Warum ist das Kopftuch, getragen von muslimischen Frauen, das in Deutschland wohl am hitzigsten diskutierte Stück Stoff der vergangenen zehn Jahre? Darüber haben wir beim Fachtag "Stigma Kopftuch" diskutiert.
Dabei stellte Günter Bauer vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt in seinem Grußwort fest, dass Kopftücher schon seit Langem in Frankfurt präsent seien und zu der diversen Stadt gehörten.
Saba-Nur Cheema, Leiterin der politischen Bildung in der Bildungsstätte Anne Frank, belegte die Kontroversen, die durch das Kopftuch regelmäßig ausgelöst werden, mit dem aktuellen Werbeclip einer israelischen Bekleidungsfirma, in dem eine Frau als Akt der Befreiung einen Niqab ablegt.
Die Wissenschaftlerin Meltem Kulaçatan führte mit ihrem Vortrag „Projektionsfläche Kopftuch" in das Thema genderspezifische Diskriminierung und die daraus resultierenden Konsequenzen für Musliminnen ein. Für ihre Forschung hat Kulaçatan Interviews mit Betroffenen von antimuslimischem Rassismus geführt.