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Ich stelle mir vor, wie ein Maler oder Malerin mit ihrem Pinsel sehr sorgfältig die gemischte Farbe auf den Pinsel nimmt und dann an der richtigen Stelle aufträgt. Dies sieht zunächst nur so aus, als ob Material, das an den Borsten klebt nun auf die Leinwand übertragen und irgendwie verstrichen wird. Aber dieser technische leicht zu erkennende und nachvollziehbare Prozess ist in Wirklichkeit das vervollständigen eines Bildes, das bereits in der Vorstellung des Künstlers oder der Künstlerin existiert und nun in Realität, als Schöpfung in den sichtbaren Bereich gebracht wird. Die einzelne Stelle, die gerade aufgetragen wird, könnte man einfach als beliebige Farb-bedeckte beschränkte Fläche sehen - oder aber als wichtigen, ergänzenden Teil des Gesamtbildes. Eine Frage der Optik und Wahrnehmung. Wie siehst Du den heutigen Tag? Als einen unbedeutenden? Den Folgetag nach gestern und vor morgen? Oder als elementaren Teil Deiner eigenen Lebensgeschichte?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
So weit mir bekannt ist, werden Backsteine in der Regel zum Hausbau respektive für die Fassade eines Hauses verwendet. Bei manchen stehen sie auch dekorativ auf einem Büchergestellt oder dienen als Stifthalter. Ich war neulich in einer Stadt, in der im alten Teil der Stadt, die Backsteine als Bodenbelag, also als Pflastersteine benutzt wurden. Das war für mich etwas ungewöhnlich: auf rotem Boden zu gehen. Dann dachte ich aber: ja warum nicht? Es gibt keine Vorschrift, wie Backsteine korrekt einzusetzen sind. So ist es wohl mit vielen Dingen, die je nach Kultur unterschiedliche Verwendung und Einsatz finden. Wenn Du heute anderen begegnest, die vielleicht mit Dingen oder Worten anders, dir ungewohnt und vielleicht sogar etwas irritierend umgehen, dann bleib bei der Irritation nicht stehen, sondern fordere dich selbst heraus mit der Frage, was Du daraus lernen oder wie Du offener für Fremdes werden kannst.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In Zeiten wie diesen, in denen ein Virus so viel Einfluss sowohl auf das global gesellschaftliche als auch das individuelle Leben hat, fällt auf, dass etwas so kleines wie ein Virus so viel Einfluss auf das ganz Grosse haben kann. Oder man denke an eine Mücke, die einen Erreger übertragen kann und vor der man sich kaum schützen kann. So ist der Mensch in all seiner Grösse doch eigentlich sehr verwundbar und fragil, auch wenn er Waffen von gewaltiger Zerstörungskraft erfunden hat. Macht und Wirkung hängen eben nicht immer nur von der Grösse ab. Und so ist es auch im ganz persönlichen. Eine geradlinige, aufrichtige Person mag das Umfeld viel mehr prägen als ein Influencer in den sozialen Medien. Format ist eben keine Frage der Grösse. So sei für heute ermutigt, dass Du mit Deiner Lebensführung, Deiner Aufrichtigkeit ganz unabhängig von der Grösse Deines Einflussbereiches Wirkung hast. Das sind Chance und Verantwortung zugleich.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Tränen kennen wir alle. Sie können durch äussere Reize entstehen, aber auch emotional bedingt sein. In letzterem Fall sind sie eine Art Sprache - für ein Gegenüber oder für einen selbst. Mir helfen Tränen, mir selbst gegenüber etwas auszudrücken, was ich verbal oder in einer anderen Form nicht kann. Es bringt etwas zur Sprache, das über Worte hinausgeht. Es reinigt auch. Dies ist im physischen so - also wenn mir beispielsweise etwas ins Auge gelangt, das dort nicht sein sollte, wird es dank der Tränen ausgeschwemmt. Und ich denke, es ist emotional nicht anders. In seiner Vision, die er als Offenbarung niederschreibt, spricht Johannes im zweitletzten Kapitel von Tränen, nämlich: "Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ Er schreibt nicht davon, dass es keine Tränen mehr geben wird - aber dass sie wahrgenommen und abgewischt werden. Ich finde das sehr schön.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich neulich in den USA war, fielen mir die Hydranten auf. Sie waren auffällig rot und sahen aus wie kleine Feuerwehrleute. Sie waren nicht versteckt oder unterirdisch, sondern ein wahrnehmbarer Teil der Strasseninfrastruktur. Aber Hydranten sind eigentlich sehr selten in Gebrauch, denke ich. Aber wenn man sie braucht, sind sie enorm wertvoll: Wenn es brennt und die Feuerwehr möglichst nah am brennenden Objekt mit fliessendem Wasser versorgt werden kann, kann das Leben retten und vor grösserem Schaden bewahren. Wir haben in unserem Leben auch bemerkenswerte Erfahrungen gemacht oder Begegnungen gehabt. Ich hatte es neulich schon mal gesagt: ich glaube, dass diese nicht zufällig sind, sondern uns für Zukünftiges vorbereiten. Falls Du in einer kniffligen oder schwierigen Situation bist, halte Ausschau nach Deinem nächsten Hydranten, also einer Erinnerung oder Erfahrung, an die du dich anschliessen und von deren Quelle du für den aktuellen Bedarf schöpfen kannst.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Das Sprichwort vom halb vollen oder halb leeren Glas Wasser ist ein geflügeltes Wort und ich finde, es ist sehr passend, auch für unsere Zeit und Gesellschaft. Die Kultur, in der wir leben, prägt uns und prägt unser Denken, unsere Wahrnehmung und auch Interpretation des Wahrgenommenen. So sind gewisse Kulturen eher optimistisch, positiv eingestellt, dankbar für das, was ist - also sehen das halb volle Glas, während andere negativ, Defizit orientiert sind und oft nur das sehen, was fehlt, nicht perfekt ist oder anders ist als erwartet. Diese unterschiedliche Haltungen prägen auch unsere Sicht. Wir sehen nämlich häufig das, was wir sehen wollen: die Optimisten das, was funktioniert, auch wenn es im ganzen Kontext ein kleiner Teil ist und die Pessimisten das, was nicht gut ist, auch wenn es vernachlässigter wäre. Achte doch mal auf Deine Sichtweise, die Kultur, von der Du Dich prägen lässt - und finde heraus, welche Dir besser tut.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Eine Strassenlaterne hat den Zweck, ein öffentliches Gebiet auszuleuchten. Dabei spielen sowohl Höhe der Laternen als auch deren Abstand eine Rolle. Ist der Abstand zu weit, entstehen dunkle Orte zwischen den Laternen. Ist er zu nah, werden unnötig viele Laternen platziert und das ist ökonomisch nicht sinnvoll und kann ev auch zu Konflikten mit anderer Strassenmöblierung führen. Wir Menschen haben auch einen bestimmten Einflussbereich, ähnlich der Leuchtwirkung einer Lampe. Wie die Leuchtwirkung von der Quelle abhängig ist, so ist auch bei uns Menschen der Einfluss in die Gesellschaft abhängig von dem, was in uns drin ist. Wichtig scheint mir auch zu sein, dass man sich dieser Leuchtwirkung bewusst ist - so dass man in einigen Momenten vorsichtig ist und in anderen nicht zu viel Ergebnis erwartet. Vielleicht ist es heute dran, Dir Deiner Einflusssphäre bewusst zu werden und Dein Handeln entsprechend anzupassen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
ich habe neulich einen Berufskollegen getroffen, der mir erzählte, er arbeite im Schwarzwald. Für mich war sofort klar, wo das ist ungefähr sei. Beim weiteren Nachdenken, fiel mir aber auf: wir beide wussten, dass es sich beim Begriff Schwarzwald um ein bestimmtes Gebiet handelt. So konnten wir davon ausgehen, dass wir beide wussten, was gemeint ist. Wörtlich jedoch wäre es für einen, der mit dem Begriff nicht vertraut ist, anzunehmen, dass der Kollege Förster sei. Unsere Sprache ist für mich immer wieder faszinierend: sie ist in sich oft unpräzise und dennoch verstehen wir uns in den meisten Fällen. Wie grossartig doch das System von Sprache und Interpretation funktioniert. Wir können mit Sprache auch mehr als nur das Sichtbare ausdrücken - auch Gefühle, Stimmungen beschreiben etc. Grund genug mal innezuhalten, darüber zu staunen und dankbar und mit Staunen in einen nächsten Dialog zu gehen. Vielleicht gerade heute.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Napoleon war eine prägende Figur in der Geschichte Europas. Bemerkenswert, weil er weder aus einer berühmten Familie stammt noch eine vielleicht wissenschaftlich herausragende Persönlichkeit war. Aber er schaffte es, vom Nobody zum Kaiser zu avancieren. Eine ganze Nation folgte ihm. Ein Volk hörte auf das, was er befahl. Interessant wie im Verlauf der Geschichte immer wieder von solchen Beispielen berichtet wird, wie einzelne Personen es schaffen, an die Spitze eine ganzen Volkes zu gelangen und dieses oft mit diktatorischen Wesenszügen zu führen und regieren. Mich mahnt dies, dass wir als Einzelne Verantwortung haben, wem wir Autorität geben, wem wir folgen und was wir im Kleinen zulassen. Ich ermutige Dich für heute, Deine persönlichen Eindrücke wahrzunehmen, wenn dir etwas suspekt vorkommt und dies nicht zu verdrängen und durch fehlende Reaktion zu tolerieren und unterstützen. Also Zivilcourage zu leben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Mit unseren Augen können wir, wenn sie gesund sind, sehen. Sie sind also ein Sensor, der uns bildhafte Information gibt und diese hilft uns, uns zurecht zu finden und Entscheidungen zu treffen. So mal ganz abstrakt. Wir sehen aber auch mit anderen Sensoren wie unseren Gefühlen, unserem Geist und teilweise auch mit unserer Erfahrung. Andrerseits können wir mit unseren Augen sehen und doch nicht erkennen. Wir nehmen also wahr, sind aber nicht in der Lage oder willens, das Wahrgenommene korrekt zu interpretieren und zu verstehen. Das passiert manchmal auch in der Kommunikation so: Was in Worten formuliert wird, kann tiefgreifender oder mehrdeutig sein und wir sprechen davon, dass die eigentliche Botschaft zwischen den Zeilen steht. Achte doch heute mal darauf, wie Du siehst - in den verschiedenen Arten - und wie offen Du dabei bist, das Gesehene wirklich zu verstehen beziehungsweise verstehen zu wollen und dann auch bereit zu sein, entsprechend zu handeln.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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