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Es gibt verschiedene Weingläser. Ich habe dazu folgenden Text gefunden, der die Bedeutung der Form des Glases für den Geschmack des Weines erklärt: "Das schönste und komplexeste Bukett kommt nicht zur Geltung, wenn der Wein aus dem falschen Glas getrunken bzw. gerochen wird. Es ist deshalb keine Marotte verschrobener Weinsnobs, wenn sie auf unterschiedliche Gläser zu verschiedenen Weinen bestehen, es dient in hohem Masse dem Genuss. Zur Grundausstattung jedes Weingeniessers gehören vier unterschiedliche Glasformen.“ Nun kann man sagen, ich bin kein so grosser Geniesser, ein gewöhnliches Weinglas reicht mir für irgendeinen Wein. Natürlich kann man so jeden Wein trinken - aber man verpasst dabei etwas. Ich stelle mir vor, dass es Gott jedes Mal so geht, wenn er einen Menschen diese Welt erblicken lässt: Jedes dieser besonderen Geschöpfe bedarf einer einzigartigen Gestalt. Nur so entfalten sie sich vollständig. Dieses Geheimnis gilt auch für Dich.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn Luft im Wasser oder Wasser in der Luft ist, beobachte ich, dass unabhängig von der Grösse der Luftblasen im Wasser oder der Tropfen in der Luft beide etwas gemeinsam haben: unabhängig von der eigenen Grösse im fremden Medium bleiben sie in sich eigen. Damit meine ich: eine Luftblase, egal wie gross, besteht immer nur aus Luft und vermischt sich nicht mit der andersartigen Umgebung. Gleiches gilt für die Feuchtigkeit. Die andersartige Umgebung bewirkt auch, dass die eigene Art klarer erkennbar und homogener wird oder bleibt. Der Kontrast der beiden Medien wird also nicht aufgehoben, sondern bleibt. Ich meine, dass dies ein gutes Beispiel ist für uns: Wenn wir in unseren sozialen Gefügen sind, sollen wir uns so wie wir sind, unsere eigene Art unvermischt einbringen. Vielleicht in gewissen Situationen mehr, in anderen weniger - aber immer wir selbst und keine Vermischung von und mit anderen. Denke heute daran, wenn Du mit anderen zusammen bist.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich hatte das Privileg, neulich am Abend einen Spaziergang entlang eines Sees zu machen. Es war zwar eine klare Nacht, aber kaum Mondschein. Der Weg führte durch einen an den See grenzenden Wald. Es war sehr dunkel. Man sah den Weg nicht wirklich und der Naturboden war entsprechend unruhig, also nicht eben. In so einer Situation geht man vorsichtiger, vermeidet ein Stolpern und sich Verletzen. Weil ich wusste, wie dunkel es werden kann, hatte ich vorsichtshalber eine kleine Lampe mitgenommen. Diese erlaubte es mir, die unmittelbar vor mir liegende Umgebung auszuleuchten. Das half enorm, ich fühlte mich schon viel sicherer in meinen Schritten. Dennoch ging ich nicht gleich zügig wie bei Tag. Und ich denke, das ist weise, entspricht den Umständen. In einem Psalmgebet heisst es: Gott, Dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg. So verstehe ich das auch: Gottes Reden als genügend Licht für einen oder zwei nächste Schritte. Das genügt. Und dann benötige ich wieder eine neue Zusage von ihm. Und so komme ich in dunklen Zeit im Leben sicher voran. Ich hoffe, Du auch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Mich hat der zweitletzte Buchstabe im Alphabet schon immer etwas fasziniert. Vor allem wegen seines Namens aber auch deswegen, weil er je nach Gebrauch unterschiedlich ausgesprochen wird in der deutschen Sprache. Und interessant finde ich auch, dass je nach Blickrichtung der Buchstabe zwei separate Linien zu einer verbindet oder aus der anderen Perspektive eine Linie in zwei eigene auftrennt. So könnte man also sagen, dass der Buchstabe sowohl verbinden als auch freisetzen kann. Für den heutigen Tag wünsche ich Dir die Weisheit zu erkennen, wo Einheit und wo Vielfalt dran ist. Nicht immer ist das eine die beste Lösung, sondern manchmal ist Einheit zur Bündelung der Kräfte dran und manchmal die Freisetzung für Andersartigkeit im Wesen und im Verhalten. Beides hat seinen Platz, beides seine Berechtigung. Und gemeinsam bilden Sie einen besonderen Reichtum und Abwechslung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Vielleicht bist Du Ballsport affin und übst selbst eine Ball-Sportart aus. Fussball ist sicherlich die bekannteste in unseren Breitengraden. Was ist so faszinierend am Ball? Egal ob kleiner Ball wie beim Tischtennis oder grösserer wie beim Fussball: es sind meistens zwei Teams, die gegeneinander spielen und der Ball ist am Erfolg respektive dem Endergebnis massgeblich beteiligt. Ist er damit nur Mittel zum Zweck? Nämlich dem, herauszufinden wer besser ist? Aber besser womit oder worin? Natürlich kann man das Spiel so sehen: als Wettbewerb und der Sieger wird gefeiert. Aber ein Ball ist grundsätzlich ein Spielgerät, etwas Freudvolles. Im kompetitiven Umfeld ist er das Gerät, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Im eigentlichen Spiel das Verbindende, das das gemeinsame Spielen erst ermöglicht. Ich wünsche Dir für heute, dass möglichst viel Alltägliches heute für Dich und Dein Umfeld zum spielerisch Verbindenden wird und nicht Kampf oder Wettbewerb.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich glaube, ich hätte nie den Mut zum Fallschirmspringen. Ich habe aber schon viele dieser Schirme heruntergleiten und landen sehen. Es sieht so friedlich und entspannt aus. Aber ich denke mir, dass der Moment des Ausstiegs aus dem Flugzeug alles andere als entspannt ist. Da ist der Schirm ja noch nicht geöffnet und es braucht absolutes Vertrauen vom Springenden in den Schirm, dass der sich beim Ziehen der Reissleine auch tatsächlich öffnet. Von diesem Vertrauen hängt das Leben des Springenden ab. Vertraut er nicht, hat er Zweifel und unterlässt aus diesem Grund den Zug an der Leine - er würde in den Tod stürzen. Ich empfinde Ähnlichkeit in meiner Gottesbeziehung: Er ist immer bei mir, ganz nah wie der Schirm am Rücken und ich kann jederzeit an der Leine ziehen. Zwar werden mir nicht Schwierigkeiten erspart, aber ich fühle mich dennoch gehalten und bin gewiss, am Ende meines Lebens sicher bei Ihm zu landen. Ich wünsche Dir das auch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Schon mal Sorgen gemacht? Natürlich! Sorgen haben - so beobachte ich - die Eigenschaft, dass sie sich total ins Zentrum unsrer Aufmerksamkeit stellen. Alles beginnt sich um sie zu drehen. Wir können dann häufig an nichts anderes mehr denken, sind unkonzentriert und hören nicht mehr richtig zu etc. In vielen Fällen gehen wir mögliche Szenarien durch, stellen uns vor, was wie geschehen oder wie sich wer verhalten oder wer was sagen und wir antworten könnten und immer weiter so. Das Fatale daran ist, dass es nie ein Ende nimmt. Wir können uns irgendwie nicht zu Ende sorgen. Ein Fass ohne Boden, ein schwarzes Loch. Sorgen entziehen uns die Energie, berauben uns unsrer inneren Friedens und mehr. Aber eben: häufig machen wir uns Sorgen oder wir lassen sie zu, geben ihnen Raum. Das müssen wir nicht. Wir können Stop sagen und uns bewusst anderem zuwenden in Gedanken. Diese Entschlusskraft wünsche ich Dir und viel Erfolg bei der Umsetzung und Neuausrichtung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich hatte neulich einen Podcast gehört anlässlich des Todes der Queen. Dabei ging es auch um die Unterscheidung zwischen Monarchie und Demokratie. Mir wurde bewusst, dass die Beziehung als Bürger, die ich zur Regierung habe - sei es zu einem Königshaus oder zu einer Regierung bzw Parlament - ganz anders ist. Ein König ist persönlicher, weil seine Regierung mit seiner Lebensdauer verknüpft ist und seine Familie Teil der Regierung ist, er also mit seinem ganzen Sein engagiert ist. Bei einer Demokratie sind die Regierenden nur auf Zeit verantwortlich. Letzteres ist für mich distanzierter als ersteres. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil mir bewusst wurde, dass daselbe auch im Glauben, im religiösen Bereich passt: Ein Gott oder mehrere sind für mich distanzierter, aber ein König - wie es Jesus von sich sagt - ist viel näher, zugänglicher. Dieser Gedanke oder vielmehr der Aha-Effekt daraus, das Bewusstsein hat mich sehr berührt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Manche leben mit dem Fortschritt nach dem Motto: gestern standen wir am Abgrund und dann kam der Fortschritt. Damit meinen sie: der Fortschritt führt zum Absturz. Andere sind so vom Fortschritt begeistert, dass sie für die Konsequenzen blind sind, wenn es um persönliche Schicksale geht, die negativ ausgelöst werden können. So oder so, Veränderungen lösen etwas aus. Gehörst Du eher zu den Ängstlichen, hab Acht, dass Deine Ängste nicht zu einer Verhärtung oder Verbitterung führen. Ich glaube manch einer verteufelt alles Neue aus Angst vor dem Neuen, das durch die Veränderung kommt. Existenzängste eben. Das muss aber nicht sein. Vielleicht bringt der Fortschritt tatsächlich massive Veränderungen - beispielsweise Stellenabbau oder ähnliches. Aber dafür gibt es auch wieder neue Türen, die sich auftun. So oder so: Ich glaube hier hilft das Urvertrauen in einen guten Gott, der in jeder Lebenslage gut für mich sorgt. Kennst Du diese Sorglosigkeit?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich davon erfuhr, dass bei den Juden der neue Tag am Vorabend beginnt, hatte mich das zuerst irritiert. Dann nahm ich es zur Kenntnis. Heute finde ich es bemerkenswert und zwar drum: in der Nacht verarbeiten wir manches des Vortages. Wenn ich morgens aufwache, habe ich häufig einen Eindruck davon, ob ich eine gute, ruhige Nacht hatte oder ob ich viel verarbeiten musste. Und so wie ich dann am Morgen aufstehe, so gehe ich in den - für uns - neuen Tag. Daher bereitet mich eigentlich die Nacht auf den kommenden Tag vor und daher finde ich es durchaus weise und angebracht zu definieren, dass der neue Tag am Vorabend beginnt. Wir starten also den neuen Tag mit unserer Nachtruhe. Das passt auch zur Schöpfungsgeschichte: am 7. Tag ruhte Gott von all seiner Arbeit. Und am 6. Tag wurde der Mensch erschaffen. Das bedeutet, der erste neue Tag für den Menschen war ein Ruhetag, die Woche beginnt mir Ruhe, der neue Tag mit der Nacht. So entspannend zu wissen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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