Bildungsstätte Anne Frank

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Bildungsstätte Anne Frank episodes

  • Demokratiekonferenz - Vortrag: Wir sind die Vielen, aber gespalten - Massimo Perinelli - November 2019

    Massimo Perinelli ist Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In seinem Input-Vortrag ging es um die Frage: „Wo hakt es bei der Solidarität? Und warum glaubt niemand mehr ernsthaft etwas verändern zu können?“. 

    Er kritisiert identitätspolitische Konzepte und gegenwärtige Dynamiken in der politischen Linken, die dazu verleiten, sich immer bloß auf das Gleiche; auf Allianzen und gemeinsame Schnittmengen zurückzuziehen. Denn: „Solidarität kann es nur zwischen Verschiedenen geben“. Deshalb plädiert er für eine „echte Beziehung von Unterschiedlichen“ die vom Affekt des Interesses und der Öffnung des sozialen Raums geleitet wird. Nur so kann ein radikal solidarisches Miteinander entstehen, eine „postmigrantische Gesellschaft der Vielen“ mit Orten der Begegnung, in denen die Teilnehmenden um ihre Position streiten und sich verändern können - ohne sich anzugleichen. 

    Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019

    www.partnerschaft-demokratie-ffm.de

    32 min
  • Demokratiekonferenz - Vortrag: Von Solidaritätsbekundungen & Allianzen - Olivia Sarma - November 2019

    Olivia Sarma leitet die  Beratungsstelle response für Betroffene rechter, rassistischer und  antisemitischer Gewalt. Anhand von drei Beispielen aus der Beratungsarbeit zeigte sie in ihrem Vortrag auf, wie praktische  Solidarität und Empowerment von Bündnissen und Allianzen für Betroffene hilfreich sein können. Außerdem plädierte sie für spezifische Brücken  und Allianzen in Behörden und Institutionen:

    „Wir brauchen Polizist*innen und Staatsanwält*innen, Mitarbeitende in den Ministerien, Ambulanzen und in den Wohnungsämtern, von denen wir wissen, dass sie gute Arbeit machen, dass sie sensibel sind und dass sie die Perspektive von Betroffenen ernst nehmen.“

    Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019

    www.partnerschaft-demokratie-ffm.de

    33 min
  • Mitschnitt: Danke Antifa! - Kritik ohne Extremismusverdacht. (Tom Uhlig)

    Der Extremismusbegriff verzerrt Gesellschaft, indem er sie zwischen  einem vermeintlichen politischen Spektrum polarisiert, dessen Mitte es  gegen die Exzesse der Ränder zu schützen gelte. Diese Logik zeigt sich  für die politische Bildung gänzlich unbrauchbar, da Ideologien wie  Antisemitismus, Rassismus, Antiromaismus etc. sich keineswegs auf  bestimmte „extreme“ Szenen reduzieren lassen, sondern  gesamtgesellschaftlich ideologische Deutungsmuster bereitstellen, die  Unsicherheiten in der Moderne falsch zu interpretieren. Insbesondere bei  politischer Bildungsarbeit, die problematische Ressentiments innerhalb  der politischen Linken thematisieren will, verunmöglicht der  Extremismusbegriff und seine Wirkung, linke und rechte ‚Extreme‘ zu  nivellieren und gleichermaßen zu bekämpfen, die produktive Reflexion.

    1 hr 19 min
  • Lesung: Weil sind die Leute blöd - September 2019

    LESUNG MIT ELKE WITTICH UND MIKE WUHLIGER


    Wie läuft es sich bei Demos auf High Heels im Schwarzen Block? Behalten Juden ihre kleinen Käppchen auch beim Duschen auf? Was sucht die AfD in fremder Männer Hosenlätzen? Diese und weitere lebensnahe Fragen beantworten Elke Wittich und Michael Wuliger im Rahmen ihrer Lesung.
    Des Weiteren wird es um Abenteuer bei der Israel-Lobby, Erich Honeckers Couchgarnitur und missglückte Stadtguerilla in der niederrheinischen Provinz gehen.
    Elke Wittich ist Leiterin des Sportressorts der Jungle World.
    Mike Wuliger war bei der Jüdischen Allgemeinen für Kultur
    verantwortlich, und schreibt dort eine wöchentliche Kolumne.

    1 hr 44 min
  • Podiumsdiskussion: Antisemitismus in Deutschland - September 2019

    Antisemitismus ist in Deutschland offenbar weiterhin tief verwurzelt. Laut einer Umfrage der EU-Grundrechteagentur fühlen sich Juden in Deutschland wesentlich häufiger antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt als in anderen EU-Staaten. Der Studie zufolge verzichten rund 75 Prozent der Befragten in Deutschland auf das Tragen jüdischer Symbole wie etwa der Kippa in der Öffentlichkeit, teilweise aus Angst angefeindet zu werden. Für Liberale wie Nordrhein-Westfalens erste Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ist dieser Zustand „unerträglich“. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, den Besuch eines Konzentrationslagers als verpflichtenden Bestandteil der Schullaufbahn einzuführen.


    Nach Auffassung von Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, ziehen sich antisemitische Einstellungen durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Sie würden dort jeweils auf unterschiedliche Weisen artikuliert – mal subtiler als Verschwörungsideologien oder als eine einseitige vermeintliche Israelkritik, mal als offene Beschimpfungen oder tätliche Übergriffe gegen Menschen, die als Jüdinnen und Juden erkennbar sind. Doch unter Demokraten herrscht Einigkeit: Antisemitismus, gleich welcher Art, hat in unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.

    1 hr 34 min
  • Streitbar #5: BDS - Boykott Boykottieren oder Räume belassen? - September 2019

    Wie umgehen mit der Antiisraelischen Boykott-Bewegung? 

    Mit Volker Beck & Hanno Loewy

    Moderatorin: Hadi Ja Haruna-Oelker

    Der Bundestag hat kürzlich eine Resolution gegen die antiisraelische Bewegung Boycott, Divestment, Sanctions (BDS) verabschiedet. Projekte, die zum Boykott Israels aufrufen oder BDS aktiv unterstützen, sollen nicht länger finanziell gefördert werden. Daraufhin haben 60 jüdische und israelische Wissenschaftler*innen die Resolution kritisiert, weil sie „der am weitesten rechts stehenden Regierung in der Geschichte Israels“ nützen und im israelischen Alltag einen Großteil des Engagements für die Rechte der Palästinenser*innen als antisemitisch abqualifizieren würde.

    1 hr 58 min
  • Micha Brumlik - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019

     „Linker Antisemitismus tritt auf, wo strukturelle Verhältnisse falsch  konkretisiert und personalisiert werden.“ 

    Micha Brumlik war Professor für Erziehungswissenschaften an der  Goethe-Universität Frankfurt. Von ihm erschienen zahlreiche Sachbücher,  Artikel und Essays über erziehungswissenschaftliche und philosophische  Fragen sowie die Geschichte und Gegenwart des Judentums.  

    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  

    www.gegenteilvongut.de 

    21 min

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Politische Bildung zu Antisemitismus, Rassismus & Menschenfeindlichkeit.

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