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Bits, Bytes, böses Erwachen! In der neuen Folge der „CARItalks“-Podcastreihe stehen vor allem die digitalen Probleme von Menschen mit Armutserfahrung im Mittelpunkt. #dadrücktderschuh: Viele Betroffene haben keine Möglichkeit, mit einem eigenen Endgerät an der digitalen Gesellschaft teilzunehmen. Das spielt nicht nur im Privaten eine große Rolle, sondern besonders auch bei den Dingen des täglichen Überlebens – z.B. beim Kontakt zu den Jobcentern in Pandemie-Zeiten.
Davon und von vielen anderen Problemen des Ausgeschlossenseins erzählt Gisela Breuhaus, Rentnerin und Expertin in eigener Sache, der Podcast-Gastgeberin Pia Klinkhammer (Pressereferentin beim Kölner Diözesan-Caritasverband).
Weitere Infos zum Thema finden Sie auch hier:
Auf der Website der Freien Wohlfahrtspflege NRW
auf der Website Kampf gegen Armut im Erzbistum Köln
und auf der Website der Zeitschrift Caritas in NRW
Was tun im Pflegefall? – „Wenn diese Frage gestellt wird, ist es eigentlich schon zu spät“, sagt Altenheimleiter Johannes Tepaße. Besser sei es, sich frühzeitig zu fragen, wie eine gute Vorbereitung auf das Altwerden aussehen kann und eine passende Vorsorge für den Pflegefall zu finden. Die Kunst liegt darin, zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung zu treffen.
Im Gespräch mit Anne Eckert, Leiterin des Referats Altenhilfe der Caritas im Bistum Münster, sprechen die Experten über Möglichkeiten, das Leben im Alter gut zu gestalten und räumen auf mit Vorurteilen über das Wohnen im Altenheim.
Guter Hirte Bocholt
Inneres Team
Literaturtipps:
Brinkmann, S. (2018). Pfeif drauf!: Schluss mit dem Selbstoptimierungswahn. Knaur
Schröder, M. (2020). Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Verlag C. Bertelsmann
Caritas Borken
Dass Apps und digitale Hilfsmittel gerade für Familien oder Heranwachsende eine große Hilfe sein können, um ihr Leben zu organisieren, weiß Elena Fronk aus erster Hand. Ein digitales Haushaltsbuch, sogenannte Habit Tracker oder kleine Apps die zum Beispiel Kids zum Zähneputzen (ohne Diskussionen) ermuntern, können das Leben in Familien entstressen.
Die 37-jährige Techniksoziologin ist Leiterin des Projektes Digitales Empowerment der Caritas Mülheim. DigitEmpo, so der Kurznamen des Projektes, will Familien und Heranwachsende mit besonderem Unterstützungsbedarf und Fachkräfte der flexiblen Erziehungshilfe im Umgang mit digitalen Hilfsmitteln fit machen.
Das zweijährige Projekt, das im Mai endet, wurde unter anderem von der Caritas-Stiftung und dem Innovationsfonds des Caritasverbandes im Bistum Essen gefördert. Im Gespräch erzählt Fronk, wie die Caritas digitale Apps in der sozialen Arbeit nutzt und den verschlüsselten Messengerdienst Wire eingeführt hat. Nicht erst unter Corona-Bedingungen haben sich digitale Hilfsmittel bewährt. Sie wurden nur noch wichtiger. Per Video-Chat konnten die Caritas Kolleg/innen mit ihren Klientinnen und Klienten in Kontakt bleiben.
Beitrag in der Zeitschrift "neue caritas" zum Projekt DigitEmpo
Infos zum Projekt auf der Website der Caritas Mülheim
Ein Hotelbett in einer fremden Stadt, eine Infusion mit tödlicher Dosis und der Wille, sich das Medikament von eigener Hand freizuschalten: So geht assistierter Suizid in europäischen Nachbarländern. Zuvor muss ein Arzt den Todeswunsch des Sterbewilligen gründlich prüfen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg für das Recht auf einen selbstbestimmten Tod nun auch in Deutschland frei gemacht, als es im Februar 2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung von 2015 aufhob. Derzeit muss der Bundestag die Gesetze dazu erlassen.
CARItalks geht den Fragen nach, die sich nun der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen und christlichen Einrichtungen im Besonderen stellen: Was sind die Gründe und Ursachen für einen Suizid? Mit welchen Fragen müssen sich katholische Einrichtungen auseinandersetzen, wenn sie einerseits Leben schützen wollen, andererseits das Recht auf Selbstbestimmung respektieren? Mit welcher Haltung sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Suizidgedanken von Patient/innen und Bewohner/innen begegnen? Gesprächspartner ist Florian Jeserich, Medizinethiker der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Gastgeber der CARItalks-Episode ist Christoph Grätz für die Caritas im Bistum Essen.
Zur Person: Florian Jeserich ist seit Anfang 2014 Referent im „Forum für Ethik und Profilbildung im Gesundheitswesen“ der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“. Ziel seiner Arbeit ist es, katholische Gesundheitseinrichtungen dabei zu begleiten, ihre christliche Unternehmenskultur zu stärken. Dazu gehört auch die Entwicklung einer Sterbe- und Trauerkultur.
Der link zur ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland "Woche für das Leben"
Entspannung
Trotz der allgemeinen Bekanntheit und Wichtigkeit von Entspannung stellen sich viele Fragen:
Informationen zum Nachlesen und Weiterdenken:
Caritas Borken
Erziehungsberatung der Caritas Borken
„CARItalks“ ist die Podcastreihe der Caritas in NRW, in der sich alles um soziale Themen dreht.
Gastgeberin ist Pia Klinkhammer, Pressereferentin beim Kölner Diözesan-Caritasverband. Sie spricht mit Manfred Herrmann, Rentner aus Essen und Experte in eigener Sache sowie mit Michaela Hofmann, Armutsexpertin beim Kölner Diözesan-Caritasverband.
Foto des Episodencovers: Barbara Bechtloff
Das Impfen gegen Corona ist in vollem Gange. Zu den besonders gefährdeten Gruppen in der Pandemie gehören Bewohner von Altenheimen. Entsprechend früh haben sie und die Mitarbeitenden vor Ort ein Impfangebot erhalten. „Bei uns haben sich 461 Menschen impfen lassen“, schaut Altenheimleiter Johannes Tepaße zurück. In der zweiten Folge von Altenheim-Stories spricht er mit Anne Eckert, Leiterin des Referats Altenhilfe für die Caritas im Bistum Münster, über das Impfen im Altenheim, die Auflagen zum Schutz vor Corona und wie Sterbebegleitung in seinem Altenheim unter Corona durchgeführt wurde. Denn dem Einrichtungsleiter ist wichtig: “Wir dürfen niemanden in Gefahr bringen. Und wir dürfen niemanden alleine lassen.” Wo es um den Menschen geht, müssten Lösungen mit Augenmaß gefunden werden.
Guter Hirte Bocholt
PM: Caritas mit Impfquote in den Altenheim im Bistum Münster sehr zufrieden
Sie arbeiten in Second-Handläden, Sozialkaufhäusern, in der Altenbegleitung, im Gartenbau, als Stromspar-Checker oder in Projekten wie dem Quartiersservice der Stadt Gelsenkirchen. Menschen wie Esther M. die aufgrund verschiedener „Vermittlungshemmnisse“ wie es im Amtsdeutsch heißt, keine Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden konnten. Für Menschen wie sie ist das Teilhabechancengesetz gemacht. Verbände, Sozialpartner oder auch Unternehmen stellen - für fünf Jahre gefördert - Menschen wie sie ein und geben ihnen eine Beschäftigung. Teilhabe bedeutet neben Beschäftigung auch Selbstwert und Stabilisierung. Bei manch einem mündet dies in einen regulären Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Das Gesetz nimmt aber auch Menschen in den Blick, die keine Chance auf Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt haben. Trotzdem sind sie wichtige Menschen, weil sie der Stadtgesellschaft etwas geben können.“ erklärt Arbeitsmarktexpertin Eva Bittner-Geier. Das Teilhabechancengesetz gilt als Meilenstein in der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit.
Teilhabe bedeutet neben Beschäftigung auch Selbstwert und Stabilisierung.
Ende Januar 2021 wurden Stimmen laut, die in den Altenheimen eine “Stille Triage” befürchteten. Gemeint war damit der Vorwurf, Altenheim-Bewohnern würde im Fall einer Corona-Infektion die notwendige Behandlung vorenthalten, sodass sie ungehört in den Heimen versterben.
Die Caritas hingegen meint: Das stimmt nicht. Anne Eckert, Leiterin des Referats Altenpflege für die Caritas im Bistum Münster, ergründet im Gespräch mit Altenheimleiter Johannes Tepaße vom Guten Hirten in Bocholt, wie es (nicht nur) in der Corona-Pandemie tatsächlich um die Gesundheitsversorgung und auch -vorsorge der Bewohner in Altenhilfeeinrichtungen steht.
Weitere Infos:
Guter Hirte Bocholt
Stiftung Patientenschutz
§ 132g SGB V Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
Patientenverfügung
Petition des Sterns zum Thema “Pflege braucht Würde”
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