Dabei sein im Arbeitsleben - Chancen für alle! Der Podcast von dabei-austria.

Dabei sein im Arbeitsleben - Chancen für alle! Der Podcast von dabei-austria.

By Dachverband berufliche Inklusion/Michael Landschau und Sandra Knopp/JournalistinSociety & Culture
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Dabei sein im Arbeitsleben - Chancen für alle! Der Podcast von dabei-austria. episodes

  • „Jemand, der an einen glaubt" – Andrea Stoick und Maria Strobl über Fähigkeiten, Übergänge und berufliche Inklusion.

    Der dabei-austria Vorstand ist gewachsen: Seit dem Frühjahr 2026 verstärken Andrea Stoick und Maria Strobl das Vorstandsteam. Andrea Stoick ist Geschäftsführerin der Psychosozialen Zentren gGmbH, kurz PSZ. Sie ist für den Fachbereich Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zuständig und sagt: "Wichtig ist zu sehen, dass eine Erkrankung nicht das Einzige ist, das einen Menschen definiert und auch nicht seine Leistungs- und Arbeitsfähigkeit an sich definiert, so wie bei anderen Behinderungsarten auch. Menschen mit einer psychischen Erkrankung brauchen andere Rahmenbedingungen als Menschen, die das nicht haben, ähnlich wie bei einer körperlichen Behinderung. Das sind Menschen mit Fähigkeiten, mit Ausbildungen mit Können, die einfach andere Rahmenbedingungen brauchen. Diesen Menschen muss aber auch die Sicherheit gegeben werden, ich kann etwas, ich schaffe etwas. Das finde ich essenziell." 

    Maria Strobl ist Bereichsleiterin „Inklusive Bildung – Berufliche Inklusion“ bei der Caritas und sagt: "Wir begegnen sehr viel Überforderung. Was wir jetzt erleben, ist, dass sich Jugendliche stark zurückziehen, aber nicht, weil sie faul sind oder nichts machen wollen, sondern weil sie wirklich eine Überforderung spüren. Und deswegen ist es so wichtig, dass man in der Schule schon einen guten Zugang zu den jungen Menschen findet. Das Wichtigste auf diesem Weg hinein ins Erwachsenenleben ist, dass man jemanden hat, der an einen glaubt und der einen unterstützt. Und diese Person, die kann in der Familie, im Umfeld liegen, das ist aber nicht immer der Fall. Diese Rolle können viele Personen übernehmen. Aber es braucht zumindest einen, der an einen glaubt, damit man sich nicht im System verliert." 

    Im Gespräch geht es um ihre eigenen Berufswege, um die Hürden am Übergang von Schule zu Beruf und über die Bereitschaft passende Rahmenbedingungen zu schaffen. 

    Mehr Infos: 

     Psychosoziale Zentren gGmbH: Start 

    Inklusive Bildung Berufliche Inklusion : Caritas Wien 

     Psychosoziale Zentren gGmbH: Podcast

    dabei-austria – Dachverband berufliche Inklusion - Austria 

    35 min
  • Zwischen Chatbot und Vertrauensperson: KI in der Jugendberatung

    Chatbots helfen bei Hausübungen, unterstützen beim Schreiben von Bewerbungen und beantworten Fragen, die man früher vielleicht einer Beraterin oder einem Freund gestellt hätte. Wie verändert sich die Arbeit mit Jugendlichen dadurch? Können Chatbots echte Unterstützung bieten? Und wie viel von uns geben wir preis, wenn wir einer KI unsere Fragen, Sorgen und Zukunftspläne anvertrauen? Darum ging es bei den Workshops und Redebeiträgen bei den Jugendcoaching-Fachtagen von dabei-austria im April 2026. Ich habe mich mit drei Vortragenden getroffen und nachgefragt, was Künstliche Intelligenz für die Praxis im Coaching bedeutet. 

    Daniel Lohninger ist einer der beiden Geschäftsführer der Epicenter Academy, dem Bildungswerk der Non Government Organisation „epicenter works“ mit Sitz in Wien. Die NGO setzt sich für die Grund- und Freiheitsrechte im digitalen Zeitalter ein. Daniel Lohninger ist seit mehr als 15 Jahren dabei und vermittelt den Jugendlichen ein Gefühl dafür, welche Daten von ihnen gesammelt werden und vor allem, was damit passiert. 

     Unternehmen speichern die Daten ja nicht einfach nur, sondern versuchen, etwas über uns herauszufinden. Das nennt sich Profiling, das heißt, es werden Profile über alle Menschen erstellt und man versucht Eigenschaften herauszufinden über Menschen. Das sind hunderttausende Eigenschaften, sogenannte Datenkategorien, für ein paar Milliarden Menschen gespeichert bei diesen Datenhändlern und das macht uns halt sehr berechenbar. Und das mit Daten werden gehandelt.

    94 Prozent der 11- bis 17-jährigen nutzt KI-Chatbots. Das zeigte eine Erhebung von Saferinternet im Februar 2026. 90 Prozent nutzen ChatGPT, knapp ein Viertel der Befragten sogar täglich. Stefan Kühne befasst sich beruflich viel mit Künstlicher Intelligenz. Er ist selbstständiger Lehrbeauftragter und Erwachsenenbildner für die Themen Online-Beratung, digitale soziale Arbeit und KI in der sozialen Arbeitet und unterrichtet an Hochschulen in Österreich und Deutschland. 

     Und dann sehen wir natürlich einerseits eine ganz starke Nutzung für schulische Zwecke, für Nachhilfe zum Lernen und so was. Aber, und das wäre meine Prognose für die kommenden Jahre, wir sehen eben schon einen hohen Anteil von Jugendlichen. Die diese KI-Chatbots auch zu Themen des persönlichen Lebens fragen. Das sind zu Problemen in der Schule, mit den Eltern, in Beziehungen, in Freundschaften. Das heißt, Jugendliche fangen an, Klammer auf, Erwachsene machen das auch Klammer zu, diese KI Chatbots zu sehr privaten oder auch intimen Themen zu fragen. Und oftmals vertrauen sie diesen Antworten dann auch.

    Was man beim Einsatz von KI bei Bewerbungsschreiben beachten sollte, darüber spreche ich mit Peter Marsch, Geschäftsführer von Jobsbutler, einem Unternehmen das Menschen bei der Jobsuche und beruflichen Weiterentwicklung unterstützt. 

    SERVICE: 

    Rainer Mühlhoff, „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, 2025 Reclam-Verlag 

    Emily Bender, Alex Hanna, The AI-Con – How to fight big techs hype and create the future we want, 2025 Harper Collins 

    Emily M. Engelhardt/Stefan Kühne, Künstliche Intelligenz in der Beratung. Ein Kompass für die systemische Praxis, 2025 V&R 

     

    Podcast:

    Deutschland-Funk über Peter Thiel:Die Peter Thiel Story (1/6) - Willkommen im Thielverse

    Deutschland Funk über OpenAI:Die OpenAI Story: Der große Verkäufer

    Europäische Chatbot-Alternativen: 

    chat.mistral.ai

    lumo.proton.me

     

    LINKS:

    dabei-austria.at

    Home - Saferinternet.at

    epicenter.works - epicenter.works

    Home | epicenter.academy

    Stefan Kühne Künstliche Intelligenz Onlineberatung TrainingStefan Kühne | Onlineberatung / Training / Jugendarbeit

    jobsbutler.com 

     

    26 min
  • "Wir sind da!": Barbara Levc: Vielfalt im Hörsaal

    Wer sind eigentlich die Studierenden, die Unterstützung im Studium brauchen – und warum?

    In dieser Folge sprechen wir mit Barbara darüber, welche Gruppen sich besonders häufig an Beratungsstellen wenden. Dabei zeigt sich: Viele Studierende bringen Herausforderungen mit, die im Hochschulalltag oft unsichtbar bleiben – etwa im Bereich Neurodivergenz oder psychischer Belastungen.

    Ein Thema ist dabei auch die Frage, welche Barrieren es für Frauen mit Behinderung an Universitäten gibt - und warum viele ihre Diagnose, etwa im Bereich ADHS oder Autismus, erst an der Universität erhalten.

    Doch auch Studierende mit Seh-, Hör- oder Bewegungsbehinderungen brauchen passende Rahmenbedingungen, um ihr Studium erfolgreich absolvieren zu können. Wir sprechen über die Bildungsbiografie von Barbara Levc, die als blinde Frau ihr Hochschulstudium hart erkämpft hat,  über Hürden im Schulsystem und darüber, was es braucht, damit mehr Menschen mit Behinderung den Weg an die Hochschule finden und dort erfolgreich studieren können.

    22 min
  • "Wir sind da!" Gerda Reiter und Christina Spanner: Starke Frauen, starke Berufe

    Wirtschaftliche Unsicherheit, Aufnahmestopps, steigender Druck in Unternehmen – und trotzdem braucht es Perspektiven für Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Wie kann das gelingen?

    Gerda Reiter, Projektleiterin des NEBA-Betriebsservice Key Account Tirol und Vorstandsmitglied von dabei-austria, berät Unternehmen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen.
    Christina Spanner, Projektleiterin von „Jobfit für Mädels“ bei Innovia in Innsbruck, begleitet junge Frauen mit Beeinträchtigungen am Übergang von Schule in Beruf – in kleinen Gruppen, mit viel Empowerment und klarer Perspektive auf den ersten Arbeitsmarkt.

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Praktikumsplätze schwerer zu bekommen sind, weshalb Lehrstellen aktuell teils bessere Chancen bieten – und warum gerade jetzt mutige Unternehmen gefragt sind.

    Gerda und Christina bringen auch konkrete Beispiele mit:

    Eine junge Frau, die sich eigentlich „nur“ beworben hatte – und schließlich über einen kreativen Jobdesign-Prozess eine Teilqualifizierung in einer Bankzentrale begann.
    Und eine zweite, die gleich mit zwei Stereotypen brach – und ihren Weg zur Berufskraftfahrerin einschlug.

    Eine Folge über Selbstvertrauen, neue Blickwinkel, offene Betriebe – und darüber, wie aus Chancen echte berufliche Wege werden.

     

    Fotocredit Gerda Reiter: Lisi Lehner für dabei Austria  

    Christiana Spanner: Innovia

     

    25 min
  • "Wir sind da!" Manuela Lanzinger: Inklusion braucht Strategie

    Als Manuela Lanzinger im Jahr 2004 die Diagnose Multiple Sklerose bekam, war sie als Umweltberaterin bei den Wiener Volkshochschulen tätig. Sie hatte Glück: ein verständnisvoller Chef, ein Betriebsklima, in dem sie offen über ihre Erkrankung sprechen konnte. Kündigungsangst? Nein. Unterstützung? Ja.

    Und trotzdem: Teilzeit bedeutete weniger Lohn – und später weniger Pension. Projekte wurden ihr zunächst nicht mehr zugetraut. Im Team brauchte es Sensibilisierungsarbeit. Lanzinger musste argumentieren, überzeugen, sich Zuständigkeiten zurückholen. Am Ende führte genau das zu besseren Strukturen für alle– etwa klar geregelten Stellvertretungen bei Projekten.

    Heute ist sie Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrates – und sieht die größeren Zusammenhänge. Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung steigt massiv. Besonders Frauen mit Behinderung sind von Mehrfachdiskriminierung betroffen – viele scheinen in keiner Statistik auf.

    Was es braucht, damit ihr Potenzial nicht verloren geht –darüber sprechen wir jetzt. 

    18 min
  • „Wir sind da!" - Karin Stöckler: Wo ein Wille, da ist auch ein Weg

    In den kommenden vier Podcastfolgen stelle ich Ihnen Frauen mit Behinderungen vor, die andere dabei unterstützen ihren eigenen beruflichen Weg zu finden. Sie erzählen von ihrem Lebensweg, wie sie Barrieren überwunden haben und wie sie wurden, was sie sind. Wir sprechen darüber, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit mehr Frauen mit Behinderung einen Job finden und warum es gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten einen inklusiven Fokus braucht. 

    Sie ist Dame in einem Ritterorden, sie wurde vor kurzem mit dem Bregenzer Frauenpreis ausgezeichnet– und sie hat sich das Autofahren nicht ausreden lassen. Viele hätten ihr das aufgrund ihrer Körpergröße nicht zugetraut. Karin Stöckler ist seit 2009 Präsidentin des ÖZIV-Vorarlberg. Im Gespräch, das wir auf der ZERO-Conference 2026, in der UNO-City aufgenommen haben, erzählt sie von ihrem Aufwachsen im "Ländle" und wie sie Inklusion in der Schulzeit erlebt hat, wie es dazu kam, dass sie an der Spitze einer Interessensvertretung steht und wie sie sich nach einem schweren Unfall wieder zurück kämpfte. Wir sprechen darüber, warum Selbstbestimmung kein Luxus ist, weshalb Sparmaßnahmen sie auf die Barrikaden bringen – und warum man Frauen mit Behinderung niemals unterschätzen sollte. 

     

    21 min
  • Teilhabe unter Druck: Was Kürzungen für berufliche Inklusion bedeuten

    Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderungen ist hoch – und bei jungen Menschen spitzt sich die Lage weiter zu. Mehr als jeder vierte Jugendliche mit Behinderung ist weder in Ausbildung noch im Job. Während die Quote bei jungen Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen bei 7,5 Prozent liegt, ist sie bei Jugendlichen mit Behinderungen auf 26,8 Prozent gestiegen! Der Unterstützungsbedarf nimmt zu, aber gleichzeitig steigt der Spardruck bei Arbeitsmarktprojekten.  Was bedeutet das für jene, deren Einstieg ins Berufsleben ohnehin fragil ist und für Unternehmen die Inklusion als Chance sehen und diese Jugendlichen beschäftigen wollen? 

    Gleichzeitig gerät der Ausgleichstaxfonds (ATF) unter budgetären Druck. Der ATF finanziert Unterstützungsangebote zur beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen – etwa Arbeitsassistenz, Qualifizierungsmaßnahmen, Lohnkostenzuschüsse und andere begleitende Hilfen am Arbeitsplatz. Der finanzielle Bedarf übersteigt die Einnahmen. Zusätzliche Mittel aus dem Bundesbudget für 2026 sollen ab 2027 schrittweise reduziert werden.  Das gefährdet die Stabilität bestehender Unterstützungsangebote und könnte zu weiter steigenden Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Behinderungen führen. Es braucht daher eine nachhaltige Sicherung des Ausgleichtaxfonds. 

    Über all das spreche ich in dieser Folge mit Eva Skergeth-Lopič, sie ist Vorsitzende von dabei-austria, dem Dachverband für berufliche Inklusion und mit dabei-austria-Geschäftsführerin Christina Schneyder. 

     

     

    28 min
  • Was passiert, wenn Arbeit sich dem Menschen anpasst?

    Der erste Beitrag beleuchtet den Alltag von Menschen mit ME/CFS und die Herausforderungen beruflicher Teilhabe. Astrid Edinger von der WUK-Arbeitsassistenz und Verena Hackl von der Medizinischen Universität Wien erklären, wie die chronische Erkrankung erkannt wird, welche Symptome typisch sind und warum ME/CFS oft unsichtbar bleibt. Ein zentraler Ansatz im Umgang mit der Erkrankung ist das sogenannte Pacing – ein bewusstes Energiemanagement, das Überlastung vermeiden soll. Psychotherapie und arbeitsbezogene Unterstützungsangebote können Betroffene dabei begleiten, ihre Belastungsgrenzen einzuhalten und Arbeit – wenn möglich – zu erhalten. Gleichzeitig machen die Expertinnen deutlich, dass es in Österreich nach wie vor an ausreichenden Versorgungsstrukturen, Forschung und Aufklärung fehlt.

    Der zweite Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz neue inklusive Arbeitsmöglichkeiten schafft. Am Beispiel der Datenannotation bei KapschTrafficCom wird deutlich, wie Menschen – insbesondere aus dem Autismus-Spektrum oder mit anderen Beeinträchtigungen – ihre Stärken in Präzision, Detailgenauigkeit und Ausdauer in den KI-Trainingsprozess einbringen. Die Arbeit besteht darin, Bilddaten zu markieren und zu prüfen, um KI-Systeme zuverlässig zu trainieren. Der Verein „Responsible Annotation“ ist aus einem Pilotprojekt hervorgegangen und verfolgt das Ziel, nachhaltige Arbeitsplätze im KI-Umfeld zu schaffen. Neben klaren Strukturen, verständlichen Regeln und einem reizarmen Arbeitsumfeld zeigt der Beitrag vor allem: Wenn Arbeitsbedingungen angepasst werden, entstehen neue berufliche Chancen – und ein Gewinn für Menschen wie für Unternehmen. 
     

    Foto: meine Gesprächspartner vom Annotation-Team von Kapsch-TrafficCom 

    v.l. Martin, Angelo, Daniel, Julian, Kadir und mit dem Mikrofon Sandra 

    Copyright: Kapsch TrafficCom AG

    26 min
  • Maynat Kurbanova: "Von den sozialen Medien alleine wird man nicht extremistisch"

    Meine Gesprächspartnerin in dieser Episode ist eine Frau, die regelmäßig in Gefängnissen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen spricht und eine Schreibwerkstatt mitinitiiert hat. Sie ist mit Workshops zu Demokratie und Extremismusprävention an Schulen unterwegs und ihr ist es wichtig Gespräche zu führen, um den anderen auch ein Stück weit zu verstehen. Maynat Kurbanova sagt: 

    "Von den sozialen Medien alleine wird man nicht extremistisch. Die liefern gewisse Inhalte, ein gewisses Weltbild. Selbst wenn ich mich auf TikTok radikalisiere und diese Inhalten inhaliere und so weit in meinem in meinem Weltbild bin, trotzdem brauche ich offline dann Verbündete, offline Menschen, die diese Weltbilder dann auch diese Einstellungen teilen, wo ich mich austauschen kann." 

    Mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen, gehört für sie als Journalistin lange zum Berufsalltag von Maynat Kurbanova. Geboren wurde sie in Grosny, der Hauptstadt Tschetscheniens. Sie arbeitete nach dem Studium für verschiedene russische Medien – und war seit Beginn des zweiten Tschetschenienkrieges im Jahr 1999 Korrespondentin der Moskauer Zeitung Nowaja Gaseta. 2004 ging sie ins Exil – zunächst nach Deutschland -  wegen ihrer kritischen Berichte musste sie das Land verlassen. Seit 2010 lebt sie in Wien. 

    Kurbanova:  Also ich habe über Kriege geschrieben. Nachdem ich nach Österreich gekommen bin, habe ich auch Islamische Religionspädagogik studiert an der Uni Wien, habe mich immer mit dem Thema Islam und Extremismus befasst, weil dort wo Kriege sind. Oder große gesellschaftliche Krisen, da kommt es in der Regel auch zur Radikalisierung der Teile der Gesellschaft und das bricht die Gesellschaften auch und das hat mich immer interessiert. Dann war die Zeit des IS, des Krieges in Syrien und Irak und das Phänomen, dass viele junge Menschen, überwiegend waren das junge Menschen natürlich nicht nur. Nach Syrien gegangen sind und sich den IS oder anderen kämpfenden Gruppierungen anschließen wollten und diese Frage hat mich auch sehr interessiert, was ist die Anziehungskraft der Brutalität. 

    In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen Extremismus und Radikalismus, um den Einfluss von sozialen Medien - wie TikTok und wie sich Gespräche auf Augenhöhe mit jungen Menschen führen lassen. 

     dabei-austria.at 

    zur Website: Maynat Kurbanova – Trainerin 

    Bücher zu Radikalismus und Extremismus: 

    Eşim Karakuyu, Christopher Glanzl, Fabian Reicher, Die Alternative Held:innenreise - Digital Storytelling von Unten,  mandelbaum Verlag 2025 

    Edith Meinhart, Cop und Che. Wie ein Tschetschene und ein Polizist zu TikTok-Stars wurden, mandelbaum Verlag 2024 

    Fabian Reicher, Die Wütenden: Warum wir im Umgang mit dschihadistischem Terror radikal umdenken müssen, Westend 2022 

    Julia Ebner, Radikalisierungsmaschinen: Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren, Suhrkamp nova 2019 

     

    30 min
  • Fabian Reicher: Anleitung für Geschichten, die verbinden, statt Hass zu streuen

    Wer erzählt eigentlich Geschichten im Netz und was wird geteilt? Lange Zeit waren es vor allem laute Stimmen – populistisch, radikal, hasserfüllt, die sich Gehör im Netz verschafften. Rechte und extremistische Bewegungen entdeckten das Storytelling für sich: Sie erzählen Geschichten von Angst, Bedrohung, von wir gegen die anderen. Doch was passiert, wenn progressive Kräfte das Erzählen im Netz zurückerobern? Wenn Jugendliche selbst zu Erzählerinnen und Erzählern werden von Geschichten, die Mut machen, Solidarität ausdrücken und Gemeinsames statt Trennendes in den Vordergrund stellen? Wie solche Projekte gemeinsam mit Jugendlichen gestaltet werden können, darum geht es im Buch „Die Alternative Held:innenreise – Digitalstorytelling von Unten“, das am 8. Oktober im Mandelbaum Verlag erschienen ist.  Bei mir zu Gast ist heute einer der drei Autoren, Fabian Reicher. 

     

    Copyright zum Buchcover: mandelbaum Verlag 

     

    Buchtipps: 

    Eşim Karakuyu, Christopher Glanzl, Fabian Reicher, Die Alternative Held:innenreise - Digital Storytelling von Unten,  mandelbaum Verlag 2025 

    Edith Meinhart, Cop und Che. Wie ein Tschetschene und ein Polizist zu TikTok-Stars wurden, mandelbaum Verlag 2024 

    Fabian Reicher, Die Wütenden: Warum wir im Umgang mit dschihadistischem Terror radikal umdenken müssen, Westend 2022 
     

    Einige Socialmedia-Projekte:

    Cop und Che: Cop Und Che | TikTok bzw. Cop & Che (@copundche) • Instagram-Fotos und -Videos 

    Im Schatten von Wien: Instagram 

    NISA - gemeinsam: NISA (@nisa_gemeinsam) • Instagram-Fotos und -Videos 

    JAMAL AL-KHATIB | TURN 

    Jamal al-Khatib X NISA | bpb.de 

    die Wütenden (@diewuetenden) • Instagram-Fotos und -Videos 

    Premiere: “Mein Kopf – mein Tuch – meine Entscheidung” | Beratungsstelle Extremismus 

    33 min

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Der Podcast „dabei sein im Arbeitsleben-Chancen für alle“ zeigt auf, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt funktionieren kann. Der Dachverband dabei-austria vertritt derzeit bundesweit knapp 200 Projekte,…