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Als ich neulich bei in einer online Suchmaschine den Begriff Waschbär eingab, staunte ich nicht schlecht, dass mir die Suchmaschine nicht zum Tier primär Informationen bot, sondern zu einem online Shop, der denselben Namen trägt. Ich habe mich gefragt, was das passiert ist - das Eigentliche ist total in den Hintergrund gerückt und wird von einem quasi Fremden ersetzt und so dargestellt, als sei dies der korrekte Inhalt zum Gesuchten. Ist dies einfach weil in diesem Fall das online Geschäft so viel Geld für Werbung ausgibt, damit es so prominent platziert wird? Oder wurde durch die Anzahl an Abfragen und Klicks auf das Geschäft der eigentliche Inhalt durch den Kopierten ersetzt? So oder so: es mahnt mich, hinter die Dinge zu sehen und gerade im digitalen Zeitalter nicht dem Erstbesten zu vertrauen. Was für ein Segen ist da der uns gegebene Verstand - man lernt diesen neu schätzen. Du vielleicht heute auch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im Mittelalter gab es den Bildersturm. Es wurden in und an Kirchen Skulpturen und Bilder mutwillig zerstört, weil man die Verehrung Gottes in der Gestalt von Bildern als Götzendienst interpretierte und daher alles Bildhafte im Religiösen vernichten wollte. Aus Sicht eines Gläubigen war es vielleicht eine Befreiung weil angstmachende Darstellungen so weg waren und dadurch das Bedrohende nicht mehr so im Vordergrund stand und auch Gott nicht mehr durch eine Darstellung nach menschlicher Weise eingeschränkt wurde. In der heutigen Zeit werden bei der Informationsvermittlung gerne bildhafte Darstellungen eingesetzt, weil man sich das besser merken kann als reinen Text. Das Bildhafte kann helfen, aber es ist nie das Echte. So sollen wir uns weder Bilder von Gott machen, der ohnehin unsere Vorstellungskraft bei Weitem übersteigt, noch von Mitmenschen - welche das Recht haben so zu sein, wie sie sind. Nicht immer einfach, aber der einzige Weg zu authentischen Beziehungen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Falls Du schon mal Fahrrad gefahren bist im Dunkeln - und damit meine ich wirklich im Dunkeln wie beispielsweise in der Natur, wo es keine öffentliche Beleuchtung gibt - dann weisst Du ein Licht am Fahrrad zu schätzen. Ohne ein solches ist der Weg je nach Mondzustand kaum oder gar nicht sichtbar, was automatisch zu einer verlangsamten Fahrt oder zu hohem Risiko führt. Heute sind an den Fahrrädern die Lichter nicht immer dabei und man bedient sich mobiler Lichter, die angebracht - aber auch aufgeladen werden müssen. Ein Licht am Fahrrad, das einen leeren Akku hat, ist in so einem Fall fatal. Gute Wartung also essentiell. Ich ermutige Dich, heute für die bevorstehenden Tagesaufgaben die notwendige Vorbereitung vorzunehmen, damit Du auf die möglichen Situationen vorbereitet bist und nicht unangenehme Überraschungen oder gar Gefahr erlebst! Mit anderen Worten: be prepared, sei vorbereitet!
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Statistiken sind oft eindrückliche Graphiken mit bunten Farben, grossen und kleinen Kreisen oder stark steigenden oder fallenden Linien etc. Ist der zugehörige Artikel konsistent, verrät bereits der Titel, was die Aussage der Statistik ist, nämlich die Interpretation oder Deutung der Daten. Was aber selten direkt kommuniziert wird ist, dass der oder die Autoren oft die Absicht der bewussten Meinungsbildung verfolgen. Die Statistik dient also nur dazu, die eigene Meinung angeblich wissenschaftlich anderen zu vermitteln oder sie zu überzeugen. Statistiken lassen sich aber sehr einfach manipulieren und dasselbe Zahlenmaterial kann so oder so ausgewertet werden - eben: nach eigenem Gutdünken. So ist es oft auch in Argumentationen. Daher der Rat für heute: kommst Du in eine Situation einer vielleicht emotionalen Diskussion, dann prüfe dich selbst und auch das Gegenüber: geht es um echte Meinungsbildung oder nur um überzeugen und sei gegebenenfalls auf der Hut.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bei uns in der Altstadt gibt es ältere Häuser, die richtig schönen Dachschmuck aufweisen. Auffällig sind dabei die Dachrinnen, welche dort, wo das gesammelte Wasser herausfliesst, oft einen Tier- oder Fabelwesenkopf haben. Früher machte man dies, um damit Böses abzuwenden. Heute in unserer angeblich so aufgeklärten Welt, ist das kaum mehr möglich. Zum einen hat niemand den Glauben, dass das wirken würde und zum anderen würde dafür vermutlich niemand dafür bezahlen. Schade eigentlich. Die Schönheit und Kunst im Alltag geht so infolge des überdominierenden Verstandes verloren. Das Spielerische stirbt dabei. Dabei ist es gerade das oft Unnötige, Spielerische oder Verspielte, das uns guttut und einen wichtigen Gegenpol zur Dekonstruktion unseres Lebenswandels leistet. Ich ermutige Dich heute, diese spielerischen Formen im Alltag zu sehen, zu schätzen und zu geniessen. Sei es eine spontane Kinderzeichnung, ein gelungenes Werbeplakat oder ein spontanes Lächeln auf der Strasse.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Manchmal hat man die Wahl in der Betrachtungsweise zwischen absolut und relativ. Ein Beispiel: Ich gebe 200 Franken aus für ein paar Schuhe. Das ist absolut betrachtet viel Geld, relativ, wenn man es vergleicht mit einem Jahreseinkommen von 80'000 Franken jedoch wenig. Oder umgekehrt: ich nehme ein halbes Gramm Zink zu mir. Das ist absolut betrachtet vom Gewicht her sehr wenig - aber relativ sehr viel: es ist nämlich die 50-fache Menge des Tagesbedarfs, also möglicherweise toxisch. Als Jesus einmal in seinem Haus lehrte und es wegen der vielen Leute kein Durchkommen zu ihm gab, griffen vier Männer kurzerhand zu einer radikalen, gesetzlosen Variante: sie demolierten das Hausdach um ihren kranken Freund von oben zu Jesus herabzulassen damit er ihn heilte. Die Betrachtungsweise von Jesus war, dass er ihr Anliegen und ihren Glauben sah und das schätzte und nicht ihr vom Gesetz her unerlaubtes Handeln. Unsere Betrachtungsweise im Alltag ist also durchaus von Bedeutung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Sie ist mitten im Gesicht und der eine mag sie, die andere nicht: die eigene Nase. Ich finde es interessant, dass sie derart prominent das Gesicht des Menschen prägt. Die Aufgaben sind Gerüche wahrzunehmen und die eingeatmete Luft zu filtern und temperieren. Aber warum ist sie nicht einfach flach oder weniger sichtbar, vielleicht am Hinterkopf oder unauffällig am Hals? Weshalb ist sie nach unten offen und nicht nach vorne oder oben? Weshalb haben wir zwei Öffnungen, die unmittelbar benachbart sind und nicht wie die Augen und Ohren weiter auseinander und somit zu einer besseren Raumwahrnehmung führen? Ich weiss keine Antworten. Möglicherweise gibt es sie und ein HNO Spezialist könnte mir das alles erklären. Für mich beiben ein Staunen, offene Fragen, Dankbarkeit, dass das Organ meistens so gut funktioniert und das Schmunzeln darüber, dass eine Nase tatsächlich manchmal seltsam bis lustig aussieht und ein Gesicht und damit vielleicht auch die Person, zu der sie gehört, prägt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich zur Schule ging, kamen plötzlich Turnschuhe auf den Markt, die nicht mehr gebunden werden mussten, sondern die einen Klettverschluss hatten. Das war neu, revolutionär und ich dachte, das wird die neue Zukunft werden und die Schnürsenkel werden verschwinden.. Warum? Weil es so viel einfacher, schneller und angenehmer war und auch gerade die kleineren Kinder das Schuhe Binden nicht mehr lernen müssten. Ich hatte mich getäuscht. Es kam nicht so. Heute finde ich Klettverschlüsse an Schuhen fast nur noch bei Schuhen, die in irgendeiner Form mit Gesundheit zu tun haben oder für mobilitätseingeschränkte Menschen dienen. Ich lerne daraus: nicht immer ist das vermeintlich einfachere und angenehmere das, was überdauert. Im vorliegenden Fall haben Schnürsenkel und gebundene Schuhe das Moderne überdauert. Bewährtes heisst nich ohne Grund so. Vielleicht hilft Dir das heute in Alltäglichem, das zwar langweilig und uninteressant scheint - aber eben: bewährt ist. Schätze das!
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unseren Zeiten wird mehr und mehr virtualisiert. Aufgefallen ist mir das bei einem Logo einer App auf dem Smartphone: Das Icon der App für digitales Bezahlen zeigt Münzen. Wie widersprüchlich: die Bezahlung ist ja eben nicht physisch mit Münzen sondern rein virtuell. Ich sehe nicht mal, was passiert. Auch die sozialen Kontakte über soziale Medien werden zunehmend virtuell. Online Meetings im Geschäft. Die Fahrkarte im öffentlichen Verkehr oder der Zugang zu abgeschlossenen Bereichen mittels einer Badge-Karte. Und vieles mehr. Dennoch gibt es Dinge, die nicht digitalisiert oder virtualisiert werden können. Unsere Ernährung, Medikamente bei Gesundheitsproblemen, Körperhygiene etc. Wir Menschen sind physische Wesen, materialisiert quasi und benötigen im Kern auch eine solche Welt. Eine Umarmung oder eine gut gemeinte Hand auf der Schulter - durch kein virtuelles Superding zu ersetzen. Vielleicht magst Du heute jemandem ein solches Erlebnis schenken.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Noch vor nicht allzulanger Zeit musste man für eine Einzahlung zur Post oder auf die Bank gehen mit dem Sparbuch und einem Ausweis und konnte dann so seine Einzahlungen machen. Das war einigermassen aufwändig und zeitintensiv, weil gerade gegen Ende des Monats, wenn die Löhne ausbezahlt wurden, viele dasselbe vorhatten und dann die Schlangen an den Schaltern entsprechend lang waren. Heute geht das über eBanking viel schneller und jederzeit, ohne aufwändigen Weg zur Post oder Bank während der Öffnungszeiten. Damals war es quasi Schritt für Schritt, heute ist es direkt. Ich bin kein Verfechter von „der Weg ist das Ziel“, aber ein schrittweises Vorgehen hat dennoch den Vorteil, dass man dem Prozess oder Weg besser folgen kann. Kein von einem Ort an einen anderen beamen wie beim Raumschiff Enterprise. Solche Wege sind manchmal länger als gewünscht und vielleicht auch mühsamer. Aber sie helfen unserer Seele, dass sie mitkommt. Und das - so finde ich - ist das Ziel.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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