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Im deutschen Sprachgebrauch haben wir die Redensart, jemanden hinter Gitter zu bringen - also jemanden gefangen zu nehmen. Das verwendete Bild drückt aus, dass zwischen der Freitheit und dem aktuellen Stand etwas dazwischen steht - nämlich das Gitter und das ist das, was der betreffenden Person im Weg steht oder ihr die Freiheit genommen hat. Ein Gitter - so könnte man meinen - sei nichts Grosses. Keine starke Mauer oder dicke Wände eines Verlieses. Klingt so, also wäre man dennoch frei, hätte freie Sicht, frische Luft etc. Dennoch - da ist etwas, was die eigene Bewegungsfreiheit einschränkt, massiv. Es braucht manchmal im Leben nicht viel und sie kostet uns unsere Freiheit. Dumme Gewohnheiten, falsche Worte, Unehrlichkeit oder Zwänge und Muster. Der Apostel Paulus schreibt einmal in einem seiner Briefe an Christen in Galatien, sie seien zur Freiheit berufen. Also vor und nicht hinters Gitter. Leider ist es uns oft zu wohl hinter diesem Gitter. Wie geht es Dir damit?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es geht nicht mehr lange, da werden wir wieder Kerzen anzünden. Je dünner die Kerze, desto schneller brennt sie nieder und je umfangreicher und dicker, desto länger dauert das Niederbrennen. Ergo: die Menge an Wachs bestimmt die Lebensdauer. Es ist das Wachs, das zusammen mit dem Docht und Sauerstoff diesen Kerzenschein möglich macht, es ist das Wachs, das verbrennt wird und die Flamme ermöglicht. Hast Du schon mal versucht, dem Prozess des Niederbrennens zuzusehen und zu beobachten, wie schnell das geht? Selbst bei den ganz dünnen Kerzen, die in der Kirche verwendet werden, gelingt mir das nicht. Ich kann nur eine Veränderung über die Zeit feststellen. Aber wie es geschieht, das entzieht sich meiner Beobachtungsfähigkeit. So ist es mit vielem im Leben: wir kennen es, wissen dass es funktioniert, aber können es dennoch nicht beeinflussen. Urvertrauen. Vertrauen, dass das Erwartete geschieht - dies wünsche ich Dir für heute in den wichtigen Lebensbereichen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Das Wort Versuchung ist eher altmodisch und in unserer Gesellschaft keines, das wirklich ernst genommen wird. Es dient höchstens für Werbeslogans. So wenn es um ungesunde Nahrung geht oder Konsumgüter, die wir nicht bräuchten oder uns leisten können. Dann werden fast schon zynische oder sarkastische Werbeslogans verfasst wie „Die schönes Versuchung seit es Schokolade gibt“ oder dergleichen. Versuchung ist aber eine sehr ernsthafte Sache und betrifft uns alle. Sie ist ein Verlangen nach etwas, das uns und oft auch anderen schadet. Rachegelüste beispielsweise, anderen selbst empfundenes Unrecht heimzuzahlen, jemandem etwas wegnehmen, auf Kosten anderer es sich gut gehen lassen, sich der Verantwortung entziehen etc. Der Versuchung zu widerstehen bedarf Standhaftigkeit, Rückgrat, Stärke und auch Training. Aber es lohnt sich. Man vermeidet Schaden, Schmerzen und das ewige Drehen um sich selbst und am Ende auch Schuldgefühle. Bist Du standhaft der Versuchung gegenüber?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir wissen es alle: nicht immer scheint im Leben die Sonne, es gibt Zeiten und Dinge, die wir nicht mögen, die wir lieber anders oder gar nicht hätten. Wir sind froh, wenn diese möglichst rasch vorbei sind und möglichst selten oder gar nicht vorhanden. Wir sehnen uns eher nach Glück, Zufriedenheit, Angenehmem, Ruhigen, Frieden und Freude. Aber im Leben gibt es auch Unglück, Unfrieden, Unruhe, Traurigkeit, Hass, Verachtung, Einsamkeit und leider anderes mehr. Das Gute und das Widerwärtige gehen selten oder nie zusammen und dennoch gehören sie zueinander. Zwei Seiten derselben Lebens-Medallie. Vermutlich haben wir alle schon Schicksalschläge erlebt. Bei mir haben sie zu einer Dankbarkeit und Bescheidenheit und viel Frieden geführt. Dankbarkeit, dass es mir heute, jetzt im Vergleich gut geht. Geschieht Widerwärtiges hilft mir die Erinnerung an grössere frühere Schmerzen und lässt das aktuell Schwere leichter aussehen. Das hilft. Vielleicht Dir auch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bestimmt hast du den Begriff undenkbar schon gehört oder selbst verwendet. Undenkbar hat für mich etwas Eigentümliches, etwas, das mich zum Schmunzeln bringt. So bald ich etwas als undenkbar bezeichne, widerspreche ich mir eigentlich selbst. Weil wenn ich etwas denke oder ausspreche und es dann als undenkbar bezeichne, dann habe ich es ja bereits gedacht - also stimmt meine Aussage schon nicht mehr. Das ist mit dem Unsichtbaren nicht so. Hier kann ich sagen: es gibt Hoffnung und sie ist unsichtbar. Undenkbar. Es kommt mir vor, als sei es etwas, das man ergreifen kann und kaum streckt man seine Hand aus, will es fassen, ist es weg. Ich kenne allerdings eine Ausnahme - jedenfalls für mich. Für mich ist Gott undenkbar. Undenkbar im Sinne: ich kann ihn in meinen Gedanken nicht mal annährend zu seinem Wesen wirklich denken, mir vorstellen und dennoch ist er real wie mein Körper. Falls das für dich undenkbar klingt - so muss es nicht bleiben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wusstest Du, dass Hafer fast nur als Sommergetreide angebaut wird? Die robusten Pflanzen gedeihen auch in kühlerem Klima und auf fast allen Böden. Eine Besonderheit des Hafers ist, dass sich die meisten Getreideschädlinge wie Mutterkorn in Hafer nicht vermehren können. Hafer muss also in der Regel nicht gespritzt werden. Eine natürliche Resistenz gegen etwas Schädliches trägt der Hafer also bereits in sich. Wie gut für uns! Nicht nur, dass für uns Konsumierende der Aufwand zur Pflege geringer ist, sondern auch dass der Anbau und die Verarbeitung so gesünder also ohne chemische Substanzen erfolgen können. Wenn man Haferflocken im Müsli isst, ist man sich dessen nicht bewusst. Menschen, die auch eine gute, natürliche Resistenz gegen Falschheit, Doppelmoral, Heuchelei und anderes, das das Zwischenmenschliche zerstört, haben, gleichen diesem resistenten Hafer. Sie im eigenen Leben zu haben ist gesund. Hast Du solche Menschen, bist Du selbst eine oder einer von ihnen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als unser Sohn in den Kindergarten ging, da gab es hin und wieder Anlässe, zu denen die Eltern auch eingeladen wurden und bei denen man einen Einblick in den Kindergartenalltag erhielt. Wir durften miterleben, wie sie als Gruppe miteinander umgingen und welche Rituale sie pflegten. Ich erinnere mich an einen Vers, der zu einem solchen Ritual zu Beginn der Kindergartenunterrichtszeit gehörte. Da sprachen alle unter anderem diese Worte: ich bin ein Stern, ich habe mich gern. Eine Art Selbstgespräch und positive Aussage von einem selbst zu sich selbst. Das beeindruckte mich. Deshalb, weil die Kinder dort schon lernten in sinnvollem Mass sich selbst etwas Gutes zu tun. Nicht übertrieben, aber dennoch bewusst und regelmässig - wie man zu seinen Zähnen durch das Zähneputzen Acht gibt. Ich bin ein Stern, ich habe mich gern. Wie geht es Dir damit: kannst Du diese Worte aus Überzeugung sagen? Vielleicht sogar zu DEINEM täglichen Ritual machen im Sinne der Selbstfürsorge?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im deutschen Sprachgebrauch kennen wir den Ausdruck, dass ein Schlüssel einen Bart hat. Das ist der Teil eines Schlüssels, der ins Schloss eingeführt wird und durch Drehung für das Öffnen und Schliessen sorgt. Dies gilt vor allem für ältere Schlüssel. Es ist der auffällige Teil eines Schlüssels und wenn man da und dort eine Zeichnung oder ein Symbol eines Schlüssels findet - beispielsweise in der Kirchenmalerei bei Petrus. Zukünftig werden Türen möglicherweise nur noch elektronische Schliesssysteme haben - da braucht es keinen Schlüssel mit Bart mehr und viel werden vergessen, was ein Bart und ein Schlüssel ursprünglich gemeinsam hatten und das Wort Bart wird möglicherweise nur noch im Zusammenhang mit der männlichen Gesichtsbehaarung Verwendung finden. Wer dann alte Text liest, mag verwirrt sein. So kann es auch heute sein, wenn Dir Unbekanntes begegnet. Deine fehlenden Kenntnisse sind kein Indiz für die Existenz einer Realität. Vielleicht hilft Dir das.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir alle haben es schon erlebt, dass wir beleidigt wurden und selbst andere beleidigten. In der Regel geht das - so seltsam es klingen mag - am einfachsten mit Worten. Man sagt etwas Abschätzendes oder Entwürdigendes und schon ist es geschehen. Häufig steckt dabei auch die Absicht, genau so eine Verletzung auszulösen. Beleidigungen können aber auch non-verbal sein: ein entsprechender Blick kann extrem verletzend sein, vor allem wenn er gezielt und wiederkehrend eingesetzt wird oder das bewusste Ignorieren einer Person etc. Im deutschen Begriff „Beleidigung“ steckt das Wort „leid“ und genau das löst Beleidigung aus: Leid. Nicht nur bei der betroffenen Person. Häufig ist diese Art von Leid sehr tiefgehend und nicht selten trägt sie das Virus von Rachgelüsten - was wenn ausgelebt zu noch mehr Leid führt. Nur wegen vielleicht eines falschen Wortes oder Blicks. Leid im Deutschen kann aber auch anders enden: indem man ehrlich gemeint sagt: es tut mir leid, was ich gesagt habe.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir Menschen bevorzugen es, wenn es uns gut geht, wir Erfolg haben, unsere Vorhaben gelingen und unsere gemachten Pläne sich umsetzen lassen, wir gesund sind und erfolgreich und mit Glück durchs Leben gehen. Hoffentlich ist das alles ein substantieller Teil des Lebens von uns allen. Aber es ist nicht immer so. Nicht gerne gehören wir zu den Verlierern, sonder möchten auf der Seite der Sieger stehen. Und verlieren, also etwas nicht mehr haben, das gefällt uns auch nicht. Etwas Liebgewordenes wie einen Menschen, ein Zuhause oder anderes zu verlieren schmerzt, hinterlässt Wunden und Narben. Verloren. Ein Partizip, das wir meiden. Sei es, dass wir etwas oder dass wir überhaupt verloren haben in einer Situation oder Sache. Verloren klingt absolut, hat etwas Endgültiges. Wie dunkel das klingt. Wie hoffnungsvoll umso mehr die gute Nachricht, dass da einer seinem Leben die Mission gab - wie er es nannte: zu suchen und zu retten, was verloren ist. Kennst Du den?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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