Blitzlicht Fortbildung für Ärzte der Medical Tribune

Blitzlicht Fortbildung für Ärzte der Medical Tribune

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Blitzlicht Fortbildung für Ärzte der Medical Tribune episodes

  • MASH im Praxisalltag
    Von der Diagnose zur lebergerichteten Therapie

    Bei der metabolische Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) handelt es sich um ein häufiges Krankheitsbild, das mit Adipositas und/oder Diabetes mellitus assoziiert ist und aus dem sich die progrediente Verlaufsform einer Steatohepatitis (MASH) entwickeln kann. Bis August 2025 gab es in Deutschland zur Behandlung einer MASH keine zugelassene Therapie.

    Die Steatohepatitis hat eine schlechte Prognose. Das gilt insbesondere dann, wenn gleichzeitig kardiometabolische Risikofaktoren und ein erhöhter Alkoholkonsum vorliegen. Die Herausforderung in der täglichen Praxis besteht darin, die Vorstufe einer MASLD frühzeitig zu diagnostizieren. Hier ist der sogenannte FIB-4-Index eine wertvolle Hilfe in der hausärztlichen Praxis, weil er mit den Parametern Alter, AST, Thrombozyten und ALT die Identifizierung von Risikopatienten ermöglicht, die fachärztlich weiter untersucht werden sollten.
    Für die Patienten mit MASLD und MASH ist die Reduktion des Körpergewichts durch eine effektive Lebensstiländerung mit Ernährungsumstellung und Bewegung die ursächliche und damit nachhaltigste Therapiemaßnahme. Eine Reduktion des Körpergewichts um 10% in einem Jahr kann zu einem vollständigen Rückgang der Leberverfettung führen. Die Patienten sollten auf Alkohol verzichten. Wenn bereits eine MASH mit einem Fibrosegrad 2 oder 3 vorliegt, kann der neue THR-Beta-Agonist Resmetirom eingesetzt werden, um die Prognose zu verbessern.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die wichtigsten Inhalte einer von Dr. Luisa Werner moderierten eCME-Fortbildung mit Prof. Münevver Demir zur Diagnostik und Therapie der MASH vor. Sie bezieht wesentliche Empfehlungen der Europäischen Leitlinie zur metabolische Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) mit ein. Prof. Demir ist Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie und arbeitet als leitende Oberärztin an der Charité Universitätsmedizin Berlin.
    Mit freundlicher Unterstützung von Madrigal Pharmaceuticals Deutschland GmbH.
    Zur eCME-Fortbildung mit Prof. Münevver Demir: www.medical-tribune.de/cme-mash-praxisalltag

    9 min
  • Pulmonalarterielle Hypertonie im Kindes- und Jugendalter
    Die pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) im Kindes…
    Die pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) im Kindes- und Jugendalter ist eine seltene Erkrankung und wird in den meisten Fällen schon in den ersten Lebensmonaten diagnostiziert. Wenn der durch einen angeborenen Herzfehler erhöhte Druck im kleinen Kreislauf frühzeitig durch einen chirurgischen Eingriff gesenkt werden kann, können bleibende Schäden an den Pulmonalarterien verhindert werden. Ansonsten ist eine pulmonalarterielle Hypertonie nicht heilbar. Durch die unspezifischen Symptome bei Kindern und Jugendlichen wird eine PAH häufig nicht sofort erkannt. In der nicht-kardiologischen Praxis weisen EKG-Veränderungen und ein deutlich erhöhter NT-pro-BNP-Wert auf eine kardiale Belastung hin, eine normale NT-pro-BNP-Konzentration schließt eine PAH aber nicht aus. Echokardiografie und Rechtsherzkatheteruntersuchung sichern die Diagnose. Zugelassene Medikamente für die Behandlung der pulmonalarteriellen Hypertonie im Kindes- und Jugendalter sind Sildenafil und Bosentan. Zusätzlich sind eine Reihe von wichtigen Allgemeinmaßnahmen zu berücksichtigen, um zum Beispiel eine thorakale Druckerhöhung und Infekte zu vermeiden.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die Highlights einer eCME-Fortbildung von Dr. Christof Hanke zur Symptomatik, Diagnostik und Therapie der pulmonalarteriellen Hypertonie im Kindes- und Jugendalter vor. Die Fortbildung wurde im Rahmen eines Fachgesprächs von Sebastian Alsleben, Arzt in Weiterbildung, moderiert. Dr. Hanke ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und arbeitet als Kinderkardiologe am Diakonie Klinikum Schwäbisch-Hall gGmbH.
    Mit freundlicher Unterstützung von Mylan Germany GmbH (A Viatris Company).
    Zur Folgen-Übersicht: https://bit.ly/4eGn93G
    7 min
  • Schwarzer Schatz – was ist dran an der heilenden Wirkung des Moores?
    „One more time“, so könnte man das Fazit von Dr. …
    „One more time“, so könnte man das Fazit von Dr. Alex Höfter zusammenfassen, dass er am Ende dieses Podcast formuliert: „Wer einmal die positiven Effekte eines Moorbades oder einer Moorpackung erlebt hat, der möchte es nochmal erleben.“ Dr. Höfter ist Facharzt für Innere Medizin und Chefarzt der Rheumaklinik Bad Aibling. Er verordnet Mooranwendungen vor allem im Rahmen einer Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
    Andreas Egger betreibt in Bad Aibling ein Kurmittelhaus und ist mit der praktischen Umsetzung von Mooranwendungen bestens vertraut. Er schildert in diesem Podcast sehr anschaulich, wie ein Moorbad abläuft, wie die Patientinnen und Patienten die Mooranwendungen erleben und – auch sehr interessant – wie das Moor in die Wanne kommt und was nach dem Bad damit passiert: „wir bringen das Moor nach den Anwendungen in einem ökologisch besseren Zustand an den Ursprungsort zurück, wie wir es von dort bekommen haben.“ Im Rahmen einer ambulanten Kur bekommen die Patientinnen und Patienten im Laufe von 3 Woche bis zu 15 Mooranwendung in seinem Kurmittelhaus, berichtet Andreas Egger.
    Mooranwendungen können bei zahlreichen chronischen Erkrankungen oder im Rahmen einer Rehabilitation zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Im Kurantrag sind nicht nur die Indikation, sondern auch die Begründung für eine Anwendung von ortsgebundenen Therapiemaßnahmen darzulegen. In Bayern gibt es mehrere bekannte Kurorte mit spezialisierten ortsgebundenen Leistungsangeboten für Mooranwendungen. Auf der Website www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/fachkreise finden Sie ausführliche Informationen über das Angebot der einzelnen Kurorte und zur Beantragung von Kuren.
    Dr. Martin Fedder spricht in diesem Podcast mit Dr. Alex Höfter und Andreas Egger über die Durchführung und den Nutzen von Mooranwendungen bei akuten und chronischen Krankheitsbildern.
    Mit freundlicher Unterstützung von Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.
    Zur Folgen-Übersicht: https://bit.ly/4eGn93G
    23 min
  • Gesundheit aus der Tiefe: Die heilende Kraft von Sole und Heilwässern
    „O sole mio“, so lautet der Refrain in einem beka…
    „O sole mio“, so lautet der Refrain in einem bekannten italienischen Volkslied, aber darin wird natürlich nicht die Kur oder Soletherapie besungen. „Medizinische Sole ist eine wässrige Lösung mit mindestens 1,5% Salz “, erklärt Dr. Ralph Brath, Facharzt für Allgemeinmedizin und Kurarzt in Bad Kissingen. Und mit Salz ist nicht nur Kochsalz gemeint, sondern eine Mischung von verschiedenen Mineralsalzen, die je nach Quelle unterschiedlich zusammengesetzt ist.
    Neben der äußerlichen Anwendung als Solebad zum Beispiel bei verschiedenen Hauterkrankungen wird Sole in niedriger Konzentration auch zur Inhalation bei chronischen Atemwegserkrankungen mit Erfolg eingesetzt. Dabei kommen nicht nur osmotische Effekte zum Tragen: „bei beiden Anwendungsformen kommt es auch zu einem entzündungshemmenden Effekt und einem vegetativen Ausgleich“, fasst Dr. Brath die Wirkungsmechanismen zusammen. Eine Sole-Kur besteht immer aus einer Kombination von äußerlichen Sole-Anwendungen, physikalischen Maßnahmen und dem Trinken von Heilwässern, die je nach ortsgebundenen Zusammensetzungen indikationsspezifisch eingesetzt werden.
    Sole-Kuren können bei zahlreichen chronischen Erkrankungen oder als allgemeine Reha-Maßnahme zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Im Kurantrag sind nicht nur die Indikation, sondern auch die Begründung für eine Anwendung von ortsgebundenen Therapiemaßnahmen darzulegen. In Bayern gibt es mehrere bekannte Kurorte mit spezialisierten ortsgebundenen Leistungsangeboten für die Sole-Therapie. Auf der Website www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/fachkreise finden Sie ausführliche Informationen über das Angebot der einzelnen Kurorte und zur Beantragung von Kuren.
    Dr. Martin Fedder spricht in diesem Podcast mit Dr. Ralph Brath über Anwendungen und Nutzen von medizinischer Sole und Heilwässern bei verschiedenen chronischen Krankheitsbildern oder zur allgemeinen Rehabilitation.
    Mit freundlicher Unterstützung von Bayerischer Heilbäder-Verband e.V.
    Zum Folgen-Überblick: https://bit.ly/4hh2CFD
    13 min
  • Jeder Blutdruck ist einstellbar!?
    Eine provokante These zur Behandlung der Hyperton…
    Eine provokante These zur Behandlung der Hypertonie! Ist wirklich jeder Blutdruck einstellbar? Es ist allgemein bekannt, dass dazu mehrere Voraussetzungen erfüllt sein müssen, was in der täglichen Praxis manchmal eine große Herausforderung darstellt. Leitlinien sollen dabei helfen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen. Dazu wollen auch die Empfehlungen in den aktuellen 2023 veröffentlichten Leitlinien der Europäischen Hypertoniegesellschaft einen Beitrag leisten. Die Hypertonietherapie soll nochmal einfacher werden. 2018 wurde der Therapiebeginn mit einer Zweifachkombination möglichst als Single-Pill empfohlen. Das bleibt auch 2023 so, aber jetzt hat die Erreichung des Blutdruckziels höchste Priorität. Womit das Ziel erreicht wird, ist nachrangig. Zweite Neuerung: Komorbiditäten sind für das Blutdruckziel nicht mehr relevant. Was zählt, ist das Alter der Patientinnen und Patienten und deren Fitness.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die Highlights einer eCME-Fortbildung von Prof. Ralf Dechend zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Therapieempfehlungen der 2023 ESH-Leitlinien zur Hypertonie und den Hintergründen der Leitlinienänderungen vor. Prof. Dechend ist Oberarzt am Helios Klinikum Berlin Buch und Arbeitsgruppenleiter am Experimental and Clinical Research Center der Charité, Campus Buch.
    Mit freundlicher Unterstützung von Servier Deutschland GmbH.
    Zum Folgen-Überblick: https://bit.ly/4hh2CFD
    9 min
  • Mehr als nur kaltes Wasser: was Kneipp-Anwendungen so wertvoll macht!
    „Was ich ganz besonders an der Kneipp‘schen Philo…
    „Was ich ganz besonders an der Kneipp‘schen Philosophie schätze, ist die Klarheit und Einfachheit ihrer Anwendungen und Methoden“, fasst Claudia Sachon, stellvertretende Leiterin der Kneipp-Akademie in Bad Wörrishofen, zusammen. Das Kneipp-Verfahren besteht aus über 120 Anwendungen, die bei weitem nicht nur aus der bekannten Hydrotherapie bestehen, sondern auch Bereiche wie Phytotherapie, Bewegung, Ernährung und Lebensordnung einschließen. „Damit haben wir einen umfassenden Ansatz und ein einzigartiges europäisches Naturheilverfahren mit nachhaltigen Effekten“, so Frau Sachon.
    Kneipp-Kuren sind sowohl stationär als auch ambulant durchführbar und können bei zahlreichen chronischen Erkrankungen oder als allgemeine Reha-Maßnahme zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden. Im Kurantrag sind nicht nur die Indikation, sondern auch die Begründung für eine Anwendung von ortsgebundenen Therapiemaßnahmen darzulegen. Bayern verfügt über eine große Anzahl von Kurorten mit spezialisierten ortsgebundenen Leistungsangeboten, die auf individuelle Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmt werden. Auf der Website www.bayerischer-heilbaeder-verband.de/fachkreise werden ausführliche Informationen über das Angebot der einzelnen Kurorte und zur Antragsstellung zur Verfügung gestellt.
    Dr. Martin Fedder spricht in diesem Podcast mit Claudia Sachon nicht nur über den Wert von Kneipp-Anwendungen für Patient*innen mit chronischen Erkrankungen oder zur allgemeinen Rehabilitation, sondern auch darüber, wie einfache Kneipp-Methoden als Ritual in den individuellen Alltag integriert werden können.
    Zur Folgen-Übersicht: https://bit.ly/4e7kbWi
    14 min
  • Evidenzbasierte Phytotherapie in der Hausarztpraxis
    Die Phytotherapie, die Verwendung von Pflanzenext…
    Die Phytotherapie, die Verwendung von Pflanzenextrakten und -präparaten zur Behandlung von Erkrankungen hat eine Jahrtausende alte Geschichte. Diese Therapieform wird oft als eine natürliche Alternative zu konventionellen Medikamenten angesehen. Die wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit und Anwendungssicherheit der Phytotherapie hat sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Qualität und Standardisierung von pflanzlichen Präparaten sind eine wichtige Voraussetzung.
    Die Anwendung von phytotherapeutischen Maßnahmen und Medikamenten in der Hausarztpraxis hat zahlreiche Vorteile. Patient*innen, die nach natürlichen Behandlungsmöglichkeiten suchen, können davon besonders profitieren. Die Indikationen für die Phytotherapie sind vielfältig. Bei Schmerzen, Erkältungskrankheiten und Magen-Darm-Erkrankungen kommen Pflanzenextrakte und -präparate sowie altbewährte Hausmittel besonders häufig zum Einsatz.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die wichtigsten Inhalte einer eCME-Fortbildung von Dr. Wiebke Kohl-Heckl zur evidenzbasierten Phytotherapie in der Hausarztpraxis vor. Dr. Kohl-Heckl arbeitet als Oberärztin an der Klinik für Naturheilkunde & Integrative Medizin in Essen, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen.
    Mit freundlicher Unterstützung von Mylan-Viatris
    9 min
  • Reizdarm – oder doch ein Morbus Crohn?
    Das Reizdarmsyndrom RDS ist eine häufige gastroin…
    Das Reizdarmsyndrom RDS ist eine häufige gastrointestinale Störung, die mit chronischen abdominellen Schmerzen, Diarrhoe und/oder Obstipation einhergeht. Aufgrund der komplexen Natur der Symptome und der Vielfalt möglicher Ursachen erfordert die Behandlung des Reizdarmsyndroms einen ganzheitlichen und individualisierten Ansatz. Vor einer Behandlung des Reizdarmsyndroms ist eine sorgfältige Anamnese und der systematische Ausschluss anderer gastrointestinaler Erkrankungen notwendig. Bei der Mehrzahl der Patient*innen, die glauben an einer Zöliakie oder einer Weizenunverträglichkeit zu leiden, ist die Erkrankung nicht ärztlich bestätigt und eine Diät nicht begründet.
    Veränderungen im Lebensstil und der Ernährung einschließlich einer FODMAP-armen Diät und der Erhöhung des Ballaststoffanteils spielen bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms eine wichtige Rolle. Das Spektrum an zugelassenen und wirksamen Medikamenten, abhängig davon ob eine eher durch Diarrhoe oder durch Obstipation geprägte Erkrankungsform vorliegt, ist eingeschränkt. Da auch psychologische Faktoren bei der Manifestation und Aufrechterhaltung von Reizdarmsymptomen relevant sind, haben Entspannungstechniken und Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie einen Stellenwert, die auch als DiGA verfügbar sind.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die Schwerpunkte einer eCME-Fortbildung von Prof. Dr. Oliver Bachmann vor. Prof. Bachmann ist Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und leitet als Chefarzt die Medizinische Klinik 1 am Siloah St. Trudpert Klinikum in Pforzheim.
    Mit freundlicher Unterstützung von Mylan-Viatris.
    Zur Folgen-Übersicht: medical-tribune.de/blitzlicht-fortbildung
    9 min
  • Wärmeanwendung bei Juckreiz
    Bei vielen dermatologischen und systemischen Erkr…
    Bei vielen dermatologischen und systemischen Erkrankungen ist Juckreiz ein führendes Symptom, dass die Lebensqualität der Patient*innen sehr beeinträchtigt. Trotz zahlreicher therapeutischer Ansätze stellt die effektive Behandlung oft eine Herausforderung dar. Neue Erkenntnisse zu den physiologischen und neurobiologischen Grundlagen des Juckreizes erklären, warum die Anwendung von Wärme zur Behandlung des Juckreizes geeignet ist. Die thermische Stimulation beeinflusst nicht nur die periphere Nervenaktivität, sondern moduliert auch zentrale neurologische Schaltkreise, die mit der Juckreizverarbeitung verbunden sind.
    In experimentellen Untersuchungen und klinischen Studien bei Patient*innen mit chronischen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Herpes labialis und atopischer Dermatitis sowie bei Menschen, die von Insekten gestochen wurden, konnte gezeigt werden, dass lokale Wärmeanwendung zu einer raschen Minderung des Juckreizempfindens führt. Die rasche Anwendung von Wärme bei Insektenstichen durch entsprechende Pens hat bereits Einzug in den Alltag gehalten. Die Integration von Wärme in die therapeutische Strategie zur Behandlung von chronischen Hautkrankheiten könnte nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch zu einer Reduktion des Bedarfs an pharmakologischen Therapieoptionen beitragen.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die wichtigsten Inhalte einer eCME-Fortbildung von Prof. Joachim Fluhr zur Wärmeanwendung bei Juckreiz vor, die auch die Ergebnisse von aktuellen klinischen Studien bei Patient*innen mit atopischer Dermatitis mit einbezieht. Prof. Dr. med. Joachim Fluhr leitet die Hochschulambulanz des Instituts für Allergologie an der Charité in Berlin.
    9 min
  • Hohe Influenza-Impfraten in der Praxis trotz skeptischer Patienten
    Die Corona-Pandemie hat die Diskussionen rund um …
    Die Corona-Pandemie hat die Diskussionen rund um das Thema Impfen auf eine neue Ebene gehoben. Die anfängliche Hoffnung, dass sich die allgemeinen Impfraten durch die Erfahrungen der Pandemie nachhaltig bessern, hat sich nicht erfüllt. Nach wie vor besteht insbesondere in den westlichen Bundesländern ein großer Nachholbedarf, um die evidenzbasierten Empfehlungen der STIKO und der WHO so umzusetzen, dass sie Häufigkeit von schweren Infektionskrankheiten deutlich abnimmt. Ein Grund dafür ist die Unsicherheit vieler Menschen, sich für eine Impfung zu entscheiden.
    Die Influenza ist zwar in der Corona-Pandemie durch die Hygienemaßnahmen in den Hintergrund getreten, aber für die nächste Saison wird wieder mit „normalen“ Verläufen gerechnet. Die Impfung ist nicht nur für über 60jährige und für Risikopatienten wichtig, sondern auch für jüngeren Menschen. Eine Schwangerschaft wird durch die Influenza erheblich kompliziert, Berufstätige müssen mit langen Arbeitsausfallzeiten rechnen, Kinder haben zwar selbst oft nur leichte Verläufe, stecken aber andere an und Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind, sollten auf jeden Fall geimpft sein, um Ansteckungen zu vermeiden. Es ist wichtig zu wissen, warum wir skeptisch sind und wie man der Impfunsicherheit am besten begegnet.
    Dr. Martin Fedder stellt in diesem Podcast die wichtigsten Inhalte einer eCME-Fortbildung von Dr. Markus Frühwein und Prof. Wolfgang Gaissmaier zur Verbesserung der Influenza-Impfraten vor. Dabei geht es nicht nur um medizinische Hintergründe, sondern auch um psychologische Ursachen der Impfskepsis und darum, wie man der Impfunsicherheit am besten begegnet. Dr. Frühwein ist niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in München, Prof. Gaissmaier arbeitet als Entscheidungsforscher im Fachbereich Psychologie der Universität Konstanz.
    Mit freundlicher Unterstützung von Mylan Germany GmbH (A Viatris Company).
    10 min

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Der Podcast „Blitzlicht Fortbildung“ bietet Ärzt:innen eine zeitsparende und abwechslungsreiche Zusammenfassung der wichtigsten Lerninhalte verschiedener Fortbildungen. Nutzen Sie die Gelegenheit,…