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Kaum einer empfängt sie gern, eher aber sind wir schnell damit, sie anderen zu geben: Kritik. Gemäss einer online Quelle wird sie so definiert: Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Massstäben. Diese Massstäbe sind, wenn wir ehrlich sind, sehr häufig sehr persönlich gefärbt und sind nicht nur oft sehr subjektiv, sondern ändern sich je nach Situation und persönlichem Empfinden relativ schnell. Kritik an sich ist nämlich eigentlich etwas Gutes. Es ist eine Art Standortbestimmung, die einem hilft anhand einer Aussensicht, ob man dort ist, wo man sein möchte. Kritikfähigkeit bringt einem daher auch häufig weiter als Kritikresistenz. Erhaltene Kritik ist eine Chance zum Weiterkommen. Nicht immer ist sie gerechtfertigt, weil auch manchmal die Motive hinter gegebener Kritik nicht lauter sind. Aber dort, wo sie seriös und gut gemeint ist, hat sie grosses Potenzial zur Verbesserung. Wie im Sport: no pain no gain.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es geht nicht mehr lange, dann kommt die Zeit, in der wieder viel gebacken wird und es zahlreich feine Plätzchen, Lebkuchen und aller Art von Advents- und Weihnachtsgebäck geben wird. Während heute vieles davon vor allem süss ist, gibt es doch auch Traditionsgebäck, in dem sich gewisse Gewürze finden. Pfefferkuchen sind nicht nur süss, sondern haben auch etwas Pikantes, Lebkuchen haben spezielle Gewürzmischungen und in vielem ist Zimt als Bestandteil mit dabei. Der Zimt als solches ist - so denke ich - nicht sehr geniessbar für sich. Aber in Kombination mit anderem gibt er dem Endprodukt eine spezielle Note. Nicht nur im Gebäck, auch beim Tee oder anderen Speisen. Meistens wird der Zimt so als Pulver verwendet, dass er später nicht mehr sichtbar aber durchaus wahrnehmbar ist. Unsichtbar und dennoch vorhanden. Im Idealfall hinterlassen wir auch solche guten Spuren im Leben von anderen - oder andere bei uns. Hinterlässt Du einen guten oder würzigen Geschmack?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich träumte unlängst davon, dass ich mit anderen in einem einigermassen geräumigen Badezimmer wohnte. Das heisst, wir hatten in diesem Raum, sowohl unseren Schlafbereich, als auch das Bad für die Körperpflege. Und dann kam da noch Besuch zu uns. Dies alles in einem Raum. Also keine Rückzugmöglichkeit und mit der Privatspähre war es auch nicht so weit her. Dennoch, es war ein Wohnort, eine Art Ort des Zuhauses und ein räumlicher Orientierungspunkt - zu wissen, dort sind meine Sachen, da bin ich Zuhause. Nun kann man argumentieren, dass dies in der Tat etwas seltsam und unrealistisch ist. Aber selbst im Traum kam mir im Gespräch mit dem Besuch in den Sinn, dass dies gar nicht so aussergewöhnlich sei - schliesslich hätten viele Menschen auf dieser Welt nicht mehr, sondern nur das oder weit weniger zu leben. Das lässt einen von Zeit zu Zeit die Dankbarkeit an dem, was man hat in Frage stellen. Bist Du Dankbar und zufrieden oder muss es immer mal wieder mehr sein?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich noch ein Kind war, da hiess es „Ein richtiger Junge oder Mann hat immer ein Taschenmesser in der Hosentasche.“ Damals als Kind hatte ich noch keines, weil es auch zu gefährlich für mich war. Heute ist es so, dass ich tatsächlich eigentlich immer ein solches Messer bei mir habe - ausser ich muss mit Handgepäck im Flugzeug reisen, wo dies mittlerweile verboten ist. Es kommt bei einer solchen Gewohnheiten so weit, dass wenn man das Teil mal vergisst, man sich fast schon nackt oder einfach nicht bereit oder gerüstet für das Kommende vorkommt, das Gefühl, etwas Essentielles oder etwas zu einem selbst Gehörendes fehle. Seltsam. Ein einfaches Messer, das ich übrigens nicht täglich brauche, aber wenn, dann ist es sehr praktisch. Aber es ginge auch ohne. Hast Du vielleicht auch Gewohnheiten, die Dir so lieb geworden sind, dass sie Dir fehlen, wenn Du sie nicht hast und falls ja - sind das gute oder eher solche, die Du besser loswerden solltest?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In den Geschäften kann man Katzengras kaufen. Ich habe das noch nie gemacht und ganz ehrlich weiss ich auch nicht, wofür es ist. Aber mir fällt auf, dass bei diesen Grastöpfen das Gewächs immer sehr schön gleich hoch und dicht ist. So sieht einfach nur schon der Anblick sehr gepflegt aus. Würden die einzelnen Halme nicht so dicht sein, könnte es vielleicht sein, dass diese leichter brechen oder eingehen und wären sie enger hätten sie vielleicht weniger Nährstoffe oder Licht. So scheint es eine gute, optimale Nähe-Distanz Beziehung zwischen den einzelnen Grashalmen zu geben. Nähe und Distanz sind für uns Menschen auch wichtig. Es heisst, der Mann brauche seine Höhle, in die er sich von Zeit zu Zeit zurückziehen kann und Frauen haben vielleicht - ganz allgemein gesprochen mit den üblichen Ausnahmen - weniger dieses Bedürfnis. So oder so: dieses individuelle Nähe-Distanz Verhältnis ist für die Gesundheit wichtig und darf und soll so auch sein. Lass es zu bei Dir und anderen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich bin neulich auf einen Namen mir unbekannten Namen gestossen: Meremot. Offenbar war er zur Zeit der Rückkehr aus der Gefangenschaft ein Priestersohn im Volk Israel. Als Sohn eines Priesters - so nehme ich an - war er selbst Priester. Was für eine privilegierte Stellung. Sein Name taucht mindestens im Kontext zweier Aufgaben auf: Einerseits war er Zeuge oder verantwortlich für das Wägen der kostbaren und heiligen Tempelgeräte, die zurückgebracht wurden und andrerseits half er aktiv beim Wiederaufbau der Mauer mit. Heilig und profan. Beides war in seinem Leben da. Vom Bauen schmutzige Hände, die das Heilige anfassten. In unseren Vorstellungen teilen wir das tendenziell eher auf: die Heiligen hier, die profanen dort. Mich erinnert diese Kombination an Gottes Werk selbst: dass er als der Schöpfer der Welt, als der Heilige in diese oft kaputte Welt kommt und sie durch sich selbst in der Person von Jesus wieder aufbaut. In jedem einzelnen Leben, wo er Zugang erhält.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gibt es Menschen in Deinem Umfeld, über die Du Dich ärgerst, die Dir auf die Nerven gehen? Ich vermute, wir alle kennen solche Menschen. Manchmal können wir ihnen auch nicht ausweichen. Es sind Menschen in der eigenen Familie oder am Arbeitsplatz oder der Nachbarschaft. Angenommen, sie sind da nicht zufällig und es gibt so etwas wie höhere Führung, dann kann man sich fragen: warum sind die da oder warum bin ich in deren Nähe? Vielleicht nur deshalb, um uns den Spiegel über unsere eigenen Charakterzüge aufzuzeigen. Um uns schonungslos erkennen zu lassen, wie unvollkommen und ja, vielleicht auch böse wir sind oder sein können, wie sehr wir selbst auf Milde und Barmherzigkeit angewiesen sind und längst nicht so gut, wie wir in guten Zeiten zu sein meinen. Ich vermute jemand, dem es ähnlich ging, schrieb darum mal ungefähr Gebet im Psalm 130: Bei Dir, Gott, ist die Vergebung, damit wir Dich anerkennen und ehren. Tröstlich, dass wir mit uns selbst nicht allein sind.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Nüssen nicht dieselbe Schalenoberfläche haben?Eine Haselnuss hat eine glatte Oberfläche und schützt so den essbaren Kern. Bei der Baumnuss oder Walnuss ist das nicht so: da sind die beiden Hälften wellig, ihre Oberfläche unregelmässig. Das kommt daher, dass während die innere Nussschale der Walnuss aushärtet, sie sich in ihrer Form und Struktur verändert, was zu einer unregelmäßigen, gewellten Oberfläche führt. Die Haselnuss hingegen hat eine glattere Hülle, da sie sich auf eine weniger komplexe Art und Weise entwickelt. Wenn ich das aufs menschliche Leben übertrage, so könnte man auch sagen: Menschen, bei denen alles glatt läuft, die geben einen makellosen, einheitlichen Eindruck ihres Lebens wieder. Bei denen, die durch Schweres gingen, sind die Spuren und Folgen davon nach aussen erkennbar. Für uns Menschen sind beide Nüsse geniessbar und schön - halt jede nach ihrer Art. Ich denke, dass gilt auch für alle unsere Lebensgeschichten.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bist Du gut in Sprichwörtern? Da gibt es in unserem Sprachgebrauch ja einige. Als Kind - so scheint es mir jedenfalls - wurden Sprichwörter noch häufiger zitiert im Alltag und hatten eine stärkere Präsenz im Alltagsleben. Heute erlebe ich das kaum noch und viele scheinen so auch in Vergessenheit zu geraten. Leider. Denn häufig findet sich in ihnen eine wertvolle Weisheit, die aus Erfahrung früherer Generationen kommt. Eines, das ich als Kind häufig hörte und das sicherlich mit unserer Zeit damals zu tun hatte und der Kultur war: Verschiebe nicht auf morgen was du heute kannst besorgen. Mit anderen Worten: Wenn dir was in den Sinn kommt, das es zu erledigen gilt, dann tu es umgehend. Wenn Du es hinauszögerst, könnte dir später dafür die Zeit fehlen. Also: pack heute an, was möglich ist - wer weiss was morgen unerwartet kommt und die ursprünglich geplanten Ressourcen beansprucht. Deshalb sei bereit. Es ist nicht zufällig, dass es dir heute in den Sinn kommt.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn Du Dir eine Tanne vorstellst, dann siehst Du, wie die einzelnen Äste mit ihren Zweigen und Nadeln von der Spitze her einander überlagern und so eine Art Dach schaffen, das trotz der geringen Breite der Nadeln einen gewissen Schutz für alles, was darunter liegt, vor dem Regen bietet. Auch bei Zieln ist dieses Prinzip teilweise so: sie sind nicht nahtlos an einander gebaut, sondern überlagern sich teilweise, damit der fallende Regen über sie abläuft ohne dass ein Bindemittel für die Dichtung notwendig ist. Man kann sagen, dass dies unnötig redundant ist, aber wären die Ziegel oder Tannennadeln aufs Minimum reduziert, bräuchte es nur einen Ort, wo eine Beschädigung zu einer undichten Stelle führen würde. So kann auch mal ein Ziegelspitz brechen oder können ein paar Nadeln fehlen - die übrigen gleichen das aus und erhalten den Schutz. Optimieren im Leben ist eben nicht immer alles und zwar hat Ökonomie ihren Platz, aber auch Redundanz zum Schutz und zur Resilienz.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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