Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften episodes

  • Verstörend normal? Jugendrevolten damals und heute
    Die Jugendrevolte der Bundesrepublik schlechthin war die Studentenrevolte von 1968. Geprägt war sie von besonderen Formen des Protests: Demonstrationen, Sit- und Teach-Ins und anderen spontane Aktionen. Was ist von dieser Protestkultur heute noch geblieben? Spielt die 68er Zeit mit ihrem Ausdruck von Auflehnung und Widerstand für die heutige Jugend noch eine Rolle? Wogegen lehnt sich junge Menschen heute auf, falls sie sich überhaupt noch gegen etwas auflehnen? Über diese Fragen diskutieren die Historikerin Dr. Silja Behre von der Hebrew University in Jerusalem und der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei von der Universität Jena. Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Ulrich Raulff vom Deutschen Literaturarchiv Marbach.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/verstoerend_normal_jugendrevolten_damals_und_heute?nav_id=6891
    54 min
  • Wie man Revolutionen macht! Zur Theorie erfolgreicher Umstürze
    Die Geschichte weiß von gelungenen und von verpatzten Revolutionen. Dabei hängt die Einschätzung ob des Erfolgs einer Revolution nicht zuletzt vom Standpunkt des Betrachters bzw. des Urteilenden ab. So wird unter anderem die Französische Revolution von 1789 gemeinhin als Vorbild für gelungene Umstürze herangezogen, die Märzevolution 1848 in Deutschland für weniger erfolgreiche und über die Russische Oktoberrevolution von 1917 scheiden sich die Geister. Der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung, glaubt nun ein Rezept zu haben, wie Revolutionen zu machen und erfolgreich durchzuführen sind. In seinem Vortrag erläutert er seine Theorie.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wie_man_revolutionen_macht_zur_theorie_erfolgreicher_umstuerze?nav_id=6892
    42 min
  • Einfache Antworten auf schwierige Fragen? Populismus heute und gestern
    Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen haben sich heute fast europaweit etabliert. Die Kampagne der eurokritischen Partei UKIP zum Brexit ist nur ein Beispiel dafür. In Deutschland sitzt mit der AfD eine rechtspopulistische Partei in elf Landtagen und in Polen ist die Partei „Recht und Gerechtigkeit“ an der Regierung. Anfang 2017 trafen sich Europas führende Rechtspopulisten, um vereint gegen Europas Vereinigung zu agieren. Populistische Bewegungen sind hingegen nichts Neues in Europa. Schon seit den 1970er Jahren hat sich in Frankreich mit dem Front National eine rechtspopulistische Partei entwickelt. Inwieweit sich auch auf der Linken populistische Bewegungen entwickelt haben, hängt weitgehend vom angewandten Kriterienkatalog ab. So unterscheiden sich z.B. die nationalen Einschätzungen erheblich, was die Zuordnung von Parteien wie Podemos oder Syriza angeht.
    Einfache Antworten auf schwierige Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens scheinen aktuell überall Konjunktur zu haben. Wann werden populistische Bewegungen besonders stark, wann schaffen populistische Politiker den Sprung in die Regierungsverantwortung? Gibt es eine populistische Versuchung auch für etablierte Parteien und ihre Politiker? Welche Mechanismen spielen eine Rolle bei der Bildung "öffentlicher Meinung"? Hat sich diese mit den Sozialen Medien verändert? Wie kann eine gesamtgesellschaftliche Debattenkultur ohne Populismus aussehen, die gleichzeitig die Kritik aus der Gesellschaft ernst nimmt und sich nicht durch die Beschwörung von Populismus als einem Menetekel dagegen abzuschotten versucht?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/einfache_antworten_auf_schwierige_fragen_populismus_heute_und_gestern?nav_id=7169
    1 hr 33 min
  • Arabischer Frühling, arabischer Winter: Warum scheitern Revolutionen?
    War der Arabische Frühling, als Ende 2010 in mehreren Ländern der Arabischen Welt eine Serie von Protesten und Aufständen ausgelöst wurde, eine Revolution? Was hat die Menschen dazu bewogen, sich gegen Regierungen und Regime aufzulehnen, die allgemein als sehr stabil galten? Welche Motive leiteten die Menschen, welche globalen Rahmenbedingungen haben dazu beigetragen? Und: Was ist vom Arabischen Frühling heute noch geblieben? Über diese Fragen mit dem Fokus auf Syrien, Tunesien und Algerien diskutieren die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Rachid Ouaissa von der Universität Marburg und Prof. Dr. Volker Perthes von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Moderiert wird das Gespräch von der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Krämer von der FU Berlin.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/arabischer_fruehling_arabischer_winter_warum_scheitern_revolutionen?nav_id=6890
    53 min
  • Dantons Tod im Paternoster
    Die Revolution frisst ihre Kinder. So ereilte es bereits Danton, der mit anderen Mitteln als Robespierre eine Republik schaffen wollte. Seine Gegnerschaft zu den ehemals Verbündeten bezahlte er mit dem Leben. Georg Büchner hat diese tragische Dialektik vieler Revolutionen in seinem Drama "Dantons Tod" künstlerisch verarbeitet. Studierende der Universität der Künste haben Büchners Text als Steinbruch für eine besondere Performance unter der Regie von Simon Schlingplässer und Alfred Hartung verwendet. Im Paternoster der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften führen sie ihre Fassung auf.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/dantons_tod_im_paternoster?nav_id=6887
    11 min
  • Die Kunst als Utopie der Revolution
    Richtige Revolutionen sind politisch - in Ursprung, Motiven, Durchführung und Zielen. Das Paradigma dafür ist bis heute die Französische Revolution von 1789. Das Bemühen in Deutschland um eine ähnliche revolutionäre Kraft und Ausstrahlung, war von wenig Erfolg getragen. Woran lag das? Waren die Deutschen für Revolutionen nicht gemacht? Das fragten sich bereits die zeitgenössischen Intellektuellen, wie Goethe, Schlegel oder Fichte. Revolutionärer Ruhm ließe sich dann aber vielleicht auf einem anderen Feld ernten, dort, wo die Deutschen etwas zu bieten hatten: in Philosophie, Dichtung und Kunst? Diesem Ansatz geht in seinem Vortrag der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Wilhelm Voßkamp nach: Können Philosophie, Dichtung und Kunst als ästhetische Revolution an die Stelle politischer treten und dabei ein gleichrangiges Paradigma bieten?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/die_kunst_als_utopie_der_revolution?nav_id=6881
    45 min
  • Über Revolution und Reformation in der Musik
    Beim Thema Revolution und Reformation in der Musik schwingen zwei Deutungsebenen mit, auf denen sich jeweils aus unterschiedlicher Perspektive über das Thema diskutieren lässt: die Musik selbst, bei der Instrumente, Theorien und Arrangements revolutionäre und reformatorische Veränderungen haben, oder die Musik als Resonanzkörper für politische Revolutionen und gesellschaftliche Reformen. Der Sprach- und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Ernst Osterkamp diskutiert beide Aspekte mit der Dramaturgin Nike Wagner und dem Musikritiker Gerhard R. Koch.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ueber_revolution_und_reformation_in_der_musik?nav_id=6885
    56 min
  • Wankende Weltbilder? Revolutionen in den Wissenschaften
    Unblutig und unpolitisch, aber genauso umwälzend - so könnte man Revolutionen in den Wissenschaften kurz und knapp beschreiben, insbesondere in den Naturwissenschaften. Die Kopernikanische Wende gehört ebenso dazu wie die Entdeckung der Quantenphysik oder die gegenwärtig alles umfassende Digitalisierung. Welche naturwissenschaftlchen Neuerungen lassen sich noch als wissenschaftliche Revolutionen bezeichnen? Woran erkennt man sie und welche Bedingungen müssen vorherrschen, damit sie möglich werden? Über diese und weitere Fragen diskutieren der Mathematiker Prof. Dr. Jochen Brüning, die Medizinerin Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, der Chemiker Prof. Dr. Helmut Schwarz und der Astrophysiker Prof. Dr. Matthias Steinmetz. Moderiert wird das Gespräch vom Journalisten Manuel J.Hartung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wankende_weltbilder_revolutionen_in_den_wissenschaften?nav_id=6884
    45 min
  • Lieder der Hoffnung und des Widerstands gesungen von Hanna Schygulla
    Hanna Schygullas Auftritt kommt einem Streifzug durch die Geschichte des revolutionären Liedguts gleich. Angefangen mit der Hymne der Pariser Kommune von 1871 - Le Temps des Cerises - geht es weiter zu den antifaschistischen Widerstandliedern Bella Ciao und ¡Ay Carmela!, bis zu Bertolt Brechts und Hanns Eislers Wiegenlied und Ein Pferd klagt an. Im zweiten Teil führt Hanna Schygulla das Publikum zurück in die Zeit der Achtundsechziger: I can't get no satisfaction (The Rolling stones), Blowing in the wind (Bob Dylan), Imagine (John Lennon), Here comes the sun (The Beatles), Born to be wild (Steppenwolf) und Me and Bobby McGee (Janis Joplin). Begleitet am Flügel wird Hanna Schygulla von Stephan Kanyar.
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    34 min
  • Der Mönch und das Rhinozeros. 1517 – ein Jahr der Weltrevolution?
    Das Jahr 1517 ist das Luther-Jahr schlechthin, so die Rezeption im westlichen Europa und vor allem in Deutschland nicht erst im Jubiläumsjahr. Luther habe mit seinem revolutionären Thesenanschlag zu Wittenberg die Welt verändert, lautet dabei die gängige Erzählung. Der Neuzeithistoriker Prof. Dr. Heinz Schilling bestreitet die Bedeutung Martin Luthers für die Weltgeschichte nicht, kritisiert aber diese Fokussierung auf den Reformator als euro- bzw. germanozentrische Nabelschau. Sein Ansatz ist ein globalgeschichtlicher. Das Jahr 1517 sei vielmehr in eine Epochenschwelle mit einer Reihe von weltbedeutenden Ereignissen eingebettet. Stellvertretend für das Neue und Exotische jener Zeit steht im Vortrag von Heinz Schilling das Rhinozeros von Lissabon, das 1515 von Indien nach Portugal verschifft worden war und von Albrecht Dürer in seinem berühmten Holzschnitt festgehalten wurde. Weitere weltgeschichtliche Entwicklungen folgen. Es begrüßen zu Beginn die Ethnologin Prof. Dr. Carola Lentz sowie die Zivilrechtlerin Prof. Dr. Christine Windbichler.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/der_moench_und_das_rhinozeros._1517_ein_jahr_der_weltrevolution?nav_id=6880
    53 min

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