Und genau dieser eine bleibt hängen.
In der neuen Folge Dick im Gscheft wird es persönlich. Ziemlich persönlich sogar. Oli erzählt von einer Kritik, die ihn lange begleitet hat. Ein Satz, eine Meinung, eine Beurteilung von aussen – und plötzlich trägt man etwas mit sich herum, obwohl man längst weitergegangen sein sollte. Warum ist das so?
Warum können uns zehn Menschen sagen, dass wir etwas gut gemacht haben – und wir denken am Abend trotzdem über den einen nach, der uns scheisse fand? Unser Gehirn gibt negativen Erfahrungen tatsächlich mehr Gewicht als positiven. Auch Michi kennt diese Erfahrung. Als junger Grafiker musste er sich gegen einen arrivierten Oberwalliser Grafiker und dessen grosse, etablierte Agentur behaupten. Der wehrte sich gegen den jungen Michi. Try hard. Eigentlich waren die Rollen klar verteilt: auf der einen Seite Erfahrung, Grösse, Renommee und eine etablierte Agentur. Auf der anderen ein junger Michi. Und am Ende? Hat der Grosse alles verloren.
Solche Geschichten bleiben. Weil Kritik eben nicht einfach nur Kritik ist. Sie kann verunsichern. Sie kann verletzen. Sie kann einen jahrelang beschäftigen. Aber manchmal kann sie auch genau das Gegenteil auslösen: Jetzt erst recht. Oli und Michi sprechen darüber, welche Kritik sie bis heute nicht vergessen haben, was sie damals mit ihnen gemacht hat – und ob man mit zunehmendem Alter tatsächlich gelassener wird. Genau diese persönlichen Erfahrungen bilden auch den Kern dieser Folge. Denn wer sichtbar wird, wer etwas aufbaut, wer führt und Entscheidungen trifft, wird zwangsläufig auch Menschen enttäuschen. Vielleicht ist das die eigentliche Erkenntnis: Du musst nicht lernen, dass dich alle mögen. Du musst lernen, damit umzugehen, dass es nicht alle tun.
Eine ungewöhnlich persönliche, ehrliche und ziemlich deepe Folge Dick im Gscheft.