Die etwas andere Sprechstunde - Frag doch mal den Prof. Jeden Montag neu!
❓Die Frage heute: „Ich hatte chronische Entzündungen in den Kieferknochen und bin in einem Erschöpfung Syndrom. Seit der OP geht's mir bedeutend besser, aber mein Immunsystem ist sehr gefordert und ich bin sehr schnell erschöpft. Vitamin C, Omega 3, Vitamin D, Magnesium und B-Komplex nehme ich schon. Was kann ich noch tun, um meinem Immunsystem zu helfen?"
❗️Zähne sind ein großes Thema, wenn dort Entzündungen sind, kann das weitreichende Folgen haben. Da ist die Belastung des Immunsystem fast noch eine gängige normale Sache. Natürlich ist besonders wichtig, dem Körper das Baumaterial zu geben, was das körpereigene Immunsystem braucht, um zu reparieren, damit Die Entzündung zum Beispiel nicht übergreift auf andere Knochen. Und, wir sind ja hier auch gar nicht weit vom Gehirn. Die Patientin tut ja ein Glück schon recht viel. Nur eine gute Frage ist: Wie viel Vitamin C nimmt sie denn? Wenn sie nur ein Gramm am Tag nimmt, kann das sein, dass das ok ist. Die meisten brauchen aber drei bis vier Gramm pro Tag. Und auch hier gilt wieder der Leitsatz:
✅ Wer wissen will, muss messen.
Ich messe jetzt seit über 10 Jahren und habe mehr als 13.300 Laboruntersuchungen ausgewertet. 10 % der Menschen lagen bei ihrer Erstuntersuchung mit ihrem Vitamin C-Wert halbwegs gut. Und Vitamin C ist für das Immunsystem ein ganz wichtiger Baustein. Zudem fehlt mir bei ihrer Aufzählung Eisen, Kalzium und Eiweiß. Wenn man dem Körper alles entnehmen würde, das zum Immunsystem dazugehört, hätte man unter anderem 1,5 kg Eiweiß in der Hand. Auch das muss dem Körper also für das Immunsystem in ausreichender Menge zugeführt werden. Man kann es mit einer Baustelle vergleichen. Die Bauarbeiter müssen was reparieren und können es nicht, weil kein Baumaterial geliefert wurde. Wenn es der Patientin längerfristig nicht gut geht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihre Substitution nicht an das Level rankommt, das ihr Körper tatsächlich braucht. Daher, ich kann es nicht ändern: ✅ Wer wissen will, muss messen.
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Hinweis: Aus Gründen der Les- und Hörbarkeit wurde im (Sprech-)Text, falls es nicht explizit spezifisch ausgedrückt wurde, die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.
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