War was? Nach dem Camp, sieht alles fast so aus wie vorher in der BHH in Hamburg nur im ersten Stock sitzen noch 4 Personen mit Headsets um einen Rodecaster und teilen ihre Eindrücke.
1. Metadaten & Kern-Thema
Hauptthema: Der Podcast reflektiert das Corporate Learning Camp 2026 als hybrides Barcamp, Community-Ereignis und Ausgangspunkt für neue Lern-, Netzwerk- und Community-Aktivitäten.2. Executive Summary – Das Wichtigste in Kürze
Das Gespräch beschreibt das Corporate Learning Camp 2026 als sehr energiegeladenes, hybrides Community-Event mit hoher Beteiligung vor Ort und online. Besonders deutlich wird der Charakter des Barcamps als Raum für Selbstorganisation, Vernetzung, informelles Lernen und gemeinsames Weiterentwickeln von Themen. Zahlen wie 170 Teilnehmende vor Ort, 100 online, rund 270 Posts mit dem Hashtag CLCamp26, etwa 160 Mastodon-Beiträge und 14 neu eingerichtete Accounts zeigen, dass nicht nur Sessions stattfanden, sondern auch digitale Anschlusskommunikation aktiviert wurde. Inhaltlich dominierten Themen wie Lernreisen, Lernkultur, Social Learning, Podcasting, KI/Agentic AI, Inner Work, regionale Communities und die Frage, wie Wissen aus der Community dauerhaft zugänglich gemacht werden kann.
3. Zentrale Thesen & fachliche Kernpunkte
Barcamp als aktivierende Lernarchitektur:
Das Camp wird als Raum beschrieben, in dem Teilnehmende ihre Themen selbst einbringen, sich vernetzen und Verantwortung für Lernen übernehmen. Damit steht nicht formale Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern Selbstorganisation, Partizipation und Peer Learning.Hybridität als gelungene Praxis:
Die hybride Umsetzung wird positiv bewertet. Mehrere Kameras, guter Ton, Funkmikrofone und technische Unterstützung ermöglichten offenbar eine sinnvolle Beteiligung der Online-Teilnehmenden. Hybridität wird damit nicht als Notlösung, sondern als ernstzunehmende Erweiterung des Barcamp-Formats beschrieben.Hohe Beteiligung und digitale Resonanz:
Genannt werden 170 Personen vor Ort, 100 online, 270 Posts mit dem Hashtag CLCamp26, rund 160 Beiträge mit CLC26 auf Mastodon sowie 14 neu eingerichtete Accounts. Diese Zahlen zeigen, dass das Camp nicht nur als Präsenzereignis funktionierte, sondern auch digitale Sichtbarkeit und Anschlusskommunikation erzeugte.Mastodon als Infrastruktur für Social Learning:
Ein zentrales Thema ist die Aktivierung von Mastodon. Die sogenannte Masterwall wird als laufender Ticker beschrieben, der Sichtbarkeit, Dynamik und Beteiligung erzeugte. Zugleich wurde diskutiert, warum eine soziale Netzwerkplattform für Social Learning, Von- und Miteinanderlernen, Austausch und asynchrone Kommunikation nach der Konferenz wichtig ist.Lernreisen als starkes Thema:
Lernreisen tauchen wiederholt als prägendes Thema auf. Sie stehen für längerfristige, prozessorientierte Lernformate, die über einzelne Trainings oder Sessions hinausgehen.Informelles Lernen und Lernkultur:
Mehrfach wird betont, dass Lernen nicht rein formal gedacht werden sollte. Im Zentrum steht die Frage, wie Lernende mehr Verantwortung übernehmen können und was Organisationen tun müssen, damit diese Aktivierung nicht nur erwartet, sondern tatsächlich ermöglicht wird.Podcasting als Community- und Lernformat:
Podcasting nimmt viel Raum ein. Es gab offenbar Sessions, Interviews und How-to-Beiträge zum Podcasten. Der Podcast-Stand war zentral gelegen und durchgehend belegt, wodurch Audioarbeit als niedrigschwelliges Dokumentations-, Reflexions- und Community-Format sichtbar wurde.Neue Aktivitäten nach dem Camp:
Das Camp wird nicht als abgeschlossenes Ereignis verstanden. Angesprochen werden Folgeaktivitäten zu Regionalkommunities, ein mögliches weiteres CLC-Buch und die Frage, wie Wissen und Erfahrungen aus der Community für alle zugänglich gemacht werden können.KI und Agentic AI als Querschnittsthema:
KI war erwartbar präsent. Genannt werden Agentic AI, die praktische Integration von KI in Arbeit sowie Grenzen des KI-Einsatzes. Dabei wird KI nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Arbeitspraxis, Lernkultur und organisationaler Umsetzung.Inner Work und persönliche Stabilität:
Neben technologiebezogenen Themen wurde auch Inner Work diskutiert: Atmung, Bewusstsein, Selbstklärung und innere Stabilität im Umgang mit äußerer Dynamik. Damit erweitert das Camp das Lernverständnis über klassische L&D-Themen hinaus.Community-Ökosysteme und Schnittstellen:
Es werden Verbindungen zu anderen Netzwerken und Initiativen genannt, darunter GFWM, LosCon, das Ministerium für Neugier und Zukunftslust, das New Learning Lab und die LearnTec. Wichtig ist hier der Gedanke gemeinsamer Themenfelder, ähnlicher Haltungen und möglicher Kooperationen.Sichtbarkeit und Professionalisierung der Community:
Das neue CLC-Design, Roll-ups, Aufkleber, Postkarten und Merchandising werden erwähnt. Dahinter steht mehr als Gestaltung: Die Community soll nach außen sichtbarer, professioneller und anschlussfähiger werden, etwa auch für Regionalkommunities.4. Praxisrelevanz & Key Takeaways
Barcamps als Lernökosysteme ernst nehmen:
Das Camp zeigt, dass Barcamps nicht nur Veranstaltungsformate sind, sondern leistungsfähige Lernökosysteme. Sie verbinden fachliche Impulse, Beziehungspflege, Vernetzung, Community-Building und konkrete Folgeaktivitäten.Hybrid muss bewusst gestaltet werden:
Gute hybride Formate brauchen Technik, Rollen, Aufmerksamkeit und Unterstützung. Kameras, Ton, Mikrofone und schnelle technische Hilfe sind keine Nebensache, sondern Voraussetzung für echte Beteiligung.Social Learning braucht digitale Anschlussräume:
Mastodon wurde nicht nur als Kommunikationskanal genutzt, sondern als Lerninfrastruktur. Für Corporate Learning bedeutet das: Lernen endet nicht mit dem Event. Es braucht Räume für asynchronen Austausch, Dokumentation, Weiterfragen und Vernetzung.Community-Aktivierung braucht konkrete Einstiegshilfen:
Die 14 neu eingerichteten Mastodon-Accounts zeigen: Neue Tools verbreiten sich nicht allein durch Empfehlung. Es braucht Einführung, Begleitung, sichtbare Nutzung und konkrete Anwendungsanlässe.Lernende Verantwortung übernehmen lassen:
Mehrere Aussagen kreisen um die Frage, wie Lernende aktiver werden. Dafür reicht ein Appell an Eigenverantwortung nicht aus. Organisationen müssen Lernkultur, Rahmenbedingungen, Formate und soziale Unterstützung so gestalten, dass Beteiligung wahrscheinlich wird.Podcasting als Reflexions- und Transferformat nutzen:
Podcasts, Interviews und Audioformate können helfen, Wissen aus Events festzuhalten, Perspektiven sichtbar zu machen und Lernprozesse über das Event hinaus weiterzuführen.KI nicht nur als Toolthema behandeln:
Die Diskussion zu KI und Agentic AI zeigt: Entscheidend ist nicht allein, welche Tools genutzt werden, sondern wie KI in Arbeit, Lernen, Grenzen, Verantwortung und Organisationspraxis eingebettet wird.Regionale Communities stärken:
Das Camp hat offenbar neue Energie für Regionalkommunities erzeugt. Für Community-Strategien ist das wichtig: Lokale Knotenpunkte können Nähe, Verbindlichkeit und regelmäßige Beteiligung fördern.Wissen aus Communities systematisch zugänglich machen:
Die Idee eines weiteren CLC-Buchs oder anderer Wissensformate verweist auf eine zentrale Herausforderung: Wie wird aus vielen Sessions, Gesprächen und Erfahrungen ein nutzbarer Wissensbestand?5. Kontroversen / Diskussionspunkte
Explizite Kontroversen zwischen den Sprechenden gibt es nicht. Diskussionswürdig sind jedoch mehrere Spannungsfelder:
Event-Energie vs. nachhaltige Wirkung:
Das Camp wird als intensiv und inspirierend beschrieben. Offen bleibt die Frage, wie diese Energie in dauerhafte Aktivitäten, Dokumentation und Community-Praxis übersetzt wird.Formales Lernen vs. informelles Lernen:
Das Gespräch verschiebt den Fokus klar in Richtung informelles, selbstorganisiertes und communitybasiertes Lernen. Damit stellt sich implizit die Frage, wie Organisationen solche Lernformen anerkennen, unterstützen und wirksam machen.Digitale Plattformen vs. tatsächliche Beteiligung:
Mastodon wird stark positiv bewertet. Zugleich bleibt die Herausforderung, die Nutzung zwischen Events weiter zu „befeuern“, damit aus kurzfristiger Aktivierung eine stabile Social-Learning-Praxis wird.KI-Hype vs. Arbeitspraxis:
KI war präsent, aber nicht als isoliertes Hype-Thema. Entscheidend bleibt die Frage, wie KI praktisch, begrenzt, verantwortungsvoll und arbeitsnah eingesetzt werden kann.