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Ein Institut, 1978 von Dr. Fritz Haselbeck gegründet, bereitet seinen fünfzigsten Geburtstag vor. Auf seinen Bühnen standen Michael Porter, Philip Kotler und John Kotter. Seit Februar 2026 führt es ein Mann, dessen Leitsatz für ein Weiterbildungshaus im Zeitalter der KI trotzig klingt: «The Future is analogue!»
Dr. Daniel C. Schmid ist Wissenschaftler, Bildungsmanager und Jazzmusiker. Er hat Dave Brubeck bei Konzerten betreut und rund zehn Jahre mit Edgar Schein gearbeitet, einem der Begründer der Organisationspsychologie, den er seinen Mentor und Freund nennt. Er gehörte der Geschäftsleitung des SIB Schweizerisches Instituts für Betriebsökonomie an und leitete später die HWZ Academy.
Jetzt will er beim ZfU Zentrum für Unternehmungsführung ein neuartiges Lernökosystem aufbauen.
Nur meint er damit etwas anderes als die Branche. Keine Plattform, keine Modulbibliothek, kein Portal. Sondern die Qualität der Beziehungen zwischen Menschen, Teams und Organisationen.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie ein Haus, das jahrzehntelang vom Auftritt grosser Namen lebte, zu einem Ort dauerhafter Beziehungen wird. Um den Widerspruch, dass eine Business School genau jene Autorität verkauft, für die «Humble Leadership» die Grenzen benennt. Und um das alte Problem der Weiterbildung, den Weg vom Wissen zum Können.
Ein Gespräch über fünfzig Jahre Managementweiterbildung, über Improvisation als Lernmodell und über die Frage, was sich nicht kopieren lässt.
🎧🎧🎧 Am besten gleich reinhören.
Webseite Dr. Daniel C. Schmid: Speaker Biography - ¡The Future is analogue!
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/danielcschmid/
Webseite Zentrum für Unternehmensführung ZfU: Startseite
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Wie wird Kulturentwicklung in Organisationen möglich?
Diese Frage begleitet Dr. Gerhard Fatzer seit Jahrzehnten. Der Gründer und Leiter des TRIAS Instituts in Zürich war Gastforscher und Gastprofessor am MIT, in Harvard und an der UCLA. Er hat die Organisationsentwicklung im deutschsprachigen Raum mitgeprägt wie kaum ein anderer. In diesem Jahr feiert TRIAS sein 35-Jahre-Jubiläum, und Gerhard ist zum zweiten Mal Gast bei Education Minds.
Wir blenden zurück in die Boston-Jahre. Zwischen 1980 und 1982 und dann wieder von 1995 bis 2003 entstanden dort Freundschaften mit Edgar Schein, Peter Senge und Otto Scharmer. An der Reihe «TRIAS in Boston» nahmen die Begründer der Organisationsentwicklung teil. Gerhard erzählt, wie er Scheins Eisbergmodell der Kultur an seinem Entstehungsort erlebt hat und was unter der Oberfläche von Leitbildern und Ritualen das Verhalten steuert. Und er beschreibt, woran er in seiner Beratungspraxis erkennt, dass sich eine Kultur bewegt. Auch dort, wo sie sich scheinbar nicht bewegt hat.
Weitere Themen in dieser Episode
Senges «Lernende Organisation» mit 35 Jahren Abstand: Was hat sich eingelöst und was war Hype?
Die Brücke über den Atlantik: Was ging beim Transfer amerikanischer Ansätze verloren, was kam in Europa dazu, und hält die Brücke auch in politisch rauen Zeiten?
Kulturarbeit oder Kultur-Kosmetik: Wie hängen psychologische Sicherheit als Gruppenklima und Kultur als Merkmal der ganzen Organisation zusammen?
Ausblick auf die Workshopreihe «Human Centered Change» von ZfU und TRIAS, in der die Ansätze von Schein, Scharmer, Senge und Edmondson praktisch erlebbar werden
Shownotes:
TRIAS Institut: https://www.trias.ch/
Gerhard Fatzer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/pfatzer/
Workshopreihe «Human Centered Change» (ZfU und TRIAS): https://www.trias.ch/en/
Das Buch “Organisationsentwicklung als Kunst” findest du hier:
https://psychosozial-verlag.de/programm/2000/2900/3303-detail
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Ein KI-Beauftragter schreibt keinen Ratgeber, sondern einen Roman.
Das ist schon eine Art Ansage.
Mein heutiger Gast Franz Pregler ist Gymnasiallehrer. Dazu aber auch ausgebildeter Musiker, AI-Trainer und verantwortet eine schulübergreifende KI-Strategie.
Er erklärt Künstliche Intelligenz nicht für die Schule, sondern aus der Schule heraus. Sein Leitsatz lässt keinen Zweifel an der Richtung: «KI braucht Haltung. Nicht Hype.»
In «Reboot School» wird dieser Satz zur Geschichte. Da ist Lorenz Winter, ein Lehrer, der seine KI kaum noch von den eigenen Gedanken unterscheiden kann. Da ist Lisa, deren fehlerlose Arbeiten seltsam leer bleiben, «als ob ihren Worten das Leben fehlte». Und da ist Professor Hartlieb, der eine Mauer aus Datenschutz und Regeln baut und nicht ahnt, dass das Wasser längst woanders fliesst.
Im Gespräch ziehe ich mit Franz die Linien vom Roman in die Praxis. Wir reden über die KI als Spiegel statt als Antwortmaschine. Über dasselbe Werkzeug, das die einen schneller und die anderen langsamer macht. Und über die unbequeme Frage, ob die Schule eigentlich noch misst, was zählt. Dazu frage ich Franz:
Wann kippt das Spiegeln ins Ungesunde?
Woran erkennt man im Kollegium echte Haltung und nicht bloss ein elegantes Argument, um nichts ändern zu müssen?
Und wie sieht eine Governance aus, die keine Mauer ist?
Ein Reboot ist bekanntlich kein Löschen, sondern ein Neustart. Was muss in der Schule wirklich neu hochgefahren werden und was darf auf keinen Fall verloren gehen? Genau hier wird das Gespräch konkret und überraschend persönlich.
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich.🎧🎧🎧 Am besten gleich reinhören.
Webseite Franz Pregler: https://creative-mind-lab.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/franz-pregler/
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Resonanz. Ein Wort, das fast zu poetisch klingt für die Welt der Lehrpläne, Kompetenzraster und Output-Messungen. Und genau das ist der Punkt.
Mein Gast in dieser Folge ist Ulrich Wirth, Bildungsmanager und Leiter des Schulzentrums am Universitätsklinikum des Saarlandes. In seinem Buch „Resonante Lernkulturen" stellt er eine These auf, die mich seit dem Lesen nicht mehr loslässt: Lernen ist nicht mehr der individuelle Erwerb von Wissen, sondern kulturelle Praxis in Systemen permanenter Beschleunigung. Und Resonanz, sagt Uli, entsteht nicht durch Belehrung, sondern durch Berührung.
Wir sprechen darüber, was verloren geht, wenn wir Lernen zu stark über Ziele, Kontrolle und Steuerung definieren. Über einen seiner Sätze, der mir besonders hängengeblieben ist: „Gute Moderation ist keine Kontrolle der Dynamik, sondern eine Choreografie des Chaos." Über den Raum als Co-Autor des Lernens – analog wie hybrid. Und über die unbequeme Erkenntnis, dass wir als Lehrende vielleicht mehr verlernen müssen, als wir dazulernen.
Auch die Rolle von KI kommt zur Sprache, aber anders als gewohnt: nicht als Antwortmaschine, sondern als Spiegel des eigenen Denkens. Und am Ende steht die Frage, die alle umtreibt, die sein Buch zuklappen und am nächsten Morgen wieder im selben System sitzen: Wo fange ich eigentlich an?
Ein Gespräch über Bildung als Weltbeziehung – und über die Kunst, Lernräume zu gestalten, statt sie zu kontrollieren.
🎧🎧🎧 Am besten gleich reinhören.
Webseite Ulrich Wirth:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ulrichwirth/
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Yanik Jeannet versteht die Schweiz als einen grossen Lernraum: Schule bleibt eine wichtiger Ankerpunkt, doch Lernen kann ebenso in einer Werkstatt, einem Museum, im Wald, in einem Unternehmen oder im Austausch mit einer Mentorin, einem Coach oder einer Fachperson stattfinden.
Im Gespräch erklärt der erfahrene Lehrer und Schulleiter, wie vernetztes Lernen funktionieren kann - und warum vielfältige Lernwege nicht nur pädagogische Freiheit, sondern auch eine tragfähige Organisation brauchen. Mit Connext.Swiss arbeitet Yanik an einer Plattform, die Schulen, Familien, Lernorte und Lernbegleiter:innen verbindet und Lernwege über Projekte, Lernzeiten und Kompetenzentwicklung sichtbar machen soll.
Weitere Themen in dieser Episode:
-Die Idee der Schweiz als vernetzter Bildungs- und Lernlandschaft
-Begegnungen als eigentliche Lernräume
-Individuelle und projektbasierte Lernwege jenseits starrer Stundenpläne
-Wie Lehrpersonen trotz wachsender Vielfalt entlastet werden können
-Lernprofile und Kompetenzentwicklung jenseits einer einzelnen Note
-Die Verbindung von Struktur und Freiheit - inspiriert vom Jazz
Eine Episode darüber, wie aus vielen einzelnen Lerngelegenheiten eine zusammenhängende Lernreise wird, wenn wir das verbinden, was ohnehin schon da ist.
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich.
Ressourcen:
LinkedIn von Yanik Jeannet: https://www.linkedin.com/in/yanik-jeannet-b891a7215/
Webseite von Yanik Jeannet: https://www.connext.swiss
Podcastgespräch mit Marco Jakob zu “Co-Workingspaces und kreative Lerngemeinschaften”: https://education-minds-podcast.podigee.io/46-046-marco-jakob-coworking-spaces-und-kreative-lerngemeinschaften
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Die atmende Organisation - Dr. Nora Engelbert
Was passiert, wenn in Organisationen zwar immer mehr Informationen fliessen, aber immer weniger gemeinsame Bedeutung entsteht?
Und warum entscheidet ausgerechnet die Qualität von Beziehungen und Kultur darüber, ob Transformation und Künstliche Intelligenz ihr Potenzial entfalten können?
Darüber spreche ich in dieser Episode mit Dr. Nora Engelbert. Sie ist Kulturanthropologin, Enterprise-Architektin und Coach und versteht sich als Brückenbauerin zwischen Mensch, Struktur und Technologie. Seit über 15 Jahren begleitet sie internationale Fach- und Führungskräfte in Transformationsprozessen.
Im Gespräch geht es um Organisationen als lebendige Systeme, um Präsenz und Resonanz, um Kultur als «Bedeutungsgewebe» – und um die Frage, weshalb Kultur im KI-Zeitalter vom vermeintlich weichen Faktor zur Infrastruktur wird.
Wir sprechen über die Idee der «atmenden Organisation», über indigene Wissensarchitekturen und Songlines, über die Qualität organisationaler Felder und darüber, was Unternehmen beachten sollten, wenn sie KI nicht nur technisch, sondern auch kulturell sinnvoll einführen wollen.
Mit der ARON®-Methode und dem Dreiklang «Erkennen, Verbinden, Entfalten» bringt Nora Engelbert diese Perspektive in die Praxis. Und natürlich schlagen wir zum Schluss die Brücke zur Erwachsenenbildung: Was können Trainer:innen, Ausbildner:innen und Bildungsfachleute ganz konkret tun, damit in Lernräumen wieder mehr Präsenz, Aufmerksamkeit und Resonanz entstehen?
Eine Episode über Transformation jenseits von Tools und Checklisten – und über eine einfache, aber anspruchsvolle Frage: Bin ich wirklich da?
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich.
Ressourcen:
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Eine Posada ist im Kuba der Neunzigerjahre ein staatliches Stundenhotel: ein Zimmer, gemietet für drei Stunden, weil zu Hause kein Quadratmeter privat ist. Exakt dieses Bild steht am Anfang meines ersten Romans – und am Anfang dieser Solofolge.
Doch es geht um weit mehr als Literatur. Ich erzähle, wie ich gerade mein «zweites Gehirn» mit KI aufbaue: ein digitales Gedächtnis, in dem nichts mehr verloren geht und in dem Gedanken endlich miteinander sprechen. Und wie ich das konkret mit Claude tue – nicht als Textautomat, sondern als kritischer Denkpartner, der mir hilft, mein Wissen zu verdichten und zu verknüpfen.
Für dich als Bildungsfachperson ist das keine blosse Werkstattgeschichte. Es ist eine Lernkompetenz, die deine Teilnehmenden dringender brauchen als jedes weitere Tool. Warum, das erkläre ich entlang von sechs Jahren Kuba, einem Roman über die Posadas und einem sehr ehrlichen Blick auf die Arbeit mit künstlicher Intelligenz. Am Ende verrate ich, wie dieses Vorgehen in meine aktuellen Trainings zu «KI in der Erwachsenenbildung» einfliesst.
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich!
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Webseite: https://education-minds.com/ueber-mich/
Blogartikel: “Second Brain - Warum ich gerade mein ganzes Wissen nach Obsidian umziehe” https://education-minds.com/blog/secon-brain-obsidian/ .
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Was machen die besten Schulen der Welt anders – und was davon hält auch in der Erwachsenenbildung?
Sechs Monate, vier Länder, eine Frage: Was unterscheidet ein wirksames Bildungssystem von einem gut gemeinten? Alexander Brand hat Schulen in Finnland, Estland, Japan und Singapur besucht und ist mit einer unbequemen Erkenntnis zurückgekommen.
Gute Bildung hängt nicht an den engagierten Einzelnen. Sie hängt an Strukturen, die gemeinsames Lernen überhaupt erst ermöglichen.
In dieser Folge spreche ich mit Alexander Brand über dessen Buch «Die Bildungsweltmeister». Brand ist ausgebildeter Lehrer, unterrichtet an einer Hamburger Stadtteilschule und arbeitet als Redakteur beim Deutschen Schulportal der Robert Bosch Stiftung. Im Gespräch geht es um Lehrkräfte als Forschende ihrer eigenen Praxis, um die japanische «Lesson Study» und um Karrierewege, die didaktische Expertise dort halten, wo sie hingehört: im Klassenzimmer.
Doch der eigentliche Reiz liegt im Transfer. Was heisst «professionelle Lerngemeinschaft» für Dozierende, Trainerinnen, Kursleitende? Und wie kommen wir aus der Einzelkämpferlogik heraus – hin zu einem Ökosystem geteilten Wissens?
Eine Folge über Vertrauen, Präzision und kollektive Professionalität. Und über die Frage, warum das beste Argument für gute Bildung selten der einzelne Held ist.
Themen dieser Folge:
Was Finnland, Estland, Japan und Singapur anders machen
Lehrkräfte als Forschende ihrer eigenen Praxis
Lesson Study und kollegiale Unterrichtsentwicklung
Fortbildung als Teil des Berufsalltags
Vom Einzelkämpfertum zum forschenden Kollektiv
🎧🎧🎧 Reinhören lohnt sich.
Website von Alexander Brand: https://alexanderbrand.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/alexanderbrand1/
Buch „Die Bildungsweltmeister": https://www.amazon.de/Die-Bildungsweltmeister-besten-Schulen-lernen/dp/3407869258
Leseprobe: Leseprobe: https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783407869258&buyUrl=https://beltz.de/9783407869258
Lesson Study - Beitrag im Deutschen Schulportal: https://deutsches-schulportal.de/unterricht/mit-lesson-study-den-eigenen-unterricht-erforschen/
Autorenseite Deutsches Schulportal: https://deutsches-schulportal.de/autoren/alexander-brand/
Instagram: https://www.instagram.com/alexanderbrand1/
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