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In der heutigen Podcast-Folge geht es darum, wie mehr Frauen mit Behinderung ihr Potenzial in der Arbeitswelt einbringen können. Was macht den Arbeitsmarkt für sie so unzugänglich? Welche Initiativen braucht es? Welche Rolle spielen Ableismus, Arbeitszeit- und Bezahlmodelle? Und wie werden bestehende Angebote niederschwelliger, etwa für Menschen mit einer psychischen Erkrankung? Darüber diskutierten beim 2. Forum „Berufliche Teilhabe von Frauen mit Behinderung“ am 7. März Johannes Rauch (Sozialminister), Sabine Knopf (Leiterin der Landesstelle Wien des Sozialministeriumservice), Andreas Huss (Obmann Stellvertreter der Österreichischen Gesundheitskasse), Daniela Rammel (stellvertretende Vorsitzende des Unabhängigen Monitoring-Ausschusses), Katrin Langensiepen (Abgeordnete im EU-Parlament) und Hilde Wolf (Vizepräsidentin des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen)
Foto: Links: Sabine Knopf, Rechts: Sandra Knopp; Copyright: dabei-austria
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FEM Süd Frauenassistenz
"Wir haben ein Mutproblem, kein Erkenntnisproblem", sagt die deutsche EU-Abgeordnete Katrin Langensiepen bei Ihrer Keynote am Forum "Berufliche Teilhabe von Frauen mit Behinderungen. Nach wie vor hindere Ableismus - also Glaubenssätze, Zuschreibungen und Vorurteile rund um das Thema die berufliche und damit die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung, im Speziellen Frauen mit Behinderung.
Veranstaltet wurde dieses Forum von dabei-austria und der FEM-Süd-Frauenassistenz. 200 Gäste also doppelt so viele, wie im Vorjahr, waren im ÖGB-Catamaran dabei.
Katrin Langensiepen hielt beim Forum die erste Keynote. Sie wurde 1979 in Langenhagen bei Hannover geboren und ist unter den EU-Abgeordneten eine der wenigen mit einer sichtbaren Behinderung. Sie lebt mit dem TAR-Syndrom. In dieser dabei-austria-Podcastfolge spricht Katrin Langensiepen über die bevorstehende EU-Wahl, die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihre sozialpolitischen Ziele . Außerdem erklärt sie, warum es wichtig ist das Wort „Behinderung“ offen auszusprechen und nicht von „besonderen Bedürfnissen“ auszugehen.
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FEM Süd Frauenassistenz
Home (dievierraddiva.at)
Alt-Text: Links: EU-Parlamentarierin Katrin Langensiepen, Rechts: Podcasterin Sandra Knopp - Copyright: Michael Landschau
"Diversität ist eine Chance, Inklusion heißt diese Chance zu nutzen.", ist Stephan Böhm, er lehrt und forscht an der Universität Gallen. Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft, sexueller Orientierung: Je vielfältiger ein Team ist, desto mehr lässt sich voneinander lernen. Doch diese Unterschiede können lähmend wirken- wenn sich Gruppen bilden, wenn es Misstrauen untereinander gibt. Wer Inklusion gestaltet, etwa sich an den Stärken der Mitarbeiter:innen orientiert und offen für Arbeitsplatzgestaltung ist – übrigens viele Anpassungen kosten wenig oder gar nichts - kann die Vorteile der Vielfalt nutzen. Stephan Böhm spricht auf den dabei-austria Betriebsservice-Fachtagen über den "St. Gallen Inclusion Index". Inklusion lässt sich mit vier Dimensionen messen: Authentizität, Zugehörigkeit, Chancengleichheit und Synergie.
Beim inklusiven Denken von Prozessen ist es wichtig nicht nur auf Behinderung als einzige Dimension zu schauen, sondern sich zu überlegen, dass auch andere Gruppen, etwa Menschen mit Pflege- und Betreuungspflichten von flexiblen Arbeitszeiten profitieren. Ein inklusives Team entsteht dann, wenn man die unterschiedlichen Identitäten und ihre Bedürfnisse wahrnimmt und Prozesse so gestaltet, dass alle teilhaben können, sagt Susanne Hamscha, Managing Partner der Unternehmensberatung "Factor D - diversity consulting". Wenn Menschen aus Angst vor Vorurteilen ihre Einschränkung verschweigen, bleibt auch Produktivität auf der Strecke. In einem offenen und respektvollen Betriebsklima hingegen können alle Menschen ihr Potenzial voll ausschöpfen.
Auch in der Schweiz wird viel über Inklusion gesprochen. Die Stiftung Profil mit Sitz in Zürich unterstützt seit 25 Jahren Menschen mit Behinderung bei der Inklusion in den ersten Arbeitsmarkt. Zu den Meilensteinen zählt: Inclusive Job Design. "Inclusive Job Design kehrt das herkömmliche Modell um. Bis dahin hatte man für Menschen mit Behinderung eine Stelle geschaffen und diese Stelle für diese Person angepasst. Inclusive Job Design fokussiert nicht die Person, sondern immer den Arbeitgeber und vor allem setzt sie einen Fokus auf den Nutzen für Arbeitgeber", sagt Profil-Geschäftsführerin Eva Meroni. Das Prinzip dahinter: Tätigkeiten, die in einem bestimmten Jobprofil zusammenfallen werden analysiert - dabei wird darauf geachtet, ob es auch Tätigkeiten gibt, die sich anlernen lassen, und zu einem eigenen Jobprofil zusammengefasst werden können.
Service:
Stiftung Profil - Home
Universität St.Gallen (HSG) | unisg.ch
Diversity & Inclusion an der Universität St.Gallen (HSG) | unisg.ch
factor-D Diversity Consulting
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Foto: v. links: Sandra Knopp, Stephan Alexander Böhm
Copyright: Michael Landschau
In dieser Podcastfolge geht es um inklusives Unternehmertum, genauer gesagt, um die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen. Julia Wallisch arbeitet daran mit ihrer Job-Finding-App „Femabilities“ Frauen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt sichtbarer zu machen. Markus Raffer hat neun Jahre lang das Technologie- Start-Up Tec-Innovations geführt und berät nun Menschen mit Behinderung bei der Gründung. Ich habe die beiden im Rahmen der dabei-austria-Betriebsservice-Fachtage im November 2023 im ÖGB-Catamaran getroffen. In ihren Erzählungen geht es um neue Ideen, um Chancen, Hoffnungen und Herausforderungen, um Scheitern und Neuanfang – also um Selbstständigkeit in vielen Facetten.
Links:
www.femabilitis.com
AED Austria (aed-austria.org)
Monopolverwaltung GmbH » MVG
Förderungen für Unternehmer mit Behinderungen (usp.gv.at)
Foto: Alt-Text:
Links: Julia Wallisch
mit dem Mikrofon in der Hand: Sandra Knopp
Copyright: Michael Landschau, dabei-austria
Damit der Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung, aber auch für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche nachhaltig gelingt, braucht es inklusive Bildung, passende Arbeitszeitmodelle und Angebote zur Behandlung psychischer Belastungen. Diese sollten möglichst niederschwellig und kostenlos sein, fordert Gastgeberin Christina Schneyder, Geschäftsführerin von dabei-austria. Am runden Tisch Platz genommen haben ÖZIV-Geschäftsführer Gernot Reinthaler, Brigitte Heller, Vorsitzende des Vereins Lichterkette, Patrick Berger, Leiter des Chancen-Nutzen-Büros im ÖGB und ÖBR (Österreichischer Behindertenrat)-Vizepräsident Erich Schmid.
Themen des Round-Table:
1.) Wie braucht für die Teilnehmer:innen ein inklusiver Arbeitsmarkt? Ab Minute 5:57
2.) Warum ist die Erwerbsquote von Menschen mit Behinderung so gering und die Langzeitarbeitslosigkeit so hoch? Ab Minute 9:15
3.) Was entgeht der österreichischen Wirtschaft, wenn man auf das Potenzial von Menschen mit Behinderung und/oder psychischer Belastung vergisst? Ab Minute 16:53
4.) Lösungen: Was könnte ein Inklusionsfonds bewirken und wofür sollten die Mittel eingesetzt werden? Ab Minute 20:54
5.) Seelische Gesundheit/was würde helfen: Ab Minute 30:29
6.) Existenzsicherende, flexiblere Arbeitszeitmodelle: Ab Minute 33:15
7.) Über die geplanten gesetzlichen Änderungen zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit: Ab Minute 39:18
Bild: Copyright: Michael Landschau, dabei-austria
Teilnehmer:innen von links nach rechts: Patrick Berger (ÖGB), Gernot Reinthaler (ÖZIV), Christina Schneyder (dabei-austria), Erich Schmid (ÖBR), Brigitte Heller (Verein Lichterkette), Sandra Knopp (Podcasterin)
Webseiten:
dabei Austria - dabei-Austria
ÖZIV - Bundesverband für Menschen mit Behinderungen (oeziv.org)
„Chancen Nutzen“-Büro im ÖGB: Rasche Hilfe in Notsituationen | ÖGB (oegb.at)
Psychische Erkrankungen | Lichterkette | Wien
Österreichischer Behindertenrat – Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs
Im Juni 2023 kündigte die Bundesregierung an, dass für bislang als "arbeitsunfähig" geltende Menschen unter 25 Jahren ab 2024 der Zugang zu Angeboten des Arbeitsmarktservice ermöglicht werden soll. Junge Menschen sollen nicht mehr vorschnell als arbeitsunfähig eingestuft werden. Doch wie viele Menschen betrifft das? Und lässt sich so eine Reform so schnell umsetzen? Was bedeutet das für das Arbeitsmarktservice?
Darum geht es im Podcast-Gespräch mit Petra Draxl, sie ist seit Juli 2023 im Vorstand des AMS. Außerdem sprechen wir über aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit und Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung von Frauen mit Behinderung.
Im zweiten Teil des Gesprächs - MINUTE 18:49 - geht es um den beruflichen Weg von Petra Draxl. Sie ist die 1. Frau an der Spitze des Arbeitsmarktservice Österreich. Was hat die gebürtige Steirerin geprägt? Welche Herausforderungen hat sie bewältigt und was hat sie in ihrer Zeit als Projektleiterin des Jugendbeschäftigungsprojekts "Insel" im Umgang mit Jugendlichen gelernt?
Foto-Copyright: AMS-Österreich
Das NEBA-Angebot Berufsausbildungsassistenz, kurz BAS, ist 20 Jahre alt! Im September 2003 wurde die Berufsausbildungsassistenz, im Rahmen der integrativen Berufsausbildung, gesetzlich verankert. Monika Weibold ist 2003 eine der ersten Berufsausbildungsassistentinnen in Oberösterreich. Die Idee Jugendliche mit Behinderung oder ausgrenzungsgefährdete Jugendliche vom Start bis zum Abschluss der verlängerten Lehre bzw. der Teilqualifizierung zu unterstützen, überzeugte die Mühlviertlerin von Anfang an. Die Erfahrungen, die sie als Berufsausbildungsassistentin gesammelt hat, waren für sie sehr wichtig.
Heute ist Monika Weibold Geschäftsführerin bei der Jugend am Werk GesmbH mit Sitz in Linz, einem Unternehmen der BBRZ-Gruppe. Und sie ist Vorstandsmitglied beim Dachverband dabei-austria - mit dem Fachbereich Jugendbeschäftigung. In dieser Podcast-Episode reisen wir beide gedanklich zurück ins Jahr 2003 - zu den Anfangstagen der BAS.
SERVICE:
dabei Austria - dabei-Austria
Mit Schwung ins Berufsleben - Jugend am Werk (jaw-bbrz.at)
NEBA-Berufsausbildungsassistenz: Warum BAS
Foto: Monika Weibold
Im Podcast von dabei-austria spreche ich mit Menschen, die berufliche Perspektiven suchen und mit jenen, die sie dabei unterstützen. Oft stehen zwei Dinge im Fokus: Die Kommunikation mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen - auch über digitale Wege. Und das Erlernen von digitalen Fertigkeiten, um im Berufsleben bestehen zu können. Doch ein niedriges Einkommen, ein geringer Bildungsstandard oder psychische und physische Herausforderungen führen dazu, dass vielen Menschen die digitale Welt großteils verschlossen bleibt. Die Konsequenzen: schlechtere Jobchancen, weniger Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und gesundheitliche Nachteile durch Informations- und Präventionsmangel. Der einsemestrige, berufsbegleitende Zertifikatskurs „Digital Inclusion“ von der Universität Wien, hat das Ziel der digitalen und damit der gesellschaftlichen Ausgrenzung entgegenzuwirken. Kursbeginn ist Oktober 2023.
Im Herbst- und Wintersemester 2023 findet der der Kurs zum 2. Mal statt und läuft von 7. Oktober 2023 bis 27. Jänner 2024. Die Präsenz- und Online-Termine sind an Freitagen und Samstagen geblockt. Die Vortragenden haben Expertise in verschiedenen Disziplinen – etwa in Science & Technology Studies, Pädagogik, Philosophie und vieles mehr.
Ebenso breit sind die Felder, die behandelt werden: Einblicke gibt es etwa in die Vermittlung von Inhalten über Technologien, wie augmented reality. Das bedeutet, das virtuelle Elemente in die reelle Umgebung integriert werden. So wurden im Online-Spiel „Pokemon Go“ virtuelle Figuren in die reale Umwelt eingebaut. Virtual Reality ist hingegen die vom Computer künstlich erzeugte Realität. Auch um viel diskutierte Themen, wie Roboterethik, digitale Kompetenz und den Umgang mit künstlicher Intelligenz, wie mit Chat GPD geht es im Zertifikatskurs.
Interessierte aufgepasst: am 17.8.2023 findet um 18:00 Uhr ein Online-Infoabend statt: Online-Informationsabend Zertifikatskurs „Digital Inclusion“ - UNI.at
Nähere Informationen zum Zertifikatskurs Digital Inclusion finden Sie auch unter: Digital Inclusion (postgraduatecenter.at)
www.dabei-austria.at
Sie sind eine Drehscheibe zwischen Betrieb, Jugendlichen und Berufsschule: Die Rede ist von Berufsausbildungsassistentinnen und Assistenten. Berufsausbildungsassistenz, kurz BAS, unterstützt junge Menschen vom Start bis zum Abschluss einer verlängerten Lehre oder der Teilqualifizierung. Menschen mit Behinderung können die BAS ebenso in Anspruch nehmen wie Menschen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf am Ende der Pflichtschule. Außerdem gehören zur Zielgruppe Menschen mit einem fehlenden oder negativen Pflichtschulabschluss oder Menschen, die Schwierigkeiten haben, eine Ausbildung zu beginnen.
Die Berufsausbildungsassistentinnen und Assistenten führen Feedback-Gespräche, können Nachhilfe organisieren und bei Bedarf auch Angebote, wie Jobcoaching hinzuziehen. So können praktische Fertigkeiten im Betrieb vertieft werden.
Was die BAS-NEBA unseres Mitglieds Jugend am Werk Wien bewirkt, zeigt die Geschichte zweier junger Frauen. Gefördert wird dieses Unterstützungsangebot vom Sozialministeriumsservice.
Wir sind zu Besuch im Fußpflegeinstitut Eva Zaluska, das zeigt, das junge Menschen mit verlängerter Lehre wertvolle Mitarbeiterinnen für eine KMU sind. Und wir besuchen einen BILLA-Markt in Wien-Floridsdorf in dem vier junge Menschen mit verlängerter Lehre ausgebildet werden. Auch der Weg zur Führungskraft ist möglich.
Jugend am Werk - Unterstützen, Begleiten, Fördern, Qualifizieren (jaw.at)
Berufsausbildungsassistenz | Berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt (jaw.at)
dabei Austria - dabei-Austria
#change · BÖP (boep.or.at)
Gemeinsam an sich arbeiten – ist das passende Stichwort für diese Podcastfolge. Und Mutmacherin ist eine schöne Bezeichnung für meine heutige Gesprächspartnerin Susanna Sitzenstäter. Denn sowohl in Coaching als auch in Beratungsgesprächen ermutigt die Wienerin Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung ihre Ressourcen zu entdecken. Seit Anfang 2023 gibt es das neue Beratungsangebot von ÖZIV-Support zu behinderungsrelevanten Anliegen erstmals in ganz Österreich. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen Coaching und Beratung gibt und was diese Angebote bewirken, darüber spreche ich mit Susanna Sitzenstäter, sie ist die operative Leiterin von ÖZIV-Support Wien und mit Gernot Reinthaler, er ist ÖZIV-Geschäftsführer und im dabei-austria Vorstand.
ÖZIV - Bundesverband für Menschen mit Behinderungen (oeziv.org)
SUPPORT Coaching (oeziv.org)
ÖZIV SUPPORT Beratung (oeziv.org)
dabei-austria.at
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