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Mitschnitt der Veranstaltung vom 14.1.2015:
Vortrag auf englisch: Die Ozeane sind der größte Lebensraum der Erde und zugleich auch der am wenigsten erforschte. Erst jetzt beginnen wir allmählich die unermessliche Vielfalt dieses Ökosystems zu begreifen – und zu verstehen, welche Bedeutung das Meer für unser Leben hat. Doch seit dem letzten Jahrhundert bedroht die Herrschaft des Menschen über die Natur auch die Ozeane: Wir überfischen die Meere und verschmutzen sie mit Umweltgiften und Plastik. Tiefseebergbau droht den Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere zu zerstören. Der Klimawandel gefährdet das gesamte Ökosystem: Er lässt die Meere saurer und sauerstoffärmer werden - bereits ein Viertel aller Korallen sind zugrunde gegangen.
Die Ozeane sind der größte Lebensraum der Erde und zugleich auch der am wenigsten erforschte. Erst jetzt beginnen wir allmählich die unermessliche Vielfalt dieses Ökosystems zu begreifen – und zu verstehen, welche Bedeutung das Meer für unser Leben hat. Doch seit dem letzten Jahrhundert bedroht die Herrschaft des Menschen über die Natur auch die Ozeane: Wir überfischen die Meere und verschmutzen sie mit Umweltgiften und Plastik. Tiefseebergbau droht den Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere zu zerstören. Der Klimawandel gefährdet das gesamte Ökosystem: Er lässt die Meere saurer und sauerstoffärmer werden - bereits ein Viertel aller Korallen sind zugrunde gegangen.
Mitschnitt zweisprachig: deutsch/portugiesisch
Pernambuco galt den konservativen brasilianischen Kräften Anfang der 1960er als Sinnbild der "kommunistischen Gefahr" im eigenen Land. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges waren u.a. die erstarkenden sozialen Bewegungen und der progressive Gouverneur untragbar. Und so wurde der Bundesstaat während und nach dem Putsch am 1. April 1964 zum Ziel besonders brutaler Repressionen. Politische Opposition zum Regime, Mitglieder der Schüler- und Studentenbewegung sowie der Bauernvereinigungen wurden verfolgt, verhaftet, gefoltert und ermordet.
Staatliche und nichtstaatliche Institutionen, soziale Bewegungen sowie unabhängige Aktivisten und Aktivistinnen setzen sich heute für die Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen ein. Sie rekonstruieren Todesumstände, klären Fälle von Folter und „Verschwindenlassen“ auf und kämpfen für Gedenkstätten. Sie unterstützen die Hinterbliebenen psychologisch und helfen ihnen, Entschädigungen zu erhalten.
1993 wurde, initiiert von der NGO Tortura Nunca Mais, in Recife die brasilienweit erste Erinnerungsstätte für die Opfer der Militärdiktatur eingeweiht. Auch die erste staatliche regionale Wahrheitskommission Brasiliens wurde im Juni 2012 in Pernambuco eingerichtet. Doch obwohl der Bundesstaat national und international Anerkennung für dieses Engagement erhält, steckt die Aufarbeitung hier wie in ganz Brasilien nicht zuletzt aufgrund des weiterhin gültigen Amnestiegesetzes in den Kinderschuhen. Die Folgen der Straflosigkeit für Folterer und Mörder der Militärdiktatur sind bis in die Gegenwart spürbar und spiegeln sich in den aktuellen Menschenrechtsproblemen, wie der exzessiven Polizeigewalt, wider - auch in Pernambuco.
An diesem Abend diskutieren Paulo Moraes und Sara Fremberg, moderiert von Annelen Micus, den Stand der Aufarbeitung der Militärdiktatur in Pernambuco und aktuelle Herausforderungen der Erinnerungsarbeit. Paulo Moraes, Leiter des Sekretariats für Menschenrechte in Pernambuco, erläutert die staatlichen Initiativen zur Aufarbeitung jener Zeit. Sara Fremberg berichtet über die Arbeit zivilgesellschaftlicher Institutionen. Von April bis Juli 2014 recherchierte sie in Recife zur Aufarbeitung der Militärdiktatur. Ihren Blog finden Sie unter www.memoriaeverdade.com.
(Foto: Ralf Rebmann)
What is the state of the caste monster in twentieth century India? Have the forms of discrimination and inequality altered? What is the experience of belonging to a less privileged caste? This lecture will try to address this vast and complicated story by focusing on what caste means for young people in India today. I will explore two issues: one, the experience of caste for young people in higher educational institutions. What are the continuing areas of inequality and discrimination that young people may face based on their caste identity? At the same time what are the implications of the growing dalit and anti-caste movements on campuses?
In addition, I will explore what we can learn about caste from the sharp and violent reaction to some romantic relationships that cut across caste lines. What are the changing caste equations that are evident from these conflicts around love in contemporary India?
Janaki Abraham is a sociologist and Associate Professor in the Department of Sociology, Delhi University, Delhi. Her doctoral research focused on an intermediate caste group in North Kerala which suffered disprivileges of caste. One of her central areas of interests is exploring the intersection of caste, gender and kinship. She is currently finalising her book manuscript titled ‘Gender, caste and matrilineal kinship: Shifting boundaries in twentieth century Kerala’. Her other areas of interest are visual cultures of south India, and the study of gendered spaces in towns in India. She is author of several articles on subjects such as gender, caste, and colour, marriage and matriliny, wedding videos in south India, and an exploration of gender and space in Bikaner, Rajasthan through veiling practices among Hindu and Muslim women. She is Reviews Editor for the journal Contributions to Indian Sociology. Janaki has been a part of the women’s movement in New Delhi for more than twenty years and in particular has worked closely on the issue of sexual harassment.
With the lecture series “Understanding India” the Heinrich Boell Foundation offers insights into select areas of society in order to contribute to a better understanding of the subcontinent.
We have invited renowned experts, largely from the region, to explain India’s complexities and to promote an understanding of this key regional, but also global player.
„Wie halten wir es mit dem Boulevard?“ Dieses alte Streitthema ist längst nicht erledigt, sondern erregt aufs Neue die Gemüter und wirft die Frage auf, ob es einen guten Boulevard gibt. Einen Boulevard, in dem der Feminismus und die Frauenberichterstattung eine Rolle spielen. Diese Frage erläutert das jb-Medienlabor am 20. November 2014 in Berlin.
Wie halten wir es mit dem Boulevard?“ Dieses alte Streitthema ist längst nicht erledigt, sondern erregt aufs Neue die Gemüter und wirft die Frage auf, ob es einen guten Boulevard gibt. Einen Boulevard, in dem der Feminismus und die Frauenberichterstattung eine Rolle spielen. Diese Frage erläutert das jb-Medienlabor am 20. November 2014 in Berlin.
Mitschnitt der Veranstaltung, Sprache: deutsch/französisch
Audiomitschnitt (deutsch/spanisch) - Seit zwei Jahren verhandelt die kolumbianische Regierung unter Juan Manuel Santos mit der ältesten Guerillagruppe Lateinamerikas (FARC) über die Beendigung des internen bewaffneten Konflikts. Dieser hat in den vergangenen 50 Jahren über fünf Millionen Opfer gefordert. Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Friedensgespräche, aber sie haben in dem polarisierten und von Misstrauen geprägten Land auch mächtige und einflussreiche Gegner. Dennoch scheint ein Verhandlungsabschluss zum ersten Mal realistisch. In drei von fünf Verhandlungspunkten, darunter die so wichtige Landfrage, wurden bereits Teilvereinbarungen unterzeichnet. Aktuell steht der Umgang mit den Opfern des Konflikts auf der Tagesordnung und – ein weltweites Novum – Vertreter/innen von Opfergruppen werden in den Verhandlungen angehört. Zur Erlangung von Wahrheit und Gerechtigkeit liegen verschiedene Vorschläge zivilgesellschaftlicher Gruppen vor, u.a. von CCAJAR.
Die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen unterstützen die Friedensgespräche. In diesen Tagen wirbt der kolumbianische Präsident auf einer Reise nach Deutschland und in fünf weitere europäische Länder für ein starkes Engagement für die Zeit nach einer möglichen Friedensvereinbarung.
Welche Bilanz der Friedensverhandlungen kann nach zwei Jahren und drei Teilvereinbarungen gezogen werden? Welches sind die konkreten Partizipationsmöglichkeiten der Gewaltopfer und der Zivilgesellschaft? Welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft nach der Beendigung des bewaffneten Konflikts gegenüber? Welche Hindernisse sind auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden zu überwinden? Welche Vorschläge, Erfahrungen oder Rechtsrahmen können helfen, der Wahrheit – Gerechtigkeit – Wiedergutmachung – Nicht-Wiederholung – Versöhnung näher zu kommen?
Mit:
Luis Guillermo Pérez, Menschenrechtsverteidiger und Vorsitzender des Anwaltskollektivs José Alvear Restrepo - CCAJAR
Monseñor Gustavo Girón Higuita, Bischof der Diözese Tumaco/Kolumbien
Barbara Lochbihler, MdEP Die Grünen/EFA, außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses Menschenrechte des Parlaments
Moderation: Bernd Pickert, die tageszeitung taz
Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit kolko e.V., MISEREOR und European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).
Zunehmende Individualisierungstendenzen, Auflösung traditioneller Herkunftsbindungen, anhaltender Mitgliederschwund der Kirchen und zum Teil anderer Religionsgemeinschaften - noch vor wenigen Jahren erschien der Präsenzverlust der Religionen als eindeutiges Indiz für die fortschreitenden Säkularisierungsprozesse vor allem westlicher Demokratien. Doch unter der Oberfläche scheinbar galoppierender Verweltlichung erscheinen neue gesellschaftliche Tendenzen, befinden sich auch neue Generationen auf der Suche nach Orientierung und Halt. Zudem garantiert –vor allem in Deutschland- die institutionelle Verankerung und Absicherung das politische und gesellschaftliche Gewicht von Religionsgemeinschaften - auch weltweit kann von einem Bedeutungsverlust der Religionen keine Rede sein. Ist das säkulare Zeitalter also Vergangenheit? Welche Rolle spielen die Religionen in freiheitlich-demokratischen, pluralistischen Gemeinwesen wie der Bundesrepublik?