnahm und über artcare.at zu kaufen ist. So hiess die Auktion, die von laStaempfli mitkuratiert wurde. Die lange Tradition feministischer Kunst in Wien wird fortgeführt.

                    Imo, Florine für artcare.at
                    NFT – KUNST & digitaler Goldrausch
                    This undated handout image obtained March 10, 2021, courtesy of Christie’s shows a digital art collage by Beeple, for sale in New York. – The digital collage by the American artist Beeple, also known as Mike Winkelmann, a pioneer of the exploding virtual art market, sold for a record $69.3 million, Christie’s announced on March 11, 2021. „Everydays: The First 5,000 Days“ is now the most expensive NFT — non-fungible token, or collectible digital asset transformed using blockchain into something ownable — ever sold. (Photo by Handout / CHRISTIE’S AUCTION HOUSE / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE – MANDATORY CREDIT „AFP PHOTO /CHRISTIE’S AUCTION HOUSE/HANDOUT “ – NO MARKETING – NO ADVERTISING CAMPAIGNS – DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS /) WIR zeigen dieses Bild als Dienstleistung zum THEMA NFT.

                    Raimund Deininger und Regula Stämpfli versinken dann wieder in der Krypto-Kunst oder, wie Philipp Meier in der NZZ vom 21. Mai 2021 sagt: „Die Kryptomanie hat die Kunst erfasst“. laStaempfli sieht enorm viele Probleme, Raimund Deininger sieht viele Chancen. Reinhören macht Spass.

                    Hier der Ausschnitt von Philipp Meiers exzellenten Artikel zur „Kryptomanie“ in der Kunst vonm 21. Mai 2022. laStaempfli hat die Abschnitte copy-paste – ganz im Sinne von Philipp Meier, dessen Plädoyer für Kryptowährungen wie Bitcoins sowie „total digital Laissez-Faire“ bekannt ist.

                    „Ein Krypto-Kunstwerk ist ganz einfach eine Datei zum Beispiel einer künstlerischen Darstellung in digitaler Form. Diese potenziell beliebig reproduzierbare Datei wird durch die Technik der NFT-Zertifizierung in ein «Original» verwandelt. Was die Kunstsammlerin von Krypto-Kunst oder eben auch NFT-Kunst für ihr Geld (in Gestalt von Kryptowährung) erhält, ist ein Non-Fungible Token (NFT). Oder zu Deutsch: eine nicht austauschbare Wertmarke, also ein Vermögenswert in digitaler Form, der in einer Blockchain, einer fälschungssicheren Liste von Datensätzen, gespeichert wird. Natürlich kann die Datei eines digitalen Bildes oder Videos im Internet weiterhin beliebig vervielfältigt und heruntergeladen werden. Das ist aber im Grunde auch der Fall mit konventionellen Kunstwerken wie etwa Munchs «Schrei» oder der Nike von Samothrake, von welchen tausendfach Abbilder im Internet herumschwirren. Von diesen Kunstwerken befindet sich das Original allerdings nur an einem Ort, nämlich im Munch-Museum in Oslo beziehungsweise im Pariser Louvre. Und im Fall von NFT-Kunst besitzt eben nur eine Person das Eigentumsrecht, abgesichert durch die Blockchain-Technologie.

                    Mit Krypto- oder NFT-Kunst kann also spekuliert werden wie mit physischen Kunstwerken auch, solange es einen Markt dafür gibt. Und diesen gibt es mittlerweile. Denn auch dies ist mit dem traditionellen Kunstmarkt zu vergleichen: Wo es eine Geldschwemme gibt, boomt das Geschäft mit der Kunst. Im Paralleluniversum der Kryptowährungen beläuft sich deren Gesamtwert gegenwärtig auf gewaltige 2,5 Billionen Dollar. Vor der Pandemie waren es noch 300 Milliarden. Nicht verwunderlich, tobt sich die Kryptomanie mittlerweile auch in den Gefilden der digitalen Kunst aus. So wurden im Januar für rund 1 Million Dollar zwei reduzierte, schwarz-weisse digitale Zeichnungen von Justin Roiland, dem Schöpfer der Comicserie «Rick and Morty», verkauft. Rund 6 Millionen Dollar wurden für einen zehnteiligen Kunstzyklus bezahlt, bestehend aus Videos, Bildern und Musik, als NFT von der kanadischen Musikerin Grimes Anfang März auf den Markt gebracht. Das bis anhin zweitteuerste Krypto-Kunstwerk stammt vom US-Startup-Unternehmer Dylan Field und wurde für 4200 Ether gehandelt, was rund 7 Millionen Dollar entspricht.

                    In der NFT-Kunstszene tummeln sich bereits so namhafte Vertreter der klassischen Kunstszene wie etwa Damien Hirst. Und sind solche auch auf dem NFT-Kunstmarkt präsent, steigert dies dessen Glaubwürdigkeit und Attraktivität auch für konventionelle oder traditionelle Kunstsammler. So dürften sich die beiden Sphären wohl bald einmal überlappen oder gar vermischen. Leicht denkbar, dass die Website der Art Basel in Zukunft zu jeder physischen Ausgabe einer Messe auch einen Link aufschaltet, wo Krypto-Kunst oder eben NFT-Kunst angeboten wird.

                    Sogar so etwas wie ein Tweet, abgesetzt vom Twitter-Gründer Jack Dorsey, kann für 2,7 Millionen Dollar verkauft werden. Man muss da natürlich schon einer wie Dorsey sein. Der Mitbegründer und CEO von Twitter bot auch nicht irgendeinen Tweet, sondern seinen allerersten auf dem Krypto-Markt an. Er lautete: «

                    Der Käufer hat sich daran das Eigentumsrecht erkauft. Und der Wert von Dorseys Tweet besteht auch darin, bei einem Weiterverkauf möglicherweise noch mehr einzubringen. Wie jeder andere Kunstsammler auch, hat der Käufer sein Geld investiert in der Hoffnung, dass das Werk eines Tages an Wert zunehmen wird. Auch NFT-Kunstwerke sind spekulative Objekte. Und die Hoffnung stirbt auch hier zuletzt.

                    Darin gleicht ein NFT-Kunstwerk einem kostbaren Gemälde wie etwa Monets neulich für 70 Millionen Dollar versteigertem Seerosenbild, das 2004 noch 16,8 Millionen wert war. Nun könnte man natürlich auch eine Kopie von Monets Seerosen kaufen wollen – für ein paar wenige Dollar. Ein Druck auf Karton ist allerdings nicht ganz dasselbe wie das Original in Öl. Und so ist es eben auch mit Krypto-Kunst: Bei einem digitalen Video besteht zwar zwischen «Original» und Kopie kein wahrnehmbarer Unterschied. Die entscheidende Differenz besteht aber sozusagen im Kick, das «Original» zu besitzen. Und dies ist wiederum interessant für alle Computer-Künstler, die ihre Schöpfungen auch gerne zu Geld machen wollen. Als NFT-Kunstwerk kann eine solche Kreation nun gehandelt werden. Überdies profitiert eine NFT-Künstlerin jedes Mal, wenn ihr Werk weiterverkauft wird. Sie erhält dann einen Prozentsatz des neuen Preises. Das ist ein Mehrwert gegenüber dem Markt mit physischen Kunstwerken, der zu diesem Zweck das Folgerecht benötigt, das lange nicht überall auf der Welt in Kraft ist.“

                    0 min
                  • laStaempflis Polit-Kulturjahr 2021. Teil II.
                    • laStaempfli

                        Die Politphilosophin Regula Stämpfli im Rückblick auf das Jahr 2021 für den ENSUITE-BLOG. Dies hat Tradition, wirft immer hohe Wellen und diesmal sogar vertont. Wer die Bilder nachgucken will, sei auf die laStaempfli Fotos auf der Webseite verwiesen: https://www.ensuite.ch/lastaempflis-polit-kultjahr-2021/ Hier vertont Regula Stämpfli Teil 2, die Monate Juli bis Dezember 2021. Wer die Bilder Original nachgucken will, hier die Webseite: https://www.ensuite.ch/lastaempflis-polit-kultjahr-2021/

                        Juli: Regula Stämpfli unter den zehn einflussreichsten Intellektuellen

                        „Angesichts der Geschichte bin froh für jede Liste, auf der mein Name nicht steht.“ laStaempfli

                        August 2021: Identitti und „weibliche“ Steine

                        „Kultur und Politik gehören zusammen, da in ihnen beiden Entscheidungen zugrunde liegen, welche Dinge und Handlungen die gemeinsame Welt prägen.“ laStaempfli

                        September: Meret Oppenheim und das 50 jährige Frauenstimmrecht

                        „Ein Staat ohne Frauenrechte ist keine Demokratie, sondern eine Geschlechterdiktatur.“ laStaempfli

                        Oktober: Trips, Chaos, CoronaUNkultur

                        „Kultur 2021: Leichen sterben früher.“ laStaempfli

                        November: Versöhnung. Hier die grosse Künstlerin Louise Deininger mit ihrem Werk.

                        „Nur eine Welt mit tanzenden und lachenden Frauen ist eine demokratisch-lebensfrohe Welt.“ laStaempfli

                        Dezember: Glück ist Ngozi Adichie zu lesen & Michaela Ghisetti zu sehen

                        „Kunst ist die Maschinenwerdung der Menschen aufzuhalten.“ laStaempfli
                        34 min
                      • laStaempflis Polit-Kultjahr 2021: TEIL 1.
                        • laStaempfli

                            Die Politphilosophin Regula Stämpfli im Rückblick auf das Jahr 2021 für den ENSUITE-BLOG. Dies hat Tradition, wirft immer hohe Wellen und diesmal sogar vertont. Wer die Bilder nachgucken will, sei auf die laStaempfli Fotos auf der Webseite verwiesen: https://www.ensuite.ch/lastaempflis-polit-kultjahr-2021/ Hier vertont Regula Stämpfli die Monate von Januar bis Juni.

                            ARTCARE.AT ist prominent vertreten, Raimund Deininger hat unser aller Leben positiv verändert und inspiriert.

                            Titelbild: Regula Stämpfli und Heidi Buchers Werk im Haus der Kunst.

                            Januar: MedienUnkult

                            „Der heutige Journalismus gleicht dem Boulevard gebrochener Informationsträume“ laStaempfli.

                            Februar: FRAUENKUNST

                            “Frauen werden ins Bild gesetzt, um aus der Welt geschafft zu werden.“  laStaempfli

                            März: China 1989 — 2022

                            „Symbolpolitik ist nicht nichts“ laStaempfli zur Wirkung des diplomatischen Beijing 2022-Boykott

                            April: Von Amoako Boafo zu Daniela Frimpong

                            „Von der Kunst, Leben zu sein.“ laStaempfli

                            Mai: Xenia Hausner – sie war, ist und bleibt.

                            „Alle Museen können mit Einzelausstellungen von Frauen bestückt werden.“ laStaempfli, die immer Hulda Zwingli abguckt.

                            Juni: Das Feuer der FRAUEN DEr Wiener Werkstätte und weshalb Adolf Loos vergessen werden MUSS

                            „Das Böse kriegt zuviele Klicks.“ laStaempfli
                            54 min
                          • Raimund Deininger & Regula Stämpfli: Wie erwachsen ist Männerkunst?
                            • Raimund Deininger
                              • laStaempfli

                                  Im März 2019, also noch vor der Pandemie und vor ArtIsAPieceofCake zeigte die Tate Britain ein Jahr lang ausschliesslich Kunst von Frauen. Berlin hingegen machte eine reine Männerausstellung mit dem Titel „Chromosom XY. Männerkunst-Herrenkunst“. Zürich zog im Pandemie-Jahr mit dem erschöpften Mann nach. Deshalb fragte laStaempfli Raimund Deininger: „Wie erwachsen ist denn eigentlich Männerkunst?“

                                  laStaempfli nervt sich über Männerkunst, die nur Madonnen oder Magdalenen kennt. Raimund Deiniger bleibt cool: „Mich interessieren eh nur Frauen.“
                                  Wie erwachsen ist Maennerkunst aber wirklich?

                                  Hören Sie rein in die Episode, in der es zeitweise ruppig zugeht und ja: Raimund Deininger und Regula Stämpfli wiederholen sich, doch sie haben sich schon länger nicht für einen tiefen Austausch getroffen. Wir sehr bald wieder Zeit fürs nächste Gespräch.

                                  War Modigliani ein erwachsener Künstler oder war nur Jeanne Hébuterne und alle anderen grossen Künstlerinnen, die erwachsen malen?

                                  1 hr 13 min
                                • Prof.Dr. UTA BRANDES: Non-intentional DESIGN.
                                  • laStaempfli
                                    (Talkhost/Interviewer)

                                      Prof. Dr. UTA BRANDES & Dr. REGULA STAEMPFLI reden im Talk über das nicht-intentionale Design und werden unterdessen non-intentional, indem sie nämlich über die Notwendigkeit des digitalen Backups in der Wirklichkeit nachdenken. Hören Sie rein und lassen Sie sich überraschen.

                                      Die international führende Designtheoretikerin Prof. Dr. Uta Brandes studierte an der Universität Hannover und schloss Soziologie und Psychologie mit dem M.A. ab. Sie promovierte bei den berühmten Soziolog:innen Oskar Negt und Regina Becker-Schmidt. UTA BRANDES gab „zweitschrift“ heraus, zusammen mit Michael Erlhoff. ZWEITSCHRIFT war DAS experimentelle Magazin für Originalarbeiten von Christo, John Cage, Jandl, Mayröcker, Valie Export, Peter Weibel u.a. UTA BRANDES war zwischenzeitlich sogar „Leitende Ministerialrätin“ , gründete den Deutschen Journalistinnen-Bund mit, leitete in der Schweiz ein Design-Center, in St. Moritz den Summit, kuratierte zahlreiche, wichtige Ausstellungen bis sie Professorin an der KIDS – Köln International School for Design – wurde.

                                      UTA BRANDES: Non-intentional Design. Im Gespräch mit Regula Stämpfli entwickeln die beiden Denkerinnen das „DIGITAL BACKUP“ ein non-intentional Output des Gesprächs.

                                      Sie gründete (gemeinsam mit Michael Erlhoff) das Büro für Design-Beratung, -Konzeption und -Forschung be-design. Sie ist Gründungs-Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung und gründete im Jahr 2013 das international Gender Design Network (iGDN). Sie war Gastdozentin an Universitäten in Tokyo, Nagoya, Fukuoka, Hangzhou, Shanghai, Peking, Taipei, Hong Kong, New York und Sydney. Sie war und ist Mitglied vieler Jurys und gehörte der Auswahlkommission Design der Studienstiftung des Deutschen Volkes an. Seit ihrer Emeritierung im August 2015 arbeitet sie an diversen Projekten: u. a. für „The Other Academy“, Design Institute for Social Innovation der Hong Kong Polytechnic University; als Ausstellungskuratorin der Wanderausstellung „Blue & Pink: Rethink“ – über gender-sensibles und gender-unsensibles Design; und im Kontext des international Gender Design Network (iGDN) forscht sie über Gender & Stadt. Sie berät Unternehmen in Fragen der Einbeziehung von Gender in den Designprozess, und sie schreibt Bücher sowie Essays.

                                      49 min
                                    • Die Geschichte-& Menschenfinder zur Wiener Vergangenheit :Carl Hollmann & Eberhard Büssem
                                      Die Geschichte-& Menschenfinder zur Wiener Vergangenheit :Carl Hollmann & Eberhard Büssem. Das Gespräch für Art is a Piece of Cake war eines mit Hindernissen: Zunächst konnte Carl Hollmann Regula Stämpfli telefonisch nicht erreichen, dann platzten diverse Termine in Wien, dann musste das Gespräch per Zoom aufgezeichnet werden und das Resultat ist alles andere als ton- und filmreif. Trotzdem wird es hier aufgeschaltet, da Carl Hollmann und Eberhard Büssem einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden müssen: Als Filmer und Dokumentalisten sind sie es schon. Die beiden haben sich auf die Suche nach den verlorenen Töchtern und Söhnen Wiens und Österreich gemacht und sind dabei auf die erstaunlichsten Biographien gestossen. Carl Djerassi, der "Vater der Pille" oder auch die fantastisch grosse Erika Freeman, die als austroamerikanische Psychoanalytikerin ganz Hollywood bei ihr auf der Couch hatte. Carl Hollmann und Eberhard Büssem kommen kaum nach mit dem "Brain Drain", den die Nationalsozialisten und Österreicher angerichtet haben: Die Leerstellen der demokratischen Entwicklung sind bis heute in der österreichischen Politik spürbar.
                                      48 min
                                    • "Der Engel" Sona MacDonald talks on "how to become an artist" with laStaempfli
                                      • laStaempfli
                                        (Host/Interviewer)
                                          Sona MacDonald Vienna talks to Regula Staempfli in art is a piece of cake

                                          The inspiring Austrian-American actress SONA MACDONALD, musical star, dancer and singer talks about growing up in Florida, being giften and chosen by the best; but never loosing sight of her own journey. Here we take in the cities Sona lived in, the diverse cultural aspects she incarnates in herself and the world around her and being an artist, a woman who also juggles being a mother and always be there for friends and family. She plays leading roles in the theatre, in musicals, sings in concerts and starred – among many others – at the Volksbühne Berlin and the Schiller Theater in Berlin (with Peter Zadek). She is at the Theater in der Josefstadt in Vienna, at the Salzburg Festival, the Deutsche Oper in Berlin, the Theater des Westens in Berlin and she also was at the Residenztheater Munich and shares with laStaempfli her disappointment with that „Dorf Munich“. Here we take in the cities Sona lived in, the diverse cultural aspects she incarnates in herself and the world around her and being an artist, a woman who also juggles being a mother.

                                          Sona Mac Donald is larger than life: LEBENSLUST pur, beautiful, charismatic, full of laughter, intelligence and spirit. In her talk on „Art Is A Piece Of Cake“ she shares her becoming as an artist : listen in, laStaempfli was totally smitten by her energy and charisma. Sona – we all love you!

                                          Marlene Dietrich & Edith Piaf – here the original and below the fantastic stars Sona MacDonald & Maria Happel in the production „Der Spatz und der Engel“ in the Burgtheater.

                                          Burgtheater: Sona Mac Donald & Maria Happel fantastic as Marlene Dietrich & Edith Piaf: written and staged by Thomas Kahry und Daniel Große Boymann

                                          49 min
                                        • "TON-Artist of Many": Sigtryggur Berg Sigmarsson talks to Regula Stämpfli about Klangwerk and other Skizzen.
                                          • laStaempfli
                                            (Host/Interviewer)

                                              Sigtryggur Berg Sigmarsson turns this podcast into an artproject of its own: Before listening to the talk, laStaempfli suggests you listen to a sample of his:

                                              Here Sigtryggur Berg Sigmarsson talks about his amazing journey from a little boy in Island on his way to Den Haag, Hannover, Köln, Berlin, Japan, Vienna and back again and many other places. The Diversity this white male in his 40s is astounding and yes: Björk is always present. Sigtryggur makes us listener understand what it means to be totally into sound.

                                              His official CV reads as follows: Sigtryggur Berg Sigmarsson (b. 1977) is an Icelandic musician and sound artist, founding member of Stilluppsteypa. Sigmarsson was born in Akureyri, Iceland and studied sound art at the Fachhochschule in Hannover, Germany from 1998 to 2003. Apart from being a member of Stilluppsteypa, he released a number of solo albums in the early 2000’s on such labels as Trente Oiseaux, ERS, Helen Scarsdale Agency, Fire Inc. and Bottrop-Boy. He is also a member of ‚laptop orchestra‘ Evil Madness. After a long break in solo career, Sigtryggur started releasing solo records again in 2013, and already published over a dozen of albums on CD/CDr, cassette and LP, mostly for the reanimated Some (2) label (used to be a sub-label on defunct Fire Inc., now operating separately). Among new albums there are also collaborations with BJNilsen, Franz Graf, Tom Smith (2) from USAand Malneirophrenia trio in Iceland.

                                              Sigtryggur Berg Sigmarsson is probably most known for his energetic performances at a wide array of venues. His approach is that of the trembling artist, struggling to make sense and direction out of a creative impulse. Regardless of the medium, there is a continuous search for order and chaos throughout his body of work. With his series of drawings Sigmarsson distorts the normal, daily life by drawing very common objects in an abstract way. For some time he has been releasing solo recordings with albums on Trente Oiseaux, ERS, Helen Scarsdale, Fire Inc., Hanson Records, Bawag Contemporary Vienna, Korm Plastics, Bottrop Boy, Ultra Eczema and De Player. Sigtryggur currently lives and works in Hannover, Germany.

                                              Solo exhibitions of Sigtryggur include Galerie Tatjana Pieters, Ghent (BE), Lindenau, Leipzig (DE), Castle Insterburg, Tchernyakhovsk (RU), Museums Quartier (AUS), Kunstschlager, Reykjavik (IS), Der Grieche, Berlin (DE), National Gallery of Iceland, Reykjavik (IS), Rocksbox Fine Art, Portland (USA), Hectoliter, Brussels, Stadslimiet, Antwerpen & Basement Gallery, Vienna (AT). Participation in various group exhibitions amongst others Copenhagen Art Festival, Copenhagen (DK), 21er Kunsthaus, Vienna (AT), The Living Art Museum, Reykjavik (IS), De Vleeshal, Middelburg (NL) & Galerie Tatjana Pieters, Ghent (BE)

                                              In a very daring passage, laStaempfli asks Sigtryggur what female influences he got as an artist since men never mention women but women always mention men, he quotes many great female artists who are still an inspiration for him. Great and laStaempfli wishes that would happen more often, oh well.

                                              One of the great experiments by Sigtryggur was the album he made, making people trying to pronounce his name. Here a sample, and you can buy the record. https://ultraeczema.bandcamp.com/album/masterclass

                                              Die Schlüsselwörter, the Keywords mit Sigtryggur Berg Sigmarsson sind vielfältig, wie der Künstler auch: Klangwerk, Tonkultur, Tonspur, Spuren, Skizzen, Experimente – laStaempfli for artisapieceofcake, this time with Sigtryggur Berg Sigmarsson. Listen also to Soundcloud: https://soundcloud.com/90-prozent-wasser/sigtryggur-berg-sigmarsson

                                              PS: Regula Staempfli misspelled SIGRTRYGGUR Berg Sigmarsson THE FIRST TIME SHE startet the PostProduction of the PODCAST. Huge APOLOGIES FROM laStaempfli.

                                              1 hr

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