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Köln ist eine Versicherungsstadt - eines der größten Unternehmen der Branche in der Stadt ist die Axa Versicherung. Das Tochterunternehmen des französischen Axa-Konzerns macht im Jahr etwa elf Milliarden Euro Umsatz und hat 8500 Mitarbeiter, davon 4500 in Köln im eigenen Firmencampus in Holweide.
Beate Heinisch kümmert sich im Vorstand der Axa „um alles, was ein Kunde für Anliegen rund um seine Versicherungsverträge hat“ - Neuanträge, Änderungen und auch die Schadenregulierung: 30.000 Anfragen am Tag müssen bearbeitet werden.
In der Schadenregulierung gehe es bei weitem nicht so zu, wie es die TV-Serie Stromberg suggeriert habe. „Ich nehme das Humor, denn ich weiß: Es ist ganz anders“, sagt die 53-Jährige. „Wir sind auch viel moderner, da werden keine Akten mehr durch die Gegend getragen.“
Im vergangenen Jahr war sie als Krisenmanagerin des Unternehmens für die Bearbeitung der FLutschäden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zuständig - dem größten Versicherungsfall in der Geschichte des Unternehmens. Mehr als 2000 Mitarbeitende der Axa waren selbst in irgendeiner Weise betroffen, bis jetzt sind etwas mehr als 60 Prozent der Fälle erledigt.
Doch viele Fälle seien komplex wegen Mangel an Baustoffen, Engpässen bei Handwerkern und ungeklärten Fragen rund um Baugrund.
Früher, bei Hafervoll, wurde freitags nach der Arbeit immer eine Runde Gin Tonic getrunken. Damals spaßte Mitgründer Philip Kahnis noch, nach dem Verkauf von Hafervoll, werde er erstmal ein Start-up für Haferschnaps gründen. Aus Spaß wurde Ernst und gemeinsam mit Alexander Poljaschenko gründete er Polly.
Zwar keinen Haferschnaps, aber dafür Spirituosen mit einem geringeren Alkoholgehalt brachten sie auf den Markt. Relativ schnell mussten sie aber feststellen, dass die Zielgruppe nicht verstanden hat, warum sie weniger Alkohol trinken solle. Kurze Zeit später haben sie ihr Portfolio umgestellt und setzen seitdem auf alkoholfreie Spirituosen – nicht nur, weil das Feld noch nicht richtig besetzt ist, so Kahnis. Seitdem läuft es beim Start-up gut.
Warum Kahnis, trotz der vielen Lebensmittel-Start-ups und -Unternehmen, glaubt, dass Köln und die Region eine wichtige Chance in dem Bereich verpassen, erzählt er im Podcast.
Die Webseite von Polly: www.drinkpolly.de
Mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs sollen bis 2030 aus erneuerbaren Energien kommen – das sieht zumindest das Osterpaket der Bundesregierung vor. Vergangenes Jahr waren es mit 42 Prozent allerdings nur etwas mehr als die Hälfte. Karl Dienst, Gründer und CEO von Wegatech, einem Kölner Anbieter von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wärmepumpen, glaubt, man habe eine Chance, dieses Ziel zu erreichen. Voraussetzung dafür sei aber, dass alle Barrieren auf dem Weg zur eigenen Photovoltaikanlage entfernt würden.
„Gerade bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbekunden gibt es noch extrem viele behördliche Regularien“, sagt er im Podcast „ekonomy mit K“. Als Beispiel nennt er den sogenannten Mieterstrom, den Hausbesitzer vom Dach der Immobilie ihren Mietern komplex verkaufen müssten. Zwar gebe es allmählich Fortschritte, „nur die Geschwindigkeit ist einfach nicht die, die wir brauchen.“ Doch es gibt auch gute Nachrichten: "Im Bereich der Privathaushalte sind wir eigentlich schon sehr gut unterwegs."
Der Markt hat sich laut Dienst seit Unternehmensgründung 2010 extrem gewandelt: „Wir hatten zehn Jahre, in denen wir eigentlich um jeden Kunden kämpfen und jeden Kunden zehnmal anrufen mussten, um eine Anlage zu verkaufen“, sagt er. Mittlerweile riefen die Kunden ständig an, in der Hoffnung, dieses Jahr noch eine Anlage zu bekommen. Das birgt auch Schwierigkeiten: „Wir können nicht von heute auf morgen doppelt oder dreimal so viele Handwerker organisieren, die diese Projekte umsetzen können.“
Wie er das Problem löst und was er von den weiteren Beschlüssen des Osterpakets hält, erzählt er im Podcast.
Als die Menschheit noch analog fotografierte, da ging es vor allem darum, den Film zu verkaufen – der Verkauf der Abzüge war quasi schon gesetzt, die Menschen wollten schließlich wissen, was sie fotografiert haben. Mit der digitalen Fotografie hat sich der Markt aber komplett gewandelt, erzählt Daniel Attallah. Die Kamera ist vorhanden und die Neugierde, was man fotografiert hat, ist schon bedient – Abzüge müssen aktiv beworben und verkauft werden.
Obwohl sich die Annahme nicht bestäigt hat, dass durch die wachsende Anzahl der digital geschossenen Fotos auch die Zahl der Abzüge zunimmt, geht es Pixum sehr gut. Bis auf einen leichten Rückgang während der Corona-Pandemie konnte der Online-Fotoservice sein Geschäft jährlich steigern. Über die regulären Fotos hinaus haben vor allem Fotobücher an Beliebtheit gewonnen.
Wie schnell die Fotos geliefert werden müssen, damit Attallah zufrieden ist und warum Pixum trotz des Verkaufs an Cewe eigenständig bleibt, erzählt er im Podcast.
Reiner Calmund ist einer der prominenten Kunden des Modehauses Weingarten, das sich neben seinen Stammgeschäften auch mit einigen Filialen in ganz Deutschland auf übergewichtige Kunden spezialisiert hat. Dass der ehemalige Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen zuletzt von 180 auf 90 Kilo abgenommen hat, führte auch dazu dass er sich neu einkleiden musste. Und er blieb dem Kölner Modehaus treu, berichtet Theresa Weingarten.
Das Unternehmen hat aufgrund der Corona-Pandemie zwei schwere Jahre mit zweistelligen Umsatzrückgängen hinter sich. Doch im Frühjahr ist das Geschäft für Festtagsanzüge und -kleider deutlich angezogen und ein Lichtblick nach Lockdowns, Zutrittsbegrenzungen und Kaufzurückhaltung.
Weingarten investiert auch wieder am Friesenplatz, in Kürze lässt die Chefin eine Solaranlage auf dem Stammhaus installieren. Die rasch gestiegenen Energiepreise haben sie dazu animiert - und dazu, 20 Prozent der Glühbirnen in den Filialen herauszudrehen.
„Unsere Hauptaufgabe ist es, die Sorte Kölsch als Oberbegriff davor zu schützen und davor zu bewahren, dass fremde Brauereien den Begriff Kölsch nutzen“ erklärt Christian Kerner, Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbands. Kölsch sei eine lokale Angelegenheit.
„Wenn wir feststellen, dass jemand unberechtigterweise die Marke, die Sorte Kölsch als Name benutzt, versuchen wir eine Abmahnung zu erreichen.“ Für Kerner, der Rechtsanwalt ist, ein Heimspiel.
Jüngst geschehen ist das zum Beispiel bei „Sölsch“: Eine Brauerei aus Sölden hatte das Bier auf den Markt gebracht und zunächst auch damit aktiv geworben, dass es sich um Kölsch handele. Was aus Sölsch geworden ist, warum Kölsch so schützenswert ist und was die Kerner zu den Preissteigerungen sagt, hören Sie im Podcast „ekonomy mit K“.
„Das hat schon zu deutlichen Preissteigerungen auf dem Bau geführt“, sagt Patrick Adenauer, Geschäftsführender Gesellschafter des Kölner Immobilienunternehmens Bauwens, über die Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs aus die Ukraine.
Stahl zum Beispiel beziehe das Unternehmen aus Osteuropa, aufgrund der Knappheit hat sich der Preis nun verdreifacht. „Das ist eine Inflation aufgrund von Knappheiten - wir hoffen sehr, dass die Preisfunktion dazu führt, dass entweder mehr Produkte produziert werden oder die Nachfrage nachlässt und sich der Preis wieder beruhigt.“
Warum Adenauer nicht an eine Immobilienblase glaubt, warum ein Bauboom herrscht und es trotzdem einen Wohnraummangel gibt und wie es sich als Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers lebt, erzählt er im Podcast mit Thorsten Breitkopf und Lars Frensch.
„Wie geht etwas - Schritt für Schritt“, so erklärt Andreas Kwiatkowski das von ihm und Farhoud Cheraghi gegründete Start-up how.fm in aller Kürze. Sie bieten auf Logistik, Lager und Produktion fokussierte Trainings mit Lehrvideos, Anleitungen und Quizzes an, die Menschen sicher, einfach und spielerisch in ihren neuen Job anleiten sollen. „Man kann auch viele wichtige Dinge im Onboarding unterstützend ausspielen, Themen wie Arbeitssicherheit zum Beispiel“, erklärt er. Gerade bei Jobs, in denen viel Fluktuation herrscht oder in Spitzenzeiten wie der Vorweihnachtszeit besonders viele Arbeiterinnen und Arbeiter gebraucht werden.
Die Trainings können automatisiert in viele verschiedene Sprachen übersetzt werden. So sollen auch Menschen erreicht werden, die kein oder noch nicht so gut Deutsch sprechen. Auch Ukrainisch ist im Programm, erklärt Kwiatkowski. Von Kundinnen und Kunden habe er Feedback bekommen, dass sowohl Unternehmen als auch geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer davon profitieren konnten. „Auch wenn das am Anfang besonders schwierig ist, weil man ja als jemand, der sich um seine Familie und Verwandten sorgt, nicht unbedingt zuerst die Arbeit im Kopf hat.“
Kwiatkowski hatte zuvor den App-Entwikler Rheinfabrik mitgegründet, die zwei Jahre nach Gründung von Trivago gekauft wurde. Warum er trotz Kunden wie dem HSV und dem BVB auch mit einem lachenden Auge auf den Verkauf blickt, was how.fm noch fehlt und wie viel Geld das Start-up einsammeln konnte, erzählt er im Podcast „Ekonomy mit K“.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Energiemärkte aufgerüttelt. Die Preise schnellen nach oben, die Versorgungssicherheit könnte bedroht sein und die Suche nach alternativen Lieferanten für Öl und Gas anstelle von Russland ist in vollem Gange.
Die Politik reagiert mit Steuersenkungen, doch das kann "gegenteilige Effekte" auslösen, warnt Wolfgang Ketter, Wirtschaftsinformatiker und Professor an der Universität zu Köln. Denn eigentlich könnten gestiegene Preise die Veränderungen bringen, die auch zum Bekämpfen des Klimawandels notwendig seien. Die politischen Eingriffe mögen "kurzfristig okay sein, aber langfristig ist das keine gute Idee."
Um die Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen zu senken, empfiehlt Ketter Energie zu sparen ("Pullover tragen") sowie einen drastischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bei gleichzeitigem Umschwenken auf Elektromobilität und auch elektrisches Heizen. "Wir müssen diese Vision Realität werden lassen", so Ketter, der an der Uni Köln eine Forschungsinitiative zu nachhaltigen Energie- und Mobilitätslösungen leitet.
"Die Regierung müsste Sofortprogramme aufsetzen", so Ketter. Alle Neubauten sollten nur elektrisch heizen dürfen und gleichzeitig die Erneuerbaren Energien deutlich ausgebaut werden. Intelligente Netzwerke und Preissystemen könnten dann die schwankende Produktion mit dem Verbrauch in Einklang bringen.
"Für eine wirklich nachhaltige Energie- und Mobilitätswende brauchen wir eine sehr gute digitale Infrastruktur. Breitbank und 5G muss erheblich ausgebuat werden", sagt Ketter in "ekonomy mit K".
„Zwischen Business Angel und Investoren gab es immer eine Lücke“, erklärt Stephan Schubert, Gründer von STS Ventures im Podcast „ekonomy mit K“. Während die Business Angel ihr Pulver verschossen hätten, waren die klassischen Wagniskapitalgeber noch gar nicht bereit für ein Investment, sie wollten erst mehr Umsatz sehen. „Tal des Todes haben wir das früher genannt“, sagt Schubert.
Mittlerweile sehe das anders aus. Hätten Business Angel damals in der Frühphase eher bis zu 50.000 Euro, selten bis zu 100.000 Euro, investiert, rücken sie nun immer näher an Venture Capitals heran. Mit STS Ventures versucht Schubert auf seine Art und Weise das beste aus beiden Welten zu vereinen und so Gründerinnen und Gründern unter die Arme zu greifen.
Schubert hat unter anderem 1998 das Finanzportal OnVista mitgegründet. Kurz vor dem an die Börse gebracht und 2007 verkauft. Ob er den Verkauf bereut, wie ihm die Erfahrung von damals als Investor hilft und worauf es beim Gründen ankommt, erzählt er im Podcast.
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