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  • Der Griff der organisierten Kriminalität nach Lateinamerika und Europa - Strategien und Rolle der Zivilgesellschaft

    Wie kann transnationale Organisierte Kriminalität wirksam bekämpft werden – und welche Rolle spielen dabei Zivilgesellschaft, staatliche Institutionen und wir als Konsumgesellschaft?

    Zitat der Folge

    „Das Problem, das wir ansprechen müssen, ist also, dass wir uns beim Kampf gegen die Organisierte Kriminalität nicht auf staatliche Ermittlungsbehörden verlassen können.“

    Prof. Carolina Grillo, Institut für Sozialwissenschaften und Methodologie der Sozialwissenschaften an der Universidade Federal Fluminense in Rio de Janeiro.

    Episodenbeschreibung

    Die Gesellschaften Lateinamerikas sind zunehmend von transnational organisierter Kriminalität bedroht. Die europäisch-lateinamerikanischen Beziehungen werden vom wachsenden Strom illegaler Aktivitäten beeinflusst, mit wenig wirksamen Gegenmitteln. Eine Fachtagung der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin in Zusammenarbeit mit Misereor brachte Expert*innen zusammen, um zu diskutieren: Wie kann dieses Phänomen eingedämmt werden, dessen Auswirkungen sich auch in Europa und Deutschland nachvollziehen lassen? Welche Rolle kann die lokale Zivilgesellschaft dabei spielen – und wo beginnt Verantwortung, wenn etwa der westliche Heißhunger auf Drogen die transnational organisierte Kriminalität in Lateinamerika befeuert?

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00) – Einführung: Organisierte Kriminalität in Lateinamerika

    • (01:57) – Was ist organisierte Kriminalität? Definition und Kontext

    • (04:22) – Kolumbien: Drogenbanden, Gewalt und das Erbe des FARC-Friedensabkommens

    • (10:37) – Brasilien: Drogenkartelle, Milizen und die Verstrickung des Staates

    • (15:05) – Rolle der Zivilgesellschaft: Investigativer Journalismus und Aufklärung

    • (22:52) – Alternativen zur Gewalt: Bildung und soziale Programme

    • (24:28) – Europa in der Verantwortung: Drogenkonsum und globale Vernetzung

    • (26:28) – Fazit und Outro

    Unsere Expert*innen

    Prof. Carolina Grillo

    • Institut für Sozialwissenschaften und Methodologie der Sozialwissenschaften an der Universidade Federal Fluminense in Rio de Janeiro.

    Diana Salinas

    • Investigativjournalistin unter anderem für Cuestion Pública

    José Luis Caballero Ochoa

    • Vize-Präsident der Interamerikanischen Menschenrechtskommission

    Arne Schwoch

    • Landeskriminalamt Hamburg, Leiter des Hafensicherheitszentrums in Hamburg

    Autor der Folge: Vincent Lindig

    Host: Mandy Schielke

    Hintergründe auf boell.de

    • Stream/Deutsch: Eröffnungspanel Fachtagung „Transationale Organisierte Kriminalität – Gegenstrategien von Lateinamerika bis Deutschland“: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=c-pEQBh4L8I&t=5207s]

    • Stream/Englisch: Eröffnungspanel Fachtagung „Transationale Organisierte Kriminalität – Gegenstrategien von Lateinamerika bis Deutschland“: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=CYgmtNA-jEE&t=2990s]

    • Stream/Spanisch: Eröffnungspanel Fachtagung „Transationale Organisierte Kriminalität – Gegenstrategien von Lateinamerika bis Deutschland“: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=qhVCi2lAWfY&t=3625s]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Abwasseruntersuchung der European Union Drug Agency: [🔗 https://www.euda.europa.eu/publications/pods/waste-water-analysis_en]

    • Definition Organisierte Kriminalität des Bundeskriminalamts: [🔗 https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/OrganisierteKriminalitaet/organisiertekriminalitaet_node.html]

    • Bericht der Vereinten Nationen über Situation von Umweltaktivist*Innen in Kolumbien: [🔗 https://www.hchr.org.co/wp/wp-content/uploads/2024/10/241027-Information-noteEnviromental-human-rights-defenders-final.pdf]

    • Bericht von Rutas Del Conflicto über Angriffe auf soziale Aktivist*innen in Kolumbien: [🔗 https://rutasdelconflicto.com/notas/menos-187-lideres-lideresas-sociales-fueron-asesinados-colombia-2025]

    • Recherche von Cuestion Pública: NarcoFiles: [🔗 https://cuestionpublica.com/narcofiles-el-nuevo-orden-criminal/]

    • Historische Karte der bewaffneten Gruppen in Rio de Janeiro der Universidade Federal Fluminense: [🔗 https://geni.uff.br/2022/09/13/mapa-historico-dos-grupos-armados-no-rio-de-janeiro/]

    • Bericht von Global Initiative: After The War on Drugs. The impacts oif cocaone and cannabis regulation in Rio de Janeiro: [🔗 https://globalinitiative.net/wp-content/uploads/2024/10/After-the-war-on-drugs-The-impacts-of-cocaine-and-cannabis-regulation-in-Rio-de-Janeiro-Carolina-Christoph-Grillo-GI-TOC-October-2024.pdf]

    • Bericht der Tagesschau über die Polizei-Razzia in Rios Favela Oktober 2025: [🔗 https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/rio-drogenbanden-razzia-100.html]

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    Grafik: Irene Mayo, alle Rechte vorbehalten. | Bearbeitung: hbs

    28 min
  • Digital, kreativ, weiblich – Strategien der Gen Z Bewegungen

    Wie verändert die Gen Z weltweit Protestkultur – und warum müssen Frauen als Anführerinnen dieser Bewegungen sichtbar bleiben?

    Zitat der Folge

    „Ich denke, die Frauen, die die Proteste anführen, haben die Deutungshoheit fest im Griff. Sie werden nicht zulassen, dass irgendjemand sie ins Abseits drängt. Und genau deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben, um sicherzustellen, dass die Frauen, die die Führung übernehmen, als die Anführerinnen der Bewegung anerkannt werden.“

    Emitomo Tobi Nimisire, Autorin, Forscherin und Beraterin für reproduktive Rechte, Nigeria

    Episodenbeschreibung

    Seit den 2020er Jahren gehen weltweit junge Menschen gegen autoritäre Regime, Korruption und wirtschaftliche Unsicherheit auf die Straße – unter anderem in Nepal, Indonesien, Madagaskar, Nigeria oder auf den Philippinen. Die Gen Z nutzt Internetplattformen, soziale Medien und kreative Protestformen, um sich zu organisieren, Öffentlichkeit zu schaffen und politischen Druck aufzubauen.

    In vielen dieser Bewegungen spielen Frauen eine zentrale Rolle: als Organisatorinnen, Identifikationsfiguren, Aktivistinnen oder Teilnehmerinnen. Trotzdem bleiben sie in der Medienberichterstattung oft unsichtbar. Und selbst wenn Proteste politische Veränderungen oder Regimewechsel anstoßen, gelangen Frauen nicht automatisch in politische Verantwortung.

    Die Heinrich-Böll-Stiftung untersucht in ihrem Gen-Z-Dossier „Gen Z: Voices of a Global Generation“ Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Bewegungen. In dieser Folge sprechen wir mit Aktivistinnen, Autorinnen, Forscherinnen und Künstlerinnen aus Nigeria, Nepal, Indonesien und Sri Lanka über Protest, Geschlechtergerechtigkeit, politische Teilhabe und die Frage, was die Gen Z weltweit verbindet.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00) – Definition der Generation Z

    • (04:53) – Proteste für Gerechtigkeit im Fall Ocania

    • (08:18) – Discord als politische Diskussionsplattform

    • (12:05) – Rapper als Regierungschef in Nepal

    • (15:12) – Frauen in Protestbewegungen

    • (17:53) – Reden über Burnout und Mentorship

    • (22:50) – Rückschritte und Proteste in Bangladesch

    • (24:11) – Frauen als Anführerinnen der Bewegung

    Unsere Expert*innen

    Emitomo Tobi Nimisire

    • Autorin, Forscherin und Beraterin für reproduktive Rechte, Nigeria

    Loveth Liberty

    • Autorin und Spoken-Word-Performerin, Nigeria

    Sanskriti Pandey

    • Aktivistin für die Anliegen junger Menschen sowie für sexuelle und reproduktive Rechte, Nepal

    Sarthak Bhattarai

    • Aktivist für politische Reformen, Nepal

    Michelin Sallata

    • Aktivistin für die Rechte indigener Menschen, Indonesien

    Sulochana Peiris

    • Dokumentarfilmerin, Forscherin und Autorin, Sri Lanka

    Hintergründe auf boell.de

    • Web-Dossier „Gen Z: Voices of a Global Generation“: [🔗 https://www.boell.de/en/gen-z-voices-global-generation]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Loveth Liberty: „In Another Story“ – Spoken-Word-Gedicht: [🔗 https://www.boell.de/en/2023/11/12/another-story]

    • „Dry“ – Spielfilm über Kinderehe und sexualisierte Gewalt von Stephanie Linus: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=yctwblYQl4g]

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    Credits: CC-BY-NC-ND, Urheberin ist kat dems; Bearbeitung: hbs.

    27 min
  • Interviewspezial Update: Krieg in Nahost – Wie geht es weiter in Iran?

    Krieg und Krise in Iran: Wie geht es weiter für die Menschen im Land?

    „Ich denke, dass allerdings völlig klar ist, die Menschen wissen jetzt, sie sind auf sich allein gestellt, auch wenn es eben vollmundige Äußerungen gibt, die sie von außen ermutigen, auf die Straße zu gehen. Am Ende sind sie es, die ihr Leben riskieren. Und da denke ich, dass viele nicht mehr daran glauben, dass Europa oder auch die Vereinigten Staaten für sie eine konstruktive Rolle spielen können.“

    Bente Scheller, Referatsleitung Nahost und Nordafrika bei der Heinrich-Böll-Stiftung

    Episodenbeschreibung

    Welche Zukunft Iran erwartet ist unklar. Wie es mit den Iran-Gesprächen zu einem möglichen Friedensabkommen weitergehen kann, ist zum Zeitpunkt der Interviewaufnahmen ebenso ungewiss. In dieser Podcast-Folge geht es um Perspektiven für Iran und die Frage, welche Chancen hat der Protest im Land unter Kriegsbedingungen überhaupt? Wer kann hier Hoffnung geben und was muss in einem möglichen Friedensschluss berücksichtigt werden, um den Menschenrechten im Land eine Chance zu geben.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00:00) – Lage in Iran: Abgeschaltetes Internet, wirtschaftliche Krise und über eine Million verlorene Arbeitsplätze infolge des Krieges.

    • (00:02:00) – Protest unter Kriegsbedingungen: Warum Demonstrationen kaum möglich sind und welche Konsequenzen das Regime für Oppositionelle zieht.

    • (00:03:12) – Kommunikation und Organisation im Land: Wie das abgeschaltete Internet die Vernetzung innerhalb von Iran lähmt.

    • (00:04:21) – Regime Change vom Tisch? Internationale Wirtschaftsinteressen rücken in den Vordergrund – was das für die Bevölkerung bedeutet.

    • (00:06:05) – Hoffnung in der Opposition: Warum der Wille zum Wandel trotz allem nicht erlischt und warum das Vertrauen in Europa und die USA schwindet.

    • (00:06:57) – Reza Pahlavi als Hoffnungsträger? Eine kritische Einschätzung seiner Rolle und wie er im Exil und im Land wahrgenommen wird.

    • (00:10:07) – Was würde ein Kriegsende bedeuten? Mögliche Inhalte eines Friedensabkommens und welche Mindestforderungen für die iranische Bevölkerung darin stehen könnten.

    Unsere Expertin

    Bente Scheller • Referatsleitung Nahost und Nordafrika bei der Heinrich-Böll-Stiftung

    Interviewerin: Mandy Schielke

    Hintergründe auf boell.de

    • Aktuelle Artikel und Analysen zu Iran: [🔗 https://www.boell.de/de/tags/iran]

    • Artikel: Iran nutzt Todesstrafe als Instrument der Herrschaft und Unterdrückung: [🔗 https://www.boell.de/de/2025/07/08/iran-nutzt-todesstrafe-als-instrument-der-herrschaft-und-unterdrueckung]

    • Vorstandskolumne: Krieg gegen Iran schafft keinen Frieden im Nahen Osten: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/03/25/krieg-gegen-iran-schafft-keinen-frieden-im-nahen-osten]

    • Podcast Märkte, Mächte, Emissionen mit Adam Tooze: Iran-Krieg: Folgen für Wirtschaft & Energiewende: [🔗 https://www.boell.de/de/media/podcast-episode-podigee/iran-krieg-folgen-fuer-wirtschaft-energiewende]

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    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.

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    Grafik: IMAGO / Middle East Images / Mahsa, all rights reserved. Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.

    13 min
  • 40 Jahre Tschernobyl – Geschichte und Gegenwart

    Was bedeutet Tschernobyl für die Geschichte der Grünen und der Anti-Atomkraft-Bewegung – damals und heute?

    Zitat der Folge

    „Die Grünen haben immer zu denen gehört, die eindringlich und verzweifelt vor den unermesslichen Gefahren der Atomenergienutzung und vor einem GAU gewarnt haben. Wir wünschten, wir hätten niemals recht behalten. Nach Tschernobyl können auch die bundesdeutschen Atomkraftwerke nicht weiterlaufen, als sei nichts geschehen und als könne bei uns nichts geschehen.“

    Eva Quistorp, Mitgründerin der Grünen aus der Pressemitteilung vom 29. April 1986

    Episodenbeschreibung

    Vierzig Jahre ist es jetzt her: Es explodiert ein Reaktor im Kernkraftwerk Wladimir Iljitsch Lenin – besser bekannt als Atomkraftwerk Tschernobyl. In der Folge werden riesige Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Das Unglück gilt als der schwerste Atomunfall in der Geschichte – mit weitreichenden Folgen für Umwelt, Gesundheit, Politik. Je nach Lesart gilt der Super-Gau als Wendepunkt oder Katalysator auch in der Grünen Geschichte dieses Landes. Warum das so ist, wie Tschernobyl grüne Politik geprägt hat, wie Zeitzeug*innen sich an das Frühjahr 1986 erinnern und warum ein Nachdenken über Tschernobyl auch heute sehr relevant ist, hört ihr in diesem Podcast.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00) – Einführung: 40 Jahre Tschernobyl – Warum die Katastrophe noch heute relevant ist

    • (01:08) – Persönliche Erinnerungen und die unterschiedliche Informationspolitik in Ost und West

    • (04:28) – Was genau passierte am 26. April 1986?

    • (07:54) – Geheimhaltung und das globale Rätselraten um das Ausmaß der Katastrophe

    • (09:37) – Reaktionen in der Bundesrepublik: Die Grünen und die Anti-AKW-Bewegung

    • (21:13) – Tschernobyl in der DDR: Zensur, Widerstand und der Ost-Berliner Piratensender

    • (35:37) – Tschernobyl heute: Kollektives Gedächtnis, Atomausstieg und neue Bedrohungen durch den Krieg in der Ukraine

    • (40:22) – Outro: Ausstellung, Dossier und Portal Grüne Geschichte

    Unsere Expert*innen

    Rebecca Harms

    • Zeitzeugin, Anti-Atomkraft Aktivistin, ehemaliges Mitglied des EU-Parlamentes

    Karena Kalmbach

    • Umwelt- und Technikhistorikerin

    Eva Quistorp

    • Zeitzeugin, Gründungsmitglied der Grünen

    Tina Krone

    • Zeitzeugin, Teil der Frauenbewegung in der DDR

    Clara Frysztacka

    • Historikerin, Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung

    Autorin der Folge: Mandy Schielke

    Host: Jule Eikmann

    Hintergründe auf boell.de

    • Dossier „Nach Tschernobyl – Dokumente und Perspektiven einer grünen Geschichte“: [🔗 https://www.boell.de/de/nach-tschernobyl]

    • Dossier "Tschernobyl: 40 Jahre nach der Katastrophe – Atomkraft im Osten Europas": [🔗 https://www.boell.de/de/tschernobyl-40-jahre-nach-der-katastrophe]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Tina Krone Piratensender gegen die Stille des Regimes: [🔗 https://soundcloud.com/boellstiftung/tina-krone-piratensender-gegen]

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    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Mandy und Jule jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.

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    Grafik: Cornelia Blomeyer, alle Rechte vorbehalten. | Bearbeitung: hbs

    42 min
  • Impulse für die Finanz- und Sozialpolitik

    Wie kann eine progressive Finanz- und Sozialpolitik aussehen?

    Zitat der Folge

    „Häufig scheitern oder verlangsamen sich Infrastrukturprojekte deswegen, weil wir unglaublich aufwendige, viele administrative und rechtliche Prozeduren haben. Genehmigen, planen, steuern, bauen. Alles machen wir uns sehr kompliziert. Also, es ist nicht kompliziert, wir machen es uns kompliziert.“

    Michael Thöne, geschäftsführender Direktor des FiFo Köln

    Episodenbeschreibung

    Krisen verschärfen Ungleichheit und untergraben Vertrauen. Doch Politik kann gegensteuern. In dieser Folge von böll.podcast machen wir deutlich, warum eine progressive Finanz- und Sozialpolitik jetzt entscheidend ist. Es geht darum, Investitionen endlich wirksam umzusetzen und staatliche Strukturen handlungsfähig zu machen. Es geht um fehlende Fachkräfte, ohne die Klimaschutz und Daseinsvorsorge nicht gelingen. Und es geht um die Frage, wie der Sozialstaat Menschen schützen kann, wenn Klimapolitik den Alltag verteuert. Mit Stimmen aus Wissenschaft und Praxis zeigen wir Bedingungen auf, unter denen Veränderung wirklich gelingen kann.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00) – Einführung: Modernisierungsdruck in Deutschland

    • (01:31) – Das Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung: Finanz- und Sozialpolitik neu denken

    • (04:26) – Zukunftsorientierte Finanzpolitik: Transparenz, Prioritäten und Schulden

    • (12:09) – Infrastrukturinvestitionen erfolgreich umsetzen: Bürokratieabbau und Kulturwandel

    • (15:04) – Kommunen unter Druck: Was kommt vom Sondervermögen an?

    • (18:40) – Fachkräftemangel in Energiewende und sozialer Daseinsvorsorge

    • (24:45) – Soziale Sicherheit in der Klimakrise: Klimageld und Alternativen

    • (32:24) – Fazit: Zukunftsorientierung und Infrastruktur als roter Faden

    Unsere Expert*innen

    Valentin Persau

    • Leiter des Referats Sozialpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS)

    Phillip Käding

    • Leiter des Referats Wirtschafts- und Finanzpolitik (HBS)

    Peter Bofinger

    • Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg

    Michael Thöne

    • Geschäftsführender Direktor des FiFo Köln

    Christine Zeller

    • Stadtkämmerin von Münster

    Michaela Evans-Borchers

    • Direktorin des Forschungsschwerpunktes „Arbeit und Wandel“ am Institut Arbeit und Technik

    Frank Nullmeier

    • Emeritierter Professor für Politikwissenschaft Uni Bremen

    Autorin der Folge: Bettina Ritter

    Host: Mandy Schielke

    Hintergründe auf boell.de

    Studien (Heinrich-Böll-Stiftung):

    • Soziale Sicherheit in der Klimakrise: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/01/07/soziale-sicherheit-in-der-klimakrise]

    • Fachkräfte gesucht: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/01/26/fachkraefte-gesucht]

    • Prinzipien zukunftsorientierter Finanzpolitik: [🔗 https://www.boell.de/de/prinzipien-zukunftsorientierter-finanzpolitik]

    • Viel Geld erfolgreich ausgeben: [🔗 https://www.boell.de/de/2025/12/03/viel-geld-erfolgreich-ausgeben]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Diskussion zu sozialstaatlichen Antworten auf steigende Klimakosten für Haushalte: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=fJD0HBk5yuQ]

    • Analyse des Fachkräftebedarfs für Klimaschutz und öffentliche Daseinsvorsorge: [🔗 https://www.youtube.com/live/tyNLj0LdZXc?si=p4isyxIRu6fgnYyG]

    • Grundsätze für eine nachhaltige und investitionsorientierte Finanzpolitik: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=WyHpInNYn9I]

    • Wie staatliche Investitionen effektiv geplant und umgesetzt werden können: [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=txeKwYrI1gQ]

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    Grafik: Foto von Christian Lue auf Unsplash | Bearbeitung: hbs

    35 min
  • Man enough to care - Gemeinsam sind wir stärker

    Wie können Männer für den Feminismus gewonnen werden und was muss sich strukturell ändern?

    Zitat der Folge

    »Das Patriarchat wird getrieben von Männern. Das ist nicht eine abstrakte Macht, eine abstrakte Energie, die in der Luft schwebt, sondern das Patriarchat ist die Macht der Männer. […] Und deshalb ist es sehr, sehr wichtig, eben die Strukturen an sich zu ändern und da, wo es nötig ist, auch über Abschaffung zu sprechen.«

    Emilia Roig, Autorin und Politologin

    Episodenbeschreibung

    Seit 1910 protestieren Frauen am 08. März für Gleichberechtigung - aber wo bleibt die männliche Solidarität? Gleichstellung ist kein „Frauenthema“ – sie geht uns alle an. Feminismus braucht Männer. Und Männer brauchen Feminismus. Auf dem Symposium MAN ENOUGH TO CARE wurde in der Heinrich-Böll-Stiftung kontrovers diskutiert, wie Männer für Gleichberechtigung gewonnen werden können und welchen Schaden der Backlash verursacht. Auf der Bühne waren unter anderem Professorin Dr. Jutta Allmendinger oder Robert Stadlober. Es wurden aber auch konkrete Vorschläge und Vorbilder gezeigt, die all das schon umsetzen, ob in der Schule, im Kinderzimmer oder auf staatlicher Ebene.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00) – Einführung: Wo sind die Männer?

    • (02:25) – Stand der Gleichberechtigung

    • (07:46) – Was haben Männer vom Feminismus?

    • (12:04) – Was Männer tun können

    • (13:30) – Was muss gesellschaftlich passieren?

    • (17:31) – Positive Vorbilder

    • (19:00) – Backlash und Retraditionalisierung

    • (23:11) – Gleichstellung im Kinderzimmer

    • (26:06) – Fazit

    Unsere Expert*innen

    Teresa Monfared

    • Mitbegründerin Bühnenmütter e.V.

    Prof. Dr. Jutta Allmendinger

    • Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung, Humboldt-Universität zu Berlin

    Jens van Tricht

    • Autor und Berater

    Robert Stadlober

    • Musiker und Schauspieler

    Fikri Anıl Altıntaş

    • Autor

    Emilia Roig

    • Autorin und Politologin

    Gianni Jovanovic

    • Autor und Künstler

    Tobias Ginsburg

    • Journalist, Theaterregisseur und Autor

    Sascha Verlan

    • Berater, Autor und Regisseur

    Autorin der Folge: Emily Thomey

    Host: Jule Eikmann

    Hintergründe auf boell.de

    • Symposium der Heinrich-Böll-Stiftung zum Weltfrauentag: [🔗 https://www.boell.de/de/symposium-8-maerz-man-enough-to-care]

    • Afrikas Wachstumsraten blenden unbezahlte Care-Arbeit von Frauen aus: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/02/26/afrikas-wachstumsraten-blenden-unbezahlte-care-arbeit-von-frauen-aus]

    • Feminismus heißt auch: Landwirtschaft verändern: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/03/06/feminismus-heisst-auch-landwirtschaft-veraendern]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Website des Bundesverband Equal Care: [🔗 https://equalcareday.org/]

    • Website Male Feminists Europe: [🔗 http://www.male-feminists-europe.org/]

    • HeForShe Bewegung der UN Women: [🔗 https://unwomen.de/heforshe/]

    • Website Emancipator (EN): [🔗 https://emancipator.nl/]

    • Wesite MenEngage Alliance (EN): [🔗 https://menengage.org/]

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    Grafik: Heinrich-Böll-Stiftung. All rights reserved

    28 min
  • Sicherheit und Verteidigung im hybriden Zeitalter: Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe?

    Krieg in Europa, Cyberangriffe, Sabotage: Sicherheit ist heute mehr als Militär. Was bedeutet integrierte Verteidigung für Staat und Gesellschaft?

    „Mit neuen Technologien gibt es praktisch keine weit entfernten Grenzen mehr. Berlin kann mit weitreichenden Waffensystemen in fünf oder zehn Minuten erreicht werden. In Europa gibt es keinen fernen Gegner mehr. Wir alle leben an der Grenze zu einem terroristischen und kriminellen Staat. Und das in einer Lage, in der unser Partner versucht, seine Verantwortung schnell wieder auf unsere Schultern abzuwälzen. Das ist unsere Realität.“

    Dalia Grybauskaitė, ehemalige Präsidentin der Republik Litauen

    Episodenbeschreibung

    Sicherheitspolitik war lange vor allem Militär, Bündnisse und Abschreckung. Doch im hybriden Zeitalter verschwimmen die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Cyberangriffe, Desinformation, Sabotage an kritischer Infrastruktur und die Folgen der Klimakrise zeigen: Bedrohungen treffen Staaten und Gesellschaften zugleich. Wie verteidigungsfähig sind wir – militärisch, politisch und gesellschaftlich? Bei der 26. Außenpolitischen Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung diskutierten Expertinnen und Experten, wie integrierte Sicherheit und Gesamtverteidigung in einer komplexen Welt funktionieren können.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00:00) – Der Urlaub von der Geschichte ist vorbei: Veränderte sicherheitspolitische Realität, hybride Bedrohungen und Europas neue Verantwortung.

    • (00:06:08) – Was ist Gesamtverteidigung?: Das Konzept erklärt – von militärischer Abschreckung zu gesamtgesellschaftlicher Resilienz; Vorbilder aus Schweden und Singapur.

    • (00:10:16) – Gesellschaft, Sozialstaat und Zusammenhalt: Warum starke Zivilgesellschaft und sozialer Zusammenhalt die Grundlage jeder Verteidigungsfähigkeit sind.

    • (00:14:14) – Klimakrise, Infrastruktur und Dual Use: Klimawandel als Risikomultiplikator, Schutz kritischer Infrastruktur und die Frage, wann das Militär einspringen darf.

    • (00:17:38) – Lehren aus der Ukraine und neues Mindset für Europa: Redundanz, Kommunikation und Benedetta Bertis Forderung nach einem grundlegenden Umdenken.

    • (00:22:20) – Zeit drängt – bis 2030 wehrhaft: Politischer Handlungsdruck, Finnland als Vorbild und die Rolle der Bürger*innen bei der individuellen Vorsorge.

    Unsere Expert*innen

    Dalia Grybauskaitė • ehemalige Präsidentin der Republik Litauen

    Agnieszka Brugger • MdB und stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

    Ong Wei Chong • Senior Associate Fellow an der S. Rajaratnam School of International Studies (RSIS), Singapur

    Anna Wieslander • Direktorin Nordeuropa beim Atlantic Council, Stockholm

    Konstantin von Notz • MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und stellv. Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums

    Leonie Stamm • Research Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

    Stefan Bayer • Forschungsleiter am German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS)

    Karl Torring • Berater in der Abteilung für strategische Politik und Planung der Schwedischen Behörde für Zivilschutz und Resilienz

    Sylvia Borcherding • Geschäftsführerin von 50Hertz Transmission GmbH

    Victoria Voytsitska • Ehemalige ukrainische Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Brennstoff und Energie, Nuklearpolitik und nukleare Sicherheit

    Benedetta Berti • Generalsekretärin der Parlamentarischen Versammlung der NATO

    Sebastian Gold • Leiter THW-Connect bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

    Christian Mölling • Direktor bei Edina Defence

    Sara Nanni • MdB und Sprecherin für Sicherheitspolitik von Bündnis 90/Die Grünen

    Annukka Ylivaara • stellv. Generalsekretärin des Sicherheitskomitees im Finnischen Verteidigungsministerium

    Autorin der Folge: Bettina Ritter

    Host: Mandy Schielke

    Hintergründe auf boell.de

    • Ausführliches Online-Dossier zur 26. Außenpolitischen Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung mit Videomitschnitten und Graphic Recordings der Veranstaltung und weiteren Analysen: [🔗 https://www.boell.de/de/26-aussenpolitische-jahrestagung]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Broschüre vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: [🔗 https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html]

    • Infos vom Verteidigungsministerium zu integrierter Sicherheit: [🔗 https://www.bmvg.de/de/themen/friedenssicherung/integrierte-sicherheit-mehr-als-verteidigung-5828732]

    • Rahmenrichtlinien für die Gesamtverteidigung vom Bundesinnenministerium: [🔗 https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/sicherheit/RRGV.pdf?__blob=publicationFile&v=1]

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    29 min
  • böll.podcast: Neue Staffel Trailer

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    2 min
  • Interviewspezial: Krieg in Nahost – Wie geht es weiter in Iran?

    Krieg und Krise in Iran: Welche Zukunft hat das Regime?

    „Die Chancen für eine echte demokratische Transformation sehe ich im Augenblick nicht wirklich gut. Auch wenn das Regime ums Überleben kämpft, ist es, glaube ich, resilienter, als viele von uns sich das vorstellen können.“

    Bauke Baumann, Referent für Israel, Palästina, Jordanien und Iran bei der Heinrich-Böll-Stiftung

    Episodenbeschreibung

    Seit dem 28. Februar gibt es Krieg im Nahen Osten. Im Iran kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Protesten. Wie geht es den Menschen im Land jetzt, hoffen sie darauf, dass der Wandel nun gelingen kann? Wir sprechen mit Bauke Baumann über den Zustand der Zivilgesellschaft und die politische Zukunft des Iran. Was muss passieren, damit eine demokratische Transition gelingen kann? Es geht um best case und worst case Modelle und die Frage, welchen Einfluss die politische Entwicklung im Iran auf die gesamte Region haben kann.

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00:01) – Leben im Iran im Ausnahmezustand: Repression nach den Protesten, wirtschaftliche Krise und Angst vor neuen Angriffen.

    • (00:03:18) – Politische Zukunft des Iran: Mögliche Szenarien - Regimesturz, Führungsrochade oder autoritäre Stabilisierung.

    • (00:08:35) – Wie stabil ist das Regime wirklich? Warum ein kurzfristiges Überleben wahrscheinlich erscheint - und warum langfristiger Wandel dennoch möglich ist.

    • (00:12:25) – Krieg und regionale Folgen: Welche Auswirkungen der Konflikt auf den Nahen Osten, Israel und die Sicherheitslage in der Region haben könnte.

    • (00:16:18) – Proteste und Zivilgesellschaft: Die Rolle gesellschaftlicher Bewegungen, brutale Repression und Hoffnung auf weiteren Widerstand.

    • (00:22:13) – Unterstützung von außen und Wege zur Transition: Internationale Hilfe, Menschenrechtsarbeit und mögliche Ansätze für politischen Wandel.

    Unser Experte

    Bauke Baumann • Referent für Israel, Palästina, Jordanien und Iran bei der Heinrich-Böll-Stiftung

    Interviewerin: Mandy Schielke

    Hintergründe auf boell.de

    • Aktuelle Artikel und Analysen zum Iran: [🔗 https://www.boell.de/de/tags/iran]

    • Artikel: Iran nutzt Todesstrafe als Instrument der Herrschaft und Unterdrückung: [🔗 https://www.boell.de/de/2025/07/08/iran-nutzt-todesstrafe-als-instrument-der-herrschaft-und-unterdrueckung]

    • Online-Diskussion am 10. März 2026: Der Anfang vom Ende des iranischen Regimes?: [🔗 https://calendar.boell.de/de/event/der-anfang-vom-ende-des-iranischen-regimes]

    • Podcast Märkte, Mächte, Emissionen mit Adam Tooze: Iran-Krieg: Folgen für Wirtschaft & Energiewende: [🔗 https://www.boell.de/de/media/podcast-episode-podigee/iran-krieg-folgen-fuer-wirtschaft-energiewende]

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    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.

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    • Spotify: [🔗https://open.spotify.com/show/7kruXVyvQnBjhIxOf2AXIY]

    • Apple Podcasts: [🔗 https://podcasts.apple.com/podcast/id1846544218]

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    31 min
  • Syrien: Wir sind vielfältig.

    Einheit durch Vielfalt? Wie kann Sicherheit und Gerechtigkeit in Syrien für alle hergestellt werden?

    „Was wir bisher in Syrien gesehen haben, ist eine Kultur der Straflosigkeit, eine Wiederholung bestimmter Verbrechen. Und wenn diese Kultur der Straflosigkeit nicht angegangen wird, glaube ich nicht, dass wir das Syrien aufbauen können, das wir uns alle wünschen: ein rechtsstaatliches Syrien, mit Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit.“

    Razan Rashidi, Aktivistin (The Syria Campaign)

    Episodenbeschreibung

    Syrien, ein Jahr nach dem Sturz von Bashar al-Assad: Zwischen Hoffnung und neuer Gewalt ringt das Land um Sicherheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Menschen in Syrien und in der Diaspora haben unter extremen Bedingungen überlebt, Strukturen aufgebaut und Unrecht dokumentiert. Doch Massaker, Misstrauen gegenüber der Übergangsregierung unter Ahmad al-Sharaa und die Angst religiöser Minderheiten stellen die Zukunft infrage. Wie kann Schutz für alle gelingen? Wie sieht bürgernaher Wiederaufbau aus? Und welche Rolle spielen Frauen jetzt?

    Kapitel mit Zeitmarkierungen

    • (00:00:00) – Nach Assad: Übergangsregierung, neue Konflikte und wie Syrer*innen aus der Diaspora ihre Heimat sehen.

    • (00:03:39) – Einheit durch Vielfalt: Identitätsfragen, Minderheiten und die Rolle der Zivilgesellschaft im neuen Syrien.

    • (00:07:13) – Wiederaufbau braucht mehr: Gebäude, soziale Strukturen und die Bedeutung von Orten der Begegnung.

    • (00:11:02) – Frauen als Rückgrat: Widerstand, Engagement im Exil und der Kampf um gesellschaftliche Teilhabe.

    • (00:16:02) – Herausforderungen des Wiederaufbaus: Wohnungsnot, Erinnerungskultur und Einfluss der Bevölkerung.

    • (00:20:59) – Rückschritte für Frauenrechte: Alltagsdiskriminierung, Gewalt und juristischer Aufbruch trotz Hürden.

    • (00:26:06) – Wissenstransfer & Gerechtigkeit: Wie Exil-Syrer*innen, digitale Räume und deutsche Erfahrung Syriens Zukunft prägen können.

    Unsere Expert*innen

    Rula Asad • Aktivistin, (Mit) Gründerin des Female Syrian Journalist Networks

    Jamshid Hussein • Soziologe und Aktivist für die Rechte der Kurden

    Petra Stienen • Strategieberaterin für internationale Beziehungen und Menschenrechte und ehemalige Diplomatin in Syrien

    Ahmad al-Mahairy • Architekt, Strategischer Planer, Gründungsmitglied von „Together Space“

    Chaghaf Howayek • Architektin, Gründungsmitglied von „Together Space“

    Yasmin Merei • Journalistin und Aktivistin

    Razan Rashidi • Geschäftsführerin „The Syria Campaign“

    Joumana Seif • Juristin, ECCHR

    Autorin der Folge: Bettina Ritter

    Host: Lukasz Tomaszewski

    Hintergründe auf boell.de

    • Aktuelle Artikel und Analysen zu Syrien: [🔗 https://www.boell.de/de/tags/syrien]

    • Hintergründe über die Arbeit von Joumana Seif: [🔗 https://www.boell.de/de/anne-klein-frauenpreis-2023-joumana-seif]

    Weiterführende Artikel und Quellen

    • Seite der Menschenrechtsorganisation The Syria Campaign: [🔗 https://thesyriacampaign.org/]

    • Zur schwierigen juristischen Aufarbeitung des Unrechts unter al-Assad: [🔗 https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/syrien-2025/562724/der-syrienkonflikt-und-das-voelkerstrafrecht/]

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    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.

    • Website: [🔗 https://www.boell.de/de/podcasts/boell-podcast]

    • Spotify: [🔗https://open.spotify.com/show/7kruXVyvQnBjhIxOf2AXIY]

    • Apple Podcasts: [🔗 https://podcasts.apple.com/podcast/id1846544218]

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    Grafik: Public Domain by Ahmed akacha, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.

    33 min

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