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Der Begriff „Querfront“ taucht meistens im Zusammenhang mit Versuchen auf, im politischen Kampf gegen die Globalisierung eine Allianz aus Rechten und Linken zu schmieden. Dieser Ansatz ist keineswegs neu: Die „Querfront“ war in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts der Versuch von rechts, eine autoritäre Herrschaft mit klassenübergreifender Basis zu installieren.
Der Historiker und Publizist Volker Weiß lässt die historischen Modelle Revue passieren, um aufzuzeigen, dass die Beschwörung von Querfronten historisch wie zeitgenössisch eine Propagandaphrase ist, bei der die Emanzipation nur verlieren kann.
Foto: Thorsten Krienke (CC-BY-SA)
Während sich Europa und die USA gegenüber Menschen auf der Flucht immer weiter abschotten, leisten zivilgesellschaftliche Netzwerke in den Grenzregionen solidarische Unterstützung. Am 17. und 18. Oktober 2016 haben Aktivist/innen aus Mexiko und Europa während der Tagung "Für das Recht auf legale Wege - Solidarität und Unterstützung für Geflüchtete und Mexiko und Europa" ihre Arbeit vorgestellt. Auf dem Abschlusspanel diskutierten sie ihre Forderungen nach einer anderen Migrationspolitik.
Mit:
Eva Bitran – European Center for Constitutional and Human Rights, ECCHR
Frank Dörner – Sea Watch
Sabine Eckart – medico international
Marta Sánchez - Movimiento Migrante Mesoamericano
Moderation: Marc Engelhardt, Journalist und Herausgeber „Die Flüchtlingsrevolution“
Über 90 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger wünschen sich mehr Klimaschutz, doch im Alltag fällt es uns enorm schwer umzusetzen, was wir für richtig halten. Moralische Appelle haben hauptsächlich bewirkt, dass wir mit schlechtem Gewissen fliegen und Auto fahren. Auf der anderen Seite fühlen sich Menschen benachteiligt, wenn nur sie allein auf den Flug verzichten oder weniger Auto fahren, andere aber hemmungslos dem klimaschädlichen Konsum frönen.
Das Buch "Ökoroutine" von Michael Kopatz trägt dem wachsenden Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft Rechnung. Der Autor bietet die notwendigen politischen Vorschläge an, wie das ökologische Bewusstsein in alltägliches gesellschaftliches Handeln übersetzt werden kann. Was wir zur Durchsetzung brauchen, sind mutige und entschlossene Entscheidungsträger/innen sowie aktive Bürger und Bürgerinnen, die dabei helfen, unser Leben und Wirtschaften insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten. Damit unser Alltag einfacher und lebenswerter wird.
Michael Kopatz stellt sein Buch mit seinen Thesen zur Ökoroutine vor und diskutiert sie mit den anwesenden Gästen und dem Publikum.
Mit:
- Michael Kopatz, Autor und wissenschaftlicher Projektleiter, Wuppertal Institut
- Uwe Schneidewind, Präsident, Wuppertal Institut
- Hubert Weiger, Vorstand, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
- Felix Ahlers, Vorstandsvorsitzender, FRoSTA AG
- Dirk Flege, Geschäftsführer, Allianz pro Schiene
Moderation: Tilman Santarius
Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und dem oekom Verlag.
Die stark wachsende Stadtbevölkerung erhöht den Druck auf die bestehende städtische Infrastruktur. Ohne die Förderung nachhaltiger urbaner Mobilität und den gezielten Ausbau von öffentlichen Verkehrsnetzen droht den Städten nicht nur der Verkehrskollaps, sondern auch eine enorme Beeinträchtigung von Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung. Wird “Öko-Mobilität” überall auf der Welt gleich buchstabiert? Wie können Stadtverwaltungen in Kooperation mit Bürger/innen die Lebensqualität für alle verbessern?
Inputs & Diskussion:
Anumita Roy Chowdhury, Executive Director - Research and Advocacy, Center for Science and Environment, New Delhi
Roshan Shankar, Berater, Government of NCT of Delhi
Sipho Eric Nhlapo, Manager Mobility & Freight, Johannesburg Roads Agency
Pierre Serne, Regionalrat Europe Écologie-le Verts, Region Paris (Ile de France)
Moderation: Axel Harneit-Sievers, Auslandsbüroleitung, Regionalbüro Indien (Neu-Delhi), Heinrich-Böll-Stiftung
Abfallwirtschaft ist im globalen Norden ein klassischer Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge: Der Müll wird von kommunalen Behörden oder Unternehmen eingesammelt und verwertet. In vielen Städten des Südens ist das nicht der Fall: Müllsammlung ist teilweise genossenschaftlich organisiert, teilweise ein informeller Wirtschafts-sektor mit prekären Beschäftigungsverhältnissen. Dieses Showcase diskutiert die Vor- und Nachteile der Organisationsformen mit Blick auf Ressourcenschonung, aber auch mit Blick auf die sozialen Auswirkungen. Wie geht Nord-Süd-Lernen in der Abfallwirtschaft?
Inputs & Diskussion:
Sonia M. Dias, Women in Informal Employment Globalizing and Organizing, Belo Horizonte
Joan Marc Simon, geschäftsführender Direktor „Zero Waste Europe“, Brüssel
Erika Oblak, Ecologists without Borders, Ljubljana
Moderation: Sabine Drewes, Heinrich-Böll-Stiftung
Begrüßung am zweiten tag der Konferenz durch Sabine Drewes, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung der Heinrich-Böll-Stiftung
Abschlussrunde
Ko-Produktion nachhaltiger Stadtentwicklung nach Habitat III: Wie weiter?
Es diskutieren:
Laia Ortiz Castellvi, Dezernentin für Soziale Rechte, Stadt Barcelona
Sonia M. Dias, Women in Informal Employment Globalizing and Organizing, Belo Horizonte
Roshan Shankar, Berater, Government of NCT of Delhi
Stefan Schurig, Direktor Klima & Energie, World Future Council
Sabine Drees, Referentin für Auslandsangelegenheiten, Deutscher Städtetag
Moderation: Philipp Misselwitz, Professor für internationalen Urbanismus und Design, TU Berlin
Inputs von:
Günter Meinert, Leiter des Sektorvorhabens Stadtentwicklung, GIZ
Diana Mitlin, Professor of Global Urbanism, University of Manchester
Poonam Joshi, Direktorin des Europa-Büros, Fund for Global Human
Rights UK, London
Shivani Chaudhry, Geschäftsführerin, Housing and Lands Right
Network, Neu-Delhi
Moderation: Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Bezahlbarer Wohnraum ist fast überall auf der Welt in Städten knapp; daher ist das „Recht auf Wohnen/Recht auf Stadt“ ein globaler Diskurs. In vielen Städten des Südens haust ein relevanter Teil der Bevölkerung in informellen Siedlungen und lebt in ständiger Angst vor Vertreibung. In manchen Ländern produzieren Bewohnerinitiativen ihr Dach über dem Kopf selbst. Wie reagieren die Stadtverwaltungen? Auch in den Industriestaaten wird der Kampf um bezahlbaren Wohnraum härter. Welche Möglichkeiten gibt es, bezahlbaren und angemessenen Wohnraum für alle zu schaffen?
Inputs & Diskussion:
Laia Ortiz Castellvi, Dezernentin für Soziale Rechte, Stadt Barcelona
Santi Mas de Xaxás Faus, Plattform der Hypothekengeschädigten
(PAH), Spanien
Giselle Tanaka, Stadtplanerin, Forschungsprofessorin am Institut für Städtebau und Landesplanung an der Universidade Federal do Rio de Janeiro
Jan Kuhnert, KUB Kommunal- und Unternehmensberatung GmbH, Mit-Initiator des Berliner Mietenvolksentscheids
Moderation: Dawid Bartelt, Auslandsbüroleitung, Landesbüro Brasilien (Rio de Janeiro), Heinrich-Böll-Stiftung
Eröffnung der Konferenz Habitat III durch Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung und Philipp Misselwitz, Professor für internationalen Urbanismus und Design, TU Berlin