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Im Jahr 2021 hat das in Großbritannien gegründete Auktionshaus Sotheby's seine deutsche Zentrale nach Köln verlegt. Der Grund: Sotheby's kaufte das Palais Oppenheim am Gustav-Heinemann-Ufer im linksrheinischen Köln.
Das Besondere: In der repräsentativen Villa veranstaltet Sotheby's auch öffentliche Auktionen. Und solche Live-Veranstaltungen gibt es bei dem Unternehmen in Europa nur in London, Paris, Genf, Zürich, Mailand und jetzt eben Köln.
Damit ist Sotheby's auch in direkte Konkurrenz zu etablierten Kölner Auktionshäusern wie Van Ham und Lempertz getreten.
Den Kölner Sotheby's Standort leitet Barbara Guarnieri. Die Kielerin hat Kunstgeschichte studiert, bei einer Kunstversicherung gearbeitet und viele Jahre bei einem Auktionshaus in der Schweiz. In der früheren NDR-Fernsehsendung "lieb & teuer" bewertete sie öffentlich Kunstwerke und Objekte.
Das Projekt Steereon entstand an der Technischen Hochschule in Köln. Für seine Bachelorarbeit hatte Felix Vreden eine innovative Lenkung für die Scooter erfunden, die in den derzeitigen Modellen aber nicht mehr zum Einsatz kommt. Seit 2017 arbeitet er mit seinen Mitgründern Marvin Panek und Maximilian Camp in Vollzeit an der Weiterentwicklung der Produkte.
Ein Pluspunkt der Flitzer ist, dass sie bequem im Auto oder in Bus und Bahn mitgenommen werden können. Sie sind schnell zusammengefaltet und lassen sich in jedem Kofferraum verstauen.
Der in Köln in Handarbeit hergestellte E-Scooter wird in verschiedenen Farben und Ausstattungen als Steh- und als Sitzfahrzeug mit gefedertem Sattel angeboten.
Der E-Scooter lässt sich wie ein E-Bike fahren, das Treten allerdings fällt weg. Das Fahrzeug kommt so beispielsweise auch für Personen infrage, die aus gesundheitlichen Gründen kein Fahrrad fahren mehr wollen oder können.
Ziel ist, die Mobilitätswende insbesondere auch in Städten wie Köln anzutreiben. Weg vom Auto in der Innenstadt, hin zu anderen Konzepten. Dabei gebe es nicht nur in Köln, sondern fast in allen Städten Deutschlands im Vergleich zum Beispiel mit den Niederlanden noch viel Luft nach oben, so die Gründer.
PwC ist eine der vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und bietet auch Steuerberatung und Unternehmensberatung an – klingt trocken, aber es lässt sich sehr viel Geld damit verdienen. Köln-Chefin Isabel Kluth spricht im Podcast über die Branche, den Aufholbedarf bei Mandaten in Köln und Prüfvorgaben, die sie merkwürdig findet.
Große Firmen zahlen für die jährliche Wirtschaftsprüfung zweistellige Millionenbeträge – die Deutsche Telekom beispielsweise 19 Millionen Euro. Die Prüfungen sind Pflicht ab einer gewissen Firmengröße. Bei den Großkonzeren bekommen vor allem vier Firmen die Aufträge: PwC, KPMG, Deloitte und EY. Seit dem Skandal um den Zusammenbruch des Zahlungsanbieters und ehemaligen Dax-Konzerns Wirecard müssen Aktiengesellschaften regelmäßig die Prüfer wechseln.
Auch sonst gibt es Nachwehen des Skandals, die die gesamte Branche erfasst haben. Interne Regeln sind überprüft worden, berichtet Isabel Kluth, Kölner Standort-Chefin von PwC (PricewaterhouseCoopers) in dieser Folge von „ekonomy mit K“.
Die gelernte Steuerberaterin führt den Standort seit Mitte 2023 und ist vor allem für den Vertrieb in der Region zuständig. Bei einigen großen Prüfmandaten in der Region ist PwC derzeit nicht am Zug, teilweise wegen der Pflichtrotation: Bayer, Covestro, Lanxess, Telekom, Ströer, RTL, Deutsche Lufthansa AG, Rhein-Energie – alles keine PwC-Kunden. Dafür hat die Prüfgesellschaft aber in anderen Regionen zuletzt von der Wechselpflicht profitiert.
Fabian Kienbaum (39) ist gemeinsam mit Bibi Hahn Co-Chef von Kienbaum Consultants International, einem Beratungsunternehmen in Köln-Gremberghoven. Die mehr als 600 Beschäftigten geben vor allem Empfehlungen zu Personalfragen und Firmenorganisation.
Das Familienunternehmen hatte Großvater Gerhard Kienbaum gegründet und sich vor allem rund um die Suche von Führungskräften einen Namen gemacht. Ende 2016 verlegte Kienbaum den Sitz von Gummersbach an den Rhein.
Im Interview sagt Kienbaum, dass es für Firmen wichtig sei „die Stimme zu erheben und sich klar rechts und links gegen extremistische Sichtweisen zu positionieren.“ Er selbst hat auch an einer der Demonstrationen der vergangenen Wochen teilgenommen und distanziert sich mit deutlichen Worten von der AfD: „Innerhalb der AfD wird offenkundig zu viel toleriert. Und damit ist die Toleranz für die AfD nicht mehr gegeben – selbst wenn es einige Positionen in der Wirtschaftspolitik gibt, die sinnvoll erscheinen. Die AfD ist schon längst nicht mehr wählbar. Sympathisanten, die das nicht sehen, passen dann aber auch nicht mehr zu einem Wertekanon, der sich klar zu etwas positioniert, was nicht diskutierbar ist, nämlich, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.“
Andreas Heyden ist CEO des Streaming-Anbieters Dyn Media mit Sitz in Köln. Zusammen mit Christian Seifert, langjähriger Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und Marcel Wontorra, Sohn von Moderator-Legende Jörg Wontorra, gründete er im August 2023 die neue Sportplattform mit dem Ziel, dort Sportarten wie Handball, Basketball und Tischtennis zu einer größeren Öffentlichkeit zu verhelfen.
„Ungefähr die Hälfte der Deutschen interessiert sich für Sport und
Inzwischen hat Dyn mehr als 1000 Spiele in den verschiedenen Sportarten gestreamt. Zahlen zu Abonnenten oder Reichweite der Streams veröffentlicht das Unternehmen nicht. Aber sowohl sie selbst als auch die Verbände der unterschiedlichen Sportarten seien zufrieden, sagt der CEO.
Auch die derzeit stattfindende Handball-EM ist auf Dyn zu sehen. Und da kann die Streaming-Plattform auf bewährte und prominente Kräfte zurückgreifen: Unter anderem sind die ehemaligen Handball-Stars Pascal Hens, Stefan Kretzschmar und Mimi Kraus für die Kölner im Einsatz.
Bei den Übertragungen setzt Dyn auf innovative Technik, auch, um den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens so niedrig wie möglich zu halten. Künstliche Intelligenz spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
„Ekonomy mit K“ wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung ist erste Ansprechpartnerin für Unternehmen in Köln.
Jan Kurth ist Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Die Organsiation mit Sitz in Bad Honnef in der Nähe von Bonn ist der Träger der Internationalen Möbelmesse imm in Köln, die am Sonntag, 14. Januar 2024, startet.
Derzeit plagt eine Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher die deutsche Möbelbranche. Viele Firmen haben daher Kurzarbeit angemeldet, Produktionen stillgelegt oder Arbeitsplätze abgebaut. Auch weitere Insolvenzen seien nicht auszuschließen, so Kurth im Gespräch.
Die Hauptgründe für den schleppenden Absatz bei Möbeln und Einrichtungsgegenstände: es werden wegen der gestiegenen Zinsen weniger Wohnungen und Häuser gebaut. Dann sinkt auch der Bedarf an Einrichtungsgegenständen wie Küchen. Und aufgrund der zuletzt hohen Inflation haben viele Menschen Anschaffungen aufgeschoben.
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3,5 bis mehr als vier Millionen Zuschauer schalten ein, wenn auf RTL zwischen Februar und Mai jeden Freitagabend „Let's dance“ läuft. In der Live-Show treten seit sechzehn Staffeln Prominente mit Tanzprofis gegeneinander im Paartanz an. Für die Produktion ist Seapoint Productions aus Köln verantwortlich, gedreht wird in den Fernsehstudios in Ossendorf.
Die Weihnachtssonderausgabe ist schon im Frühsommer aufgezeichnet worden und mit einem besonderen Clou versehen. Seapoint hat mehrere Enden produziert, damit auch am 22. Dezember eine Zuschauerabstimmung über das Siegerpaar stattfinden kann.
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Gottfried Rüßmann ist Chef der DEVK, einer der größten Versicherungen in Deutschland. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Köln-Riehl, direkt neben dem Kölner Zoo. Ab Mitte kommenden Jahres wird die Zentrale saniert, außerdem will die Versicherung ein Hochhaus neben die Zentrale bauen. Vor allem die gewünschte Höhe von 145 Metern ist umstritten.
Im Interview spricht Rüßmann aber auch über die Herausforderungen vor allem bei der Autoversicherung, das einen großen Anteil am Geschäft hat. Gestiegene Reparaturkosten haben die DEVK 2022 viele Millionen gekostet, der Gewinn der gesamten Gruppe schrumpft von über 90 auf 35 Millionen Euro. In diesem Jahr allerdings soll sich die Situation deutlich verbessert haben, so Rüßmann.
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Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln berät Politik und Firmen in ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen. Direktor Michael Hüther spricht über den Bundeshaushalt, die schwache Konjunktur und die Mängel des Standorts Köln.
Hinweis der Redaktion: Das Gespräch wurde am 20. November aufgezeichnet, bevor Finanzminister Christian Lindner (FDP) eine Haushaltssperre verhängt hatte.
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Björn Griesemann (47) führt die Griesemann-Gruppe mit etwa 1700 Beschäftigten und Sitz in Wesseling. Nach eigenen Angaben arbeitet die Firma für die Hälfte der deutschen Prozessindustrie, also vor allem chemische Unternehmen. Sein Bruder Georg Griesemann führt die Fluggesellschaft Quick Air, die auf Krankentransporte spezialisiert ist.
In seiner Freizeit ist Björn Griesemann Präsident der Karnevalsgesellschaft Blaue Funken. Er wohnt in Köln-Klettenberg.
Im Gespräch redet er über den Flugzeugabsturz, bei dem am 4. September 2022 seine Eltern, seine jüngere Schwester und deren Partner ums Leben kamen. Er berichtet, wie er das Herzensprojekt seines Vaters - den Anbau an den Sachsenturm der Blauen Funken - vorantreibt.
Und er spricht auch darüber, wie sich die Lage in der Chemieindustrie in Deutschland in den vergangenen zwei bis drei Jahren drastisch geändert hat. Einen zumindest für eine Übergangsphase subventionierten Industriestrompreis hält er für dringend geboten. Die geforderte Geschwindigkeit bei der Energiewende könne sonst nicht gehalten werden.
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