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Sie sind unter uns. Und in uns. Parasiten faszinieren die Menschheit seit jeher - und sie gelten als eher unangenehme Mitbewohner. Der Befall mit einem parasitisch lebenden Organismus schädigt betroffene Lebewesen per Definition, ist für die Biologie aber dafür umso spannender. Zwischen Parasiten und den von ihn terrorisierten Wirten findet ein regelrechtes evolutionäres Wettrüsten statt, das in der Konsequenz zu einer unfassbaren Vielfalt dieser Art des Zusammenlebens zwischen verschiedenen Arten geführt hat. Von simplem Anzapfen pflanzlicher Leitungsbahnen, um sich die eigene Photosynthese zu sparen bis hin zu Neuroparasiten, die ihre Wirte zu willenlosen Sklaven machen hat die Evolution Interaktionen zwischen Lebewesen hervorgebracht, die gleichermaßen unglaublich und gruselig sind. Höchste Zeit also, dass wir uns in Folge 24 einmal näher mit dem Phänomen des Parasitismus beschäftigen.
Quellen
Mora C et al. (2011) How Many Species Are There on Earth and in the Ocean?. PLOS Biology. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1001127
Knight, K. (2013). How pernicious parasites turn victims into zombies. Journal of Experimental Biology. https://doi.org/10.1242/jeb.083162
Hughes, D. P., & Libersat, F. (2019). Parasite manipulation of host behavior. Current Biology. https://doi.org/10.1016/j.cub.2018.12.001
Andersen S.B. et al. (2012) Disease Dynamics in a Specialized Parasite of Ant Societies. PLOS ONE. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0036352
Bildquellen:
Coverbild: Ant killed by Ophiocordyceps fungus, Katja Schulz (treegrow), CC BY 2.0 via flickr.com
Bolitophagus reticulatus: Siga, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Schlupfwespe: Valerius007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Echinococcus multilocularis: Alan R Walker, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Ophiocordyceps unilaterales: David P. Hughes, Maj-Britt Pontoppidan, CC BY 2.5, via Wikimedia Commons
Toxoplasma gondii: Public Domain
Plasmodium malariae: Public Domain
Harnröhrenwelse: Public Domain
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Jedes Jahr passiert es erneut: Die Grippe ist zurück! Aber warum ist das so? Und warum ist diese Impfung eigentlich nur so kurz haltbar? Und was hat all das mit Kansas zu tun? In dieser Folge widmen wir uns einem treuen Weggefährten der Menschheit: Dem Influenza-Virus. Natürlich geht das nicht, ohne nebenbei auch einen Blick auf die treuen Weggefährten des Lebens an sich - die Viren - zu werfen. Im großen Feld der Virologie kratzen wir zwar nur an der Oberfläche, aber wir lernen, dass Viren gar keine Lebewesen, sondern maximal als "dem Leben nahestehend" einzuordnen sind. Auch auf unseren Grippevirus trifft das zu, obwohl diese kleinen Biester ein Eigenleben führen, dass sich gewaschen hat. Wir schauen uns an, was bei einer Grippeinfektion eigentlich mit unseren Zellen passiert, warum Grippeviren so wahnsinnig schnell mutieren könnnen, und was für ein globaler Aufwand es jedes Jahr ist, die schuldigen Virus-Varianten für die nächste saisonale Grippe vorherzusagen. Bleibt nur eine Frage offen: wird die nächste große Pandemie von der Blauwal-Grippe ausgelößt?
Quellen
Barry, J. M. 2004. The site of origin of the 1918 influenza pandemic and its public health implications. Journal of Translational medicine, DOI: 10.1186/1479-5876-2-3
Public health reports [1918 : April, v.33 : no.14]. Influenza : Kansas - Haskell, from North Carolina Digital Collections, https://digital.ncdcr.gov/digital/collection/p249901coll37/id/14415/
FAQ- Seite des Robert-Koch-Instituts zu den Themen Influenza (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html) und Impfluenza- Impfung (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/Hochdosis-Impfstoffe/FAQ_Uebersicht.html), Stand vom 6.10.2021
"Bei der Schweinegrippe kam alles anders", Folge 42 des Coronavirus-Update von NDR Info mit Professor Dr. Christian Drosten, 19.05.2020, https://www.ndr.de/nachrichten/info/42-Bei-der-Schweinegrippe-kam-alles-anders,audio684806.html
Franchini, A. F., et al., 2020. COVID 19 and Spanish flu pandemics: All it changes, nothing changes. Acta Bio Medica: Atenei Parmensis. DOI: 10.23750/abm.v91i2.9625
Bildquellen
Coverbild: "Ein behülltes Virus aus der Gattung Influenzavirus in einer TEM-Aufnahme", via Wikimedia Commons
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Was ist Leben? Diese Frage beschäftigt uns, seit es uns gibt. Die Antwortversuche sind vielfältig, doch in einem Punkt dürften sich alle einig sein: Lebewesen interagieren mit ihrer Umwelt. Lebewesen nehmen ihre Umgebung wahr und reagieren auf sie. Aber was passiert eigentlich zwischen Wahrnehmung und Reaktion? Warum flüchten Bakterien vor Schadstoffen, warum weichen Quallen Hindernissen im Wasser aus? Nutzen Insekten ein Gedächtnis, wenn sie ihren Artgenossen mitteilen, wo besonders ergiebige Blumenwiesen zu finden sind? Warum sperren Vogelbabys ihre Schnäbel auf, wenn die Eltern mit Futter am Nest sitzen, und überhaupt: warum können wir Menschen solche Fragen stellen? Wir erzählen in dieser Folge, wie Wahrnehmung funktioniert, wie Organismen Informationen verarbeiten und versuchen, eines der komplexesten Themen der Biologie zu erläutern. Dabei erklären wir die Grundlagen des Nervensystems und stellen die Frage, wie eigentlich einfache Mechanismen zu einer Komplexität führen können, die die Vorstellungskraft unseres Gehirns weit übersteigt. Es fühlt sich ein bisschen wie Unterricht an - das passt, denn immerhin ist Lernen und Gedächtnis ja auch irgendwie das Thema.
Quellen
Adelman, B.E. (2018). On the Conditioning of Plants: A Review of Experimental Evidence. Perspectives on Behavior Science. https://doi.org/10.1007/s40614-018-0173-6
Blage, J. (2019). Wie der berühmte Pawlowsche Hund?. Pressemitteilung Volkswagenstiftung. https://www.volkswagenstiftung.de/aktuelles-presse/geschichten-aus-der-foerderung/schlau-wie-bohnenstroh
Vansteensel, M. J. et al. (2016). Fully implanted brain–computer interface in a locked-in patient with ALS. New England Journal of Medicine. https://doi.org/10.1056/NEJMoa1608085
Bildquellen
Coverbild: Thomas Schultz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Traktographie-Darstellung größerer Nervenbahnen des menschlichen Gehirns)
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Der Storch mag keine Kinder bringen, wohl aber Beweise: So lieferte ein außergewöhnlich wiederstandsfähiges Exemplar im Jahr 1822 die entgültige Antwort auf die Frage, wo die Vögel eigentlich sind, wenn sie woanders sind. Doch wie kommen sie nach woanders, und warum bleiben sie nicht einfach hier? Die Erforschung des Vogelzugs entpuppt sich als Spezies- und Jahrzentumgreifendes globales Unterfangen und liefert auf die trivialsten Fragen die faszinierendsten Antworten. In dieser Folge begeben wir uns auf eine Reise in ein Jahrzent des kreativen Experimentalaufbaus und lernen, wieso Route und Reisezeitpunkt vererbbar sind, wie sich Vögel am Magnetfeld orientieren und was einen Storch in den Knast bringen kann. Heutzutage lassen Großprojekte wie die ICARUS-Initiative erahnen, was uns Tiermigrationsbewegungen über die Welt, in der wir leben, verraten können, wenn man sie von ganz weit oben betrachtet. Wir bleiben gespannt, was die Zkunft beginnt. Achja, und falls jemand den Sender von Weißstorch Ralph gesehen hat, gebt ihn bitte zurück.
Quellen
"Reisen in Corona-Zeiten: der Rekordflug einer Ente von Hessen nach Russland", Universität Giessen, Oktober 2021, https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm78-20rekordflugeinerente
"Eyes on Stork? Egyption Fisherman tought bird was foreign spy", The Guardian, September 2013, https://www.theguardian.com/world/2013/sep/02/eyes-on-storks-egyptian-fisherman-spy-camera
Liedvogel, Miriam. "Zugvogelgenetik–wie finden Vögel ihren Weg? Migration genetics–how do migratory birds find their way?." (2016) , Website der Max-Planck-Gesellschaft, https://www.mpg.de/10919943/_jb_2016
Helbig, A., et al., 1996. Genetic basis, mode of inheritance and evolutionary changes of migratory directions in palaearctic warblers (Aves: Sylviidae). The Journal of experimental biology. DOI: https://doi.org/10.1242/jeb.199.1.49
Åkesson, Susanne, et al., Animal navigation . Animal movement across scales 21 (2014): 151-178.
Emlen, Stephen T. et al., 1967. Migratory orientation in the indigo bunting, passerina cyanea: part i: evidence for use of celestial cues. The Auk . DOI: https://doi.org/10.2307/4083084
Emlen, Stephen T. et al., 1970. Celestial rotation: its importance in the development of migratory orientation. Science. DOI: 10.1126/science.170.3963.1198
Wiltschko, W., et al., 1987. The development of the star compass in garden warblers, Sylvia borin. Ethology 74.4 (1987): 285-292.
Vortrag von Prof. Wikelski: https://www.youtube.com/watch?v=QDRBX8NsfhQ
Website der ICARUS- Initiative: https://www.icarus.mpg.de/de
MoveBank: https://www.movebank.org/cms/movebank-main
Audioquellen
Vogelstimmen
https://www.lingenverlag.de/downloads/vogelstimmen/ , 12. 10.2021
Bildquellen
Coverbild: privat
Rostock Pfeilstorch , CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Mönchsg
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Der Kiemenfußkrebs Triops cancriformis scheint schon seit bereits seit 220 Millionen Jahren so auszusehen, wie er heute aussieht. Damit führt er die Liste der langebigsten, heute noch lebenden Spezies an. Wenngleich er möglicherweise nicht so alt ist wie er aussieht, recht alt dürfte seine Art auf jeden Fall sein. Aber auch der hartnäckigste Krebs findet irgendwann sein Ende und gesellt sich zu den 99,9% der Arten, die unsere Erde bereits gesehen hat, deren Vermächtnis aber mittlerweile vor allem aus deren Nachfahren und Fossilien besteht. Wie auch die Entstehung neuer Arten ist das Aussterben von Arten ein normaler Teil der Evolution des Lebens auf unserem Planeten. Wir schauen uns in Folge 20 einmal genauer an, warum. Welche Faktoren können eine Spezies an den Rand ihrer Existenz bringen? Und was führt dazu, dass so viele Spezies ebendiesen Rand überschreiten und für immer verschwinden? Wir reisen erneut in der Zeit zurück und betrachten die fünf großen Massenaussterbeereignisse, die zwar für drei Viertel aller zur jeweiligen Zeit lebenden Arten verheerend waren, aber auch Platz für Nachfolger machten und letztendlich zum heutigen Leben auf der Erde geführt haben. Natürlich machen wir auch nicht vor unser eigenen Spezies Halt und beschreiben den menschlichen Einfluss auf das Aussterben. Und auch wenn es deprimierend ist: auch unsere Tage sind gezählt. Weniger aufgrund von Meteoriten oder Supervulkanen, vielmehr schaufeln wir uns unser eigenes Grab. Aber hört selbst…
Quellen:
IUCN RED LIST CATEGORIES AND CRITERIA, Version 3.1 Second edition
Barnosky, A. D. et al. (2011). Has the Earth’s sixth mass extinction already arrived?. Nature. https://doi.org/10.1038/nature09678
Mathers, T. C. et al. (2013). Multiple global radiations in tadpole shrimps challenge the concept of ‘living fossils’. PeerJ. https://doi.org/10.7717/peerj.62
Steffen, W. et al. (2018). Trajectories of the Earth System in the Anthropocene. Proceedings of the National Academy of Sciences.
Greshko, M. (2019). Massenaussterben: Ein wiederkehrendes Phänomen? National Geographic. https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2019/10/massenaussterben-ein-widerkehrendes-phaenomen
Lemmino. Consumed by the apocalypse. YouTube, 18.01.2021.
Link: https://www.lemmi.no/p/consumed-by-the-apocalypse
YouTube: https://youtu.be/nx2-4l4s4Nw
Channel: https://www.youtube.com/channel/UCRcgy6GzDeccI7dkbbBna3Q
Bildquellen:
Coverbild: Gerd Altmann (https://www.instagram.com/gerdaltmannpixabay/), via pixabay.com.
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Manche mögen's heiß: was für kultige Schwarz-Weiß-Komödien gilt, lässt sich auch in der Natur wiederfinden. Denn auch sie hat in ihrer langen Karriere zahlreiche Heißblütige, Feuerliebhaber und Pyromanen hervorgebracht. Doch der Reihe nach: in dieser Folge sprechen wir über Wärme. Diese ist nämlich - vor allem dann, wenn sie sich im positiven Bereich befindet - eine wichtige Voraussetzung für das Leben. Damit sich diese Geschichte nicht zu schnell und unkontrolliert entzündet, erhöhen wir die Temperatur nur sehr langsam, und schauen uns erst einmal an, was so am absoluten Nullpunkt los ist (Spoiler: nicht viel). Sobald wir die Null-Grad-Celsius-Marke passieren, wird es allerdings spannend. Welche Strategien des Temperaturmanagements haben Organismen eigentlich entwickelt, und wie funktionieren die? Warum brennen wir eigentlich ständig? Und warum sollte man Bären nicht pieksen? Im hitzigen Finale lernen wir schließlich Pflanzen und ganze Ökosysteme kennen, die auf das Feuer angewiesen sind, kommen wie immer nicht um den Klimawandel herum und lernen, warum kontrollierte Brände manchmal besser sind als Brandschutz um jeden Preis. Die biophon - Lifehacks in dieser Folge sind gratis und vom Umtausch ausgeschlossen.
Quellen
Shi, et al. 2015. Keeping cool: Enhanced optical reflection and radiative heat dissipation in Saharan silver ants. Science. DOI: 10.1126/science.aab3564
Nibau, et al. 2020. Thermo-sensitive alternative splicing of FLOWERING LOCUS M is modulated by cyclin-dependent kinase G2. Frontiers in plant science. DOI: https://doi.org/10.3389/fpls.2019.01680
Giant Sequoias and Fire, U.S. National park service, August 2021, https://www.nps.gov/seki/learn/nature/giant-sequoias-and-fire.htm
Kilgore, Bruce, and H. Biswell. 1971. Seedling germination following fire in a giant sequoia forest. California Agriculture
Forschergeist - Podcast Folge 65: Feuerökologie
Audio-Quellen
Lagerfeuergeräusch From Soundjay, https://www.soundjay.com
Interview mit Johann Goldammer: Forschergeist - Podcast Folge 65, Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License
Bildquellen
Cover: Privat
Waldbrand - Karte: FIRMS, Public Domain, via NASA
Sequoia: Privat
Johann Goldammer: Forschergeist - Podcast, s.o.
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„Wenn Menschen von Affen abstammen, warum gibt’s dann noch Affen?“ Diese Frage hören Biologinnen und Biologen viel zu häufig. Leicht zu beantworten ist die nicht, denn sie ist von Grund auf falsch gestellt. Menschen stammen nicht von heute lebenden Affen ab - vielmehr haben sie mit ihnen einen gemeinsamen Vorfahren. Menschen haben sich als Teil der Tierwelt des Planeten durch graduelle Evolution innerhalb der Gruppe der Primaten in Afrika zur heute weltweit verbreiteten Spezies Homo sapiens entwickelt und evolvieren nach wie vor. Wir begeben uns in Folge 18 auf die Reise durch die Zeit und verfolgen die Spur des modernen Menschen bis hin zu LUCA, dem letzten gemeinsamen Vorfahren allen Lebens. Wenngleich wir nicht alle Zwischenstationen dieser viele Millionen Generationen andauernden Entwicklung beleuchten können laden wir ein, die wichtigsten Vorfahren unserer eigenen Spezies kennenzulernen und unterwegs zu erfahren, wie Evolution funktioniert, was Klimaveränderungen anrichten können und wieviele Menschen man braucht, um einen Kontinent zu besiedeln. Natürlich schauen wir dabei nicht nur zurück in die weite Vergangenheit, sondern werfen auch einen Blick in die Zukunft und beantworten die Frage, wohin sich der Mensch in Zukunft entwickelt wird. Die faszinierende Antwort (Achtung, Spoiler!): Keine Ahnung.
Quellen
Lucas, T. et al. (2020). Recently increased prevalence of the human median artery of the forearm: A microevolutionary change. Journal of Anatomy. https://doi.org/10.1111/joa.13224
Janečka, J. E. et al. (2007). Molecular and genomic data identify the closest living relative of primates. Science. https://doi.org/10.1126/science.1147555
Harrison, T. (2010). Apes among the tangled branches of human origins. Science. https://doi.org/10.1126/science.1184703
Prang, T. C. et al. (2021). Ardipithecus hand provides evidence that humans and chimpanzees evolved from an ancestor with suspensory adaptations. Science Advances. https://doi.org/10.1126/sciadv.abf2474
Vaesen, K. et al. (2021). An emerging consensus in palaeoanthropology: demography was the main factor responsible for the disappearance of Neanderthals. Scientific reports. https://doi.org/10.1038/s41598-021-84410-7
Ingman, M. et al. (2000). Mitochondrial genome variation and the origin of modern humans. Nature. https://doi.org/10.1038/35047064
https://www.spektrum.de/news/die-evolution-des-menschen-geht-weiter/1831030
https://www.bbcearth.com/news/what-will-humans-look-like-in-a-million-years
Richard Dawkins demonstrates the evolution of the eye (DebatesOnline, www.youtube.com): https://youtu.be/2X1iwLqM2t0
Bildquellen
Coverbild (Schädel von H. sapiens und H. neanderthalensis), verändert nach: hairymuseummatt (original photo), DrMikeBaxter (derivative work), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Ardipithecus: T. Michael Keesey, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Australopithecus: Neanderthal-Museum, Mettmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Homo erectus: Neanderthal-Museum, Mettmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Homo neanderthalensis: Neanderthal-Museum, Mettmann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Homo sapiens: Neanderthal-Museum, Mettmann, CC BY-SA 4.0, v
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Mit einer übelst grünen Hydra fängt alles an. Von da aus arbeiten wir uns vor, über Stock, Stein, Pflanze und Tier. Denn heute geht es um - wer hat es nicht erraten - Korallen. Doch was sind Korallen eigentlich, und wenn ja, wie viele?
Ob Fragen von solch existentieller Tragweite abschließend benatwortet werden können, sei dahingestellt, aber jedenfalls sind Korallen eines: Meister des Mitbewohnens. Ob mit Symbionten in der eigenen Haut, riesigen Klon - Kolonien oder engster Nachbarschaft mit Riffbewohnern, immer verkörpern sie auf perfekte Weise das Prinzip: Gemeinsam sind wir stark. Die etwas salbungsvolle Beschreibung von Korallenriffen als "Regenwälder der Meere" ist damit auch mal so gar nicht übertrieben. Warum die Riffe trozdem in Gefahr sind, was es mit der mysteriösen Korallenbleiche auf sich hat und warum man diese Regenwälder unter Wasser auch durch das Versenken von allerlei Dingen im Meer wieder aufforsten kann, darüber reden wir heute. Aber werft um Himmels Willen keine Autorreifen ins Meer. Weder zwischen den Wendekreisen oder sonst wo.
Quellen
Die Süddeutsche Zeitung: Stilles Drama im Ozean. https://www.sueddeutsche.de/wissen/great-barrier-reef-korallenbleiche-1.4890102
The Guardian: World Heritage Committee agrees not to place Great Barrier Reef on `in Danger` list. 2021. https://www.theguardian.com/environment/2021/jul/23/world-heritage-committee-agrees-not-to-place-great-barrier-reef-on-in-danger-list
Goreau, TJF, et al. 2017. Biorock electric reefs grow back severely eroded beaches in months. Journal of Marine Science and Engineering. DOI: https://doi.org/10.3390/jmse5040048
Vortrag von Dr. D. Vaughan bei TedxBermuda, 2017. Info und Audio. https://www.tedxbermuda.com/2017videos
Page, CA, et al. 2018. Microfragmenting for the successful restoration of slow growing massive corals. Ecological Engineering . DOI: https://doi.org/10.1016/j.ecoleng.2018.08.017
Tortolero-Langarica, J. J., et al. 2020. Micro-Fragmentation as an Effective and Applied Tool to Restore Remote Reefs in the Eastern Tropical Pacific. International Journal of Environmental Research and Public Health. DOI: https://doi.org/10.3390/ijerph17186574
Bildquellen
Coverbild: privat
H. viridissima aufgenommen mit Dunkelfeldmikroskopie, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons
Ursprüngliche Nesselzelle im unentladenen Zustand, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Medusa und Polyp (Schema), Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Regionen mit dauerhaft über 20 °C Wassertemperatur, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Tote Steinkoralle, CC BY-SA 2.5 it, via Wikimedia Commons
Kloschüsseln im Roten Meer: Privat
Die Oriskany beim Untergang, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Reifen im Osborne-Riff (2007), Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
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Medikamente nutzt der Mensch bereits seit Jahrtausenden: Schon die Neandertaler wussten um die Heilkraft bestimmter Pflanzen und Kräuter. Mit dem Aufkommen der chemischen Herstellung von Medikamenten wurde nicht nur die moderne Pharmaindustrie geboren, auch viele Krankheiten, die zuvor hochgradig problematisch waren sind heute gut behandelbar. Zusätzlich zu „Big Pharma“ haben sich Alternativen etabliert, deren Praxis mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht immer im Einklang steht. Das bekannteste Beispiel: die Homöopathie. Aber, wie funktioniert das eigentlich? Wie funktionieren Medikamente, wie funktioniert Homöopathie? Wir gehen der Geschichte und der Wirksamkeit von Medikamenten und Homöopathie auf den Grund und versuchen, auf Basis naturwissenschaftlicher Fakten zu begründen, warum wir im Zweifel eher zu Scopolaminbutylbromid als zu Carbo vegetabilis greifen würden.
Quellen:
Hardy K et al. (2012). Neanderthal medics? Evidence for food, cooking, and medicinal plants entrapped in dental calculus. Naturwissenschaften. doi: 10.1007/s00114-012-0942-0
Lietava, J. (1992). Medicinal plants in a Middle Paleolithic grave Shanidar IV?. Journal of Ethnopharmacology. doi: 10.1016/0378-8741(92)90023-k.
https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/so-funktioniert-pharmaforschung/so-entsteht-ein-medikament.html
Kaptchuk, T.J. et al. (2008). Components of placebo effect: randomised controlled trial in patients with irritable bowel syndrome. Bmj. doi: https://doi.org/10.1136/bmj.39524.439618.25
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311808/umfrage/durchschnittliche-entwicklungskosten-der-weltweiten-pharmaindustrie-je-neuem-wirkstoff/
Dt Ärztebl 1997; 94: A-1811-1812[Heft 26] - https://www.aerzteblatt.de/archiv/6926/Ein-Vorlesungsversuch-zur-Homoeopathie
Wolf, R. (2006). Homöopathie. Naturwissenschaftliche Rundschau | 59. Jahrgang, Heft 8 -https://web.archive.org/web/20110727163256/http://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/navigation/dokumente/Stichwort0806.pdf
https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/darum-ist-bei-vielen-homoeopathischen-mitteln-keine-wirkung-nachgewiesen/
Löhner, George. Die homöopathischen Kochsalzversuche zu Nürnberg: Als Anhang: Ein Beispiel homöopathischer Heilart. 1835. - https://books.google.de/books?id=Fds8AAAAcAAJ
Sarah Brien, Laurie Lachance, Phil Prescott, Clare McDermott, George Lewith, Homeopathy has clinical benefits in rheumatoid arthritis patients that are attributable to the consultation process but not the homeopathic remedy: a randomized controlled clinical trial, Rheumatology. doi: https://doi.org/10.1093/rheumatology/keq234
Shang, A. et al. (2005). Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects?
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" An einem verregneten Nachmittag im April pflanzt Frau M. einen Salbeistrauch auf ihrem Balkon. Sie weiß nicht, dass das Gewächs in den kommenden Tagen um sein Leben kämpfen wird. Auch die aufmerksamen Blicke der späteren Täter, die das Geschehen interessiert von den umliegenden Bäumen aus verfolgen, bemerkt sie nicht. "
So würde sich das anhören, wenn wir ein True-Crime-Podcast wären. Sind wir aber nicht. Trozdem leihen wir etwas von deren Dramatik und stilisieren eine harmlose Naturbeobachtung zum Kriminalfall hoch. Der Tatort: Claras Balkon. Das Opfer: Salbei. Die Tatverdächtigen: Vögel. Die große Frage: Warum tun die das? Natürlich hat dieses Verhalten herzlich wenig mit Böswilligkeit zu tun. Im Laufe der Hauptverhandlung nehmen wir verschiedenen Tatmotive unter die Lupe und lernen, wie Vögel Salbei und andere Kräuter dazu verwenden, sich selbst vor Krankheiten und Parasiten zu schützen, ihre Nester zu verbessern und ihr eigenes Brutverhalten zu beeinflussen. Und vielleicht auch, um ein ganz kleines Bisschen high zu werden. Am Ende müssen wir natürlich Straffreiheit in allen Punkten gewähren. Ein Urteil ergeht an alle Balkoninhaber: pflanzt mehr Kräuter.
Quellen
Lachenmeier, Dirk W., et al. , 2006. Thujone—cause of absinthism? Forensic science international. DOI: https://doi.org/10.1016/j.forsciint.2005.04.010
Universität Kiel:Fressen, um nicht gefressen zu werden. 2021. https://www.uni-kiel.de/de/universitaet/detailansicht/news/fressen-um-nicht-gefressen-zu-werden
Mansouri, I., et al., 2021 (preprint). Nest building, dimension, and selection of aromatic and medicinal twigs to repel ectoparasites in the European Turtle dove. Journal of Animal Behaviour and Biometeorology. DOI: http://dx.doi.org/10.31893/jabb.21033
Suárez‐Rodríguez, M. and Macías Garcia, C., 2017. An experimental demonstration that house finches add cigarette butts in response to ectoparasites. Journal of Avian Biology. DOI: https://doi.org/10.1111/jav.01324
Gwinner, H., et al. , 2018. ‘Green incubation': avian offspring benefit from aromatic nest herbs through improved parental incubation behaviour. Proceedings of the Royal Society B. DOI: https://doi.org/10.1098/rspb.2018.0376
Ruiz-Castellano, C. et al., 2018. Nest material preferences by spotless starlings. Behavioral Ecology. DOI: https://doi.org/10.1093/beheco/arx139
Audioquellen
Gesang von Haussperling, Kohlmeise und Star
https://www.lingenverlag.de/downloads/vogelstimmen/ , 02. 07.2021
Bildquellen
Coverbild: Privat
Beweisstück A: Privat
Weiblicher Haussperling, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Männchen der Kohlmeise (Parus major), CC BY-SA 2.0, via Wikimedia commons
Common starling, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
Heilsalbei (Salvia officinalis), Illustration, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Gemeiner Wermut (Artemisia absinthium), Illustration, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons
Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia commons
House finch at a bird feeder in New York City, CC B
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