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Es ist einer dieser Begriffe, die wir selten verwenden und die bei uns im Schweizerdeutschen etwas altmodisch klingen und nicht modern oder gerade trendy. Ich denke an das Wort Beharrlichkeit. Zum einen klingt es eben etwas verstaubt, zum andern ist es von dem her, was es bedeutet alles andere als im Trend. Heute muss alles schnell und sofort gehen. Und wenn es nicht klappt, muss sofort eine Alternative her. Warten oder auf etwas bestehen oder eben beharrlich sein, aushalten, nicht aufgeben, an etwas festhalten - das ist nicht so populär und vor allem - sind wir ehrlich - langweilig. Weil eben während des Wartens nicht viel geschieht. Aber die Beharrlichkeit hat ihre ureigene Qualität. Ich vergleiche sie mit Muskeltraining, und Muskelmasse, die man sich aufbauen kann. Diese Beharrlichkeit - so meine These - stärkt die Resilienz und hebt die Frusttoleranz und ich denke macht am Ende auch zufriedener und ausgeglichener. Wie gross ist Deine Beharrlichkeit?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Vielleicht gehörst Du auch zu denen, die Spaghetti gerne mögen. Und so weit mir bekannt ist, werden Spaghetti jeweils mit einer Sauce serviert - sei es Bolognese oder Napoli. Meiner Erfahrung nach ist das dann so, dass die Spaghetti schön gedreht als eine Art Haufen oder fast schon Kugel in der Mitte des Tellers liegen und oben kommt dann die entsprechende Sauce als topping. Die Sauce und die Spaghetti werden also nicht in der Küche schon bestmöglich vermischt, sondern dies wird dem Gast überlassen, das zu tun. Weshalb eigentlich? Ich glaube, dass es einfach viel schöner anzusehen ist, wenn die Mahlzeit wie beschrieben serviert wird, statt bereits voll ess-bereit in Form der erwähnten Durchmischung. Ästhetik spielt hier eine Rolle. Wie schon öfter erwähnt: wir sind eben nicht rein funktionale Wesen, sondern Schönheit ist für uns auch wichtig. Wo könntest Du heute in Deinem Alltag bewusst etwas mehr Ästhetik und weniger Funktionalität einbauen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es gibt ein bekanntes Gedicht zum römischen Brunnen von C.F. Meyer, das er 1882 veröffentlichte. Es ist relativ kurz und beschreibt, wie das Wasser eines Brunnens von einer Schale zur nächsten geht. Also ein geben und nehmen, ein strömen und ruhen. Es klingt so sanft und ausgeglichen. Ist es möglicherweise auch, wenn man dem Wasserspiel zusieht. Aber was nicht oder kaum zu sehen ist, ist diese doch erhebliche Energie, die den Wasserstrahl überhaupt erst nach oben bringt, damit dieser ausgeglichene, fast schon stoische Ablauf erfolgen kann. Es geht nicht von selbst. Eine externe Kraftquelle ist nötig. Ich denke, so ist es auch bei uns Menschen: einfach nur aus uns selbst heraus können wir unser Leben in dieser Welt nicht einfach ausgeglichen, gebend und nehmend, strömend und ruhend leben. Wir benötigen genauso eine innere Kraftquelle, die ausgleicht, Energie gibt für dieses Gleichgewicht und konstant und verlässlich wirkt. Welche ist das in Deinem Leben?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es gibt unterschiedliche Typen von Drohnen und diese haben sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Ein Typ ist der so genannte Quadkopter. Er hat vier Rotoren und kann so gesteuert werden, dass er in alle Richtungen fliegen kann, ohne dass er zuerst wenden muss. Es gibt also kein vorne oder hinten im eigentlichen Sinn. Mich hat diese Konstruktion an etwas ganz anderes erinnert, das vor mehr als ein paar tausend Jahren stattfand: es war als ein Mann namens Hesekiel im nahen Osten Visionen hatte und himmlische Wesen sah, die sich auch in alle Himmelsrichtungen bewegen konnten, ohne dass sich sich hätten drehen müssen. Diese Wesen beschreibt er in seinem Buch im alten Testament. Er sah sie mehrfach. Er hatte damit einen Einblick in eine Realität, die unseren natürlichen Augen sonst nicht zugänglich ist. Eine solche Welt gibt es eben auch und ich freue mich drauf, wenn ich in der Ewigkeit für diese dann geöffnete Augen haben werde.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im Englischen gibt es das Sprichwort „the proof of the pudding is in the eating“. Frei übersetzt ins Deutsche wird oft „Probieren geht über Studieren“ gewählt. Also: teste etwas aus, damit du siehst, was du hast oder was es taugt. Dem gegenüber stelle ich oft fest, dass aus unserem Zeitgeist heraus viele oft sehr konkrete Meinungen zu Dingen haben, die sie aus eigener Erfahrung gar nicht kennen. Man tritt auf, als wisse man, worum es ginge, als sei man erfahren und als sei die eigene Meinung bewährt, erprobt, verlässlich. So gibt es immer mehr Experten zu den unterschiedlichen Themen - ohne dass diese angebliche Experten wirklich Personen mit Expertise, also echter Erfahrung dazu sind. Bedauerlich. So sind viele Eltern heute Experten wenn es um Unterricht ihrer Kinder geht, Angestellte beurteilen ihre Vorgesetzte und im Sport weiss es ohnehin jeder Zuschauer besser als der Schiedsrichter. Kennst Du das aus eigener Erfahrung? Gibt es Bereiche, in denen eine Justierung in Form von mehr Zurückhaltung dran wäre?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es gibt verschiedene Symbole in der bildhaften Sprache oder bei Allegorien. Beispielsweise der Tropfen, der ein Fass zum überlaufen bringt. Da ist der Tropfen nicht wörtlich gemeint, sondern einfach etwas ganz, ganz Winziges, das aber ausreicht, damit am Ende eine Situation eskaliert. Oder das blinde Huhn, das ein Korn findet: Es bedeutet, dass auch dem Unfähigsten etwas gelingen kann und sei es nur ein reiner Glücksfall und nicht das Können der Person. Und dann gibt es das seltsame Bild oder Symbol des Horns. Es ist in der Bibel sehr verbreitet. Ich habe sehr lange nicht verstanden, was damit gemeint ist. Aber es bedeutet Macht, Kraft, Autorität. Es wird in prophetischen Visionen für Königreiche und Herrschaften verwendet - aber auch im Lobgesang von Maria, als sie über Jesus sagt, dass Gott in ihm eine Macht des Heils aufrichtet. Also eine Kraft, von der Rettung ausgeht. Ein Kanal des Gesund- und Heilwerdens, des nach Hause Kommens, des „es wird alles wieder gut“. Was für ein schönes Bild.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Neulich dachte ich darüber nach, wie oft oder eher wie selten ich noch mit Bargeld unterwegs bin und wie dominierend das bargeldlose Bezahlen für mich und viele andere geworden ist. Man bezahlt übers Handy oder hält die Kreditkarte an einen berührungslosen Sensor, der die gesamte Finanztransaktion sicher abwickelt. Aber was steckt da nicht alles dahinter?! Bankverbindung von A nach B aufbauen, den exakten Betrag überweisen, diesen empfangen, dies alles übers öffentliche Internet, abgesichert, geschützt gegen bösartige Absichten etc. All dies funktioniert einfach - obwohl wir nichts davon sehen. Alles digital, unsichtbar. Dennoch haben wir ein enormes Vertrauen in diesen Prozess, beinahe schon blind. Und gleichzeitig gibt es Menschen die sagen, sie glauben nur, was sie sehen. Deswegen glauben sie auch nicht an Gott. Naja, wenn man an eine sichere, unsichtbare Geldtransaktion glaubt, warum sollte man da nicht an einen guten Gott glauben, der einen liebt? Das eine ist nicht sichtbarer als das andere, scheint mir.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich kürzlich im Rhein schwimmen war und ein Motorboot, das in einiger Distanz an mir vorbei fuhr beträchtliche Wellen verursachte, hatte ich grosse Mühe beim kraulen die Orientierung zu behalten. Durch das Auf und Ab der Wellen geriet mein Orientierungssinn in Verwirrung und ich konnte mich nicht mehr ausschliesslich auf ihn verlassen, sondern musste viel häufiger aufblicken um zu sehen, in welche Richtung ich schwamm. Gleiches habe ich auch schon im beruflichen Umfeld erlebt: man bekommt zahlreiche negative Rückmeldungen, dass es in Richtung Mobbing geht und beginnt dann an sich selbst und seinen Kompetenzen zu zweifeln - obwohl dies gar nicht angebracht wäre. Wir sind also sehr beeinflussbar. Abhilfe bei Orientierungsschwierigkeiten schafft ein Fernziel, eine so genannten Landmarke. Diese ist hinreichend weit weg und fest. Blickt man auf diese und bedient sich ihrer als Zielrichtung, kann man seinen eigenen Weg jederzeit justieren. Eine Navi-Hilfe also. Welche Landmarken helfen Dir im Leben, wenn die Wellen hoch gehen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Hast Du schon mal einen Kühlschrank oder Tiefkühler abtauen müssen? Dann hast Du möglicherweise darüber gestaunt, wie viel Eis sich da an den Innenwänden angesammelt hat. Oder vielleicht hast Du auch schon gemerkt, dass es sehr viel Kraft braucht, die Tür des Kühlschranks oder Tiefkühlers zu öffnen unmittelbar nachdem sie eben erst geschlossen wurde. Beides hat mit der Isolation zu tun. Also wie gut schliesst die Türe respektive wie gut isoliert oder dicht schliesst diese Türe. Je dichter desto besser, dh desto energieeffizienter und sparsamer, desto besser kann der Kühlschrank seine Aufgabe erfüllen. Das Prinzip der Isolation gilt auch für uns Menschen. Je besser wir uns gegen das verschliessen können, was gegen unsere Bestimmung ist, desto besser können wir unsere Aufgaben und damit unsere Lebensbestimmung erfüllen. Und umgekehrt auch: je mehr Negatives und Destruktives wir hineinlassen wegen fehlender emotionaler und mentaler Isolation, desto schneller vereisen wir innerlich. Ist mal wieder abtauen angesagt bei Dir?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn Du Dir ein Radio vorstellst oder sogar eines vor Dir hast, dann siehst Du bestimmt gewisse Elemente wie eine Einstellvorrichtung für die Sender, einen Ein- und Ausschaltknopf, den Lautsprecher und eventuell anderes mehr. Und dies in einem ansprechenden Design. Warum so viel Aufwand? Man könnte doch die ganze Hülle und das Design weglassen und so das Gerät kleiner und günstiger machen. Vielleicht. Aber es wäre auch gefährlicher. Gefährlich für den Anwender, weil er möglicherweise einen Stromschlag erhalten könnte, gefährlich aber auch für die Konstruktion und Funktionalität des Geräts. Die Hülle dient also nicht nur Marketingzwecken in Form eines ansprechenden Designs, sondern sie schützt sowohl das Gerät als auch den Nutzer. Die direkte Zugänglichkeit zum Innenleben bleibt so bewusst verwehrt - und dient zum Schutz. Manchmal ärgern wir uns, dass uns gewisse Dinge verwehrt sind oder bleiben - aber vielleicht dienen sie letzten Endes unserem Schutz. Man weiss nie.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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