❓Die Frage heute: „Ich habe einen andauernden erhöhten Hämatokritwert. Mein Arzt sagt, ich soll mehr trinken. Meist schaffe ich 2-2,5 Liter am Tag. Ich trinke nur Wasser oder ungesüßten Tee. Mein Arzt sagt, es kommt nichts in den Zellen an. Dabei schwitze ich nicht besonders, habe trockene Augen und Haut und Probleme mit den Faszien und Gelenken. Was kann ich tun?“
❗️Bei einem erhöhten Hämatokritwert hilft tatsächlich als erstes: trinken, trinken, trinken. Viele Menschen glauben, sie trinken genug. Nur, wenn sie sich mal die Mühe machen und wirklich akribisch einen Tag lang notieren, wie viel sie getrunken haben, kommen sie meist auf weit weniger als sie selbst vermutet haben. Tipp: Es gibt Apps, die einem helfen, seine tägliche Trinkmenge zu erhöhen. Wie viel soll man denn trinken? Pauschal kann man sagen, pro Kilogramm Körpergewicht 40 ml. Allerdings sollte jeder individuell berücksichtigen, ob er viel schwitzt, viel tut, viel in die Sauna geht etc. Im Blut kann man die Filtrationsrate messen, sprich, hier kann man eindeutig sehen, ob die aktuelle Trinkmenge passt oder nicht. Wer wissen will, muss messen. Sollte der Hämatokritwert trotz ausreichend Trinkens immer noch erhöht sein, kann man sich die Thrombozyten im Blut anschauen. Sollten hier Differenzen sichtbar sein, kann man einen Hämatologen mit ins Boot holen. Da die Fragestellerin auch noch trockene Haut und Augen und Probleme mit Faszien und Gelenken hat, muss man auch in Richtung rheumatologische Erkrankung denken. Aber auch ein Hormonmangel hat diese Symptome, und zwar Progesteron. Das kann man wieder gut im Blut messen. ‼️ Also, im Blut abchecken, ob die Filtrationsrate stimmt, was machen die Thrombozyten, wie sieht es mit Progesteron aus und dann je nach Befund Internist, Rheumatologe oder Endokrinologe mit einschalten. ✅ Denn, wer wissen will, muss messen!
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