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Es ist noch nicht lange her, da wurde von unsrer Gesellschaft gesagt, sie sei hedonistisch. Damit meinte man: Alle unsere Handlungen zielen darauf ab, die Lust zu erhöhen und Schmerzen zu vermeiden. Dann kam „Geiz ist Geil“ und viele Strömungen haben heute etwas Asketisches wie beispielsweise Intervallfasten oder ein Lebensstil mit regelmässigem Fitnessstudiobesuch, der wöchentlich zu absolvierenden Jogging-Distanz. Manchmal denke ich, dass wir so viele lebenselementare Bedürfnisse schon abgedeckt haben, dass wir um eine gewisse Sinnerfüllung uns dann erwähnte Bereiche oder Herausforderungen schaffen, um uns selbst einen gewissen Lebenssinn zu geben. König Salomo schreibt im Predigerbuch als eine seiner Erkenntnisse: Genieße jeden flüchtigen Tag, denn das ist der Lohn für deine Mühen. Also allein schon das Geniessen des Tages an sich hat Wert, noch ohne Eigenleistung. Das wünsche ich Dir heute: einfach am Tag, der Dir geschenkt ist, Freude zu haben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn in der Apotheke ein Rezept für Medikamente einlöst werden, wird die Ausgabe über einen so genannten Medikamentencheck geprüft. Eine Mitarbeiterin sucht also die verlangten Medikamente heraus und geht mit dem Rezept und den Präparaten zu einer anderen Fachperson - oft der Apothekerin - und lässt prüfen, ob die korrekten Medikamente gewählt wurden. Dies ist wichtig, damit keine falschen oder falsch dosierten Medikamente dem Patienten überlassen werden. Klingt einleuchtend und gut. Aber… mir fällt auf, dass nicht wirklich die Medikamente geprüft werden, sondern nur die Verpackungen. Sollte sich also im Produktionsprozess ein Fehler eingeschlichen und falsche oder anders dosierte Präparate verpackt worden sein, würde dies beim Medi-Check nicht entdeckt! Alleine die Packung zu prüfen, reicht eigentlich nicht aus oder entspricht sicherlich nicht dem, wofür man es ausgibt. Sei drum heute auch sorgfältig in dem, was Du tust und hilf anderen, es ebenso zu tun.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Kennst Du diese Spiegel, die das Spiegelbild verzerren? Da sieht man sich ganz verzerrt: man ist sehr dünn oder sehr dick oder grösser oder gestauchter etc. als in Realität. Das ist lustig anzusehen und wir wissen auch sofort, dass dies nicht echt ist, sondern ein falsches Bild von uns. Aber wir erkennen es nur deshalb, weil die Übertreibung so gross ist. Wäre sie kleiner, würden wir uns vielleicht fragen „Oh, hab ich schon wieder zugenommen - ich ahnte es!“ oder: "seltsam, dass ich so bleich bin, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Hoffentlich bin ich nicht krank!“ etc. Darüber denken wir jetzt vielleicht - das würden wir doch merken! aber… in unseren Selbstgedanken geschieht nicht selten ein solcher Verzerreffekt: wir sehen uns selbst in so einer Art Verzerrspiegel: da kommt dann auch schnell der Vergleich mit anderen rein: oh, ich bin zu … was auch immer oder zu wenig … was auch immer. Gib auf Dich acht, dass Du ein möglichst reales Bild von Dir suchst und bewahrst.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich ein Flugzeug in der Luft sehe. Wie kann es sein, dass ein dermassen schweres Ding in der Luft bleibt? Es ist sicherlich Ingenieurskunst und natürlich kann man es wissenschaftlich und technisch erklären. Aber man muss darauf zuerst mal kommen. Für mich ist es verborgenes Potenzial, das durch eifriges und beharrliches Suchen entdeckt und ausgenutzt werden konnte und noch kann. Unabhängig mal vom Treibstoff. Wir haben heute in unsrer Gesellschaft viele Probleme und Herausforderungen. Das Beispiel des Fliegens - also finden einer Lösung, die nicht offensichtlich aber irgendwo verborgen vorhanden ist - ermutigt mich für alle bevorstehenden Schwierigkeiten, denen wir uns global, als Gesellschaft oder auch als Einzelne stellen müssen. So wünsche ich Dir damit Mut für Deine Herausforderungen und die Perspektive, dass es gute Lösungen gibt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Hast Du schon mal eine solche VR- oder Ar- oder MR-Brille aufgehabt, mithilfe derer Du in eine erweiterte Realität oder eine virtuelle Realität geführt wurdest? Dort siehst Du dann Dinge, die es in der aktuellen realen Welt so nicht gibt oder nicht zu sehen gibt. Das kann faszinierend, aber irgendwie auch beängstigend sein. Weil gewisse Visualisierungen sind sehr echt und können tatsächlich eine andere Realität suggerieren, als die, welche gerade gilt. Natürlich gibt es sinnvolle Anwendungen dafür wie in der Planung oder Simulation etc. Aber es hat auch etwas Gefährliches, wenn man in eine solche Welt flüchtet oder sich eine eigene Welt zurecht macht, die man gerne hätte - und dann fast realitätsfremd wird. So etwas kann auch schon im Kleinen beginnen - wenn wir manchmal auf Reaktionen von anderen nicht genau hinhören oder auch Signale unseres eigenen Körpers ignorieren etc. Wir haben nur diese eine Realität, in der wir leben. Sei Dir dessen heute besonders bewusst.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ein gewöhnlicher Stuhl hat vier Beine. Damit steht er stabil. Wichtig dabei ist: die vier Beine müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Ist eines zu lang oder zu kurz, kann dies zu Wackeln und Instabilität führen. Dies geschieht infolge von Redundanz beim Bodenkontakt. Hätte der Stuhl nämlich nur drei Beine, wäre keine Überbestimmung oder Redundanz vorhanden und somit bestünde kein Gefahr des Wackelns. Aber die Beine müssten auch entsprechend ausgerichtet werden, was wiederum vielleicht nicht so bequem wäre, weil sie nämlich dann in die Quere kommen könnten. Die Stabilität eines Stuhles setzt also gewisse Dinge voraus. So ist es auch in sozialen Gruppen. Eine gewisse Überstimmung, das können Meinungsgleichheit oder dieselben Talente etc. sein, können der Gruppe gute Stabilität und Ausfallsicherheit bieten. Aber wenn sich ein Mitglied über ein anderes erhebt, kann es eben Dysbalancen geben. Nicht gut. Gelebte Gleichwertigkeit ist in so einem Fall wichtig.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bestimmt gibt es Definitionen, vielleicht solcher der Weltgesundheitsorganisation, die aussagen, was Wohlstand ist. Tatsache ist jedoch, dass es vielen nicht gut geht, beziehungsweise sie zu wenig oder nur knapp genug zum leben haben, während ganz wenige eher im Überfluss leben. Wir gehören zweifellos zu den Letztgenannten. Wir leben im Wohlstand, so sagt man. Aber was ist Wohlstand? Mir gefällt das zusammengesetzte Wort: Wohl und Stand: also ein Zustand, in dem ich mich wohl fühle. Eigentlich, so finde ich, müsste man sagen, dass danach der Wohlstand unabhängig davon ist, wieviele Güter oder Besitz man hat. Es ist ein Zustand im Frieden, im Einklang mit sich selbst und ich denke auch mit der Umwelt und mit Gott. Eben: es ist einem Wohl in diesem Zustand. Ich wünsche Dir für heute, dass Du diese Form von Wohlstand erleben kannst und Dich möglicherweise mehr und mehr danach ausstreckst und diese Form von Wohlstand suchst. Und auch anderen dazu verhilfst.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Was Dir wohl einfällt, wenn Du den Begriff Löwe hörst? Ist es das Tier in der Wildnis, das man anlässlich einer Safari in freier Wildbahn zu sehen hofft? Oder ist es das matte Tier, das in seinem eingeengten Käfig im städtischen Zoo als gefangenes Tier nervös hin und her tigert? Oder ist es die symbolische Figur in manchem Märchen, die den tapferen, aufopferungsvollen und stets für Gerechtigkeit sorgenden Patriarchen darstellt? Es gibt so viele Vorstellungen und Bilder und Ideale, für die der Löwe herhalten muss. In der Bibel ist es im Alten Testament der Stamm Juda, der durch einen Löwen symbolisiert wird wegen des väterlichen Segens. Im neuen Testament, im letzten Buch wird Jesus als Löwe bezeichnet, ein Löwe der überwunden hat. Ich glaube, die direkte Begegnung mit einem Löwen flösst Furcht ein. Zurecht. So werden auch alle Begegnungen geschildert, in denen das oder der Böse Jesus gegenübertritt. Wer Sieger ist, ist stets klar. Besser man steht auf seiner Seite.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Möven kommen wo ich lebe, nicht wirklich vor. Es sind eher Vögel des Meeres. Sie ernähren sich von allerlei, auch von Aas und haben deswegen keinen guten Ruf. Sie treten häufig in Gruppen auf, so dass es schwierig ist, sie anzugreifen. Wenn sie in Scharen auftreten - beispielsweise rund um einen Fischkutter, kann man davon ausgehen, dass es dort etwas zu holen gibt. Jesus gibt mal auf die Frage, wann gewisse Ereignisse der Endzeit geschehen werden, die rätselhafte Antwort: wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier oder Adler. Gedeutet wird es, dass dort, wo es leichte Beute gibt, sammeln sich die Habgierigen. Ich glaube, Jesus hat, das so nicht gemeint, sondern eher: es wird deutliche Hinweise (die Möwen) geben, wenn das Ende kommt. Indizien deuten häufig auf etwas Bevorstehendes hin. Zeichen der Zeit, manchmal grössere, manchmal kleinere. Achte heute auf das, was es geschieht und bemühe dich um die korrekte Interpretation, damit Du vorbereitet bist auf das Kommende.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unseren Quartieren zieren Strassenschilder den Strassenraum. Teilweise sind sie terrestrisch angebracht, teilweise an Gebäuden. Mir gefallen sie. Eine Art funktionale Kunst im Quartier. Dort, wo ich mich auskenne, brauche ich sie eigentlich nicht, ich kenne die Strassennamen und Plätze und Gassen auswendig, so dass die Strassenschilder für mich obsolet sind. Nicht aber für jemanden, der mit dem Gebiet nicht vertraut ist. Er oder sie sind auf diese hilfreiche Orientierung angewiesen. Und so geht es uns doch auch innerhalb unsrer Kulturen: wir wissen, was sich gehört und was nicht, was man tut und besser lässt. Darüber müssen wir nicht reden oder es schriftlich vor uns haben. Kommen wir hingegen in eine andere Kultur, kann es hilfreich sein, darüber zu lesen, was dort gilt und was nicht. Es hat mit Rücksichtnahme und Respekt zu tun, dies zu befolgen. Auch in den Details des miteinander bei unseren kleinere gesellschaftlichen Strukturen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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