Echt behindert! – der Podcast zu Barrierefreiheit und Inklusion

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Echt behindert! – der Podcast zu Barrierefreiheit und Inklusion episodes

  • 8. Hören statt Sehen – die Welt der Audiodeskription
    Im Theater, beim Streamingdienst oder auf dem Fußballplatz — Bildbeschreibungen für Blinde und Sehbehinderte sind im Kommen. Doch wie erklärt man Bilder jemandem, der sie nicht sieht? Und was ist gute Audiodeskription?In Folge 8 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um Audiodeskription.
    Es gab Zeiten, da nahmen sich blinde Menschen ein Radio ins Fußballstadion mit, um zur Live-Atmosphäre des Spiels eine Reportage hören zu können.
    Beim Fernsehen war das auch nicht einfach. Um alles genießen zu können, war man auf die Szenenbeschreibungen einer sehenden Person angewiesen.
    Doch das hat sich geändert. In Stadion und Theater gibt es heutzutage Live-Kommentare per Kopfhörer, viele Fernsehprogramme und Filme haben eine beschreibende Tonspur und auch für das Kino gibt es eine Smartphone-App, die synchronisiert mit dem Film eine Tondatei mit Audiokommentaren abspielt.
    Audiodeskription verbreitet sich immer mehr und ist inzwischen eine Voraussetzung für Teilhabe Blinder und Sehbehinderter Menschen am aktuellen Mediengeschehen.
    Wie funktioniert Audiodeskription?
    Welche Informationen sind wichtig? Wie kann man erzählen? Was passiert, ohne den laufenden Film zu stören, und welche Angebote gibt es überhaupt? Diese und weitere Fragen werden in dieser Podcast-Episode beantwortet.
    In Folge 8 von Echt Behindert! haben wir mit Menschen gesprochen die Dinge hörbar machen, die man sonst nur sehen würde.
    Es geht auch um den Deutscher Hörfilmpreis. Er wird an herausragende Tonfilmproduktionen in vier Kategorien vergeben: Kino, Fernsehen, Dokumentarfilm und Kinder-/Jugendfilm.
    Weitere Tipps und Anregungen zur Nutzung von Audiodeskription finden Sie zum Beispiel auch bei hörfilm.info. Dort gibt es auch aktuelle Angebote mit Audiodeskription in Fernsehen, Mediatheken, Streamingdiensten und auf DVD. Kino für alle bietet ebenfalls aktuelle Kinoprogramme mit Audiodeskription.
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    26 min
  • 7. Krüppelstandpunkt und selbstbestimmtes Leben
    Seit 30 Jahren gibt es die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben. Sie bietet Beratung von Behinderten für Behinderte und kämpft für Inklusion und Barrierefreiheit. Sie hat eine bemerkenswerte Vorgeschichte.In Folge 7 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V.
    1981 war das internationale Jahr der Behinderten ausgerufen von den Vereinten Nationen. Bei der großen deutschen Eröffnungsveranstaltung tauchten auf einmal ein Paar behinderte Menschen auf und besetzten die Bühne. Man konnte Plakate sehen mit Slogans wie "Jedem Krüppel seinen Knüppel".
    Bei einer anderen Veranstaltung bekam dann noch Bundespräsident Carl Carstens von einem, man würde ihn wohl heute Aktivisten nennen, eine Krücke vors Bein.
    Kurz: Einige Behinderte waren damals so gar nicht einverstanden mit der Art, in der sich das Jahr der Behinderten präsentierte. Die Behindertenbewegung, oder wie sie sich selbst nannte, "die Krüppelbewegung", hatte die Aufmerksamkeit der Medien.
    In Folge 7 von Echt Behindert! Geht es darum, was aus der Krüppelbewegung entstanden ist.
    Dazu begrüßen wir zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. (ISL).
    Horst Frehe aus Bremen war damals Motor der Krüppelbewegung und ist bis heute behindertenpolitisch aktiv.
    Jenny Bießmann arbeitet als Beraterin im Berliner Verein aktiv und selbstbestimmt akse-e.V.
    Zusammen sprechen wir über 50 Jahre deutsche Behindertenbewegung, 30 Jahre ISL und natürlich die Frage, was das eigentlich ist, ein selbstbestimmtes Leben.
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    22 min
  • 6. Eine Schule für Alle?
    Kinder mit und ohne Behinderung können gemeinsam zur Schule gehen. Das ist in Deutschland geltendes Recht. Doch sind behinderte Menschen auch überall willkommen? Wie steht es um die Inklusion im deutschen Schulsystem?In Folge 6 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um die Inklusion an deutschen Schulen.
    Seit 2009 gilt in Deutschland das Recht auf inklusive Bildung, festgeschrieben in der UN-Behindertenrechtskonvention.
    Artikel 24 schreibt vor, dass
    Menschen mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Schulsystem ausgeschlossen werden dürfen,
    Der Zugang zu Bildung dort gewährleistet werden muss, wo die behinderten Menschen leben,
    Die behinderten Menschen in der Schule technisch und personell unterstützt werden müssen.
    Diese Regeln sind in Deutschland seit über 11 Jahren geltendes Recht doch das deutsche Schulsystem tut sich schwer mit der Umsetzung.
    Mal fehlt das Geld, mal die passenden Lehrkräfte, mal ist das Schulgebäude nicht barrierefrei.
    Natürlich gibt es auch Menschen, die ihre Kinder nicht zusammen mit Behinderten lernen lassen wollen oder denen es lieber ist, wenn ihre Kinder auf eine spezielle Förderschule gehen.
    Eva-Maria Thoms ist Vorsitzende des Elternvereins mittendrin e.V. aus Köln.
    Sie setzt sich mit ihrem Verein für die Inklusion an Schulen ein und möchte nicht einsehen, dass man etwas einfach lassen soll, weil es schwierig ist oder weil es politische Widerstände gibt.
    Mit ihr sprechen wir in dieser Folge über Förderschulen, Erfolge und Rückschläge auf dem Weg zur Inklusion und darüber was geschehen muss, damit die Bildungsziele der UN-Behindertenrechtskonvention endlich umgesetzt werden können.
    Was der Verein mittendrin e.V. tut, erfahren sie hier.
    Was Sie vom Podcast Echt Behindert! halten, würden wir gerne wissen:
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    29 min
  • 5. Die Bahn kommt – fast für jeden
    Für Behinderte gibt es zahlreiche Hürden im öffentlichen Verkehr. Mal ist der Aufzug defekt, mal gibt es keine Ansagen, mal können Rollstühle nicht mitgenommen werden. Kay Macquarie kämpft für eine barrierefreie Bahn.In Folge 5 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um Hürden für Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Verkehr.
    Technisch wäre das alles ganz einfach: Wenn Bahnsteig und Wagen gleich hoch wären, könnte ein Rollstuhl gut hineinrollen. Das wäre auch schön für Menschen mit Rollator, oder angenehmer mit schwerem Gepäck.
    Doch Züge in Deutschland haben Stufen, und zwar sehr hohe.
    Das ist nur eines der Probleme, denen sich behinderte Menschen gegenübersehen, wenn sie den öffentlichen Nah- und Fernverkehr nutzen wollen.
    In dieser Folge von Echt Behindert geht es um zu hohe Stufen, kaputte Aufzüge, fehlende Lautsprecherdurchsagen und Verkehrsanbieter, die sich mit der Umsetzung von Barrierefreiheit oft sehr schwer tun.
    Kay Macquarrie hat die Nase voll davon, mit seinem Rollstuhl immer wieder auf Probleme zu stoßen, wenn er auf Reisen ist.
    Er berichtet über Hindernisse und Barrieren und er unternimmt so einiges, dass sich die Situation verbessert.
    Und hier geht es zur Webseite von Kay Macquarrie: Barrierefreie Bahn
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    23 min
  • 4. Corona: Menschen mit Behinderung in Zeiten der Krise
    Wie halten blinde Menschen Abstand? Was geschieht mit Heimbewohnern im Lockdown? Und wie fühlt man Sich als Teil der Risikogruppe? Menschen mit Behinderung sind in besonderem Maß von Corona betroffen.In Folge 4 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um Corona.
    - Wer in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet, kann normalerweise nicht ins Homeoffice.
    - Wer blind ist, hat Probleme damit, den Abstand von 1,50 Metern einzuhalten und sieht sich vor Schwierigkeiten, im Alltag Hilfe zu bekommen.
    - Wer im Wohnheim lebt, wird eventuell isoliert und darf seine Wohnung nicht mehr verlassen.
    - Menschen, die im Alltag Assistenz benötigen, finden plötzlich niemanden mehr, der diese Arbeit tun will oder kann.
    Als Mensch mit Behinderung ist man in Corona-Zeiten oft doppelt gestraft.
    Darüber, welche Auswirkungen die Pandemie für Menschen hat, die ohnehin viele Einschränkungen erleben, Und was getan werden muss, damit in der Krise niemand vergessen wird sprechen wir mit der Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele.
    Weitere Informationen zum Thema Corona und Behinderung gibt es bei der
    Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. – ISL
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    20 min
  • 3. Der Americans with Disabilities Act, ein Meilenstein für die Rechte behinderter Menschen
    Ein Gesetz, das es behinderten Menschen ermöglicht, Barrierefreiheit und Gleichbehandlung einzuklagen, egal ob im öffentlichen oder privaten Sektor. Das gibt es nicht? Doch, in den USA, und das schon seit 30 Jahren.In Folge 3 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um den Americans with Disabilities Act.
    Der Americans with Disabilities Act (ADA) wurde am 26. Juni 1990 vom damaligen US-Präsidenten George Bush unterzeichnet.
    Der ADA verbietet Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen bei der Einstellung und Beschäftigung, bei der Inanspruchnahme von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, bei der Benutzung des öffentlichen Personenverkehrs und bei der Inanspruchnahme von Telekommunikations-Einrichtungen.
    Er verpflichtet Bundesstaaten, Kommunen und Städte ebenso zu Barrierefreiheit wie Anbieter privater Dienstleistungen. Dieses Gesetz ist schon 30 Jahre alt und setzte damals Standards von denen europäische BehindertenrechtlerInnen bis heute nur träumen können.
    Der ADA sorgt dafür, dass Busse und Bahnen in den USA barrierefrei sind, dass Computer und Smartphones von allen Menschen benutzbar sind, und vor allem dafür, dass behinderte Menschen ein starkes Selbstbewusstsein entwickeln konnten.
    Gute Nachrichten aus Amerika
    In Echt Behindert! Sprechen wir mit Ottmar Miles-Paul, einem Behindertenrechtsaktivisten, der damals dabei war, als der ADA unterzeichnet wurde.
    Er erinnert sich, wie das Gesetz entstanden ist und berichtet über dessen Vorbildfunktion für die Behindertenbewegung weltweit. Ottmar Miles-Paul, der lange mit einer US-Amerikanerin verheiratet war, weiß auch viel zu berichten über das manchmal sehr unterschiedliche Selbstverständnis im Umgang mit Behinderung dies- und jenseits des Atlantiks.
    Mehr über die Person Ottmar Miles-Paul gibt es hier.
    Und hier ein Link zu seinem Nachrichten Portal Kobinet, auf dem regelmäßig Informationen zum Thema Behinderung veröffentlicht werden.
    Anregungen, Kritik und Ideen schicken Sie gerne an: [email protected]
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    24 min
  • 2. Behindertenrechte sind Menschenrechte
    Seit 11 Jahren gilt die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Matthias Klaus spricht mit Dr. Sigrid Arnade darüber, wie es dazu kam, welche Rechte seitdem gestärkt wurden, und ob das Ganze etwas gebracht hat.In Folge 2 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um die UN-Behindertenrechtskonvention.
    Seit dem Jahr 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention geltendes Recht in Deutschland. Eigentlich ist Inklusion seitdem verpflichtend. Und eigentlich muss das öffentliche Leben seitdem auch in Deutschland barrierefrei sein.
    Doch wie das immer so ist: Die Umsetzung Der UN-Behindertenrechtskonvention in nationales Recht ist noch nicht vollendet und rein praktisch bleibt auch noch eine Menge zu tun.
    Dr. Sigrid Arnade, ehemalige Vorsitzende der Interessengemeinschaft Selbst Bestimmt Leben, war an der Entwicklung der UN-Behindertenrechtskonvention beteiligt.
    Sie weiß, wie weit Deutschland schon ist auf dem Weg in die inklusive Gesellschaft, wo wir im internationalen Vergleich stehen, und was es noch zu tun gibt.
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    Das Transkript von Folge 2 finden Sie hier.
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    20 min
  • 1. Toll, wie Du das alles machst!
    Annette Standop ist Therapeutin mit Rollstuhl. Mit ihr zusammen finden wir heraus, wie es sich anfühlt, wegen der Behinderung bewundert zu werden und warum der Blick auf Behinderte manchmal pornographische Züge trägt.In Folge 1 unseres Podcasts Echt behindert! geht es um Inspiration Porn.
    Du bist so inspirierend
    Wenn ich dich so sehe, kann ich mich gar nicht beschweren
    Wenn die Rollstuhlfahrerin das schafft, dann schaffst Du das auch
    Solche Sätze kennen behinderte Menschen zur Genüge. Wir werden entweder bemitleidet oder bewundert, und zwar nicht dafür, wenn wir etwas Außergewöhnliches leisten, sondern schlicht und einfach dafür, dass wir so sind wie wir sind. Diese Art, auf Behinderte zu schauen wird auch Inspiration Porn genannt.
    Mit der Psychotherapeutin und Bonner Lokalpolitikerin Annette Standop geht es in dieser Folge um die Vor- und Nachteile der Bewunderung, darum wie es ist, von anderen auf ein Podest gehoben zu werden und das Gefühl, ein Objekt zu sein.
    Das Transkript zur Folge 1 finden Sie hier.
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    24 min

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In diesem Podcast geht es um Inklusion, Barrierefreiheit, Teilhabe und Diversität. Nach dem Motto "nichts über uns ohne uns" sprechen behinderte Menschen über politische, soziale und persönliche…

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