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Aydo Schosswalds Leidenschaft ist die Digitale Transformation im Mittelstand. Der Managing Partner von Schosswald & Co. Engagiert sich als Initiator von Deutschland Tomorrow, einem Austauschformat für derzeit 150 mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Außerdem ist Aydo Mitgründer des ersten deutschen Accelerators für Hardware Startups, eines Kopenhagener Think Tanks zu Digitalethik, einer Digitalberatung in Berlin und zweier europäischer Tech-Konferenzen rund um Digitalisierung.
Der Mittelstand ist erklärter Sweet Spot des fränkischen Wahlberliners. Er liebt das Denken in generationenlangen Linien. "Im Mittelstand sind viele unternehmerische Menschen in Verantwortung. Sie haben Interesse an gesellschaftlichem Fortschritt, sind getrieben von Neugierde und Spaß an schöpferischer Arbeit."
Viele mittelständische Unternehmen müssen "eine gewisse Schizophrenie" lernen. Zum Beispiel die Automobilzulieferindustrie: Wer heute noch am Verbrenner hängt, sucht händeringend nach neuen Möglichkeiten. Es geht darum, bewährte Geschäftsmodelle zu nutzen und gleichzeitig Experimentierfelder zu schaffen.
Mittelständische Führungskräfte lassen jetzt Macht fallen. Mut und Spieltrieb werden zu wertvollen Qualitäten. Sie sind schnell, lesen viel, tauschen sich aus. Doch das Bild ist durchwachsen. Einige pflegen noch das Konkurrenzgehabe von früher. Sie horten Know-how – und Menschen, dabei ist die Beschäftigung in einem Unternehmen auf Lebenszeit überholt.
Was Digitalisierung im Mittelstand bedeutet? Das kann ganz einfach sein, sagt Aydo: "Assets runter, Margen hoch”. Und da sind wir auf einem guten Weg. Die Kunst ist es, sich zu öffnen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Vor allem mit Startups und Digitalwirtschaft. So können Startups und Mittelständler voneinander lernen und zusammen schneller vorankommen.
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Das Konzept "Auto" scheint nicht mehr zu funktionieren. Innenstädte sind überlastet, Fernstraßen voller Staus, die Umwelt leidet. In Zeiten der Energiewende wirkt es grotesk, auf jeder noch so kleinen Strecke eine Tonne Blech zu bewegen.
Warum also überhaupt noch ein Auto, fragen sich immer mehr Menschen. Vor allem unter der jungen Stadtbevölkerung ist das Auto nicht mehr das Status-Symbol, das es gewesen ist. Für viele gehört sogar der Führerschein nicht mehr zur Grundausstattung.
Alternativen werden präsenter: attraktive Angebote der Bahn, immer ausgetüfteltere E-Mobility-Konzepte und selbst das Gehen wird wiederentdeckt.
Dagegen arbeitet ein psychologischer Effekt: Der Irrglaube nämlich, der Mensch hinter dem Steuer hätte die Kontrolle. Wer schon mal mehrere Stunden in der Bahn festgesessen ist, hat Ohnmacht gespürt. Die zahlreichen Staus auf längeren Autostrecken dagegen werden oft geduldiger weggesteckt.
Es gibt aber auch belastbare Gründe fürs Auto. Die letzte Meile ist ein Kriterium, sagt beispielsweise Jens: Dort, wo der öffentliche Personennahverkehr nicht präsent ist. Oder der Aktiv-Urlaub mit Kindern, Koffern und Sportgerät, der sich eher umständlich mit der Bahn planen lässt.
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Dominik Gutt forscht zu Online-Bewertungen. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit hat der Doktor der Wirtschaftsinformatik und Assistant Professor an der Erasmus Universität in Rotterdam dieses Jahr die Jury des Targion-Wirtschaftspreises überzeugt.
Dass gute Bewertungen den Online-Absatz steigern, belegt die aktuelle Forschung. Mit Bewertungen soll Vertrauen hergestellt werden. Als Dominik mit seiner wissenschaftlichen Arbeit begann, waren die Datensätze noch überschaubar groß. Heute wissen Verbraucher oft nicht, auf welche Signale sie achten sollen.
Gefälschte Bewertungen führen zu besseren Abverkäufen. Sie werden durch Facebook-Gruppen regelrecht gefarmt. Meistens sind sie weniger detailreich. Neutrale Vergleichsportale wie Yelp nutzen maschinelle Lernmodelle, um ihre Fake-Review-Filter zu verbessern. Kontext-Variablen spielen hier eine wichtige Rolle, wie etwa Tageszeit, Textlänge und Grad der Vernetzung.
Auch psychologische Phänomene beeinflussen Bewertungen, wie beispielsweise das Herding: Man schließt sich der "Meinungs-Herde" an. Oder der "First-Review-Bias", bei dem die erste Bewertung den Ton für die folgenden Meinungen vorgibt. In dieser Folge begeben uns auf einen "Ausflug in die Abgründe des Menschseins".
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Lukas Menges ist Managing Partner Technology bei W3 digital brands, einer jungen Web-Agentur in Konstanz am Bodensee. Wenn er ein Angebot schreibt, nennt er einfach nur eine Zahl. OK, vielleicht noch ein paar inhaltliche Punkte. Aber das wars dann auch schon.
Lukas ist davon überzeugt, dass Zufriedenheit nicht käuflich ist. Er gibt seinen Kunden und Kundinnen eine Art Zufriedenheitsversprechen. Und das sei mehr wert als Geld. Der Betrag, den er aufruft, ist lediglich die kaufmännische Basis. Sie soll beiden Seiten eine gute Zusammenarbeit ermöglichen.
Das Zwischenmenschliche ist elementar für Lukas: "In den ersten zehn Minuten weißt du, ob der Kunde kommt". Ehrlichkeit und Offenheit seien die wichtigsten Firmenwerte. "Ich kann nur erzählen und Referenzen zeigen. Ich kann es nicht beweisen". Seiner Erfahrung nach nutzen wir viele Sinne, um Vertrauen zu bilden. Wesentlich seinen Transparenz und wertebasierte Kommunikation; "Ehrlich sein und im Zweifel auch mal einen vertrieblichen Nachteil in Kauf nehmen".
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Andreas Mundanjohl ist auf IT-Recht spezialisiert. Er ist in einem Umfeld unterwegs, "wo es hinderlich ist, der typische Anwalt zu sein". Vor allem Pragmatismus ist gefragt. Denn seine Klientel besteht in der Regel aus sehr strukturierten Menschen.
Das wichtigste Anliegen von Andreas ist es, einen spürbaren Wertbeitrag zu leisten. Und das ist für einen Anwalt nicht immer leicht. Ein agiles Mindset ist da sehr hilfreich: Wenn er in rechtsrelevante Themen frühzeitig eingebunden ist. Und wenn Vertrauen herrscht in einem fachübergreifenden Team.
Die Königsdisziplin ist es dann, rechtliche Aspekte nicht als Einschränkung, sondern als Chance zu begreifen. Zum Beispiel mit einem pro-aktiven Marketing. Jens und Ekkehard stimmen zu – in dieser Folge wird das eine oder andere Juristen-Klischee lachend beerdigt.
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Jürgen Artmann ist Geschäftsführer der Accso GmbH, eines erfolgreichen IT-Dienstleisters mit 200 Mitarbeitenden in Darmstadt. Und: Jürgen ist Poet! Er schreibt Gedichte und Prosa, vor allem Kurzgeschichten.
Es selbst nennt sich "Hobbyautor". Das ist untertrieben, denn der zweifache Familienvater mit Wohnsitz in Straßburg schreibt seit 2020 und ist in dieser kurzen Zeit schon vielfach veröffentlicht worden. Eines seiner Gedichte hat es bis nach Japan geschafft.
Als Schüler des Schriftstellers und Drehbuchautors Bodo Kirchhoff beobachtet Jürgen Artmann alltägliche Dinge aus seinem Leben. "Du merkst Geschichten an, ob sie erlebt sind". Seine Texte teilt er auch in seinen Business-Netzwerken. Und er bekommt immer wieder Feedback, das ihn motiviert.
Berühren seine Geschichten? Das könnt ihr gerne selbst herausfinden: In dieser Folge gönnt uns der Autor zwei Kostproben.
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Zeitdruck scheint Jens und Ekkehard allgegenwärtig. Geht es darum, nichts verpassen zu wollen? Ist die virtuelle Omnipräsenz falsch verstandenes Pflichtbewusstsein? Und allen scheint es ähnlich zu gehen. Das ist sicher nicht erst seit Corona so. Auf jeden Fall aber hat Corona den gefühlten Zeitdruck um ein Vielfaches verstärkt.
Ganz klar: Bei all dem Druck braucht es Ruhephasen. Wir müssen die Dinge auch mal reflektieren, mal die größeren Muster erkennen können. Wo es diesen Raum nicht gibt, geht ein wertvoller Schatz an Beobachtungen unter. Firmen antworten mit unternehmensweiten Resilienz-Initiativen. Dabei wäre es schon toll, einfach mal runterzukommen und sich einzustimmen auf den nächsten Termin.
An Tagen mit wenigen Kalendereinträgen kann Jens unglaublich produktiv sein, sagt er. Allerdings gilt auch: "Ich kann oft alleine die Dinge nicht gut reflektieren." Es braucht Zeit-Inseln, wo sich Menschen ohne Agenda treffen und darüber sprechen, was sie gerade bewegt. So, wie früher an der Kaffeemaschine eben. "Zeitdruck" ist mal wieder eine Folge voller Selbstoffenbarungen. Und mit coolen Life Hacks.
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Nach einer mehrwöchigen Kriegspause melden sich Jens und Ekkehard zurück. Mit Ohnmacht und Angst: Wie gehen wir mit dieser Situation um? Weitermachen wie bisher? Mit einem schlechten Gewissen, weil wir privilegiert sind? Darf man noch Skifahren gehen?
Das Unvorstellbare dringt in unsere heile Welt ein. In Form von Nachrichten, Bildern, über die Erzählungen unserer Freunde, Kolleginnen und Bekannten. Wackelige Handyfilme, die Partisanenkämpfe in den Gassen zeigen. Wohnblöcke brennen, Menschen verlieren ihr Leben. Abstrakt, wie in einem Computerspiel. Nur langsam scheinen diese Eindrücke als Wahrheiten in unser Bewusstsein vorzudringen.
Mit Spenden und Hilfsaktionen bekämpfen wir Symptome. Doch was ist die Ursache? Der krude Wille eines Menschen, der sich die Vergangenheit zurück wünscht? Warum sind wir als Weltbevölkerung schon wieder nicht in der Lage, etwas gegen einen von der Wirklichkeit losgelösten Machthaber auszurichten? Und welchen Ausgang wird das nehmen?
Zurück bleibt Fassungslosigkeit. Die Worte fehlen. Eine ungewohnt düstere Folge von Digitacheles.
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