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Als Kind gab es Comics zu Superhelden. Superman, Spiderman und andere. Sie kämpften gegen das Böse und waren am Ende siegreich. Später kamen zu den Comics Verfilmungen. Ich glaube, es ist ein schon seit Beginn der Menschheit bestehender Wunsch oder Traum, über die eigenen Möglichkeiten hinaus zu handeln oder das Unmögliche tun zu können, stärker zu sein als man eigentlich ist - oder zumindest überlegener als alles Widrige. Superheld eben. Mir fällt dabei auf, dass die meisten von ihnen sich dazu aber eine Maske anziehen. Sie bleiben offenbar nicht sich selbst und wachsen über sich hinaus, sondern bedienen sich einer anderen Identität. Das finde ich schade. Das heisst doch: ich selbst gebe mich auf und kann nur als jemand anders der oder die sein, der ich sein möchte. So ein Superheld möchte ich nicht sein. Ich glaube, wir können alle mit unseren Schwächen und Grenzen Helden sein. In dem wir ganz einfach lieben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im Militär gibt es in jedem Land eine klare Hierarchie und es ist vermutlich die Absicht jedes ambitionierten jungen Berufs-Soldaten, irgendwann möglichst weit oben in dieser Hierarchie zu stehen. Die einzelnen Stufen oder Ränge sind mit entsprechenden Abzeichen gekennzeichnet. Der erfahrene Betrachter kann anhand der Zeichnungen dieser Abzeichen genau erkennen, welcher Rang ein Militärangehöriger hat. Interessant finde ich, dass zumindest in der Schweiz diese Kennzeichen der Ränge nicht etwa Militärgegenstände mit je höherer Position gleich zunehmender Gewalt oder Kraft sind, sondern - man staune - Naturelemente. So zum Beispiel das Edelweiss. Etwas so Zartes und Natürliches drückt so den Rang eines Generals aus und verleiht ihm die Autorität über entsprechen grosse Streitkräfte, Waffen und all das. Es mag Ironie sein oder unbewusste Anerkennung, dass - wie Jesus es sagt: Selbst der grosse König Salomo in all seiner Macht nicht so schön gekleidet war, wie eine Feldblume.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich bin gläubiger Christ. Daher ist mir meine Beziehung zu Jesus sehr wichtig. So stelle ich ihn mir manchmal vor, wie er mir gegenüber sitzt. Ich habe bestimmte Bilder, Gedanken, sicher auch Wunschvorstellungen von ihm. Meine Ideen sind bestimmt begrenzt und unvollständig. Als er auf der Welt lebte, hatten auch viele von den Menschen Vorstellungen von ihm. Diese wurden teilweise sehr in Frage gestellt, enttäuscht und waren je zementierter, desto weniger dauerhaft. Wer er wirklich ist, werden wir wohl erst am Ende unserer Tage erfahren. Aber Erfahrungen kann man dennoch schon hier mit ihm machen. Ich glaube, wir alle haben unsere Bilder von ihm, ob wir nun christlich sozialisiert oder gläubig sind oder nicht. Erfahrungen haben wir alle bestimmt auch schon mit ihm gemacht - allerdings ist es nicht allen bewusst, dass es diese Erfahrungen gibt und das macht vielleicht am Ende dann doch einen Unterschied. Da hilft ein aktives Bewusstsein in der Beziehung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Der Schreiber des Jakobusbriefs im Neuen Testament schreibt unter anderem in einem Abschnitt über die Zunge. Er sagt: mit ihr segnen und mit ihr fluchen wir. Er vergleicht sie auch mit einem kleinen Ruder eines grossen Schiffes: dieses kleine Teil vermag das ganze, grosse Schiff zu lenken und die Fahrtrichtung zu bestimmen. Tatsächlich fällt es uns doch oft nicht leicht, unsere Zunge - wie man so schön sagt - im Zaum zu halten. Also so zu führen, wie man mithilfe des Zaumzeugs ein Pferd führt. Warum ist dies aber so? Ich würde behaupten, dass die Zunge nicht nur von unserem Willen und Verstand gesteuert wird, sondern viel mehr noch von unserem Selbstbild. Sind wir mit uns im Einklang, sind wir zufriedener und unsere Zunge segnet. Ist dies nicht der Fall - dann wissen wir alle, wozu wir fähig sind. Leider. Ein guter Anlass nicht Symptom- sondern Ursachenbekämpfung zu machen. Also: sich selbst als einzigartiges, von Gott geliebtes Geschöpf zu sehen und anzunehmen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht. Diese Schiffe sind gewaltig, riesig und ich staune darüber, dass diese überhaupt im Meer vorwärts kommen und gesteuert werden können. Selbst würde ich wohl keine solche Kreuzschifffahrt machen, weil ich mir auf so einem grossen Schiff für eine längere Zeit irgendwie eingesperrt vorkäme oder in einer synthetischen Welt. Vielleicht nur Vorurteile oder ganz bestimmt so. Wenn ich daran denke, dass ein solch riesiges Schiff auch sehr viel Personal und Ressourcen benötigt - allein die Verpflegung und vor allem frisches Wasser - staune ich über die Logistik dahinter. So geht es mir auch mit Grossunternehmen. Man mag ja immer mal wieder nörgeln über Grosskonzerne etc. aber bei allem, was nicht gut ist: beeindruckend bleibt dennoch, dass diese funktionieren und dass Führungskräfte wie ein Kapitän das oft bei allen Fehlern, die es gibt, gut tun. Warum nicht auch mal Personen mit viel Verantwortung Dank und Wertschätzung ausdrücken?!
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir haben wohl einiges im Alltag, das irgendwo an Bedeutungslosigkeit grenzt. Dinge wie Staub oder Brosamen oder so manch anderes. Interessiert uns meistens nicht oder spielt irgendwie keine Rolle, ist für uns nicht handlungstreibend. Aber… dennoch besitzen diese Dinge einen Namen. Wir benennen sie und teilweise auch ganz lustig oder je nach Dialekt verschieden. Sicherlich gibt es ganz amüsante Bezeichnungen in unterschiedlichen Sprachen und Dialekten für Brosamen oder geronnenes Blut und vieles andere mehr. Tatsache ist jedoch: auch wenn diese Dinge häufig bedeutungslos scheinen - sie haben einen Namen. Irgendwann wurden sie dennoch so wichtig, dass man ihnen einen Namen und damit auch ein Stück weit eine Identität gab. So sind sie abgrenzbar von anderem. Manchmal fühlen wir uns auch bedeutungslos, oder was unser Leben für einen Sinn hat. Es gibt ihn - allein schon deswegen, weil wir je einen eigenen Namen tragen. Das macht uns, dich einzigartig.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Schaum hat keinen guten Ruf. Man sagt despektierlich: Träume sind Schäume. Damit meint man, dass keine Substanz vorhanden ist. In der Tat besteht Schaum hauptsächlich aus Luft und Seife. Er entsteht beim Geschirrabwaschen oder wenn man ein Bad nimmt. Gerade letzteres haben wir als Kinder genossen - aber nur wenn es wirklich viel Schaum im Bad hatte. Damit konnte man herrlich spielen. Und da wäre ich auch schon beim Punkt. Schaum mag nicht sehr substantiell sein - aber er hat es geschafft, mir positive Erinnerungen an meine Kindheit zu bescheren, die nicht viel anderes in dieser Art konnte. Vielleicht substanzlos, aber dennoch lustvoll-nachhaltig und genussvoll. Genau so etwas braucht unsere Seele und vielleicht auch unser Geist eben auch immer mal wieder. Sicherlich Substantielles aber eben auch Genussvolles. Vielleicht ist heute ein Tag, Dir genau einen solchen Genuss zu gönnen, der in der Tat nicht substantiell sein muss, sondern einfach gut tut.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Noch nicht lange her, da stand in Berlin eine Mauer, die nicht nur eine Stadt in zwei sehr unterschiedliche Gebiete teilte, sondern auch die Welt in Ost und West. Ein Mauer als Übergang zwischen zwei ganz unterschiedlichen Kulturen und Wertvorstellungen - aber faktisch mit den gleichen Menschen. Es war beinahe Zufall, wer rechts oder links der Mauer leben würde, als sie gebaut wurde und entsprechend dramatisch waren die Folgen. Mauern trennen. Und sie können somit auch gefährlich werden. Nicht als Mauer an sich gefährlich, aber bedrohlich für den oder die, die sie aufgerichtet haben und je nach Bedrohungsempfinden wird die Reaktion heftiger ausfallen. Natürlich schützen Mauern auch und signalisieren eine Grenze, die nicht einfach so überschritten werden soll. In diesem Fall ist eine Mauer gut. Für alle. Im erst genannten Fall ist sie lebensfeindlich. Wir alle leben mit Grenzen und Mauern auch aus Selbstschutz. Sind Deine lebensbejahend?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich war in den vergangenen Monaten regelmässig im Ausland und kam so an manchem Flughafen vorbei. Mir ist da etwas aufgefallen... Da kann ich in einem Flughafen einer Stadt sein, die alles andere als sauber ist, deren Infrastruktur stark zu wünschen übrig lässt, deren Strassen und Trottoirs beschädigt und schmuddelig sind - aber der Flughafen ist fast ohne Ausnahme sauber, hell, geräumig, modern. Woran das liegt, weiss ich nicht. Vielleicht sollen die Touristen oder Gästen einen möglichst guten ersten und letzten Eindruck vom Land erhalten oder es hat mit Gründen der Sicherheit und Gesundheit zu tun. So oder so - hier herrscht teilweise eine grosse Diskrepanz zwischen diesem einen Ort und der allgemeinen Fläche. Aber bei uns ist es ja häufig auch nicht anders: an gewissen Orten wollen wir einen möglichst guten Eindruck hinterlassen und an andern zeigen wir ein anderes Gesicht. Lass uns doch möglichst überall authentisch sein - für möglichst alle zum Guten.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Der Arzt Lukas erzählt eine Geschichte von vor etwa 2000 Jahren, in der es um zwei Hauptpersonen geht. Einen Mann names Jairus und seine Tochter und um eine Frau, die er namentlich nicht nennt. Nun ist es kulturell erklärbar, dass aufgrund der damaligen sozialen Gefüge Frauen weniger galten und daher auch nicht mit Namen erwähnt wurden, eben wegen ihrer geringeren Bedeutung. Interessant an der Geschichte ist: Jairus bittet zuerst Jesus um Hilfe für seine im Sterben liegende Tochter. Jesus macht sich auf um zu helfen. Er wird aber durch die namenlose Frau, die schwer krank ist und allein durch das Berühren seiner Kleider geheilt wird, aufgehalten. Er lässt das zu und als Konsequenz stirbt in der Zwischenzeit Jairus Tochter. Aber kein Problem für Jesus: er geht hin und holt sie ins Leben zurück. Bemerkenswert finde ich: ob mit Namen genannt oder nicht: Beide Menschen waren gleichermassen hilfsbedürftig. Für Jesus waren sie gleich wertig, gleich wichtig, aufmerksamkeitswürdig.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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