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Beim Begriff Klavier kommen mir die schwarzen und weissen Tasten in den Sinn. Das regelmässige Muster ihrer Anordnung. Eigentlich seltsam, dass da zwischen schwarz und weiss so unterschieden wird – weil allein durch die Anordnung ist ja schon klar, dass die Tasten unterschiedliche Töne anschlagen. Und wer ein geübter Pianist ist, der oder die wird ohnehin nicht mehr auf die Tastatur schauen, sondern auf die Noten oder frei spielen. Weshalb also diese für mich redundante Betonung? Vielleicht eben doch als Hilfe, wenn man mal ganz kurz – zwischen dem Notenlesen – auf die Tastatur schauen muss und dies einem dann schneller eine Orientierung gibt. Vielleicht gibt es noch andere Gründe, ich bin kein Klavierspieler. Aber für mich übertragen auf meinen Alltag: wir haben manchmal so innere Eindrücke, flüchtig wie der kurze Blick zwischen den Noten auf die Klaviatur, so Momente einer Idee oder Neigung oder was und wie wir entscheiden sollten. Achte heute auf diese und traue ihnen, dass sie dir gute Orientierung sind in deinem sozusagen musischen Gang durch den Tag. Damit du mit einer gewissen Sicherheit auch den guten Ton triffst – beispielsweise auch in Gesprächen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich finde Dialekte faszinierend – vor allem dort, wo sie eigene Wörter und Begriffe haben, die in anderen Dialekten nicht vorkommen und teilweise so eigen sind, dass man als nicht-Muttersprache-Dialektsprecher nicht versteht. Ein Beispiel: das Teil, das man in den Mund nimmt und lutscht, bis es sich aufgelöst hat. Wir in Basel sagen dem Täfeli, bei andern ist es ein Zältli und wieder andere nennen es Bonbon. Letzteres finde ich süss, weil es aus dem französischen für mich etwas Gutes indiziert. Ein Zältli hingegen erinnert mich eher an ein kleines Zelt – was mir aber weit weg vom eigentlichen, das ich in den Mund nehme, ist. Wir können also dieselbe Sprache sprechen und doch Worte verwenden, die wir nicht verstehen. Sei in Deiner Kommunikation heute achtsam und geh nicht davon aus, dass dich dein Gegenüber einfach so versteht, nur weil du dir vertraute Begriffe verwendest, die für DICH eine bestimmte Bedeutung haben – und frage dort nach, wo Dein Gegenüber für Dich unverständlich verbal oder non-verbal kommuniziert.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es gibt diese Espressomaschinen für auf den Herd, Bialetti genannt, die aussehen wie eine Aluminiumkanne, die man zusammenschraubt. Zur Kaffeezubereitung füllt man im unteren Teil Wasser ein, im oberen das Kaffeepulver und schraubt die beiden Teile dann zusammen und stellt die Kanne auf die heisse Herdplatte. Dann kocht das Wasser, wird durch diesen erhöhten Druck durch den Filter und das Kaffeepulver in den obersten Teil der Kanne gedrückt und so entsteht der Kaffee. Also viel Hitze und Druck sind nötig. In unserem Alltag gibt es zT auch solche Situationen: hitzige und Druck-reiche und manchmal für unser Empfinden dadurch sehr unangenehm. Aber wenn man dem Druck standhält, kann dadurch etwas Gutes – analog zum Kaffee – entstehen. Nimmt man nämlich die Kanne zu früh von der heissen Platte, hat sich nur das Wasser erhitzt, aber sonst geschah nichts. Traue also auch spannungsreichen und hitzigen Momenten in Deinem Alltag, dass sie zu etwas Gutem führen können. Aber Achtung: bleib auch nicht unnötig lange in so einem Zustand! Wenn nämlich der Kaffee zu kochen beginnt, ist er nicht mehr sehr geniessbar.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gestern hatten wir es von ungerechten Situation im Verkehr. Das ist natürlich nicht nur dort so, sondern auch im Alltag: jemand hält jemand anderem die Türe auf – aber gerade vor dir schnappt sie zu, weil du offenbar übersehen wurdest. Oder an der Kasse beim Einkauf drängt sich gerade noch jemand von links Etc. Zurück zum Verkehr: könnte es sein, dass diejenige, die Dir den Rechtsvortritt nimmt, das gar nicht absichtlich tat, sondern vielleicht so in Gedanken in Sorge um einen lieben Menschen war, dass sie dich unabsichtlich übersah? Ist es dir nicht auch schon passiert, dass du anderen im Verkehr Unrecht tatest und dann aber fest Verständnis erwartetest oder dein Verhalten aus deiner Sicht erklärbar war? So geht es vermutlich auch den anderen. Sei also in solchen Situationen gross-herzig, geduldig, verständnisvoll und gehe grundsätzlich davon aus, dass keine böse Absicht dahinter steckt. Und übrigens: der Verkehr heisst vielleicht deswegen verkehr, weil er uns die Gelegenheit gibt, mal verkehrt zu denken: also von guten statt negativen Absichten des anderen auszugehen…
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Du kennst bestimmt die Situation, dass Du als Verkehrsteilnehmer dich irgendwann aufregst: da geht jemand zu langsam über die Strasse oder ein anderer Teilnehmer oder eine andere Verkehrsteilnehmerin nimmt dir den Vortritt. Oder Du stehst in einer Schlange oder einem Stau, bist aber zeitlich unter Druck etc. Also alles Situationen, in denen Dir – aus Deiner Perspektive – eine Form von Unrecht geschieht. Vielleicht passiert es gerade heute oder ist schon passiert. Beobachte oder reflektiere doch mal Deine Gedanken, Gefühle und Deine Haltung in und unmittelbar nach diesen Erfahrungen. Was sagen sie über dich und deinen Herzenszustand aus? Kannst Du daraus was über dich selbst lernen? Beispielsweise wie geduldig oder barmherzig bist du mit dir und anderen? Wäre das eventuell ein Anlass aktiv etwas zu verändern in Deiner Herzenshaltung?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Falls Du mit einem Computer schon gearbeitet hast, kennst Du so Momente, in denen ein Programm gerade aktiv ist und den Rechner wie blockiert, weil ein Prozess noch am Laufen und noch nicht abgeschlossen ist. Beispielsweise bei einer Verbindung ins Internet oder beim Kopieren grosser Datenmengen oder beim Speichern usf. Vielleicht warst Du da auch schon ungeduldig und hast dich über diese Wartezeit geärgert. Da werden immer schnellere Computer entwickelt, aber auch immer komplexere Software, die diese zusätzlichen Ressourcen verbrauchen, sodass am Ende kein Zeitgewinn da ist. Muss das sein? Ich meine: muss immer ein Zeitgewinn da sein? Betrachte doch solche unerwarteten Wartezeiten als Momente des Bewusstseins, dass es im Leben um mehr geht als um hohe Effizienz. In deinem Leben geht es nämlich um…?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gestern war der Inhalt des Audiostrettos nicht nichts oder leer – sondern einfach ohne Worte. Während der knappen Minute ohne Worte – was geschah da bei Dir? Hast du zuerst Dein Gerät geprüft, ob der Ton an ist oder die Internetverbindung funktioniert oder sonst alles in Ordnung ist? Hast Du Dich vielleicht sogar geärgert? Oder hast Du sehr schnell verstanden, dass es gestern einfach mal um einen Moment der Stille ging ohne neue Anstösse, sondern einfach mal nur sein. Fällt Dir das leicht? Hattest Du vielleicht sogar den Wunsch, den Audiostretto nochmals bewusst zu hören bzw in diese Stille einzutauchen. Die Abwesenheit von Worten heisst noch lange nicht, dass nichts gesagt wird. Bestimmt melden sich dann Stimmen in dir, die sonst nicht bewusst wahrnehmbar sind, aber sehr oft eben doch bestimmen und ausdrücken, was Du denkst und wie du aus diesem Denken eine innere Haltung erzeugst, die sowohl im Anschluss deine Wortwahl prägen als auch Dein Denken und schliesslich dein Handeln. Ist das in Übereinstimmung mit dem, wie Du Dich selber wahrnimmst, siehst und wie du sein möchtest?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Zucchini sehen aus wie Gurken und sind - so finde ich - ein herrliches Sommergemüse. Sie lassen sich relativ leicht anpflanzen und sind nach ca 6-8 Wochen erntereif. Sie wachsen beispielsweise sehr gut auf einem Kompost. Und der ist ja bekanntlich der Ort von organischem Abfall. Also ein schönes Bild: dass auf dem, was wir nicht mehr brauchen können, was wir wegwerfen - dass gerade dies der ideale Nährboden für etwas Neues, Nährstoffreiches ist. Ich ermutige Dich daher, dass Du auch in Deinem Leben damit rechnen darfst, dass das, was Du bereits als Unbrauchbar deklariert und weggeworfen hast, dass dies der Boden für etwas Neues werden kann und daher überhaupt nicht einfach nur Abfall ist. Das gibt doch Hoffnung - aber auch Vorfreude darauf, dass wir uns überraschen lassen, was dort alles so entstehen und wachsen kann...
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Audiostretto 59/4/24 is a daily podcast with an encouraging impulse for the day. Hence the combination of numbers: 59 seconds for 24 hours.
Every day is unique despite all our routines, plans and repetitions. Because many today have little time in their day with a full agenda, each input is a maximum of 59 seconds long.
So just like a ristretto: short, strong and invigorating!
My hope is that this input for each day fits at least one concrete situation of the listener's day. Hence, you can experience the day more attentively and consciously with the willingness to find the respective impulse in your own day and thus be encouraged to put into practice what you have heard before.
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