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Ich bin ein Stadtkind und daher mit landwirtschaftlichen Alltäglichkeiten nicht vertraut. Ich stelle mir aber vor, dass bei der Aussaat von unterschiedlichen Pflanzen der Bauer sich nicht fragt, was daraus einmal werden wird, sondern er weiss: dieses Korn oder dieser Same wird zu dem oder jenem und zu nichts anderem. Der Laie sieht das dem Samen nicht an - aber im Samen ist alles vorhanden und angelegt was es braucht, um zur bestimmten Pflanze zu werden. Ich glaube bei uns Menschen gilt diese Gesetzmässigkeit auch: was wir säen - bei uns nicht in der Landwirtschaft Tätigen im übertragenen Sinn - wird zu dem, was in ihm steckt: Worte, Taten, Blicke etc. tragen die DNA in sich, mit der sie gesät wurden, also unsere Haltung und werden das entsprechende Auslösen. Darum ist es wichtig, dass unsere Haltung und unser Herz entsprechend gut und rein sind - weil es sich eben auf das von uns Gesäte überträgt und in unsere Umwelt gelangt. Wie kommst Du zu dieser Reinheit?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unserer westlichen Welt wird das Recht häufig durch Justicia, die eine Waage in ihrer Hand hält und selbst verbundene Augen hat, um in ihrer Rechtsprechung nicht voreingenommen zu sein, dargestellt. Die verwendete Waage hat zwei Waagschalen. Nur wenn beide Waagschalen gleich belastet sind, herrscht Gleichgewicht, in dem Fall Recht. Es geht offenbar um Abwägung aller relevanten Faktoren - oder subjektiver formuliert: allem, was Gewicht und Einfluss haben und verwendet werden könnte und am Ende ist es ein relativer Entscheid: Relativ, weil es nicht um das absolute Gewicht der Tat geht, sondern nur um einen Vergleich mit etwas anderem. Andere Waagen funktionieren so, dass sie an einer Feder ihre Schale haben und dann wird absolut das Gewicht gemessen und auf einer Skala abgebildet. Mir scheint dies gerechter, weil es sich an einem für alle gültigen Massstab orientiert und nicht an frei gewählten Beurteilsungsgewichten. Recht soll Recht bleiben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich war neulich auswärts essen und habe mir einen Vegi-Dürüm bestellt an einem Ort, wo ich noch nie ass. Da ein Dürüm in einer Teigtasche eingerollt ist, sieht man von aussen nicht, was drin ist. Ich habe den Dürüm aufgeschnitten, weil ich ihn mit meiner Mahlzeitpartnerin teilte. Als ich sah, was drin war, war ich erschrocken. Es sah aus wie Fleisch und weil die Bedienung kaum Deutsch sprach, vermutete ich, sie hätte mir das Falsche gebracht. Es stellte sich heraus, dass das vermeintliche Fleisch gut gekochte Aubergine war. Diese Situation hielt mir den Spiegel vor, wie schnell ich verunsichert sein kann und wie sehr ich offenbar die Kontrolle haben möchte und wie schnell mein Vertrauen dabei verloren geht. Alles immer kontrollieren zu wollen ist nicht nur extrem anstrengend, sondern auch nicht möglich. Wenn wir unser Leben genau betrachten, müssten wir eigentlich erkennen, wie wenig wir selber steuern und kontrollieren können und entspannt es ist, im Glauben zu leben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ein Sprichwort sagt: Wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Doch am Rauch allein erkennt man noch nicht den Brennstoff. Es kann ein Lagerfeuer mit viel feuchtem Holz sein oder eine Pneufabrik, die viel giftige Abgase produziert beim Brand. Aus der Distanz lässt sich das nur teilweise an der Farbe des Rauchs korrekt deuten. Je näher man kommt, desto klarer wird es - und am deutlichsten, wenn man vor dem Feuer selbst steht. So ist es auch bei uns Menschen: was uns antreibt, also welches Feuer in uns brennt, lässt sich aus der Distanz oder dem blossen Beobachten der Worte und Taten nur selten korrekt deuten. Kommen wir den Menschen aber näher, können wir viel besser beurteilen, was sie zu ihrem Handeln wirklich antreibt. So können vermeintlich gute Taten aus schlechter Motivation kommen oder mit hinterhältiger Absicht. Wo Rauch ist - da sehe man genauer hin. Aber man prüfe sich auch selbst immer wieder, mit welchem Brennstoff man das eigene innere Feuer nährt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bei Brettspielen sind in der Regel einfache Spielfiguren im Einsatz, die jeweils einem Spieler zugeordnet sind. Vielfach sind sie aus Holz, sehr einfach und unterscheiden sich in der Farbe von den anderen Figuren. Die Figuren werden dann auf dem Spielfeld vom zugehörigen Spieler geführt. Falls es sich nicht um ein reines Glücksspiel handelt, führt der Spieler seine Figur nach gewissen strategischen Überlegungen. Die Figur stellt also quasi den Spielenden und all seine Überlegungen dar. Dennoch käme es niemandem in den Sinn, die Figur mit dem Menschen, der spielt, zu vergleichen. Viel zu unterschiedlich sind die Dimensionen des rein materiellen Figürchens im Vergleich mit dem lebenden Menschen. Und dennoch benötigt der Spielende die Figur im Spiel, um sich quasi abzubilden, zu beteiligen. Mir hilft dieses Beispiel zu verstehen, wie unendlich vielfältiger Gott seiner Schöpfung gegenüber ist - und dennoch zeigt er sich in ihr - auch in Dir und mir. Nimmst Du ihn wahr?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir erkennen Menschen nicht nur an ihrem Äusseren, sondern auch an deren Stimme oder Gangart etc. Woher kommen diese Fähigkeiten? Es ist nicht der Verstand allein, sondern auch der Geist, das quasi Übernatürliche, also nicht Rationale. Ich glaube, das kommt aus dem für uns Jenseitigen. Es ist eine Schöpfergabe, die man trainieren kann - jedoch geschieht dies selten bewusst. Wir können beispielsweise so auch immer besser wahrnehmen, was gut und was nicht gut ist - wenn wir diese Fähigkeit bewusst trainieren und auch mal unerklärliche Gefühle und Eindrücke zulassen. Dass wir dies können, kommt - so interpretiere ich - weil wir vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Aber das Erkennen ist das eine - wie damit umgehen, das andere und weitaus Schwierigere. Hier ist Weisheit nötig. Sie kommt aus der Gemeinschaft mit dem, der uns dies alles geschenkt und ursprünglich geschaffen hat. Erkenntnis allein ohne die notwendige Weisheit ist daher nicht nur eine kaum tragbare Last, sondern kann sogar gefährlich sein, wenn die Weisheit fehlt, was aufgrund des Erkannten zu tun oder lassen ist.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Licht erleuchtet und gibt allen Sehenden die notwendige Information, um sich sicher fortzubewegen. Es leuchtet aus, erhellt und hilft uns, uns zu orientieren. Ohne Licht, im Dunkeln, ändert sich an der Umgebung nichts - aber wir sind nicht mehr in der Lage, in gleicher Art und Weise, sichere Schritte zu tun. Licht hat aber auch die Eigenschaft, dass es ab einer gewissen Stärke für unsere Augen schädlich ist und uns so blenden kann, dass wir danach nichts mehr sehen. Was also einerseits so gut ist, ist andrerseits in gleicher Weise so schädlich. Dass wir keinen Schaden davon tragen hängt einzig und allein von unserer Blickrichtung ab. Licht ist für uns nur mittelbar, aber nicht unmittelbar gut. Wenn wir im Licht sind, dann hilft es uns, aber wenn wir in die Lichtquelle blicken, kann es uns schaden. Mir hilft dies zu verstehen, warum wir zwar vor Gott unser Leben führen sollen, aber dennoch Ihn selbst nicht sehen können. Zumindest nicht in dieser Welt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Angenommen Du siehst einen Regenwurm , also ein Tier ohne Füsse - du würdest Dich vielleicht fragen, wie dieses sich fortbewegt. Es geht tatsächlich, indem sich das Tier in seiner Länge zusammenzieht und daher in der Mitte quasi aufrichten, den hinteren Teil zum vorderen nachzieht, während der vordere stationär bleibt und anschliessend bleibt nach vorgezogene hintere Teil stationär und der vorder Teil schiebt sich nach vorne. Dieser Bewegungsablauf wird kontinuierlich wiederholt. In der gesamten Vorwärtsbewegung ist also beides gleichzeitig vorhanden: Ruhen beziehungsweise warten und Bewegung. Das klingt für uns Menschen und unseren Körper widersprüchlich. Ich denke, dass es manchmal auch in Prozessen und zwischenmenschlich nur so vorwärtsgehen kann: Gewisse vorne warten bis die hinteren nachziehen und aufholen können. Und dann können die vorderen den nächsten Schritt machen. Es geht also auch während des Wartens vorwärts - ermutigend, findest du auch?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Emoji
Wie gut schaffst Du es, deine Gefühle auszudrücken? Oder wie gut gelingt es Dir, diese nicht nur zuzulassen und auszudrücken, sondern auch bewusst zu kommunizieren? Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der es einem eigentlich immer gut gehen sollte und wenn man gefragt wird „wie geht es dir?“ wird die Antwort häufig gar nicht erst abgewartet oder ernst genommen, sondern man erwartet automatisch ein „gut“, um dann zum eigentlichen Gesprächsthema zu kommen. In den Sozialen Medien ist die Kommunikation nochmals speziell. Man formuliert nicht unbedingt vollständige Sätze und arbeitet viel mit Bildern oder Ikonen oder Emojis. Letztere sind einfach kleine Symbole - unter anderem auch Gesichter - welche die unterschiedlichen Stimmungen wiedergeben. Häufig fällt es so leichter, die eigene aktuelle Stimmungslage zu kommunizieren. Falls Du das auch tust: welches Emoji ist bei Dir gerade aktuell? Und welches wärst Du gerne? Welches würdest Du wählen als Dein Lebens-Emoji?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich fuhr neulich auf dem Weg zum Bahnhof an einer Stelle vorbei, wo die Strasse der Länge nach einen Riss und eine leichte Wölbung aufwies. Dies Strasse war vor noch gar nicht so langer Zeit saniert worden. Als ich diesen Riss so sah, dachte ich mir, dass der Untergrund an dieser Stelle offenbar aktiv, das heisst in Bewegung ist und somit die Strasse entsprechend beschädigt hat. Ich fragte mich weiter, was geschehen wird, wenn auf dieses Indiz nicht reagiert wird - wird die Strasse dort aufgetrennt, der Belag vollständig aufgebrochen werden und falls ja, was würde das für die Nutzung der Strasse bedeuten. Oder erkennt man diesen sich ankündigenden Schaden und unternimmt rechtzeitig Gegenmassnahmen, was allerdings den Verkehrsfluss für eine Zeit negativ beeinträchtigen würde? Werdende Schäden oder Probleme kündigen sich häufig an. Die Frage ist nur, ob wir sie sehen und sehen wollen und bereit sind, rechtzeitig darauf zu reagieren. Wie hältst Du es damit?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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