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"Re-Nationalisierungen in der postnational-sozialistischen Gesellschaft" - Vortrag von ➮ Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) mit einem Kommentar von ➮ Markus Brunner (Sigmund Freud PrivatUniversität, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.
Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem Titel »Die Rückseite der Nation« sowohl den »autochthonen« deutschen als auch den ethnischen Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat, was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich zum Umgang mit Nationalismus?
Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf
Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen.
Gespräch mit:
➮ İdil Baydar
➮ Ayesha Khan
➮ Karima Benbrahim, Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW.
Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen.
Teil 1:
➮ Gedenkvideo: „Ich bin Marwa“ von Datteltäter (im Mitschnitt nicht enthalten). Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=CAsXI8Xxl-4Datteltäter.
➮ Performance von Artist Shiva aka Jalabi
➮ Stand-up von Schauspielerin und Kabarettistin Idil Nuna Baydar als ihre Kunstfigur Jilet Ayşe
➮ Spoken Word von Furat Abdulle
➮ Spoken Word von Sanna und Siham
➮ Hate-Speech-Kommentare und empowernde Nachrichten gelesen von Ayesha Khan
➮ Moderatorin des Abends, Aisha Camara:
Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank
Passen Hijab und Feminismus zusammen? Oder spaltet das Kopftuch die Frauenwelt? Was hat Religion mit Antikapitalismus zu tun? Und wie hat eine Komparsinnenrolle in einem Film über das Leben von Bushido bei Emel Zeynelabidin zu einer völlig neuen Einstellung zum muslimischen Kopftuch geführt?
Bei unser vierten Streitbar über das muslimische Kopftuch haben ➮ Khola Maryam Hübsch und ➮ Emel Zeynelabidin kräftig gestritten: Über Feminismus und Religion, über Mode und Modeindustrie, über Identität und Selbstbestimmung. Vielen Dank an euch und an unsere großartige StreitBar-Moderatorin ➮ Hadija Haruna-Oelker für diese tolle innermuslimische, feministische Debatte, bei der wir alle viele neue Perspektiven und Fragen erlangt haben.
Zum Trailer der aktuellen Ausstellung "Contemporary Muslim Fasions" des Museum für angewandte Kunst (unsrer Kooperationspartner des Abends): https://vimeo.com/332633567 #Streitbar
„Dass wir mit unserem Buch sagen wollen, ‚macht euch mal locker‘, ist natürlich kein Freifahrtschein für sexistische Macker. Wir wollen diese genuin linke Kultur des Aufschreiens, wenn es mal nicht gelingt, kritisieren.“
Gemeinsam mit text&beat haben wir gestern im frankfurtersalon den neuen Sammelband „Triggerwarnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ von Saba-Nur Cheema, Eva Berendsen und Meron Mendel released. Denn: Obwohl es große Angriffe gegen Identitätspolitik gibt - von links, von rechts und aus der Mitte -, wollen sie über Stränge der Identitätspolitik sprechen, die problematisch sind.
Mit:
➮ Den Herausgeber*innen Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel
➮ Autor*innen des Sammelbands: Hadija Haruna-Oelker, Lena Gorelik, Deborah Krieg, Charlotte Busch, Ayesha Khan, Céline Wendelgaß & Tom Uhlig.
➮ Klaus Walter von Text und Beat
Mitschnitt vom 21.05.2019
FRANKFURT LIEST EIN BUCH: DIE ZWEI SEITEN DES WESTENDS.
Über die Geschichte eines Viertels zwischen Synagoge und IG-Farben Haus
Mit:
Musik:
Die Geschichte des Westends wollen wir entlang der Entwicklung zweier entgegengesetzter Orte, zweier Kulminationspunkte deutscher Geschichte erzählen: der Westend Synagoge und dem IG-Farben-Haus. Von den zwanziger Jahren bis in die heutige Zeit wollen wir uns der Parallelität dieser zwei Orten widmen, deren Geschichte auf unheilvolle Weise miteinander verflochten ist – die Geschichte(n) erzählen die Historikerin Jutta Zwilling und die Autorin Dalia Wissgott-Moneta im Gespräch mit Tom Uhlig. Untermalt werden die verschiedenen Epochen musikalisch.
Aufzeichnung vom 16.05.2019
STREITBAR # 3: Linker Populismus – Chancen und Gefahren linker Sammlungsbewegungen
Mit:
➮ Ismail Küpel
Moderation: Hadija Haruna-Oelker
Ausnahmsweise gab es bei unserer dritten Streitbar weniger Streit und mehr Harmonie auf dem Podium als sonst. Denn darin, dass „linker Populismus“ problematisch ist, waren sich Ismail Küpeli, Norma Tiedemann und Sebastian Winter einig. Kontrovers war die Diskussion über Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen trotzdem.
Sebastian Winter wies darauf hin, dass Populismus sozialpsychologisch vor allem über die affekthafte Konstruktion von "Wir" gegen "die Eliten" funktioniert. Norma Tiedemann argumentierte, dass die Benennung von konkreten Herrschaftsverhältnissen deshalb noch lange nicht problematisch sein muss. Dem Populismus, der Chantal Mouffe verschwebt, setzte sie das Konzept einer Mobilisierung zur Selbstorganisierung entgegen. Ismail Küpeli machte den Begriff der Solidarität stark und verwies darauf, dass dieses nicht im Widerspruch dazu steht, innerlinke Konfliktverhältnisse z.B. über Rassismus oder Geschlechterverhältnisse auszutragen.
Vielen Dank an unsere Streitbar-Moderatorin Hadija Haruna-Oelker, unsere Podiumsgäste sowie an das interessierte Publikum für die spannende Auseinandersetzung!
DER NAHOSTKONFLIKT WIRD IM PLENUM GELÖST.
➮ Meron Mendel
Aufzeichnung vom 11. April 2019
Alle Infos zur Veranstaltung sowie zur Sonderausstellung:
Racial Profiling-Vorwürfe, rassistische Ermittlungstaktik und Neonazis in den eigenen Reihen: Polizei steht in der Kritik.
Schlaglicht Hessen: Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Kassel ermordet. Ein mögliches rassistisches Motiv wurde von den Ermittler*innen ausgeschlossen, sie vermuteten die Täter*innen im „kriminellen migrantischen Milieu“.
2018/2019: Die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız erhält rassistische Drohbriefe, die mit „NSU 2.0“ gezeichnet sind. Spuren führen zu einem rechtsextremen Netzwerk inmitten der Polizei. Vorgesetzte und Kolleg*innen wollen von all dem nichts mitbekommen haben.
Cop Culture, also die Organisationskultur und Verfahrensmuster der Polizei, ist höchst umstritten. Wie tief die Missstände verankert sind, wird heftig diskutiert. Die 2. Streitbar ermittelt zwischen problematischer Polizeipraxis und einer Kultur der Zivilcourage.
Diskussion mit:
➮ Prof. Dr. Rafael Behr
15 Jahre Polizeidienst in Hessen, danach Studium der Soziologie und Psychoanalyse in Frankfurt/Main. Seit 2008 Professor für Polizeiwissenschaften am Fachhochschulbereich der Akademie der Polizei Hamburg.
➮ Biplab Basu
Gründer der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP Berlin), Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Berlin (ReachOut Berlin)
Moderatorin: Hadija Haruna-Oelker, Hessischer Rundfunk
Aufzeichnung vom 04. April 2019
DAS GEGENTEIL VON GUT - ANTISEMITISMUS IN DER DEUTSCHEN LINKEN SEIT 1968
Begrüßung:
➮ Eva Berendsen (Leiterin Kommunikation in der Bildungsstätte Anne Frank)
➮ Thomas Heppener (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Podiumsgespräch:
➮ Dalia Moneta (ehem. Leiterin der Sozialabteilung der jüdischen Gemeinde Frankfurt)
➮ Meron Mendel (Direktor der Bildungsttätte Anne Frank)
➮ Julia König (Erziehungswissenschaftlerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Moderation: Eva Berendsen
Einführung in die Ausstellung:
➮ Tom Uhlig (Kurator der Ausstellung und Mitarbeiter der Bildungsstätte Anne Frank)
Kraken-Symbolik bei Massenprotesten, Boykottaufrufe gegen Israel und der Streit ums Palituch – die Geschichte der politischen Linken in der Bundesrepublik ist immer wieder auch von Momenten gekennzeichnet, in denen antisemitische Stereotype in Umlauf gebracht und ignoriert wurden oder die Szene tief spalteten. Momente, in denen linkspolitische Anliegen hinter ihre eigenen emanzipatorischen Ansprüche zurückfallen, Widersprüche in Theorie und Praxis sind Gegenstand dieser Ausstellung.
Frankfurt war und ist dabei immer wieder Austragungsort solcher Auseinandersetzungen: Wir blicken auf den Häuserkampf der frühen Siebziger, die geplante Aufführung des Fassbinder-Stücks »Der Müll, die Stadt und der Tod« und die jüngsten Blockupy-Proteste. 1968 bildet den Ausgangspunkt, weil in diesem Jahr die Stimmung zu kippen scheint: Eine vormals eher israelsolidarische Haltung der Linken mündete in den Antizionismus. Dabei folgt die Ausstellung einer Topographie von Räumen, in denen linkspolitische Kritik geübt wurde: an der Trinkhalle, an der Universität, im Supermarkt, in der Wohnung, auf der Bühne und auf der Straße zeichnet sie die Traditionslinien antisemitischer Argumentationsformen nach. Auch – nicht nur in Frankfurt.
Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm laden dazu ein, zu ergründen, wann das Gutgemeinte das Gegenteil von gut ist.
www.gegenteilvongut.de
Aufzeichnung vom
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