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Diese kleinen Wassermonster fanden wir schon immer spannend - so spannend, dass sogar einmal zwei von ihnen in 50% der biophon-Haushalte lebten. Axolotl faszinieren nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt, sie finden auch in zahlreichen Büchern, Filmen, Serien und musikalischen Werken Erwähnung. Hoch erfreut haben wir uns Folge 295 unseres Lieblingspodcasts „Geschichten aus der Geschichte“ angehört und gelernt, wie diese spannenden Amphibien nach Europa kamen und nehmen das zum Anlass, die Biologie der Tiere nachzuliefern. Die ist nämlich erzählenswert: Axolotl sind mitnichten „Standard-Lurche“. Der hauptsächliche Grund für ihre Verbreitung in den Laboren der ganzen Welt: wird einem der Tiere ein Bein abkömmlich, wächst es nach. Vollständig funktionsfähig. Gleiches gilt für nahezu alle Organe der Tiere. Wie das funktioniert wüsste die Wissenschaft auch gern und hat unter anderem zwei Institute gegründet, die die Regenerationsfähigkeiten der Axolotl erforschen. Wo und wie die Tiere leben, wie sie aussehen, wen und wie sie fressen und wie man sie im heimischen Aquarium hält - darum gehts in biophon-Folge 14.
Geschichten aus der Geschichte: https://www.geschichte.fm
GAG295 - Die Verwandlung des Axolotls: https://www.geschichte.fm/podcast/gag295/
Quellen:
Kragl, M. et al (2009). Cells keep a memory of their tissue origin during axolotl limb regeneration.Nature. https://doi.org/10.1038/nature08152
Menger, B. et al. (2011). AmbLOXe–an epidermal lipoxygenase of the Mexican axolotl in the context of amphibian regeneration and its impact on human wound closure in vitro. Annals of surgery. https://doi:10.1097/SLA.0b013e318207f39c
Roensch, K. (2013). Progressive specification rather than intercalation of segments during limb regeneration. Science. https://doi.org/10.1126/science.1241796
Nowoshilow, S. et al (2018). The axolotl genome and the evolution of key tissue formation regulators. Nature. https://doi.org/10.1038/nature25458
Bildquellen: privat.
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Manchmal ist es gut, eine Geschichte ganz am Anfang zu beginnen - besonders dann, wenn es um eine Tierfamilie geht, die die Menschheit schon seit Tausenden von Jahren begleitet. Was ein Kamel ist, weiß schließlich jeder - groß, wüstenbewohnend, beladen mit, äh, wievielen Höckern jetzt eigentlich? Und was genau ist in diesen Höckern nochmal gespeichert? Und gibt es Kamele nur in Afrika? All diesen sicher geglaubten Wissensbruchstücken gehen wir in dieser Folge auf den Grund - denn die wiederstandsfähigen Paarhufer haben noch so Einiges mehr zu bieten als Höcker und Schaukelgang. Wie Kamele Wasser sparen, warum ihr Blut einzigartig ist und was sie mit Haifischen gemeinsam haben, gehört su den faszinierendsten Anpassungen an extreme Lebensräume im (Säuge)Tierreich. Für barrierefreien Zutritt für alle Kamele ist diese Folge außerdem garantiert nadelöhrfrei.
Quellen
Duke Research Blog: The Mytery Behind the Camel statue. 2021. https://researchblog.duke.edu/2014/09/23/the-mystery-behind-the-camel-statue/
Alexander, R. M. 2007. Knut Schmidt-Nielsen (1915–2007). Nature. DOI
Perk, K. , 1963. The camel's erythrocyte. Nature.
DOI: https://doi.org/10.1038/200272a0
Jain, N. C., et al., 1974. Morphology of camel and llama erythrocytes as viewed with the scanning electron microscope. British Veterinary Journal. DOI: https://doi.org/10.1016/S0007-1935(17)35895-5
Gross, M., 2004. The birds, the bees and the platypuses . ISBN-13 : 978-3527322879
Brooks, C. L., et al. 2018. Immunological functions and evolutionary emergence of heavy-chain antibodies. Trends in immunology. DOI: https://doi.org/10.1016/j.it.2018.09.008
Arbabi-Ghahroudi, M. 2017. Camelid single-domain antibodies: historical perspective and future outlook. Frontiers in immunology. DOI: https://doi.org/10.1038/446744a
Bildquellen
Coverbild: privat
Bactrian Camel in Shanghai Zoo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Dromedary camel in outback Australia, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Guanaco in Torres del Paine National Park in Chile, Public domain, via Wikimedia commons
A vicuña grazing near Arequipa, Peru., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Dromedar, das von einem Mann beobachtet wird. Duke Research Blog: The Mytery Behind the Camel statue. 2021. https://researchblog.duke.edu/2014/09/23/the-mystery-behind-the-camel-statue/
Camel Erythrocytes, from Jain, N. C., et al., 1974. Morphology of camel and llama erythrocytes as viewed with the scanning electron microscope. British Veterinary Journal. DOI: https://doi.org/10.1016/S0007-1935(17)35895-5
Lamaporträt , GFDL 1.2, via Wikimedia Commons
Heavy chain and common antibody, Public domain, via Wikimedia commons
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Bücher, Plakate, Filme, Musikvideos - mal offen, mal subtil. Kaum ein Thema scheint uns wichtiger zu sein als Sex. Doch: was verbirgt sich eigentlich dahinter? Warum pflanzen sich Organismen sexuell fort? biophon Folge 12 erzählt, warum dieses Thema nicht nur für uns so unfassbar relevant scheint, sondern zurecht als eines der wichtigsten Themen der Biologie bezeichnet werden kann. Tiere legen für Sex weite Distanzen zurück, Pflanzen werden erfinderisch und nehmen es mit Weibchen und Männchen nicht ganz so genau und sogar Bakterien haben manchmal ihre Fing… - Entschuldigung: Geißeln - im Spiel. Wer Sex(uelle Fortpflanzung) aus der Perspektive der Biologie kennenlernen und wissen möchte, was es mit Schlangen in Blumentöpfen, Sex ohne Männchen, Sex mit sich selbst und Geschlechtsumwandlungen im Tierreich auf sich hat, sollte diese Folge auf keinen Fall verpassen.
Quellen:
Crow, J.F. (1994). Advantages of sexual reproduction. Developmental Genetics. https://doi.org/10.1002/dvg.1020150303
Agrawal, A. (2001). Sexual selection and the maintenance of sexual reproduction. Nature. https://doi.org/10.1038/35079590
Todd E, V, Liu H, Muncaster S, Gemmell N, J. (2016): Bending Genders: The Biology of Natural Sex Change in Fish. Sexual Development. https://doi.org/10.1159/000449297
Bildquellen:
Coverbild: Carl Mueller, Ladybugs, CC BY 2.0, via flickr.com
Blumentopfschlange: Davidvraju, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Magnolie: Ulf Eliasson, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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Spinnen kennt man: Zu viele Beine, zu viele Augen, zu viele Haare, zu viele Netze in zu weit entfernten Ecken meines Wohnzimmers. Doch auch abgesehen von ihrer unanständigen Anzahl an Extremitäten sind Spinnen etwas ganz Besonderes. Wir werfen darum in dieser Folge einen tiefen Blick in unsere geistige Schublade mit der Aufschrift "Krabbeltiere", und räumen darin einmal gründlich auf. Außerdem gehen wir einem diffusen Wissensbruchstück nach, welches vielleicht beim Einen oder der Anderen im Kopf schlummert und lautet: Spinnen hören mit den Beinen. Gleich vorneweg: Stimmt. Aber wie genau machen sie das eigentlich? Und kann man das überhaupt hören nennen? Und wenn ja, was hören Sie? Wie Minielektroden, Ogergesichtige Wurfnetzspinnen und Zufälle dazu beitragen, diese Frage zu klären, und wie es sich anhört, wenn man Computerprogramme ein Spinnennetz simulieren lässt, das erfahrt ihr hier - wenn ihr euch traut.
Quellen:
New Scientist: The Frequencies of a vibrating spider web have been made into music. 2021. https://www.newscientist.com/article/2274185-the-frequencies-of-a-vibrating-spider-web-have-been-made-into-music/
ACS conference 2021: Making music from a spider web.
https://www.youtube.com/watch?v=qBIHztbOAAc&list=PLjdmj19Qw3briq-rasCTd4SboRf0Aa8bl&index=7
TED talk Markus J. Buehler: Turning sound into matter. 2020. https://www.ted.com/talks/markus_j_buehler_turning_sound_into_matter
Stafstrom, J., et al., 2020. Ogre-faced, net-casting spiders use auditory cues to detect airborne prey. Current Biology . DOI: https://doi.org/10.1016/j.cub.2020.09.048
Shamble, P., et al., 2016. Airborne acoustic perception by a jumping spider. Current Biology. DOI: https://doi.org/10.1016/j.cub.2016.08.041
Su, I., et al., 2018. Imaging and analysis of a three-dimensional spider web architecture. Journal of The Royal Society Interface. DOI: https://doi.org/10.1098/rsif.2018.0193
National Geographic: Hören ohne Ohren - ganz normal für diese Spinnen. 2020. https://www.nationalgeographic.de/tiere/2020/10/hoeren-ohne-ohren-ganz-normal-fuer-diese-spinnen
New Scientist: Spider listens with its legs to grab flying insects out of the air. 2020.
https://www.newscientist.com/article/2258445-spider-listens-with-its-legs-to-grab-flying-insects-out-of-the-air/
Klang des Corona-Spikeproteins: Viral Counterpoint of the Coronavirus Spike Protein, 2019, on soundcloud. https://soundcloud.com/user-275864738/viral-counterpoint-of-the-coronavirus-spike-protein-2019-ncov
Audiodateien:
Spinnenentz
Su, I. Interactive Spider Web Sonification Recordings. 2021, URI: https://hdl.handle.net/1721.1/129768
Ausschnitt aus Videoab
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Man muss die Feste fallen lassen, wie man feiern will. Gemäß diesem Motto feiern wir heute ein Minijubiläum, denn wir haben zu unserem eigenen Erstaunen bereits zehn Folgen produziert. Und um beim Thema - zehn - zu bleiben, besprechen wir heute zehn Dinge, die die Naturwissenschaft vor zehn Jahren noch nicht wusste, konnte oder kannte. Die Auswahl erfolgt hierbei entlang eines persönlichen Begeisterungsgradienten und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Und so unterhalten wir uns über Krebs, Corona und Klimawandel, beschäftigen uns mit synthetischer Biologie und künstlicher Intelligenz, treffen alte Verwandte und vollständige Genome und legen neue Maßstäbe an Alte Maßeinheiten und neue Grenzen. Und wer jetzt noch nicht dank verschachtelter Umschreibungen auf alle zehn Dinge gekommen ist, der muss sich die Folge wohl doch anhören.
Quellen:
Ding Nummer 1
Jinek, M., et al. (2012), A programmable dual-RNA–guided DNA endonuclease in adaptive bacterial immunity. Science. DOI: 10.1126/science.1225829
Bild: CRISPR - Cas9, flickr, CC BY-NC-SA 2.0
Ding Nummer 2
Schlamminger, S. (2018), Redefining the kilogram and other SI units. IOP Publishing, 2018.
National Geographic: The Kilogram is forever changed. 2019. https://www.nationalgeographic.com/science/article/kilogram-forever-changed-why-mass-matters
Ding Nummer 3
Fredens, J., et al. (2019) Total synthesis of Escherichia coli with a recoded genome. Nature. DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-019-1192-5
Meng, Fankang, and Tom Ellis. (2020). The second decade of synthetic biology: 2010–2020. Nature Communications. DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-020-19092-2
New York Times: Scientists Created a Bacteria with a Synthetic Genome. Is This Artificial Life? 2019. https://www.nytimes.com/2019/05/15/science/synthetic-genome-bacteria.html
Ding Nummer 4
NASA: 2020 tied for the warmest Year on record. 2020. https://www.nasa.gov/press-release/2020-tied-for-warmest-year-on-record-nasa-analysis-shows
Ding Nummer 5
Newick, K., et al. (2017) CAR T cell therapy for solid tumors. Annual review of medicine. DOI https://doi.org/10.1146/annurev-med-062315-120245
New Scientist: Gene editing saves life of girl dying from leukemia, 2015. https://www.newscientist.com/article/dn28454-gene-editing-saves-life-of-girl-dying-from-leukaemia-in-world-first/
Bild: Killer T-Cells surround a Cancer Cell, flickr, CC BY-NC-ND 2.0
Ding Nummer 6
Gurnett, D. A., et al. (2013). In situ observations of interstellar plasma with Voyager 1. Science. DOI: 10.1126/science.1241681
NASA: whats on the record: https://voyager.jpl.nasa.gov/golden-record/whats-on-the-record/
National Geographic: Voyager I leaves Solar System, 2013,
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Für einige Probleme gibt’s keine Lösung. Zumindest kennen wir keine. Wer eine größere Anzahl von Städten anfahren will und nach der kürzesten Route sucht steht vor einem solchen Problem. Mit jeder zusätzlichen Stadt wächst die Anzahl der möglichen Strecken mehr und mehr ins Unermessliche - so lange, bis selbst die schnellsten Computer der Welt nicht mehr mit dem Berechnen der optimalen Strecke hinterherkommen. Für die Lösung derartiger mathematischen Probleme sind zum Teil Preisgelder in Millionenhöhe ausgesetzt, die bisher nicht gewonnen wurden - und dennoch gibt es Organismen, die solche Probleme scheinbar mit Leichtigkeit lösen, ohne es zu wissen. biophon Folge 09 widmet sich einem solchen Problem und zeigt, wie unverstanden die Natur für uns ist, wie spannend es sein kann, Hummeln kleine Radartracker auf den Rücken zu kleben und wie ein Schleimpilz die Zukunft der Computertechnik mitbestimmen könnte.
Quellen:
M. Liu et al. (2020), A Slime Mold-Ant Colony Fusion Algorithm for Solving Traveling Salesman Problem. IEEE Access, http://doi.org/10.1109/ACCESS.2020.3035584
Lihoreau M. et al. (2012) Radar Tracking and Motion-Sensitive Cameras on Flowers Reveal the Development of Pollinator Multi-Destination Routes over Large Spatial Scales. PLOS Biology. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1001392
M. Becker, "Design of fault tolerant networks with agent-based simulation of Physarum polycephalum," 2011 IEEE Congress of Evolutionary Computation (CEC), New Orleans, LA, USA, 2011, pp. 285-291, https://doi.org/10.1109/CEC.2011.5949630
Watanabe, S. et. al (2011) Traffic optimization in railroad networks using an algorithm mimicking an amoeba-like organism, Physarum plasmodium. Biosystems.https://doi.org/10.1016/j.biosystems.2011.05.001
Bildquellen:
Coverbild: Bjorn S…, Slime mold, CC BY-SA 2.0, via flickr.com
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Tief Luft holen, Nase zuhalten, abtauchen! Heute geht es in die Tiefsee. Entstanden unter Claras persönlichen Normaldruckbedingungen (zeitliche Knappheit) beschäftigt sich diese Folge ausführlich mit den metaphorisch-physikalischen Grundlagen des Drucks, beleuchtet daraus resultierende Tauchprobleme und geht der Frage nach, wie es wäre, auf dem Mars 30 Meter tief in 80-prozentigen Alkohol zu tauchen – Tiefenrausch inklusive. Wenn ihr es außerdem auch schon immer geliebt habt, Dinge über dem Bruchstrich zu kürzen, frohlocket, denn auch dafür schaffen wir Möglichkeiten. Für praktische Beispiele der Druckbewältigung wenden wir uns an Wal, Weddellrobbe und Co, an weiche Tiefseeroboter und ihre ebenso weichen lebendigen Vorbilder. Und von ihnen lernen wir: Entweder immer atmen oder von Anfang an gar nicht, im Tiefenrausch nicht mit Walen anlegen, und immer schön weich und wässrig bleiben. Achja, und solltet ihr manchmal das Gefühl haben, eure Lunge wäre kollabiert, dann seid ihr entweder wirklich in Schwierigkeiten oder ein Pottwal.
Quellen
Laschi, C., et al. (2021), Soft robot reaches the deepest part of the ocean. Nature News and Views. DOI: https://doi.org/10.1038/d41586-021-00489-y
Li, G., et al. (2021) Self-powered soft robot in the Mariana Trench. Nature. DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-020-03153-z
Wang, K., et al. (2019) Morphology and genome of a snailfish from the Mariana Trench provide insights into deep-sea adaptation. Nature ecology & evolution. DOI: https://doi.org/10.1038/s41559-019-0864-8
Garcia Parraga, D., et al. (2018) Pulmonary ventilation–perfusion mismatch: a novel hypothesis for how diving vertebrates may avoid the bends. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences. DOI: https://doi.org/10.1098/rspb.2018.0482
Bildquellen
Coverbild: Lucas Langer
Figure 1 | Designed for the deep. From Li, G., et al. (2021) Self-powered soft robot in the Mariana Trench. Nature.
Hier steht die Kraft F senkrecht auf der Fläche A, public domain, via Wikimedia commons
Location of the Mariana Trench, CC BY 2.5, via Wikimedia commons
Eine junge Weddellrobbe, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Delfin: privat
Funny-and-Scary-Animal-Blobfish, CC BY 2.0, via flickr
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01:23:45 Uhr, 26. April 1986. Als Reaktor Nummer 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert und die schwerste Nuklearkatastrophe in der Geschichte der Menschheit ihren Lauf nimmt, ändert sich für die Menschen, die in der Nähe des Kraftwerks leben, alles. 300.000 von ihnen werden in den darauffolgenden Tagen evakuiert, die 2600 Quadratkilometer umfassende Sperrzone rund um den zerstörten Kernreaktor ist noch 35 Jahre nach der Katastrophe unbewohnbar und mit radioaktiv kontaminierten Material verseucht. Doch, was ist eigentlich das Problem an Radioaktivität und Strahlung? biophon-Folge 07 beschreibt am Beispiel des Reaktorunfalls, wie sich Strahlung auf Menschen, Zellen und die Natur auswirkt. Wir erzählen, welche fatalen Folgen Strahlenexpositionen für Organismen hat, wie uns die Ereignisse von Tschernobyl bis heute in Deutschland beeinflussen und wie es in der Sperrzone um das havarierte Kraftwerk im Jahr 2021 aussieht. Die unsichtbare Gefahr, die von Radioaktivität ausgeht sollten wir nicht unterschätzen - denn am Ende beherrscht die Natur den Menschen, nicht andersherum. Das sollten wir niemals verwechseln.
Quellen:
Berrington de González, A., & Darby, S. (2004). Risk of cancer from diagnostic X-rays: estimates for the UK and 14 other countries. Lancet. http://doi.org/10.1016/S0140-6736(04)15433-0
International Atomic Energy Agency (2006). Environmental Consequences of the Chernobyl Accident and their Remediation: Twenty Years of Experience. https://www-pub.iaea.org/mtcd/publications/pdf/pub1239_web.pdf
Bundesamt für Strahlenschutz (2016). Die Kontamination von Lebensmitteln nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. https://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/ion/stth-lebensmittel.pdf
Mousseau, T.A. & Møller, A.P. (2014). Genetic and Ecological Studies of Animals in Chernobyl and Fukushima. Journal of Heredity. https://doi.org/10.1093/jhered/esu040
Free Documentary Nature (YouTube, 2021). Wildlife Takeover: How Animals Reclaimed Chernobyl. https://youtu.be/XaUNhqnpiOE
Bildquellen:
Coverbild: ArticCynda, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Red Forest (Warnschild): Timm Suess, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
ISO-Symbol Radioaktivität: Maxxl2, Public domain, via Wikimedia Commons
Kernspaltung: Stefan-Xp, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Zerstörter Reaktor 4, KKW Tschernobyl: atomicallyspeaking, CC BY-SA 2.0, via flickr: https://www.flickr.com/photos/148075881@N07/33004544191
Elephant’s foot: (c) University of Washington Dept. of Chemistry: Elephant's foot (melted uranium fuel), InC 1.0 (http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/), https://digitalcollections.lib.washington.edu/digital/collection/chernobyl/id/233/
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Breaking News: Die NASA landet ihren Rover “Perseverance” auf dem Mars. Und da Clara ihren Kopf seitdem sowieso voller Sterne hat, machen wir in dieser Folge einen Ausflug ins All und unterhalten uns über all (haha) die spannenden, skurrilen und erstaunlichen Experimente und Erkenntnisse, die uns die biowissenschaftliche Forschung im Orbit bisher beschert hat. Oder zumindest werfen wir einen Blick in jenes weite Feld, denn alle Themen abzudecken, wäre in der Tat ein großer Schritt für einen kleinen Podcast. Die Auswahl der Themengebiete erfolgt daher eher nach dem Kriterium der Wortwitztauglichkeit - so geht es um Antronauts, um Safe Space Salad und um Mondbäume. Und darum, dass wir in diesem Sonnensystem nur gemeinsam etwas reißen können. Also schnallt euch an! Und immer daran denken: Sie schwebt nicht, sie schwimmt nicht - sie fällt.
Quellen
Witze, A. (2020) Astronauts have conducted nearly 3,000 science experiments aboard the ISS. Nature. DOI: 10.1038/d41586-020-03085-8
Countryman, SM., et al. (2015) Collective search by ants in microgravity. Frontiers in Ecology and Evolution . https://doi.org/10.3389/fevo.2015.00025
Vaas, R. (2007) Woher Wurzeln wissen, wo unten ist. wissenschaft.de.
Paul, A., et al. (2013) Fundamental plant biology enabled by the space shuttle. American journal of botany . https://doi.org/10.3732/ajb.1200338
Garrett-Bakelman, FE et al. (2019) The NASA Twins Study: A multidimensional analysis of a year-long human spaceflight. Science. DOI: 10.1126/science.aau8650
Audiodateien
Audio clip of radio transmission between Apollo and Soyuz (shortened), NASA History Division, HQ Archives, ASTP (Apollo-Soyuz-TestProject)
Video: President Ford calls to hold a personal interview with the crewmembers (nur audio verwendet), NASA History Division, HQ Archives, ASTP (Apollo-Soyuz-TestProject)
Bildquellen
Mars Perseverance Sol 0: Front Left Hazard Avoidance Camera (Hazcam), 18. Februar 2021, NASA/JPL-Caltech; Public domain, via NASA
The historic handshake between Stafford and Leonov, NASA; Public domain, via Wikimedia Commons
ISS mit ATV-2 am 7. März 2011, aufgenommen aus dem Space Shuttle Discovery; Public domain, via Wikimedia Commons
Laika, dog launched into space on stamp from Rumania Posta Romania , 1957, 1,20 Lei Michel stamp catalogue (East-Europe part 4) number: 1685; Public domain, via Wikimedia Commons
The Ants In Space CSI-06 investigation, Public domain, via NASA
Plaque at the base of the Fort Smith, Arkansas, Moon Tree; CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Lettuce grown in space aboard ISS, NASA; Public domain, via Wikimedia Commons
Image taken by the panoramic camera (PCAM) on board the Chinese Yutu 2 lunar rover as it looked back at the Chang'e 4 lander; CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Identical twin astronauts, Scott and Mark Kelly; Public domain, via NASA
Zinnia flower floating inside ISS, Earth in the background, NASA; Public domain, via Wikimedia Commons
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Pflanzen stehen den ganzen Tag nur herum? Weit gefehlt! In dieser Folge biophon werfen wir einen Blick hinter (oder besser: unter) die Kulissen der Pflanzenwelt und erklären, warum diese faszinierenden Organismen weitaus mehr drauf haben, als wir oft denken. Das Pflanzenreich ist vernetzt, gesprächig, fürsorglich, umtriebig, manchmal auch hinterhältig und gemein. Wenn wir im Wald spazieren gehen können wir nur vage erahnen, was sich unter unseren Füßen abspielt. Das Geplapper der Bäume, die ständigen Warnmeldungen, die zahlreichen Interaktionen der Pflanzen untereinander und die riesige Datenleitung, die alles miteinander verbindet nehmen wir nur wahr, wenn wir uns Teile davon auf die Pizza legen. Wer Pflanzen schon immer „langweilig“ fand sollte diese Folge auf keinen Fall verpassen!
Quellen:
Deeg, J. (2018) Unterschätzte Botanik: Die vernetzte Welt der Pflanzen. (Spektrum). https://www.spektrum.de/news/die-vernetzte-welt-der-pflanzen/1598658
Muroi, A. et al. (2011). The Composite Effect of Transgenic Plant Volatiles for Acquired Immunity to Herbivory Caused by Inter-Plant Communications. Plos One. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0024594
Elhakeem, A. et al. (2018). Aboveground mechanical stimuli affect belowground plant-plant communication. Plos One. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0195646
Falik, O. et al. (2011). Rumor Has It…: Relay Communication of Stress Cues in Plants. Plos One. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0023625
Gagliano, M. et al. (2012). Towards understanding plant bioacoustics. Trends in Plant Science. http://doi.org/10.1016/j.tplants.2012.03.002
Simard, S. W. et al. (1997). Net transfer of carbon between ectomycorrhizal tree species in the field. Nature. http://doi.org/10.1038/41557
Ekblad, A. et al. (2013). The production and turnover of extramatrical mycelium of ectomycorrhizal fungi in forest soils: role in carbon cycling. Plant and Soil. http://doi.org/10.1007/s11104-013-1630-3
Bildquellen:
Buckelwal: Dr. Louis M. Herman., Public domain, via Wikimedia Commons
Biolumineszenz (Fisch): Edith Widder/HBOI, Public domain, via Wikimedia Commons
Mykorrhizza (Wurzelspitzen): Ellen Larsson, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons
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