Vielleicht hattest du in deinem Umfeld auch schon Menschen, die dich mit unwahrscheinlicher Ausdauer an Dinge erinnert haben, die du hättest erledigen sollen. Als Kind war es vielleicht das Zimmer aufzuräumen oder sonst eine Aufgabe im Haushalt zu übernehmen. Mir ging es so, dass ich dann häufig erst recht die Erledigung der Aufgabe hinausgezögert hatte, weil ich mich über die stets wiederholte Erinnerung ärgerte. Dabei ärgerte ich mich vermutlich mehr über meine Vergesslichkeit als über den an mich gestellten Anspruch. So gibt es Menschen, die sich Dinge gut merken und bis zu ihrer Erledigung mit grosser Ausdauer dran bleiben, bis sie sie als erfüllt betrachten können. Eigentlich ist es ein Segen, solche Menschen im Umfeld zu haben, die einem an Dinge erinnern, die einem selbst schnell vergessen gehen. Ja das vergessen… in einem Gebet betet König David „lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“. Offenbar musste auch er sich immer wieder mit Ausdauer auffordern, das empfangene Gute von Gott in seinem Leben nicht zu vergessen. Ich wünsche mir mehr von dieser Beharrlichkeit.