
Sign up to save your podcasts
Or


Noch bevor sie ihre Idee in eine wirkliche Firma überführt hatten, standen Natalie Steger und Annika Götz vor der Kamera. In der „Höhle der Löwen“ stellten sie „Badesofa“ vor etwa drei Jahren vor: üppig große Kissen, die das Liegen in der Wanne angenehmer machen. Dann mussten sie bis Mai 2021 warten, bis die Sendung ausgestrahlt wurde.
Die Wartezeit sei aber ein „absoluter Segen“ gewesen, sagt Annika Götz. Denn wäre die Folge schon rasch nach der Aufzeichnung ausgestrahlt worden, „hätten wir gerade mal 150 Kissen verkaufen können“. Doch in den zwölf Monaten konnten die beiden Mütter von jeweils drei Kindern den ersten Schritt zur Professionalisierung machen und waren auch in größerer Stückzahl lieferfähig.
Mittlerweile ist „Badesofa“ ins Belgische Viertel umgezogen („Bei den Mieten im Belgischen Viertel haben wir schon geschluckt“) und auf 13 Beschäftigte angewachsen. Die Chefinnen verkaufen nicht nur im deutschsprachigen Europa, sondern auch den USA. Per Express-Lieferung gehen Pakete aus dem Lager in Kerpen über den Atlantik nach Florida, Texas oder Kalifornien. Die ersten Verkaufserfolge haben den Willen der beiden 43-jährigen Kölnerinnen bestärkt, über eine Tochterfirma in den Vereinigten Staaten nachzudenken.
ekonomy mit K wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung ist erste Ansprechpartnerin für unternehmen in Köln.
Es gehört zu Köln wie der Rhein oder der Dom: „Echt Kölnisch Wasser von 4711. Seit 230 Jahren gibt es das Eau de Cologne, benannt nach der Nummer am Stammhaus in der Glockengasse in der Kölner Innenstadt: 4711. Kaum ein anderer Duft hat so eine hohe Markenbekanntheit und das weltweit. Made in Germany von Mäurer&Wirtz. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz in Stolberg bei Aachen und produziert dort nicht nur 4711, sondern insgesamt 15 Duftmarken verschiedenster Preissegmente.
Stephan Kemen, 39 Jahre, ist seit Anfang 2020 Geschäftsführer bei Mäurer und Wirtz. Er gehört laut dem Magazin „Capital“ zu den Top-Managern unter 40 in Deutschland und ist angetreten, um den Dufthersteller mit seinen über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie er selbst sagt, zu „transformieren“.
Warum er dennoch an dem Klassiker 4711 festhält und sogar das Marketing ausbaut, wie man eine Stammmarke so weiterentwickeln und etablieren kann, dass sie auch bei der jüngeren Generation punktet, wie eine Influencer-Duftmarke erfolgreich wird und wie es gelingen kann auch in der Duftbranche immer nachhaltiger zu werden und attraktiv als Arbeitgeber zu bleiben, was Düfte generell mit uns machen und warum Menschen früher kölnisch Wasser getrunken haben? … darum geht es im Gespräch mit Stephan Kemen, der direkt als Krisenmanager funktionieren musste: Pandemie, Jahrhundertflut und Ukraine-Krieg – und das alles in seinen ersten zwei Jahren als CEO.
Ob Weihnachtsdekoration, Porzellanbecher, Kerzenleuchter oder Holzschnitzereien: Was sich Menschen in Wohnung oder Haus stellen, um es wohnlicher zu machen, kommt in vielen Fällen über die G.Wurm GmbH & Co. KG nach Deutschland.
Der Kölner Familienbetrieb kauft Ware in China, verpackt sie um und liefert sie an Gartencenter, Möbelhäuser, Baumärkte, Weihnachtsmärkte oder Blumenladen.
Eine Pilzfarm mitten in Köln? Und dann auch noch unter der Erde, in einem Keller? Trevor Weiss und Christian Vetter haben Ende 2020 diese Idee zur Wirklichkeit gemacht und das Urban Farming Unternehmen Pilzling gegründet. Mittlerweile bauen sie ihre zweite Farm in Köln, die erste mussten sie aufgeben.
Etwa 500 Kilogramm Pilze würde Pilzling pro Woche produzieren, für Einzelpersonen, aber auch etwa für Restaurants. Im Angebot sind zum Beispiel Shiitake, Austernpilz und Kräuterseitling. Wichtig ist ihnen beim Anbau die Nachhaltigkeit, deshalb nutzen sie auch Kaffeesatz und Nebenprodukte aus einer Bierbrauerei.
Im Gespräch mit Martin Dowideit erklären sie, wie überhaupt die Firmenidee entstand (Vetter: "Einer meiner Kindheitsträume war, dass ich Bauer werde."), wie die Suche nach dem perfekten Keller für eine Pilzfarm lief und wie es mit dem Unternehmen jetzt weitergehen soll.
Mit der EC- oder Kreditkarte, dem Handy oder gar der Smartwatch - die Bezahlmethoden werden immer einfacher. Und trotzdem: Immer noch zu umständlich, meint das Kölner Start-up Pagopace und bringt einen Ring zum Bezahlen auf den Markt. Der große Vorteil etwa gegenüber Smartwatches soll sein, dass der Ring nicht geladen werden muss.
Die drei Gründer Lukas Schmitz, Steffen Kirilmaz und Bernhard Wernberger durften ihr Produkt auch schon in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorstellen. Und hatten dabei Erfolg: Sie konnten den Investor Carsten Maschmeyer von ihrer Idee überzeugen. Die Sendung wurde Anfang des Jahres aufgezeichnet, aber erst Ende August gesendet. Der Fernsehauftritt hat gleich seine Wirkung gezeigt: "Am Tag der Show hatten wir 300.000 Leute auf unserer Seite, sonst sind das eher zwei bis drei Tausend", erzählt Kirilmaz im Podcast.
Der Glühwein kostet jetzt 4,50 Euro statt 4 Euro im vergangenen Jahr, eine Portion Pommes kann 7 Euro kosten und eine Zimtschnecke 5 Euro und auch mehr: Auch auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom sind steigende Preise zu spüren. Höhere Lohn- und Energiekosten machten Preiserhöhungen für die Aussteller unumgänglich, sagt Monika Flocke, Geschäftsführerin der Kölner Weihnachtsgesellschaft im Gespräch mit „ekonomy mit K“.
Auch die Energiekrise trifft die Stadt und so wird der Weihnachtsbaum weniger lang beleuchtet und sind Gasöfen aus den mehr als 120 Ständen auf dem Roncalliplatz am Kölner Dom verbannt. Für dieses Jahr sei es schwieriger gewesen, traditionelles Handwerk auf den Markt zu locken, berichtet Monika Flocke. Denn während der Jahre mit Corona-Beschränkungen hätten viele ältere Kunsthandwerker ihre Betriebe aufgegeben.
Ein ukrainischer Stand aus dem Vorjahr sei leider nicht mehr vertreten – der Krieg in der Heimat ist der Grund. Der Platz werde allerdings freigehalten für die Zukunft.
Die Konzession für den Markt läuft bis 2025 und auch danach kann sich Flocke vorstellen nochmal weiterzumachen. Der Wettbewerb um die Ausschreibungen ist aber in der Regel sehr groß.
Claudia Herweg ist Kölnerin und seit Anfang des Jahres Präsidentin des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Als Sportlerin hat sie einst in der zweiten Frauen-Bundesliga Tischtennis gespielt.
Sie hat eine Karriere in der Tischtennis-Industrie hinter sich und lange Jahre den größten europäischen Hersteller von Tischtennis-Belägen geführt, die Firma ESN.
Nach einer Phase beim Weltverband ITTF, wechselte sie an die Spitze des deutschen Verbands. Sie wurde 1966 in Köln-Porz geboren und lebt in der Kölner Innenstadt.
Im Gespräch geht es um den Kampf um mediale Präsenz im Schatten des Fußballs, giftige Noppenbeläge, den kaputten Schläger von Journalist Günter Wallraff. Sie kündigt ein Weltklasse-Turnier an, das im Oktober 2023 in Frankfurt stattfinden wird. Beim WTT Champions treten dann die Top 32 der Welt in Deutschland an, Frauen und Männer.
*Hinweis: Ein kleiner Versprecher hat sich ein geschlichen. Die Ping-Pong-Diplomatie entwickelte sich zwischen USA und China, nicht USA und Russland.
Eine gekürzte Version des Interviews können Sie hier lesen: ksta.de/371924
Zehn Jahre müsse er an anderen Orten Gastronomie und Gastgewerbe kennenlernen, dann dürfe er die Familiengaststätte Haus Unkelbach übernehmen: Das war die klare Ansage, die Alexander Maneks Großvater im Jahr 1990 dem Enkel machte. Schon als 7-Jähriger hatte Manek den Beschluss gefasst, irgendwann Wirt zu werden.
In diversen Hotels lernte Manek das Handwerk kennen und seit dem Jahr 2000 ist er jetzt der Wirt des Haus Unkelbachs, einer Kultkneipe in Köln-Sülz. Am 11.11. ist der Laden brechend voll, nach drei Minuten seien alle Tickets für die Karnevalsfeier verkauft gewesen. Es gebe einen riesigen Nachholbedarf bei vielen Menschen.
Teurer ist der Karneval jedoch geworden. 25 Euro statt zuvor 20 Euro Eintritt, gestiegene Kölsch-Preise. Ohne Erhöhungen ginge es nicht, so Manek. Der Mindestlohn trage dazu bei, ebenso die höheren Energiepreise. Gleichzeitig plagt der Fachkräftemangel und gestiegene Anforderungen an die Work-Life-Balance. "Die Fünf-Tage-Woche wird nicht mehr gern genommen", sagt Manek.
Im Podcast spricht er auch darüber, wie er den "Karneval im Sommer" erfunden hat und sich dadurch Ärger mit dem Festkomitee eingehandelt hatte.
Klimaaktiviten beschmieren berühmte Kunstwerke, um so auf ihre Sache aufmerksam zu machen: Was die einen als berechtigten Protest sehen, empfinden andere als verwerflich. Jenseits der emotionalen Betrachtung, blickt Alexander Wiebe aus einer andere Perspektive auf die Fälle: er versichert Kunstwerke gegen Schäden.
Im Gespräch erklärt er, dass Sammlungen und Ausstellungen und einzelne Werke in der Regel über "All risk"-Policen abgesichert sind. Diese greifen unabhängig von der Art und Weise, wie ein Bild beschädigt wird. "Der Schaden wäre versichert, durch Kartoffelbrei, durch Tomatensuppe oder was auch immer", berichtet der Versicherungsexperte.
Zuletzt beschmierten Aktivisten in Den Haag "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge", ein Werk von Jan Vermeer. Sie klebten sich an das schützende Glas vor dem Bild und schmierten Tomatensoße auf das Werk - sie mussten zwei Monate in Haft.
Ein ideeller Verlust könnte natürlich nicht ersetzt werden, aber eine Restauration müsste die Versicherung zahlen, so Wiebe. Gleichzeitig wirken die Versicherer auf verschärften Sicherungsmaßnahmen hin - das kann etwa die Pflicht zur Taschenabgabe und Gaderobe für Besucherinnen und Besucher in Museen sein.
In Köln sitzen gleich mehrere Kunstversicherungen und sie alle fürchten mehr als durch Restauration zu behebende Schäden den "Totalverlust" von Werken. Denn diese sind dann zum geschätzten Marktwert abgeschützt. Das können schon mal mehrere Millionen Euro pro Bild oder Statue sein - etwa bei einem Diebstahl oder Brand.
Produkte aus der Kölner Südstadt für Ausflüge in den hohen Norden oder den tiefsten Süden: Nordmut bietet eine kleine Auswahl an Dingen, die man auf Wanderungen oder Expeditionen brauchen kann: Camping Becher, Isolierkannen, Isomatten.
Der Kölner Gründer Robin Krah setzt dabei voll auf den Versandhändler Amazon: Über das Portal vertreibt er seine Ware, die er in den ganzen Welt beschafft und mit dem eigenen Logo versehen lässt. Mehr als 500.000 Euro seien derzeit in Ware gebunden, was einen Einblick in die Größe seines Vorhabens gibt, Nordmut aufzubauen.
Derzeit merkt er jedoch auch wie andere Unternehmen, dass die Ausgabenfreude vieler Menschen wegen steigender Preise und Energiekrise gedämpft ist. Doch er ist sich sicher, dass es allenfalls ein temporärer Rückschlag sein wird.
Inspieriert zu Nordmut haben ihn eigene längere Urlaube in entlegenen Regionen wie Kirgisistan - und die Unzufriedenheit mit der Arbeit als Angestellter.
From the publisher's feed

312 Listeners