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Während der Pandemiezeit fanden viele geschäftliche Sitzungen nicht mehr physisch und vor Ort, sondern virtuell und online statt. Die notwendige Software lief auf dem Computer und stellte man die Kamera ein, zeigte sie während des Meetings das Kamerabild allen Teilnehmenden - das war in der Regel der entsprechende Gesprächsteilnehmende. Viele Programme stellen dabei die Möglichkeit bereit, einen freien Hintergrund zu definieren - also den echten durch einen beliebigen wie ein Foto oder eine Landschaft etc zu ersetzen. Das sieht dann teilweise so aus, als nehme man am Treffen vom Meer aus oder aus den Bergen etc. teil. Verblüffend echt teilweise - aber gerade bei Gewässerbildern sieht man, dass es eben nur ein statisches Bild ist. Genaues Hinsehen verrät die Wahrheit. Wie sieht das bei Dir aus: zeigst Du, was wirklich ist oder bedienst Du Dich gerne Bilder, die etwas anderes, besseres zeigen, als war Wirklichkeit ist, um Dich in ein besseres Licht zu rücken?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im beruflichen Umfeld kannte ich jemanden, der eine ganz bestimmte Art von Äusserungen hatte. Das äusserte er recht häufig im Gespräch. Ich kann das nicht beschreiben oder wiedergeben. Zu Beginn wirkte das auf mich wie eine spontane Äusserung im Sinne von „oh das finde ich gut“ - bis ich realisierte, dass er dies laufend tat, unabhängig von der Situation. Was zuerst meine Aufmerksamkeit erregte, fiel mir nun immer mehr auf und schliesslich nervte es mich und ich konnte es kaum mehr hören. Es führte leider dazu, dass ich die Person nicht mehr ganz ernst nehmen konnte. Ich weiss nicht, wie es zu diesem Tick seinerseits kam und auch nicht, ob er sich dessen bewusst war und ob ihn jemals jemand drauf aufmerksam gemacht hatte. Jedenfalls eine Selbstbeobachtung von Zeit zu Zeit oder Aussenreflexion helfen, solche Kommunikationskiller zu eliminieren. Hast Du so einen Reflexionsspiegel, der Dich vor solchen eigenartigen Ticks schützt?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Neulich haben wir in der Familie über die Verwendung von Gelatine gesprochen. Da wurde berichtet, dass beim Einsatz von Gelatine für das Kuchenbacken immer wieder zum Leidwesen Klümpchen entstehen. Das Fazit war: man müsse halt mehr üben oder dies oder das versuchen. Ich habe dann vorgeschlagen, im Internet zu suchen, was es da für Ratschläge oder Tipps gibt. Und tatsächlich sind wir sehr schnell fündig geworden - eine kleine Videoanleitung hatte ein bis zwei gute Tipps, die möglicherweise tatsächlich den Unterschied machen und so Klümpchen vermeiden können. Ein banales Beispiel - und dennoch sehr anschaulich im Sinne: etwas, das ich verbessern möchte wird nicht automatisch dadurch besser, dass ich es einfach immer öfter auf dieselbe Weise nochmals machen, sondern besser etwas Zeit investieren für das gezielte Einholen von Rat oder Erfahrung anderer. Vielleicht hast Du auch grad Dinge, die besser werden sollten - kannst Du da möglicherweise bei jemandem Rat holen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir kennen den Ausdruck, dass etwas einprägsam sei oder wir prägen uns etwas ein - damit meinen wir: wir merken uns etwas, an das wir uns später wieder erinnern können. Die Bildsprache dahinter ist: man hat eine Masse, Ton oder Stein, und mit einem entsprechenden Werkzeug bearbeitet man diese und prägt ein Bild oder Text in dieses Material ein. Dies ist deutlich langlebiger, als wenn man das Bild oder den Text auf das Material drauf kleben würde. Durch eine Prägung - wie auch bei Münzen - wird garantiert, dass das Eingeprägte bis zum Lebensende des Trägers erhalten bleibt. Mein Gedächtnis ist leider nicht so stabil. Aber ich habe dennoch Erinnerungen aus über 50 Jahren, die sich mir einprägten. Bearbeitet man die Oberfläche einer Prägung mit Schleifpapier, kann man die Prägung zu verschwinden bringen, leider. So scheinen mir auch die Informationsflut und der Zeitgeist zu sein: sie schleifen wichtige Prägungen aus uns und unserer Gesellschaft heraus. Kennst Du das? Tust Du etwas dagegen, damit das gute Eingeprägte erhalten bleibt?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In der ebenen Geometrie gibt es Regeln oder Gesetzmässigkeiten, die einfach gelten und unverrückbar sind. Beispielsweise schneiden sich zwei Geraden immer in genau einem Punkt, falls sie nicht parallel sind. Oder zwei Kreise können entweder deckungsgleich sein, genau einen gemeinsamen Punkt haben - wenn sie einander berühren - oder sonst genau zwei aber niemals mehr Schnittpunkte haben. Gleiches gilt für eine Gerade und einen Kreis. Man könnte darüber lange diskutieren und vielleicht sogar Vor- und Nachteile erörtern - aber ändern könnte man dies nicht. In der heutigen Zeit - so kommt es mir manchmal vor - ist das Verhalten aber genau so. Vielleicht ein Reizthema, aber dennoch: als menschliche Geschöpfe haben wir nur zwei Geschlechter zur Auswahl, egal wie wir uns fühlen. Anderes ist vielleicht banaler oder im Arbeitsumfeld gelten gewisse Regeln. Wenn man den Arbeitsvertrag unterschreibt, bestätigt man auch, diese zu respektieren. Wie leicht fällt es Dir, mit Regeln von aussen zu leben?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn wir im Deutschen Sprachgebrauch das Worte Ende verwenden, dann tun wir das meistens oder ausschliesslich mit der Bedeutung, dass etwas zu ende geht oder gegangen ist oder gehen wird. Ende also im Sinn eine Aufhörens, Abschlusses, fertig Seins. Und wenn wir daher vom „Ende der Welt“ reden, dann wird das meistens entsprechend und damit auch häufig negativ verstanden: nämlich im Sinn von: das Ende der Welt, jetzt hört es auf, alles tot. Es gibt aber zumindest im Griechischen auch die Bedeutung von Voll-Endung. Damit ist gemeint: etwas ist nicht im Sinn von „jetzt ist fertig“ zu Ende, sondern etwas ist zur Vollendung gekommen. Also das Ende eines Kunstwerks ist dann nicht: es hat aufgehört zu existieren, sondern es wurde vollendet, besser kann man es nicht mehr machen - und so ist es nun da. Diese Bedeutung ist für mich viel hoffnungsvoller. Vielleicht regt Dich dies an, in gewissen Lebensbereichen ein Ende durchaus als etwas Positives und Verheissungsvolles zu sehen...
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich habe mir neulich sehr feine kernlose Trauben gekauft. Diese haben - im Vergleich zu den gewöhnlichen Trauben - keine Kerne. Das heisst, man kann sie einfach so zerbeissen ohne auf einen Kern zu beissen. Praktisch, angenehm - ich gebe es zu. Was mich aber beim Namen zum Nachdenken gebracht hat war folgendes: Sie werden kernlos genannt. Also der Fokus ist auf dem, was nicht oder nicht mehr vorhanden ist. Weshalb nennt man sie nicht Vollfleischtrauben? Dann wäre der Fokus auf dem Vorhandenen, dass also nur Fruchtfleisch in der Frucht ist, sonst nichts weiter. So oft - so schein mir - sind wir gedanklich und sprachlich defizitorierentiert. Wir sehen das, was fehlt, nicht was vorhanden ist. So oft sagen wir „ich habe nur noch…“ anstatt „ich habe noch“. Dieses nur deutet auch auf einen Mangel hin. Achte doch heute mal auf Deine innere Haltung zu Deinen vorhandenen Ressourcen und pflege bewusst eine positive, dankbare, wertschätzende Sprache bezüglich Deiner Ressourcen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Auf meiner Terrasse steht ein Topf mit frischem Basilikum. Es ist bewundernswert, wie gross und stark diese Blätter werden können. Es gibt aber auch feine, eher kümmerliche Exemplare. Besonders ist mir aufgefallen, wie schlabbrig diese sind, wenn sie welk werden. Da ist nichts mehr erkennbar vom kräftigen Potenzial, das eigentlich in ihnen steckt. Gleiches gilt auch für andere zarte Pflanzen wie ein Kleeblatt oder andere. Was ist da passiert? Sicherlich fehlt die Verbindung zur Mutterpflanze, woher die ganze Nährstoffversorgung kommt und möglicherweise einfach auch genügend Flüssigkeit und/oder Sonnenlicht. Aber nicht selten gelingt es, solch vermeintlich abgestorbene Pflanzenteile durch Versorgung mit dem Notwendigen wieder aufzupäppeln, stark zu machen und in ihre Bestimmung zu bringen. Gibt es vielleicht in Deinem Leben auch Ideen oder Träume, die abgestorben scheinen, die aber das Potenzial für eine Wiederbelebung haben? Wirst Du diese Investition wagen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Neulich musste ich an eine Eisenstange denken. Ich dachte, wie unheimlich robust, hart und stabil ein solches Teil ist. Als Kinder machten wir daran Klimmzüge. Man hatte keine Chance, so eine zu verformen oder kaputt zu machen. Das brachte mich zum Staunen: als Menschen haben wir es geschafft, Dinge zu erstellen, die weit stärker und mächtiger, massiver sind als wir bzw als was wir ohne weitere Werkzeuge beeinflussen können. Diese Fähigkeit bringt natürlich eine grosse Verantwortung mit sich und birgt auch eine Gefahr vor Missbrauch. Ganz extrem wird es, wenn man an die zerstörerische Kraft von Waffen denkt, die wir in der Lage sind herzustellen. Diese sind Gott sei Dank nicht jeder Person zugänglich. Aber man muss nicht so weit gehen - es genügen schon Worte, mit denen wir teilweise buchstäblich Mächtiges bewirken können: aufbauen oder zerstören. Häufig sind wir uns aber deren Wirkung gar nicht bewusst. Vielleicht heute ein Tag, dieses Bewusstsein neu zu aktivieren.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ein Tisch hat im Normalfall mindestens eine Tischplatte und vier Beine. Dabei ist es gewünscht, dass der Tisch möglichst eben ist nicht wackelt. Das heisst, die vier Beine müssen sehr exakt abgemessen und auf einander abgestimmt sein. Sie müssen weiter auch zum Untergrund passen, sonst nützt alle Präzisionsarbeit nichts und der Tisch wackelt trotzdem. Dies, weil vier Beine eigentlich eines zuviel sind respektive diese Redundanz zwar Stabilität bringt, aber auch mehr Präzision fordert. Anders bei einem Dreibein: das wackelt eigentlich nie, egal, wie uneben der Untergrund ist, weil keine Überbestimmt also Redundanz vorhanden ist. Dafür ist es nicht so stabil und es so aufzustellen, dass eine ebene Fläche oben parallel zum Boden ist, also ohne Neigung, ist schwierig. Man hat also die Wahl: Flexibilität oder Stabilität. Oder: Kurzfristiger Pragmatismus gegenüber längerfristigen Stabilität. Vielleicht musst Du Dich heute zwischen diesen entscheiden - je nach Situation passt das eine besser.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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