Audiostretto 59/4/24

Audiostretto 59/4/24

By Hans-Jörg StarkHealth & FitnessMental Health
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Audiostretto 59/4/24 episodes

  • Sonne


    In früheren Zeiten wurden Mond und Sonne oft mit einem Gesicht dargestellt. Der Mensch vermenschlichte diese Himmelskörper. Ich stelle mir vor, dass diese Himmelskörper damit etwas von ihrer Mächtigkeit verloren. Das mag seltsam klingen. Aber ich glaube, wir Menschen können besser damit umgehen, wenn wir den Eindruck haben, wir haben ein lebendiges Wesen - in welcher Form auch immer - uns gegenüber. Das mag noch so despotisch oder unzugänglich sein, aber es scheint uns besser im Umgang damit zu gehen, auch wenn unsere Ohnmacht dem gegenüber in keiner Weise ändert. Vielleicht weil wir glauben, dass für uns auch bei dieser für uns übermächtigen Gewalt möglicherweise ein kleiner Einflussbereich besteht. Und so machen wir es häufig auch bei Gott. Allein schon Weihnachten zeugt davon: wie wir das süsse Jesus-Kindlein darstellen. Aber mit Gott geht das nicht. Er ist souverän, undendlich grösser als wir uns vorstellen können. Umso erstaunlicher, dass er dennoch Mensch wird.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Dach


    Im Deutschen gibt es die Redewendung ‚Ein Dach über dem Kopf haben‘. Gemeint ist, man ist nicht obdachlos. Es heisst noch nicht, dass man ein eigenes Zuhause hat, aber man ist nicht Wind und Wetter ausgesetzt. Ich würde sagen: Maria und Josef hatten an Weihnachten im Stall ein Dach über dem Kopf, aber es war nicht ihr Zuhause. Am einfachsten wird diese Redewendung beschrieben mit dem, was sie nicht meint: obdachlos sein. Im Englischen heisst obdachlos „homeless“. Das scheint mir weiter zu gehen als im Deutschen. Homeless im Sinne von kein Zuhause, keine Heimat. Wo wir wohnen, was oder wer uns Schutz bietet ist eben genauso wichtig wie der Schutz an sich. Diese Erfahrung machte auch König David zu seinen Lebzeiten und er hielt dies schriftlich fest in einem Text, der als Psalm 18 uns überliefert ist. Er schreibt dort zu Beginn "Der HERR ist mein Fels, meine Festung. Mein Gott ist meine Zuflucht, mein Schild und meine Burg." Hast Du auch ein solches sicheres Dach über deinem Kopf?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Meerestiere


    Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, die gerne am Meer sind und gerne tauchen oder schnorcheln. Meines ist das nicht. Aber ich kenne vom Fernsehen wunderschöne Unterwasseraufnahmen aus dem Meer. Da sind allerlei Meerestiere zu sehen und wie sie sich bewegen: der schnelle und flinke Fisch, dem man kaum nachzuschauen vermag, der behäbige aber gewaltige Wal, wie er durch das Wasser prescht und die schon fast schläfrig wirkenden Quallen oder ähnliche Tiere, die mit langsamen Bewegungen durchs Wasser zu schweben scheinen. Als Menschen habe wir alle mehr oder weniger denselben Gang und sofern wir gesund sind, bewegen wir uns alle gleich fort. Nicht aber so in unserem Denken oder Entscheiden oder Anpacken und Lösen von Aufgaben. Da mag einem die „Bewegung“ oder das forwärts Gehen von anderen seltsam fremd sein. Aber es ist ihre Art. Analog zu den Meerestieren: akzeptiere diese Andersartigkeit und sei auch ganz frei, Deine Gangart zu pflegen. Das ist Vielfalt.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Eiskristalle


    Eine frisch beschneite Winterlandschaft ist wohl etwas vom Schönsten, das die Natur zu bieten hat. Der Schnee besteht aus Eiskristallen, die wunderschöne Formen haben. Diese Eiskristalle sind in der Regel sechseckig. Physikalisch kann man das erklären, dass dies die effizienteste Weise des Wachstums für die Wassermoleküle im festen Zustand ist. Das klingt mir zu nüchtern. Ich staune einfach über deren Schönheit. Als Kinder haben wir früher Schneeflocken aufzufangen versucht und diese kleinen Kunstwerke einfach mit viel Freude und einer gewissen Bewunderung betrachtet. Ökonomisch könnte man auch argumentieren, dass diese Schönheit eine Verschwendung sei, weil sie zu wenig sichtbar und zu kurzlebig sei. Das scheint der Schöpfer anders zu sehen: Jesus sagt mal, dass selbst der grösste König in all seinem Reichtum nicht so schön gekleidet sei wie eine Blume, die Gott gemacht hat. Wow. Eine starke Aussage. Und für den Stolz des Menschen eine Herausforderung. Gut so finde ich.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Warten


    Ich kennen niemanden, der gerne wartet. Warten ist unpopulär, weil es einem deutlich macht, dass man von etwas oder jemandem abhängig ist. Das ist kein gutes Gefühl. Mir kommen Momente in den Sinn, in denen ich in der Kälte auf den Zug warten musste, der unbestimmte Verspätung hatte. Beim Stichwort warten, ist man auch schnell beim erwarten, der Erwartung. Vermutlich haben wir alle irgendwelche Erwartungen an uns selbst, andere, den Staat, die Kirche etc. Diese werden auch immer mal wieder schmerzlich enttäuscht. Wäre es daher besser, so autonom zu sein, dass ich keine Erwartungen hätte und somit auch keinen potenziellen Schmerz? Vielleicht. Aber es wäre auch ein armseligeres Leben. Wie schön, wenn man noch warten kann und dann auch den Moment des Eintreffens geniesst. Paulus schreibt in einem Brief an die Gemeinde in Rom, dass die ganze Schöpfung auf ihre finale Erlösung wartet. Das hier ist also nur das Vorletzte - das Beste kommt erst noch. Ein schöne Perspektive fürs warten.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Maroni


    In der kalten Jahreszeit werden bei uns in der Stadt an einzelnen Ständen Maroni verkauft. Diese sind schön warm in den Händen und schmecken sehr fein. Was wir da essen sind von der Frucht die Samen. Das bedeutet: wir verzehren eigentlich das, was für eine nächste Generation gedacht ist. Somit stehen wir - ganz allgemein gesehen und unabhängig davon, ob es genug Kastanien gibt - vor der Entscheidung: verzichten wir auf den Genuss und investieren diese Samen in eine nächste Generation - oder geniessen wir sie jetzt und haben dann aber diese Samen für die Aussaat für das nächste Jahr nicht mehr. Je nach Situation und um was für Ressourcen es sich handelt, ist dies eine schwierige Frage: nehme ich mir Zeit für mich und geniesse sie - oder investiere ich sie für etwas, deren Ertrag ich nicht unmittelbar bekomme. Beispielsweise mit Kindern oder anderen Menschen oder geistlich. Ich wünsche Dir viel Weisheit für diese kleinen aber wichtigen Entscheidungen.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Schale


    Viele Früchte in der Natur und teilweise auch Gemüse haben eine Schale. Diese ist nicht selten härter oder sogar sehr viel härter als der Kern. Damit ist gewiss ein bestimmter Schutz vor Fremdzugriff beabsichtigt. Die Schale schützt also. Bei gewissen Früchten befindet sich aber auch ein grosser Nahrungsreichtum oder eine grosse Nährstoffvielfalt in der Schale. Vielfach schälen wir heute noch solche Früchte und geben dadurch viele für uns wertvolle Nährstoffe preis respektive werfen sie achtlos weg. Schalen haben aber manchmal auch die Aufgabe besonders attraktiv auszusehen, um dann verzehrt zu werden und über die Ausscheidung so Verbreitung zu finden. Bei uns Menschen gibt es ja das Sprichwort von der harten Schale und dem weichen Kern. Damit meinen wir, dass jemand nach aussen sehr hart wirkt, aber eigentlich sehr empfindsam und sensibel ist. Welches Gesicht oder welche Schale zeigst Du nach aussen? Hart oder übertrieben attraktiv? Kennst Du Deine Aussenwirkung?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Notfallplan


    Neulich absolvierte ich am Arbeitsplatz ein Sicherheitstraining als Wiederholung. Da kam unter anderem auch das Verhalten in einer Notsituation, wo es um Verletzte geht, zur Anwendung. Als junger Mensch lernte ich im Nothilfe-Kurs ein Akronym - das GABI - anhand dessen ich Schritt für Schritt vorgehen soll bei der ersten Hilfe für Verletzte. Dieses Akronym hat sich so fest eingebrannt, dass ich es sehr spontan aufsagen kann - obwohl heute ein ganz anderes - nämlich ABCD - gelehrt wird. Ein solches Akronym und die stetige Erinnerung daran, geben einem Sicherheit und einen klaren Ablauf, wenn in einer Notsituation alles drunter und drüber geht, vor allem die eigenen Emotionen und Gedanken. Darum ist es weise und gut, sich in ruhigen Zeiten auf Notsituationen vorzubereiten. Auch für emotionale und seelische. Hast Du einen solchen Notfallplan? Weisst Du, an wen Du Dich wenden kannst, wenn Du Hilfe brauchst? Bist Du vorbereitet? Ich gebe Dir sonst den Tipp von Psalm 51, 15.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Bremse


    Kennst Du die Erfahrung, dass wenn Du begeistert bist von etwas und andere davon überzeugen oder mit deiner Begeisterung anstecken willst, dass dann andere, die das nicht so sehen, richtige Bremsklötze sein können? Und ärgerst Du Dich dann vielleicht sogar über diese Personen, weil sie dich auch vor anderen so ausbremsen? In der Tat mag dies ziemlich ärgerlich sein - weil es unser Ego berührt und wir nicht diese Zustimmung oder Ermutigung bekommen, die wir uns wünschen. Andrerseits sind solche Menschen manchmal auch ein echter Segen. Ich war nämlich neulich mit meinem Fahrrad unterwegs und meine Bremsen waren ziemlich abgenützt. Ich habe mich nicht mehr wirklich sicher gefühlt für eine Situation, in der ich hätte spontan heftig bremsen müssen. Es hat mich an den Wert einer Bremse erinnert und wie lebensrettend das sein kann. Vielleicht hilft dir diese Perspektive bei einer nächsten, ähnlichen für dich frustrierenden Situation.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Widerspruch


    Es gibt das Verb widersprechen. Ich widerspreche jemandem und meine damit, dass ich mit dessen Aussagen nicht einverstanden bin und eine andere Sicht oder Haltung oder Meinung habe. Dann gibt es das Substantiv Widerspruch. Man könnte meinen, dass dies einfach das substantivierte Verb ist. Ich denke, dem ist aber nicht so. Ein Widerspruch ist für mich etwas, das in sich unstimmig ist und nicht kohärent. Also etwas, das ausdrückt, dass da keine Übereinstimmung ist und keine Zuverlässigkeit. Jemand sagt also zum einen dies, lebt aber etwas anderes vor oder sagt etwas weiteres, das nicht mit der ersten Aussage übereinstimmt. Damit wird meines Erachtens die Vertrauenswürdigkeit der Person oder Sache erschüttert. Widersprechen halte ich teilweise für wichtig und richtig, weil sie die eigene Verantwortung wahrnimmt. Ein Widerspruch jedoch erschüttert das Vertrauen. Somit mein Tipp für heute: Widersprechen ja, wo angebracht. Den Widerspruch vor allem im eigenen Handeln und Reden vermeiden.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min

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Audiostretto 59/4/24 ist ein täglicher Podcast mit jeweils einem ermutigenden Impuls für den Tag. Weil vielen heute in einem Tag mit einer vollen Agenda wenig Zeit bleibt, ist dieser Input maximal 59 Sekunden lang. Also analog zu einem Ristretto: kurz, stark und belebend. 59 Sekunden für 24h!