Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften episodes

  • Martina Plümacher | Wissenschaftliche und künstlerische Kreativität im Wechselspiel der Perspektiven
    Gewohnte Pfade des Denkens und Handelns zu verlassen, ist das, was auch als Perspektivenwechsel bezeichnet wird. Die Philosophin Prof. Dr. Martina Plümacher von der Technischen Universität Berlin nimmt diesen Gedanken zum Ausgangspunkt ihres Vortrags. Sie fragt darin was bei einem Wechsel der Perspektiven genau passiert und was ihn in kreativ macht, geht man davon aus, dass Kreativität bei der Neuordnung bzw. Erfindung von Dingen und Prozessen eine entscheidende Rolle spielt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/martina_pluemacher_wissenschaftliche_und_kuenstlerische_kreativitaet_im_wechselspiel_der_perspektiven?nav_id=6675
    35 min
  • Constanze Peres | Eine Welt aus sich erschaffen - Ingenium, Erfindung und analogisches Denken bei Leibniz und Baumgarten
    Wie lässt sich Neues erschaffen beziehungsweise erfinden? Das hängt nicht zuletzt davon ab, wie "Neues" begriffen wird. Ontologisch oder eher epistemologisch? Die Philosophin Prof. Dr. Constanze Peres von der Hochschule für Bildende Künste Dresden zeigt in ihrem Vortrag, dass im ersten Fall Neues sich darauf bezieht, ob es dieses oder jenes zuvor schon gab. Falls nicht, liegt etwas Neues vor. Im zweiten Fall dagegen ist Neues mit der Erzeugung von Erkenntnis verbunden. Der leitende Gedanke wäre dabei, ob zuvor schon einmal so gedacht worden ist. Ausgehend von dieser Dichotomie geht Constanze Peres der Frage nach, ob es in Leibniz' Universum überhaupt etwas Neues geben kann. Welche Rolle spielen dabei die Erfindungskunst und analogisches Denken? Und: Wie hat der Leibniz-Schüler Alexander Gottlieb Baumgarten seine Ideen weiterentwickelt?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/constanze_peres_eine_welt_aus_sich_erschaffen_ingenium_erfindung_und_analogisches_denken_bei_leibniz_und_baumgarten?nav_id=6674
    58 min
  • Friedrich Steinle | Physikalische Begriffe, mathematische Form und der kreative Gebrauch von Analogien
    Analogien spielen bei der Begriffsbildung in den Naturwissenschaften bereits seit der Antike eine bedeutende Rolle. Sie können ein heuristisches Mittel für die Erklärungen von unterschiedlichen Phänomenen sein, sie können aber auch zur Bestimmung von Fakten, Gesetzen, Theorien und Modellen eingesetzt werden. So gesehen weisen Analogiebildungen ein hohes kreatives Potential auf. Der Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Friedrich Steinle von der Technischen Universität Berlin veranschaulicht die kreative Kraft von Analogien entlang von zwei interessanten Fällen der Wissenschaftsgeschichte: Peregrinius und die Magnetpole zum einen sowie Maxwell und die elektromagnetische Feldtheorie zum anderen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/friedrich_steinle_physikalische_begriffe_mathematische_form_und_der_kreative_gebrauch_von_analogien?nav_id=6673
    59 min
  • Jürgen Mittelstraß | Scientia Perennis: Wie in der Wissenschaft das Alte zum Neuen und das Neue zum Alten wird
    Die Philosophie war in ihrer Geschichte immer wieder der Frage ausgesetzt, was sie eigentlich Neues brächte. Alles sei doch schon einmal da gewesen, gedacht, niedergeschrieben und ausufernd diskutiert worden. Letztlich werde doch immer wieder nur das Alte zum Neuen und das Neue zum Alten: die philosophia perennis, die immerwährende Philosophie. Der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß von der Universität Konstanz überträgt diese Klage über die Philosophie auf die Wissenschaft. Leistet sie wirklich etwas Neues? Oder ist die Wissenschaft auch gefangen in diesem sich selbstperpetuierenden Kreislauf aus Alt und Neu? Falls allerdings doch etwas Neues entsteht, wie verläuft dann dieser Prozess? Und: Welche Bedeutung kommt dabei dem Irrtum zu?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/juergen_mittelstrass_scientia_perennis_wie_in_der_wissenschaft_das_alte_zum_neuen_und_das_neue_zum_alten_wird?nav_id=6672
    57 min
  • Rüdiger Campe | "Mögliche Welten" und "Fictio Analogica". Gottsched, Baumgarten und der Sinn der modernen Fiktionstheorie
    Fiktionale Literatur ist in der Lage Neues zu erfinden, indem sie unausdrückliches Wissen zur Sprache bringt. So verstanden, kann sie ein Kanal sein, über den neues Wissen Eingang in die Gesellschaft findet. Zentral ist dabei das kulturelle Wissen um die Fiktionalität der Literatur. An dieser Vorannahme schließt sich die Frage an, warum dieses unausdrückliche Wissen in der Literatur angenommen wird, obwohl es wesentlich für fiktional gehalten wird? Rüdiger Campe, Professor für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Yale University, geht in seinem Vortrag der Genese der fiktionalen Literatur um 1800 nach und fragt dabei im Rahmen der modernen Fiktionstheorie nach der Bedeutung des Leibnizschen Möglichkeitsdenkens für das westliche Literaturverständnis.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ruediger_campe_moegliche_welten_und_fictio_analogica._gottsched_baumgarten_und_der_sinn_der_modernen_fiktionstheorie?nav_id=6671
    54 min
  • Catrin Misselhorn | Neues Wissen in Literatur? Analogisches Denken als sinnliche Reflexion von Begriffen
    Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Direktorin des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart, steht der Begriff - genauer: begriffliches Wissen. Dabei geht sie der Frage nach, ob Literatur im Sinne einer Form von Kunst und verstanden als soziale Praxis begriffliches Wissen vermitteln kann. Anders ausgedrückt: Kann Literatur als Kunstform neue Begriffe schaffen bzw. unser begriffliches Repertoire erweitern? Und: Welchen Stellenwert nimmt dabei die Philosophie ein? Catrin Misselhorn setzt beide textschaffenden Gattungen - die Literatur und die Philosophie - in ein Verhältnis zueinander und kommt bei ihrer Analyse zu einem überraschenden Schluss.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/catrin_misselhorn_neues_wissen_in_literatur_analogisches_denken_als_sinnliche_reflexion_von_begriffen?nav_id=6667
    48 min
  • Horst Bredekamp | Leibniz' petites perceptions und der innovative Coup des Bildakts
    In Gottfried Wilhelm Leibniz' Erkenntnis- und Wahrnehmungstheorie spielen die petites perceptions eine zentrale Rolle. Anders als Descartes, der Körper und Geist voneinander trennte und in Wechselwirkung zueinander stellte, verstand Leibniz körperliche und geistige Vorgänge als zwei voneinander unabhängige Prozesse, die parallel zueinander verlaufen. Nach Descartes waren die Dinge so wie er sie erkannte - klar und deutlich. Leibniz reichte diese Betrachtungsweise nicht und formulierte über die kleinen, aber unmerklichen Wahrnehmungen sein Verständnis von einer angemessenen Erkenntnis. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp der Humboldt-Universität zu Berlin führt in seinem Vortrag diese Lehre Leibniz' aus und bezieht sie als ästhetische Theorie auf kunsthistorische Fragen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/horst_bredekamp_leibniz_petites_perceptions_und_der_innovative_coup_des_bildakts?nav_id=6666
    52 min
  • Wie entsteht Neues? Analogisch denken in Wissenschaft und Kunst - Leibniz' Idee der Erfindung
    Was ist neu und was heißt es überhaupt, von „neu“ zu sprechen? Ist absolut Neues als „Erschaffung aus dem Nichts“ denkbar und ist diese Idee kompatibel mit der Erfindung „möglicher Welten“ durch (Neu-)Kombination bestehender Elemente wie in Leibniz’ Universum? Das Rätsel des Neuen und seiner Entstehung betrifft gleichermaßen wissenschaftliches Auffinden wie technisches (Er-)Finden und künstlerisches Hervorbringen. Analogiebildungen spielen bei der Entwicklung von Neuem in verschiedenen Ausprägungen eine zentrale Rolle. Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander vertreten in „Surfaces and Essences. Analogy as the Fuel and Fire of Thinking“ (2013) sogar die These, dass die „Analogie“ das „Herz des Denkens“ ist. Sie durchzieht die gesamte Bandbreite der Erkenntnis in der Alltagserfahrung, in Denkoperationen der Logik und Wissenschaft wie auch in komplexen ästhetischen Prozessen und der Kunst.
    Im Sinne von Leibniz’ Multiperspektivität wurde auf der Konferenz die Erfindungskraft analogischen Denkens interdisziplinär beleuchtet. Von verschiedenen Gesichtspunkten aus wurden Differenzen und Schnittstellen des Neuen in Wissenschaft und Kunst in den Blick genommen und analysiert.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wie_entsteht_neues_analogisch_denken_in_wissenschaft_und_kunst_leibniz_idee_der_erfindung?nav_id=6665
    53 min

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