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Wir alle kenen Nervosität. Ein sehr intensives Gefühl, das sich sehr speziell, unvergleichlich anfühlt. Es hat etwas von einer inneren Anspannung und wird häufig durch Unsicherheit oder vielleicht auch Angst vor dem Kommenden ausgelöst. Lampenfieber heisst es teilweiese auch. Was der Nervosität jedoch interessanterweise eigen ist, ist dass sie so meine Wahrnehmung zu einem starken Fokus führt. Fokus auf den Auslöser dieses Zustandes. Es wird schwierig, sich in dieser Situation noch auf anderes zu konzentrieren und man muss sich dazu bewusst eintscheiden. Kennst Du das? Eigentlich interessant: während wir sonst im Alltag Mühe mit Konzentration oder Fokus haben wegen der zahlreichen Ablenkungen scheint es hier wie von selbst zu gehen - aber selten auf das Gute. Weil die Nervosität oft auch mit Angst gepaart ist vor dem Unbeeinflussbaren. Gelingt es Dir, dies umzukehren: Starker und bewusster Fokus auf das Gute und Lockerheit gegenüber dem Unbeeinflussbaren?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Oben
Bei uns ist bald wieder Herbstmesse und dann werden nebst vielem anderen auch Ballone verkauft. Diese sehen heute anders aus als damals, als ich Kind war. Damals gab es nur runde Ballone, die sich lediglich in Farbe und Aufdruck unterschieden. Heute gibt es die klassischen - wenn auch eher selten - und dann viele moderne aus Alu und in fast unendlich verschiedenen Varianten als Tiere, Fabelwesen, Symbole etc. Allen gemeinsam ist, dass sie mit Helium gefüllt werden und somit nach oben steigen, weil Helium leichter als Luft ist. Und fliegt einer in den Himmel, tut es dem Besitzenden weh, falls er ihn nicht bewusst fliegen lässt. Für alle anderen ist er ein Moment der Freude und irgendwie Hoffnung. Nach oben - wir haben einen unterbewussten Sinn dafür, dass dort oben Gutes ist. Warum eigentlich? Vielleicht eben doch eine transzendente Ahnung, dass hier bei uns noch nicht alles ist und es einen Himmel und vielleicht auch einen guten Gott über uns gibt?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In meiner Kindheit kamen bei Turnschuhen die Klettverschlüsse für das Schliessen der Schuhe auf. Also statt dass man die Schuhe binden musste, konnte man sehr einfach einen Klettverschluss verwenden - wunderbar für Kinder, die mit dem Binden der Schnürsenkel Mühe hatten. Aber der Effekt war dennoch nicht derselbe. Binden der Schuhe war besser, der Schuh hielt besser und so hielt sich diese Technologie nicht dauerhaft. Abgesehen davon, sieht ein gebundener Schuh auch schöner aus als ein Klettverschluss. Bei den Schnürsenkeln kann es aber mühsam werden, wenn an ihren Enden die Schnur aufdröselt. Deswegen hat es häufig einen Abschlussplastik oder man kann mit etwas Feuer den Abschluss der Senkel versengen. Dies halt die einzelnen Fäden zusammen und hilft, dass de ganze Schnürsenkel besser hält und gesetzt werden kann. Zusamenhalt dient dem ganzen. Kein Senkel-Individualismus. Wie konträr zu unserem Zeitgeist! Bist Du ein Mensch der den Zusammenhalt fördert?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bestimmt ist es dir auch schon aufgefallen, wenn Du ein Fenster geöffnet oder geschlossen hast: je nach Öffnungswinkel, siehst Du durch das Fenster hindurch und erkennst, was draussen ist - oder drinnen, wenn Du von aussen blickst. Oder dann aber spiegelt sich die diesseitige Realität im Fenster und Du erkennst eher ein Spiegelbild oder manchmal, ganz selten eine Art Kombination von Spiegelbild und Durchblick. Das ist aber selten und muss mit den Augen gut interpretiert werden können. So oder so: das Beispiel zeigt: der Winkel ist entscheidend, ob ein Spiegelbild oder ein Durchblick geschieht. Und das lässt sich natürlich wieder prima übertragen: unser Blickwinkel auf die Realität, unser Leben, unsere Situationen, andere Menschen etc ist entscheidend, ob wir dabei nur uns selber sehen und unsere bereits gefertigten Meinungen oder es zulassen, dass wir die echte Realität sehen und sehen wollen. Wie gut gelingt Dir das? Oder wäre eine kleine Winkelkorrektur nötig?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Nachgang
Ich halte mich sehr gerne in einem nahe gelegenen kleine Park auf. Er ist für mich so eine Art mini-Stadt-Oase, in der die Natur Platz hat, wo eigentlich kein Verkehr zugelassen ist, mit wenigen Ausnahmen und wo es glücklicherweise auch nicht sehr viele Menschen hat. Neulich begegnete ich einem älteren Herren, der seine Tabakpfeiffe rauchte. Da der Park es erlaubt, dass man im Kreis gehen, also so eine Art Runden drehen kann, kam ich nach einiger Zeit wieder an der Stelle vorbei, wo ich ihn traf. Der Geruch seiner Tabakpfeiffe lag immer noch in der Luft. Ihn selbst sah ich nicht mehr. Es ist für mich ein Bild dafür, wie wir Spuren in Begegnungen mit anderen Menschen hinterlassen können oder es tun, ob wir wollen oder nicht. Wohlgeruch oder Gestank? Es liegt häufig an uns. Wenn Du heute mit anderen zu tun hast, denke an dieses Beispiel und handle im Bewusstsein, dass das, was du tust und sagst Spuren hinterlässt. Und all das entsteht in Deinen Gedanken und im Herzen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Tunnel
Ein Tunnel ist im Natürlichen ein Ort des Übergangs. So in den Bergen von einem Tal in ein anderes oder ein Weg durch massives natürliches Material. Im übertragenen Sinn ist ein Tunnel häufig das Bild von einer schwierigen Zeit, in der das Leben es nicht gut mit einem meint, wo es Schweres zu ertragen gilt und man eben das Tageslicht, die Sonne nicht sieht. Niemand wünscht sich das. Dies wird in unserer hedonistischen Gesellschaft noch verstärkt und daher verdrängt wo es geht. Wenn man aber auf das Natürlich blickt, hat ein Tunnel auch etwas Hoffnungsvolles: dank im gelingt ein Weg, wo keiner war, ein Durchbruch durch unwegsames Gelände und am Ende vielleicht der Eintritt in eine völlig neue Umgebung. Ein Tunnel kann also auch ein Zeichen der Hoffnung sein. Dies, wenn man ihn nur als Übergangsort betrachtet und darauf achtet, sich nicht unnötig lang in ihm aufzuhalten und ihn als Übergang auch bewusst wahrzunehmen. Hoffnung für Dich oder andere in Deinem Umfeld?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gehörst Du zu den Mutigen, die schon mal mit einem Gleitschirm geflogen sind? Ich habe nur schon gehört, dass es ein gewaltiges Erlebnis sein muss. Ich weiss nicht, ob ich den Mut hätte, falls sich mir die Gelegenheit böte, dies auszuprobieren. Was ich aber meine verstanden zu haben ist, dass es für einen guten Flug Kenntnisse über die aktuellen thermischen Bedingungen braucht. Damit meine ich, wo gewisse Luftmassen wie aktiv sind. Kalte und warme Luft bewirken ja einiges, wenn sie aufeinander treffen und je nach Temperaturunterschiede in den Luftmassen, kann dies zu heftigen Wetterverhältnissen oder -phänomenen führen. Wer dann also fliegt, vertraut sich in einer gewissen Weise diese Naturgegebenheiten an. Ist man in der Luft, hilft nur noch Vertrauen, dass es gut kommt und die Einschätzung vor dem Flug korrekt war. Bist Du mit Menschen, denen Du Vertrauen schenkst ähnlich vorsichtig? Hast Vertrauen in einen guten Gott? Weshalb oder weshalb nicht?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Gehörst Du zu den Menschen, die sich noch Notizen machen mit Papier und mit Stift? Früher, als ich zur Schule ging, war das die einzige und übliche Weise, mitzuschreiben wenn die Lehrperson sprach und uns den Lernstoff vermittelte. Auch später im Berufsleben hatten wir Schreibblöcke oder Notizbücher um im Gespräch mit Kunden Notizen zu machen oder Besprochenes gemeinsam zu diskutieren, festzuhalten, zu skizzieren etc. Heute geht das, wenn überhaupt, digital auf einem mobilen Endgerät, manchmal mit einem so genannten digital Pen. Die Notizen von früher - ich wusste nie, soll es ein Heft oder Buch oder sollen es einzelne Blätter sein. Die losen Blätter konnte man besser aussortieren und nur noch das Wichtigste behalten, dafür musste man sie am Ende organisieren, zusammenheften und die Herausforderung war, Ordnung zu halten, sie dann im Bedarfsfall wieder zur Hand zu haben. Trotz Digitalisierung: bist Du gut organisiert in Deinen Lebensaufgaben?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Viele Früchte werden in dieser Zeit reif und die bunten Farben sind nochmals ein gewaltiges Naturspektakel und Lebensfeuerwerk, bevor der Winter und damit eine Ruhephase kommt. Reife Früchte sind super lecker. Darauf freuen wir uns in den meisten Fällen und wir haben sie in unseren Fruchtschalen nicht nur als Dekoration. Doch immer wieder passiert es auch gerade mit reifen oder überreifen Früchten, dass sie an gewissen beschädigten Stellen Schimmel entwickeln können. Dieser frisst dann um sich und zerstört nicht nur die befallene, sondern auch benachbarte Früchte. Das Unheil geht nicht von selbst vorbei - im Gegenteil: ohne Handeln wird es schlimmer. In unseren Leben neigen wir nicht selten dazu, unerkannte schlechte Dinge oder Situationen zu ignorieren - aber wie bei schlechten Früchten ist das kein wirklich guter Ansatz. Gehst Du erkannte schlechte Eigenschaften oder Situationen entschlossen an um sie zu verbessern und das Umliegende zu schützen?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir leben in einer Kultur und Zeit und einem Land, in denen wir häufig nicht nur das Optimale und Zweckmässige suchen, sondern das Bestmögliche. Das hat auch sein Gutes und spricht für die Qualitätsansprüche einerseits, die wir haben, andrerseits aber auch über unsere Möglichkeiten: dass wir eben über Ressourcen verfügen, die das Bestmögliche erlauben. Nicht immer ist das aber - wie erwähnt zweckmässig. Angenommen - als Allegorie - Du möchtest etwas tun, das nur wenige sehen sollen. Dann reicht ein Vorhang, um anderen den Blick zu verwehren. Es muss nicht gleich eine Mauer hochgezogen werden. Der Vorhang ist schneller montiert, einfacher zu- und aufgezogen, ist dafür nicht schalldicht. Die Mauer wäre dauerhafter, stabiler, schalldichter, aber auch teurer und länger in der Realisierung. Aber das wäre vielleicht gar nicht nötig. Zweckmässigkeit. Vielleicht ein Schlüsselwort für Dich heute - auch in Deinen Ansprüchen an Dich selbst und andere. Das kann sehr entlastend sein.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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