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Das Thema Kaffee heute mal unter dem Aspekt, was es braucht, damit wir ihn geniessen können - könnte natürlich auch Tee oder ein anderes Produkt sein. Wenn ich an einem Automaten oder Zuhause mir einen Kaffee gönne, dann ist der Prozess doch recht einfach. Aber was steckt da alles dahinter! Da sind die Kaffeebauern, die als Profis die Kaffeebohnen mit ihrer Arbeit werden, reifen und ernten lassen. Dann ist da der Transport vom Ursprungsland zu uns mit der notwendigen Sorgsamkeit. Bei uns werden die Bohnen geröstet und abgepackt, eventuell schon gemahlen. Und in dieser Prozesskette sind alle Beteiligten für ihren Bereich Profis und verantwortlich für das beste Ergebnis. Angenommen ich nehme mir das zum Vorbild für meine täglichen Handlungen und Beziehungen - bemühe ich mich da auch so sehr, das Beste zu geben oder fokussiere ich mich darauf, mit möglichst wenig Aufwand den grösstmöglichen Ertrag für mich zu bekommen? Wie ist das bei Dir?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Möglicherweise gehörst du auch zu denjenigen, die Croissants gerne haben. Mir geht es so. Dabei gibt es am Croissant ja unterschiedliche Bereiche: die knusprigen und eher konzentrierten dünnen Enden und dann in der Mitte der luftige dicke Bauch of noch mit einer kleinen knusprigen Teigecke zuoberst - im Idealfall. Oder jeder hat vielleicht auch so seine eigenen Vorlieben, was ein gutes Croissant ausmacht - ob das herkömmliche oder Laugen oder Crusta oder Schoggi oder wie auch immer. Tatsache ist aber: ich könnte denselben Teig in derselben Menge einfach flach ausbacken und so servieren - und der Effekt bzw. Genussfaktor wäre - so vermute ich - nicht so hoch oder anders. Das WIE spielt also eine Rolle: dass das Croissant genau so geformt ist und gebacken wird wie man es eben kennt und nicht anders. Übertragen: das Wie ist genauso wichtig wie das WAS. Wie man etwas sagt oder tut eben auch, nicht nur was. Vielleicht wichtig für Dich heute.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
An meiner Arbeit teilen wir viele Dateien miteinander und bearbeiten diese auch gemeinsam. Das bedeutet, dass immer nur eine Person Schreibrechte hat. Für alle anderen ist die Datei dann nicht zum editieren bereit, sondern nur zum Lesen - oder man kann sich eine Kopie erstellen. Ich habe mich immer wieder ertappt, dass ich schnell beim Öffnen durchklicke und dann vergesse, dass ich auf einer Kopie arbeite, meine Änderungen speichere und vergesse, dass diese ja gar nicht im Originaldokument vorhanden sind, sondern nur in meiner Kopie. Ich denke, so schnell passiert dies auch in der Kommunikation: wir reden und erklären etwas und gehen automatisch davon aus, dass unsere Botschaft genau so empfangen wird, wie wir sie gemeint und gesendet haben. Wir vergessen immer wieder zu überprüfen, ob der Inhalt tatsächlich angekommen ist oder ob er nur bei mir so vorhanden ist. Vielleicht eine Situation bei Dir heute, die es erfordert zu prüfen, ob Dein Beitrag wirklich angekommen ist.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Fenster oder teilweise ganze Gebäudefronten sind heute aus Glas. Das hat die Eigenschaft, dass die Räume dahinter abhängig von der Grösse der Glasfläche sehr hell werden. Andrerseits von innen betrachtet hat man bei grossen Glasflächen eine breitere Aussicht, also quasi einen breiteren Horizont. Kurz: je mehr Transparenz, desto mehr Licht und Helligkeit und Aussicht. Immer mit der Prämisse, dass das Glas nicht schmutzig oder getrübt ist. Jesus bringt einmal einen ähnlichen Vergleich mit dem Auge und sagt: ist Dein Auge sauber, dann ist es auch dein ganzes Inneres. Also für mich: ist da eine grosse, klare Glasfläche - das Auge - dann fühle ich mich auch innen wohler - es ist heller - und von innen sehe ich auch besser, reiner und mehr nach aussen - statt nur mein eigenes Inneres oder Misstrauen anderen gegenüber. Ich finde diesen Vergleich mit dem Auge bemerkenswert. Wie wir unser Umfeld und auch uns sehen hat massive und konkrete Auswirkungen auf unsere Haltung, unsere Inneres, unser Tun und Denken.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Vielleicht hast Du auch schon über gewisse Naturphänomene nachgedacht. Warum hat ein Fluss immer Wasser, obwohl er doch ständig weiterfliesst? Woher kommen die Winde und warum gibt es nach einem Windstoss kein Vakuum? Wie kann es sein, dass es immer wieder regnet und die Wolken immer und immer wieder genügend voll werden, um dem Boden und den Pflanzen die notwendige Feuchtigkeit zu schenken, damit diese Leben haben? Wir sind heute in der Lage auf die meisten dieser Fragen naturwissenschaftliche Antworten zu geben. Aber ich glaube, damit greifen wir zu kurz. Es ist, also würde ich eine grossartige Geschichte einfach auf die Buchstaben und das bedruckte Papier reduzieren. Letztere sind doch nur Vehikel für den grossartigen Inhalt. Und so scheint es mir auch mit den erwähnten Naturereignissen. Das grossartige Wunder, dass sie überhaupt geschehen ist grösser als deren Erklärung. Sie sind Zeugen für mich eines grossartigen Schöpfers.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich bin neulich auf etwas seltsames über einen Freund gestossen: da wurde der Begriff Versöhnung zusammen mit Herrlichkeit und Mannschaft als problematischer Begriff hinsichtlich gender-gerechte Formulierung gebracht. Ich hatte noch nie dran gedacht, dass Versöhnung etwas mit Sohn zu tun haben könnte und daher ausgesprochen männlich wäre. Aber ich mochte den Gedanken: Versöhnung als ein Prozess der Sohn-Werdung. Um es deutlich zu machen - und das ist sprachlich-inhaltlich nun natürlich überhaupt nicht korrekt. Aber es führt die seltsame ursprüngliche Argumentation weiter: Wenn ich den gegenteiligen Prozess von Versklavung suche, komme ich zur Versöhnung. Also: statt Sklave und damit unfrei zu werden, komme ich über die Versöhnung zur Versohnung, zur freien Stellung als Kind in einer Familie mit all den Rechten und auch Pflichten, die diese freie Kindschaft gegenüber des Sklavenstandes mit sich bringt. Ich mag den Gedanken noch immer.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Türen sind Zugänge zu neuen Räumen oder Gebäuden. Abgesehen davon, ob die Türen verschlossen sind oder nicht - man muss sie öffnen. Also eine Unverschlossene Türe ist noch nicht per se der Zugang. Logisch. Wenn ich aber die Türe öffnen will - und ich meine eine konventionelle Türe, die an einer der beiden länglichen Seiten in den Scharnieren verankert ist - muss ich beim Öffnen zur Seite treten - sonst kann ich die Türe nicht an mir vorbei öffnen und stehe mir selbst bei meinem Vorhaben im Weg. Das lässt sich auch gut als Illustration im übertragenen Sinn verwenden: möchte ich neue Wege gehen oder neue Gebiete kennenlernen, kann es sein, dass ich mich zuerst mal zurück nehmen, zur Seite stelle muss, damit sich die Türe, durch die ich gehen möchte, öffnen lässt. So kann ich vermeiden, dass ich mir - auch hier wieder allegorisch - selbst im Weg stehe. Vielleicht hilft Dir diese Illustration gerade in einer aktuellen Situation.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bei uns gibt es zur Fasnacht ein Abzeichen, das man sich dann an die Jacke stecken kann. So eine Art Festabzeichen. In unterschiedlichen Varianten und Preiskategorien. Man kommt an die Fasnacht auch ohne das Abzeichen, aber es ist nicht gerne gesehen. Mit dem Preis für das Abzeichen unterstützt man auch den Anlass und all diejenigen, die sich hier mit Zeit, Energie und Finanzen einsetzen. Es ist also eine Art Wertschätzung den Aktiven des Anlasses gegenüber. Es ist ab und zu so im Leben: man muss nicht, aber es wäre respektvoll oder anerkennend. Bei der heutigen Optimierung ist so eine Anerkennung, gerade auch, wenn es einem etwas kostet, nicht mehr opportun oder selbstverständlich. Wenn Du also in eine Situation kommst, in der Du in irgendeiner Form profitierst - überleg doch, wie Du eine Art der Wertschätzung zurückgeben kannst. Es kann, muss aber nicht materiell oder finanziell sein.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Angst in der Erziehung wird häufig angewendet. Man malt den Kindern ein Schreckenszenario vor Augen um sie von einem Vorhaben abzubringen oder um etwas unattraktiv zu machen. Das Klettern auf den Baum zum Beispiel. Häufig wird mit hoher Gefahr argumentiert. Grundsätzlich ja nicht gelogen. Aber Angst ist in so einer Form eine Art Erpressung. Und häufig ist dann die Angst nämlich bei den Autoritätspersonen grösser, als bei den Kindern, die es betrifft. Angst kann auch Schuldgefühle auslösen. So oder so: es stimmt: Angst ist kein guter Ratgeber. Natürlich kann Angst auch bewahrend wirken. Aber dann ist es eher eine Angst im Sinne von Respekt und Zurückhaltung bei der Einschätzung der eigenen Möglichkeiten. So eine Angst kann hilfreich, bewahrend sein. Sie hat aber vom Wesen her die Eigenschaft, dass sie mündige Entscheidungen dennoch zulässt. Vielleicht gibt es Bereiche, in denen es Zeit ist, sich von der falschen Angst zu trennen und eher der Zuversicht mehr Raum zu geben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unserem Sprachgebrauch haben sich einige Begriffe aus anderen Sprachen etabliert und wir haben dafür kaum noch ein entsprechendes deutsches Wort dafür. Zum Beispiel Toaster. Eigentlich würde das Gerät in der deutschen Sprache Brotröster heissen und ein Toastbrot war ursprünglich mal eine so genannte "Bähschnitte“. Weder den einen noch den anderen Begriff hatte ich je im Sprachgebrauch in irgendeinem Gebiet, wo deutsch gesprochen wird, gehört. Ein Toast ist auch bei uns ein Toast und wird im Toaster zubereitet. Alle verstehen, was damit gemeint ist. Ich finde es schön, wenn solche Begriffe aus spezifischen Sprachen oder Regionen Einzug in andere Sprachen und deren Gebrauch finden. Irgendwie bleibt dieses Besondere, Spezielle erhalten. So sollte es auch bei uns Menschen sein: keine Gleichschaltung oder Übertragung des Eigenen in ein Gesamtes mit dem Verlust des Individuellen, sondern vielmehr Erhalt des Besonderen, Eigentümlichen. Auch Deinem.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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