eins.sieben.drei - der literaturpodcast

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By Marion Regenscheit, Lucien Haug, Christoph KellerArtsBooks
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eins.sieben.drei - der literaturpodcast episodes

  • (48) Wir machen Pause
    Liebe Freund:innen von eins.sieben.drei - ihr habt es festgestellt: wir machen gerade eine längere Pause. Eine Kreativpause, und es soll eine Pause bleiben. In diesem Sinn - auf Wiederhören und herzlich!
    2 min
  • (47) Dem Vater das Leben retten - mit Mely Kiyak
    Mely Kiyak, Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an

    Der Vater erhält unverhofft eine Krebsdiagnose, just zu dem Zeitpunkt, als er in Pension geht und der schöne Teil des Lebens beginnen könnte, nach Jahren der Plackerei in einer Fabrik. Die Tochter, die Ich-Erzählerin, nimmt sich ihres Vaters an, vermittelt zwischen kurdischen und deutschen Befindlichkeiten und Wirrnissen und sieht sich mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert. Ein berührender, manchmal auch lakonisch lustiger, tiefsinniger Roman mit hoher Dichte, finden alle drei: Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller.

    43 min
  • (46) Wenn Literat:innen ihr Innerstes preisgeben (oder auch nicht)
    Was wir mit Poetikvorlesungen anfangen können

    Sie schreiben über ihr Schreiben, und sie geben das Versprechen ab, aufrichtig zu sein: Literat:innen, die Poetikvorlesungen halten. Aber zwischen Anspruch und dem Erzählten liegen oft Welten, weil die Schreibenden dann doch nicht ihr Innerstes preisgeben. Marion Regenscheit, Lucien Haug und Christoph Keller nehmen sich drei solcher Vorlesungen vor, von Nava Ebrahimi, Julia Riedler und Peter Stamm - und kommen zu überraschenden, durchaus marktbezogenen Ergebnissen.

    46 min
  • (45) Ein Bettnässer und sein bedingungsloses Opfer - mit Lana Lux
    Der Roman «Geordnete Verhältnisse» von Lana Lux

    Er ist ein Deutscher, auch als Erwachsener ein Bettnässer und rothaarig, und er kennt die Kunst der Manipulation bis zum Exzess. Sie ist Migantin, etwas unsicher und ebenfalls rothaarig. Die fatale Geschichte von Philipp und Faina erzählt Lana Lux als eine Tragödie, in der jede Person ihre Rolle bis zum Ende durchspielt - Philipp die des besessenen Arschlochs, Faina die des Opfers. Ein Roman, der Neuland betritt, sagt Marion Regenscheit, Lucien Haug wundert sich da und dort über die Zeichnung der Personen, und Christoph Keller findet die Opferrolle der Faina nicht ganz schlüssig.

    Lana Lux, Geordnete Verhältnisse, Hanser, 2024

    https://www.hanser-literaturverlage.de

    45 min
  • {44) Literarische Stolpersteine - Literaturzeitschriften!
    Wir lesen «Edit», «Das Narr» und «Delfi»

    Sind sie ein Ort, wo junge Autor:innen ihre Texte publizieren können, oder dienen sie der gepflegten Rezension bereits bestandener Autor:innen, oder sind sie ein Experimentierfeld für allerlei literarische Versuche? Wie auch immer wir sie lesen - Literaturzeitschriften sind willkommene, notwendige Stolpersteine in der Literatur, für die Literatur. Christoph Keller hat «Edit» gelesen und ist sehr angetan, Lucien Haug mag «Das Narr», und Marion Regenscheit stellt «Delfi» vor samit einem Rezept mit Huhn.

    https://dasnarr.ch

    https://www.editonline.de
    https://cloud.buch.ullstein-buchverlage.de/delfi-mag

    43 min
  • (43) Ein Mann, lost in time - mit Tine Melzer
    Der Roman Alpha Bravo Charlie von Tine Melzer

    Er verbringt seine Tage über einem Landschaftsmodell, er spaziert herum, er möchte am liebsten ungesehen blieben. Johann Trost, pensionierter Linienpilot, alleinstehend, ist aus der Zeit gefallen, und auch aus allen sozialen Bezügen. Und wie schmerzlich das sein kann, das zeigt Tine Melzer in ihrem scharfsinnigen Text sehr konzis, findet Lucien Haug, und Marion Regenscheit sagt, dieser Trost sei wohl immer schon ein wenig jenseits der Zeit gewesen, während Christoph Keller gerne mehr gewusst hätte über diesen seltsamen Mann.

    https://jungundjung.at/verfasser/melzer-tine/

    44 min
  • (42) Aber wo ist Vater - mit Deniz Utlu
    Vaters Meer, Roman, von Deniz Utlu

    Eine schwierige Suche nach dem Vater, eine Reise in die Türkei hin und zurück, und eine Reise zu sich selbst - Deniz Utlu macht es sich nicht einfach in seinem Roman «Vaters Meer». Er folgt den Spuren seines Vaters, der über viele Jahre in einem Locked-In-Syndrom gefangen war und findet immer neue Bruchstücke, die schwierig zusammenzusetzen sind. Ein mäandernder Text, sagt Marion Regenscheit, Lucien Haug fragt sich, was eigentlich Autofiktion ist, und Christoph Keller entdeckt immer wieder neue Metaphern fürs Meer, fast zu viele.

    Deniz Utlu, Vaters Meer, Suhrkamp 2023

    52 min
  • (41) Erzählen, um nochmals neu zu erzählen - über Kurzprosa
    Über Toni Morrison, Lana Bastasic, Maylis de Kerangal

    Drei Erzählungen, drei Erzählerinnen und eine Frage: was Erzählungen genau auszeichnet, und warum wir unbedingt mehr davon lesen sollten. Toni Morrison mit «Rezitativ», Lana Bastasic mit «Mann im Mond», Maylis de Kerangal mit «Kanus», sie alle entführen uns in einen ganz eigenen Raum, in dem alles, was gutes Erzählen ausmacht, vor sich geht. Die Wiederbegegnung mit einer authentischen Erzählstimme, sagt Lucien Haug, die ganz besondere Dramaturgie, findet Marion Regenscheit, die Kunst, alles auf einen Punkt zu bringen, sagt Christoph Keller.

    Toni Morrison, Rezitativ, Rowohlt, 2023

    Lana Bastasic, Mann im Mond, Fischer, 2023
    Maylis de Kerangal, Kanus, Suhrkamp, 2023

    45 min
  • (40) Der letzte Hitzesommer, fast wie heute - mit Charles Ferdinand Ramuz
    Über «Sturz in die Sonne», von Charles Ferdinand Ramuz

    Es geht in diesem Roman aus dem Jahr 1922 so zu, wie in einem sehr heissen Sommer heutzutage. Die Menschen gehen baden, sie freuen sich über den schönen Himmel. Doch dieser Hitzesommer wird der letzte sein, denn die Erde stürzt der Sonne zu und wird verglühen. Nur langsam setzt sich diese Erkenntnis bei den Menschen fest, sie halten so lange wie möglich an der Normalität fest. Eine starke, unglaublich aktuelle Erzählung, findet Christoph Keller, Lucien Haug lobt die fast unerträgliche Lakonie Ramuz’, und Marion Regenscheit möchte, dass alle, wirklich alle dieses Buch lesen.

    43 min
  • (39) Schweizerdeutsch Blues in den USA - mit Dominic Oppliger
    Über «giftland» von Dominic Oppliger

    Ein Roman auf Schweizerdeutsch, die Erzählung eines Roadtrips in der Muttersprache, und die Tiefenlotung eines Gemütszustands - das ist die Anlage des Romans «giftland». Dominic Oppliger nimmt uns mit in einem Van, mit einer Rockband quer durch die USA, und mitten hinein in eine Coming-of-Age-Geschichte mit offenem Ausgang und so rhythmisch, wie ein Beat auf dem Schlagzeug. Lucien Haug fühlt sich sprachlich umarmt, Marion Regenscheit entdeckt eine neue Lesart im Schweizerdeutschen, und Christoph Keller fühlt sich sehr schweizerisch bei der Lektüre.

    41 min

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