Audiostretto 59/4/24

Audiostretto 59/4/24

By Hans-Jörg StarkHealth & FitnessMental Health
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Audiostretto 59/4/24 episodes

  • Gehör

    Ich ging kürzlich joggen und hörte dazu Musik. Da fiel mir plötzlich bei einem Musikstück, dass ich schon sehr, sehr oft gehört hatte, auf, dass da eine Geige mitspielt. Diese hatte ich zuvor noch nie wahrgenommen. Ich war ganz erstaunt. Umso mehr, weil ich mich gar nicht darauf konzentriert hatte, einzelne Instrumente herauszuhören. Ich war aufs Laufen konzentriert. Ich empfand dies einerseits als bereichernd, andrerseits als lehrreich: obwohl diese Geige schon immer in diesem Stück gespielt hatte, hatte ich sie dennoch nie wahrgenommen. Aber sie war immer da - bloss für mich nicht erkennbar oder präsent. So lade ich dich für heute ein, offen zu sein und vielleicht auch erwartungsvoll, dass Du in einem ganz gewöhnlichen Tag wie es jeder andere auch zu sein scheint, etwas neu entdecken darfst, das vielleicht schon immer da aber für dich nicht erkennbar war. Vielleicht die Liebe und Freundlichkeit eines anderen Menschen.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Gestaunt

    Ich hatte bereits früher schon mal zu  den Wildbienen einen Impuls gemacht. Mir kamen sie wieder in den Sinn als ich deren Nistplätze vor mir sah: in der Natur oder in künstlich erstellten kleinen Hohlräumen bereiten sie die Nistplätze für die Larven der nächsten Generation vor. Sie nützen etwas, das wir vermutlich als Abfallhaufen bezeichnen würden als die Geburtsstätte ihrer Nachfolger. Was für uns tot und leblos, ohne Perspektive erscheint, wird für sie zum Ort neuen Lebens. Ist das nicht bemerkenswert? Wenn ich kurz innehalte und darüber nachdenke, habe ich den Eindruck, dass dies vermutlich nur eines von vielleicht unendlich vielen Beispielen der Natur ist, wie sie funktioniert - und in gleicher Weise wie wenig ich davon weiss, mir bewusst ist. Wirklich erstaunlich. Darum meine Einladung an Dich heute: schau doch mal irgendwo in die Natur und bleibe bei etwas stehen, das Du bisher nicht beachtet hast und nimm Dir Zeit, darüber zu staunen und es auf dich wirken und sprechen zu lassen.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Nachgefragt

    In unserer Zeit und Gesellschaft besteht ein gewisser Körperkult. Man geht ins Fitness, lässt vielleicht sogar eine Schönheitsoperation an sich durchführen, ernährt sich vegan oder befolgt Fastenformen wie 16/8 etc. Nicht selten hört man als Reaktion auf die Antwort der Frage, wie es einem gehe: „Die Gesundheit ist das Wichtigste.“ Ich wage dies in Frage zu stellen. Zum einen, weil ich denke, dass wir unsere Gesundheit sicherlich bis zu einem gewissen Grad mitprägen aber nie vollständig kontrollieren können. Zum andern weil ich davon überzeugt bin, dass in uns als Menschen eine Sehnsucht nach mehr angelegt ist als reine Lebenserhaltung. Gewisse Menschen bringen enorme Opfer für gewisse Ziele und riskieren dabei in vollem Bewusstsein ihre Gesundheit. Andere sind in Extremsituationen bereit, für eine Sache oder Menschen zu sterben. Ich denke, dass es sich lohnt, sich zwischendurch ehrlich der Frage zu stellen: wofür lebe ich eigentlich. Hast Du darauf eine befriedigende Antwort?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Reduziert

    Beruflich habe ich immer wieder mit Menschen anderer Nationen zu tun. Da ist es interessant zu erfahren, wie sie die Schweiz wahrnehmen. Einzelne verwechseln unser Land mit Schweden, andere kennen es hauptsächlich durch die klassischen Dinge wie Gold, Käse und Schokolade. Neulich erzählte mir jemand, er möge die Mövenpick-Glacé nicht so. Und nach einem Austausch darüber war ich nachdenklich und merkte, dass ich mich als Schweizer auf dieses Produkt reduziert fühlte. Diese Produkt war für mein Gegenüber der Zugang zu unserer Nation. Mit Recht? Und repräsentativ? Ich fühlte mich pauschalisiert und nur sehr einseitig wahrgenommen. Doch dann dachte ich, wie ich mich wohl anderen Nationen und Menschen gegenüber in gleicher Weise verhalte: aufgrund gewisser Eindrücke oder Bericht bilde ich mir ein, mir eine abschliessende Meinung bilden zu können. Mich lehrt dies, hier vorsichtiger zu sein - Aus Wertschätzung diesen Menschen und Nationen gegenüber.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Verinnerlicht

    Als Junge passierte es mir mal, dass ich nach dem Mittagessen von Kirschkuchen später Apfelsaft, also Most trank. Es war heiss im Sommer. Ich hatte damals keine Ahnung, dass man Most nicht auf Steinobst trinken sollte - weil es dazu führen kann, dass man sich aufs Übelste übergeben muss. So geschehen. Ein prägendes Erlebnis. Es führte dazu, dass ich in den folgenden Jahren und eigentlich bis heute rohe Kirschen meide oder höchst selten esse - obwohl ich sie eigentlich mag. Seltsam. Es ist über 40 Jahre her und dennoch wirkt es nach bis heute. Kognitiv weiss ich, dass ich heute Kirschen essen kann und auch weiss, was ich danach besser nicht zu mir nehme - aber die gemachte Erfahrung wirkt stärker als der Verstand. Kennst Du solche Erfahrungen? Wäre es vielleicht dran, eine solche hinter Dir zu lassen und die unangenehmen Erinnerungen durch neue, positive zu ersetzen? Es würde Dir bestimmt mehr Lebensqualität geben. Viel Mut dazu!

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Zeit

    Wir alle unterliegen der Macht oder dem Gesetz der Zeit. Das heisst, wir alle haben in unseren irdischen Leben einen Start und auch ein Ende, sind Wesen mit Ablaufdatum. Natürlich denken wir in den meisten Fällen wenig daran und planen unsere Leben - ja wie eigentlich? So als wäre das Ende nur ein theoretisches Konstrukt? Oder so als wäre es Teil von unserem Dasein, der Tod als Übergang in eine andere Dimension? Im antiken Rom gab es das Ritual, dass hinter dem siegreichen Feldherrn beim Triumphzug ein Sklave war und mit den folgenden Worten mahnte „Memento mori.“ (Bedenke, dass du sterben wirst.) „Memento te hominem esse.“ (Bedenke, dass du ein Mensch bist.). Ich finde das bemerkenswert und ich denke, wie anders, vielleicht bescheidener würde unsere Welt aussehen, wenn wir bei all unseren Errungenschaften uns dies vergegenwärtigen würden. Ich glaube, es hätte auch Einfluss auf den Umgang miteinander, er wäre wohl respektvoller. Ein guter Zeitpunkt, heute damit zu beginnen.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Ausgebremst

    Kennst Du unangenehme Gefühl, wenn Du in einen Stau gerätst, obwohl du eigentlich schon unter Zeitdruck bist und eine solche Verzögerung gerade sehr unpassend ist? Das kann im motorisierten Verkehr aber auch beim Einkaufen oder Check-In am Flughafen oder sonst wo sein. Mir zeigt es immer wieder auf, wie unflexibel ich dann innerlich bin oder wie eng ich plane, so dass Unvorhergesehenes kaum Platz hat. Nebst dem, dass ich dann genervt bin, stelle ich mir dann aber auch die Frage: ist meine innere Haltung wirklich berechtigt? Sicherlich steckt hinter der zeitlichen Verzögerung keine böse Absicht bei irgend jemandem. Dennoch verspüre ich Ärger. Es ist aber eigentlich eine Einladung, meine Agenda kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob ich nicht flexibler sein und damit Ungeplantes zulassen kann. Es würde mein Leben definitiv unvorhersehbarer, aber auch interessanter - und wenn ich ehrlich bin - vermutlich auch reicher und lebendiger machen. Geht es dir auch so?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Bienen

    Bienen faszinieren mich und ich habe selber eine kleine Wildbienenpopulation. Sie sind fleissige Tiere. Man spricht nicht zu Unrecht von jemandem, der sehr fleissig ist, dass er oder sie eine Arbeitsbiene sei. Aber wozu sind sie so fleissig? Sie sammeln den Nektar um dann diesen für die nächste Generation aufzubereiten. Dh. es werden in Nischen Geburtsplätze für die nächste Generation an Bienen präpariert, damit diese dann schlüpfen und leben können. Klingt irgendwie sinnlos: Man lebt und rackert sich nur ab für eine nächste Generation, die genau dasselbe wieder tut - aber sonst nichts. So vielleicht die Bienensicht. Aber für uns Menschen ist ihre Arbeit ungemein wichtiger: Während ihrer Kerntätigkeit bestäuben sie unsere Pflanzen und sichern somit einen wesentlichen Teil unsrer Nahrung - ohne es zu wissen. Lass dir dies eine Ermutigung sein: vielleicht ist Dein Leben in anderen Leben so elementar wichtig wie die Bienen für uns - ohne dass Du Dir dessen bewusst bist.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Ballon

    Viele lieben Ballons. Heute gibt es ja allerlei in Buchstabenform, als Torten, Palmen, Smileys etc. Früher kannten wir nur den runden Ballon. Es war ein Glück, wenn er mit Helium gefüllt wurde und einige Zeit nach oben drängte. An Hochzeiten wurden Ballons mit Karten steigen gelassen und derjenige Ballon, dessen Karte zurückgeschickt wurde vom weitest entferntesten Ort war der Siegerballon. Manchmal denke ich, ist unser Leben gleich dem eines solchen Ballons: bei der Geburt wird uns der Lebensatem analog zum Helium eingehaucht. Wir lernen zu leben, steigen auf, erreichen Höhen und auch Tiefen und am Ende des Lebens sinken wir wieder, kehren dorthin zurück woher wir kamen. Ursprung und Ende und dazwischen unser Leben. Heute frage ich Dich: Wo bist Du gerade unterwegs? Wo möchtest Du landen? Und wie stellst Du Dir vor, dass Dein Leben nach Deiner Landung weitergeht? Ein Re-fill vielleicht in eine andere, ewige Welt wie es der christliche Glauben verkündet?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Licht

    Bestimmt kennst Du die bekannte Redensart, dass man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen soll. In unserer Kultur tun wir uns etwas schwer damit. Wir wollen ja nicht stolz daher kommen, indem wir uns in den Vordergrund stellen. Aber in der Redensart geht es darum. Andere sollen unser Licht sehen, es soll zu ihrer Erhellung dienen. Jedoch sind wir nicht selten neidisch, wenn andere dies tun  Wir bezichtigen sie der Überheblichkeit, Selbstdarstellung. Dabei würden wir ja selbst so gerne... Ich glaube die Lösung ist einfach: Das Zitat sagt nicht: lass den Lichtträger prominent sein - also wir als Person - sondern das Licht. Also um das, was in uns drin ist, was uns geschenkt wurde an Talenten, Fähigkeiten, Möglichkeiten usf. Damit präsentieren wir nämlich nicht uns selbst, sondern den, der uns das alles geschenkt hat. Wir zeigen, was buchstäblich in uns steckt - und das sollen andere sehen, davon sollen andere profitieren. Welches Licht lässt Du da für Deine Umwelt leuchten?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min

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Audiostretto 59/4/24 ist ein täglicher Podcast mit jeweils einem ermutigenden Impuls für den Tag. Weil vielen heute in einem Tag mit einer vollen Agenda wenig Zeit bleibt, ist dieser Input maximal 59 Sekunden lang. Also analog zu einem Ristretto: kurz, stark und belebend. 59 Sekunden für 24h!