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Ich gebe es gerne zu: ich bin ein Uhrenliebhaber, schon seit ich ein kleines Kind war. Mich haben die die Zeiger fasziniert, aber viel mehr noch, dass man da etwas misst. Uhren gibt es in so vielen Varianten: analoge, digitale, farbcodierte oder binäre und manche mehr. Grosse und kleine, tragbare, fest verbaute etc. Was allen gemeinsam ist: sie sind wie ein Thermometer und nicht wie ein Thermostat: sie geben nur wieder, was ist, was gerade passiert, aber sie können nicht steuern oder beeinflussen. Zeit ist eine Dimension, wie der Raum, der wir in dieser Welt unterworfen sind. Zeit ist vielleicht auch eine der Güter, die am sozial gesehen am gerechtesten sind: jede und jeder von uns hat sie, unabhängig von allem anderen. Mit dem Gut kommt auch die Verantwortung. Wie wir unsere Zeit planen, nutzen, einsetzen etc ist unsere Verantwortung. Sich Zeit nehmen, Zeit haben, sie verschenken - was gelingt dir da am besten? Nur für Dich oder dürfen auch andere teilhaben?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Du hast im Haushalt oder bei der Arbeit oder als Kind in der Schule bestimmt schon mal eine Zange verwendet. Deren Funktionsprinzip basiert auf dem Hebelgesetz. Sie hat zwei gegenüberliegende Griffe, die um ein Gelenk als Drehpunkt miteinander verbunden sind. Durch Zusammendrücken der Griffe wird der Kraftaufwand auf die Zangenspitzen übertragen und so kann etwas festgehalten oder zusammengedrückt werden. Interessant ist: wenn Du von Dir aus nach unten drückst, drückt das entsprechende Zangenteil nach oben und umgekehrt. Das Gelenk leitet also die Kraftwirkung um 180 Grad um. Dank dieses Gelenks funktioniert das Prinzip so gut und je unausgeglichener das Verhältnis der Längen vom Gelenk zum Anwender zur Länge bis zum Objekt ist, desto stärker ist die Kraftübertragung. Vielleicht hilft Dir heute - analog zur Zange - mehr Abstand zu einer festgefahrenen Situation und eine inverse Blickrichtung. So kannst Du mit weniger Kraft und Energie das Festgefahrene lösen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wusstest Du, dass sich der Begriff Kamin vom lateinischen Wort caminus ableitet, das „Feuerstätte“ oder „Ofen“ bedeutet. Er ist verwandt mit dem griechischen Wort káminos, was ebenfalls „Ofen“ bedeutet. Ursprünglich bezog sich caminus auf eine Vorrichtung zum Heizen und Kochen. Das klingt nachvollziehbar. Wo Feuer gemacht wird, entsteht Rauch. Wo wir Menschen leben, produzieren wir Dinge, die zu entsorgen sind. Den Rauch kann man durch das Kamin relativ leicht nach oben ableiten und so merkt man gar nicht, wie sehr man Schädliches produziert, weil es ja aus unserem Blickwinkel ist, quasi über unsere Köpfe hinweg. Aber nur weil es nicht mehr sichtbar ist, heisst es nicht, dass es nicht mehr existiert. Hast Du im Leben auch Dinge, die sich mit der Zeit anhäufen, die Du möglicherweise verdrängst, nicht hinsehen magst und die sich dennoch mehr und mehr anhäufen? In diesem Fall rate ich Dir, mal den Psalm 51 vom grossen König David zu lesen. Dem ging es auch so.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
So weit mir bekannt ist, gibt es beim Tee nicht verschiedene Tassen für verschiedene Teesorten. Anders ist das beim Wein. Ich kenne mich kaum aus, aber ich meine zu wissen, dass der Rotwein in ganz anderen Gläsern serviert wird als Weisswein und der Rotwein sogar in sich noch viele verschiedene Gläser hat, um die entsprechenden Weine passend zu servieren für optimalen Genuss. Der Kaffee wird auch je nach Länge, ob Lungo, Espresso oder Ristretto in der passenden Tassengrösse serviert. Ein Ristretto in einem Macchiatoglas - das würde vermutlich einfach nicht gleich schmecken. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht kann sich der Geschmack tatsächlich anders entwickeln und man merkt das beim Trinken. Tatsache ist: für ein bestimmtes Getränkt gibt es die passende Form. Das gilt auch für die Kommunikation. Wähle die passende Form und den geeigneten Moment, wenn Du jemandem oder einer Gruppe heute etwas zu sagen hast. Es wird entsprechend besser aufgenommen werden.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bist Du ein Schachspieler? Ich nicht. Ich verstehe zwar so knapp die Regeln, aber ich bin überhaupt nicht geübt und vermutlich auch sehr schlecht darin. Aber ich verstehe, dass es Figuren mit unterschiedlichen Bewegungsregeln gibt. Ein Bauer darf nicht gleich weit gehen wie ein Läufer und ein Turm nicht dieselbe Bewegung machen wie ein Pferd. Und dies alles auf schwar-weissen klar definierten Feldern. Gerade letzteres ist heute nicht beliebt: klare Abgrenzungen, schwarz-weiss. Vielmehr ist heute vieles grau, nicht mehr klar abgrenzbar, offen, pluralistisch. In gewissen Lebensbereichen mag das gut sein, in anderen schädlich. Wenn auch unpopulär: es gibt Situationen, da muss man schwarz-weiss sein, ein klares Bekenntnis haben, die Wahrheit, die es meines Erachtens wirklich gibt, auch objektiv, klar beim Namen nennen. Ja, manchmal unpopulär, aber erfahrungsgemäss am Ende hilfreicher als fade Unverbindlichkeit. Habe Mut in den geforderten Situationen klar zu sein.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn ich an ein Zelt denke, kommen mir Bilder von einem Zirkuszelt. Das ist gross und hat eine Spitze in der Mitte und besteht quasi nur aus Dach, das von oben steil nach unten verläuft. Es ist nicht wirklich gemütlich darin, weil es den Wind ziemlich gut durchlässt und eigentlich nur vor Regen schützt. Natürlich gibt es auch andere Zelte, solche fürs Campen. Diese sind viel kleiner und schützen auch ein wenig besser vor äusseren Bedingungen. Aber auch in ihnen ist es nicht wirklich warm. Zelte haben dafür den Vorteil, dass man sie einigermassen rasch auf- und abbauen kann und somit sehr mobil ist, örtlich ungebunden. Nomaden leben in Zelten. Und wer mehrere Tage wandern geht in den Bergen übernachtet auch oft in Zelten. Johannes, der Freund von Jesus, beschreibt in seinem Bericht, dass Jesus unter uns zeltete. Er wohnte also nicht bei uns sondern zeltete. Somit war er offen für uns, unterwegs mit uns, bereit uns einzulassen. Bis heute. Hoffnung auch für Dich?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ein Trittbrettfahrer ist jemand, der an Unternehmungen anderer Anteil hat, davon zu profitieren versucht, ohne selbst etwas dafür zu tun. Mit anderen Worten eine Art Parasit. Das Bild ist also polyvalent einsetzbar oder wird in unterschiedlichen Kontexten so verwendet. Es ist ein Bild von einem Fahrzeug, das unterwegs ist und jemand steht dabei auf dessen Trittbrett und lässt sich ohne eigenes Zutun von einem Ort zum andern transportieren. Wenn wir ehrlich sind, sind wir das alle - wir beziehen Leistungen und leben von Dingen, zu denen wir nichts beigetragen haben. Da sind Kultur oder gesellschaftliche Errungenschaften, die viele Generationen vor uns mit viel Arbeit und Disziplin erschaffen haben und von denen wir heute profitieren. Andere haben sich investiert, wir profitieren. Vielleicht ein Grund, heute darüber mal nachzudenken mit Demut und Dankbarkeit für die, die vor uns viel geleistet haben, das für uns heute Selbstverständlich ist.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gewisse Süssigkeiten sind ein ein Stückchen Papier eingewickelt: Lutschbonbons und manches mehr. Sie sind so eingewickelt, dass man einfach an den Enden des Wickelpapiers ziehen muss, also das ganze auseinanderziehen und dann dreht sich die Einwicklung auf und man kann das Bonbon entnehmen. Das geht deshalb, weil die Wicklung der beiden Enden in entgegegesetzter Drehrichtung erfolgte. Nicht selten ist das so bei uns: Entgegengesetztes sieht auf den ersten Blick polar oder fremd oder sich ausschliessend aus, am Ende ergänzt es sich aber optimal. Das ist manchmal in Beziehungen so - es heisst ja, dass sich Gegensätze anziehen; oder besser: ergänzen. Das ist im geschäftlichen Umfeld in Teams so, die somit Stärken und Schwächen ausgleichen und ergänzen. Und das kann möglicherweise auch in Dir drin so sein: Was Du initial an oder in Dir ablehnst ist eigentlich ein Gewinn, eine Stärke oder ein Segen. Kannst Du das so sehen, vielleicht als neue Perspektive?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn Parlamentswahlen oder andere Abstimmungsvorlagen anstehen, erhalten die Bewohner Wahlunterlagen und Propagandamaterial. Diese Unterlagen sind hinsichtlich Aufmachung und Qualität sehr unterschiedlich. Das Layout und damit das Erscheinungsbild spielt eine grosse Rolle, ob der Inhalt gelesen und betrachtet wird. So müssen die Elemente in den Flyern graphisch gut aufbereitet und entsprechend zu einanander ausgerichtet werden. Das gilt auch für online Material wie webseiten oder mobile Apps - eine harmonische, für unsere Sinne attraktive Ausrichtung von Bild, Text und anderem Medienmaterial empfinden wir als orientierungshilfreich, eher als zufällig platzierte Elemente. Für solche Organisation gibt es in den jeweiligen Publishing-Programmen Funktionen zur automatischen Ausrichtung. Auch bei uns Menschen merkt man: hat jemand eine innere Ausrichtung oder ist da kein Lebensprofil vorhanden. Wie sieht das bei Dir aus? Nach was oder wem richtest Du Dein Leben aus?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Am Morgen sieht man auf dem Gras oder einem Gegenstand, der die Nacht über im Freien war, wie sich Feuchtigkeit abgelegt hat. Geht man an einem kühlen Herbstmorgen über Gras, hat man sehr schnell nasse Schuhe. Die Luftfeuchtigkeit, die so per se nicht sichtbar ist, kondensierte an den Grashalmen aufgrund der tieferen Temperaturen und wird so quasi sichtbar. Gleiches in der Sauna oder wenn man zuhause heiss duscht. Da ist also etwas, das für uns zwar unsichtbar aber dennoch vorhanden ist und ein Medium, das es sichtbar macht. Das gleiche Prinzip gilt auch für unsere Gedanken und unser Herz. Für andere per se nicht einsehbar - aber mit unserem Handeln und unseren Worten wird unser Inneres für andere und uns selbst sichtbar. Nicht immer nur gut, sondern manchmal auch erschreckend oder enttäuschend. König Salomo rädt daher: Mehr als alles hüte dein Herz oder Deine Gedanken, denn von ihnen geht das Leben aus. Hast Du das im Alltag im Bewusstsein?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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